Ritter Dressage Deutsch

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Ritter Dressage Deutsch Ein anderer Weg ist möglich. Ein Weg, Pferde zu trainieren, der ihren Körper, ihren Geist UND ihre Seele gleichermaßen achtet und stärkt.

Eine Reitweise, die dem Reiter die Mittel an die Hand gibt, das Was, das Warum UND das Wie wirklich zu verstehen.

Einer meiner alten Lehrer sprach oft vom “kleineren Fehler”. Wenn ein Pferd immer über dem Zügel geht, wäre es der klein...
08/10/2026

Einer meiner alten Lehrer sprach oft vom “kleineren Fehler”. Wenn ein Pferd immer über dem Zügel geht, wäre es der kleinere Fehler, wenn es stattdessen ein wenig hinter die Senkrechte gerät, da dies das Gegenteil der alten Gewohnheit wäre. Es ist natürlich noch immer nicht korrekt, aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Umgekehrt, wenn ein Pferd, das sich immer eingerollt hatte, nun über den Zügel kommt, ist das ebenfalls ein Erfolg, da es sich traut, andere Optionen auszuprobieren.

Junge Pferde mit langen, schlanken Hälsen gehen oft mit etwas zu niedriger Ausrichtung, sodass die Nase etwas hinter der Senkrechten steht. Sie müssen mehr Schubkraft und Rumpfmuskulatur entwickeln, um den Halsansatz und den Widerrist anheben und die Nase nach vorne dehnen zu können, ohne umzufallen.

Rollkur Pferde kommen meisten erst vorübergehend über den Zügel, bevor sie die richtige Hals- und Kopfhaltung finden. Ich freue mich immer, wenn ein aufgerolltes Pferd den Kopf nach oben streckt, weil es sich dann wenigstens mit meinen Händen unterhält, während ein aufgerolltes Pferd nichts mit den Zügelhilfen zu tun haben will.

Wir müssen uns immer daran erinnern, dass Hals und Kopf die Balancierstange des Pferdes sind. Wenn sich die Balance verändert, wird sich wahrscheinlich auch die Hals- und Kopfhaltung ändern. Die Rollkur verweigert dem Pferd, seinen Hals zum Ausbalancieren zu Hilfe zu nehmen. Es braucht jedoch Zeit, den Gebrauch seines Halses unter dem Reiter zu erforschen um herauszufinden, welche Haltung die beste, angenehmste und effektivste ist.

Wenn wir ein Pferd beurteilen, müssen wir daher seine gewohnheitsmäßigen Muster mit in Betracht ziehen und nicht einfach alle Fehler so zu kritisieren, als ob sie alle gleichwertig wären.

Als junger Reiter hatte ich einen Stuhlsitz: Meine Knie waren hochgezogen, meine Oberschenkel nach außen gedreht, sodass...
07/10/2026

Als junger Reiter hatte ich einen Stuhlsitz: Meine Knie waren hochgezogen, meine Oberschenkel nach außen gedreht, sodass die Knie nicht flach am Sattel anliegen konnten, meine Zehen zeigten nach außen, die Rückseite meiner Unterschenkel und Absätze klammerten sich am Pferdebauch fest. Außerdem lagen meine Unterschenkel zu weit vorne, am Ellbogen des Pferdes. In dieser Haltung ist es nahezu unmöglich, den Trab auszusitzen ohne klappendes Gesäß, ohne Verspannungen und ohne sich anzuklammern. Es dauerte etliche Jahre, bis meine Schenkellage und mein Sitz gut genug waren, um in die Rückenbewegung des Pferdes einzugehen ohne sie zu stören.

Meine Hüftbeuger waren ebenfalls verspannt, wodurch mein Oberkörper immer ein wenig vor die Senkrechte geneigt war, während meine Knie immer eine Tendenz nach oben hatten. Wenn ich versuchte, meine Beine nach hinten-unten zu dehnen, neigte sich mein Oberkörper mehr nach vorne. Wenn ich versuchte geradezusitzen, wanderten meine Knie wieder nach oben.

Durch viel beobachten, nachdenken und experimentieren bemerkte ich, dass die Verspannungen in meinen Hüftbeugern, A**en und Beinen die Folge einer mangelnden Stabilität der Lendenwirbelsäule waren. Der Muskeltonus in meiner Körpermitte war zu gering, sodass die Peripherie dafür kompensierte, indem sie ihre Muskeln zu sehr anspannte, um mich im Sattel zu halten.

Irgendwann wurde mir klar, dass ich mich unbewußt gegen die Bewegung der Hinterbeine und des Rückens verteidigte, als wenn es sich um Feinde handelte. Dadurch blieben meine Hüftbeuger in Kontraktion und verhinderten die freie Bewegung der Hinterhand und des Pferderückens, da mein Sitz es nicht zuließ. Daraufhin veränderte ich meinen Standpunkt und betrachtete die Bewegung des Pferdes als Freundin, damit ich meinen Schutzwall aufgeben und sie in meinen Körper hinein lassen konnte, anstatt sie abzublocken.

Dazu stellte ich mir vor, dass die Bewegung des Pferdes durch mich hindurch gehen sollte, wie der Wind durch die Zweige einer Trauerweide hindurch weht, ohne dass die Zweige ihn bremsen.

Als ich versuchte, die defensiven Verspannungen loszulassen, stellte ich fest, dass ich mich nicht einfach auf Kommando entspannen konnte, da es sich um eine instinktive Reaktion auf einen Mangel an Balance handelte. Ich entdeckte, dass ich meine A**e, Beine und Hüften erst entspannen konnte, nachdem ich mich an anderer Stelle stabilisiert hatte, sodass ich nicht herunterfallen würde. Wie sich herausstellte, waren es immer die Muskeln im Bereich der Lendenwirbelsäule, die ich vermehrt anspannen musste, damit meine Wirbelkörper wie Holzklötze, mit denen wir als Kinder gespielt hatten, aufeinander gestapelt blieben. Sobald meine Rumpfmuskulatur meinem Sitz genug Stabilität verlieh, konnten meine Arm- und Beinmuskeln sich entspannen.

Ich musste zudem meine Unterstützungsfläche verändern. Damals hatte ich oft das Gefühl, “auf dem Pferd” zu stecken, wie eine Wäscheklammer, anstatt “im Pferd” zu sitzen, wie die alten Meister zu sagen pflegten. Also begann ich, darüber nachzudenken, wie ich meinen Schwerpunkt senken und mit dem Sattel und dem Pferderücken verschmelzen könnte. Das führte mich zu der Entdeckung, dass ich mein Gewicht über die Rippenwölbung des Pferdes ausbreiten kann, anstatt hauptsächlich auf den Gesäßknochen zu sitzen. Da die Rippen unterhalb der Wirbelsäule und der Sattelfläche liegen, fühlt es sich so an, als ob man den Schwerpunkt absenkt.

Das wurde ein großer Game-changer für mich, da es mir gestattete, sicherer und besser ausbalanciert im Sattel zu sitzen, sodass ich meine periphere Muskulatur loslassen konnte. Mein Sitz wurde dadurch zugleich stabiler und flexibler. Meine Hüftgelenke besaßen nun die Freiheit, die Bewegung des Pferderückens durch die Verstärkung oder die Reduktion bestimmter Aspekte des Ganges mit dem Sitz zu formen.

Heute habe ich zwei Tipps für Sie bezüglich Ihrer Körperposition in der Handarbeit: 1. Ihre Position beeinflußt die Reak...
06/10/2026

Heute habe ich zwei Tipps für Sie bezüglich Ihrer Körperposition in der Handarbeit:

1. Ihre Position beeinflußt die Reaktion des Pferdes
Geht man neben der Schulter und schaut nach vorne, öffnet man die vordere Tür und ermutigt das Pferd, vorwärts zu gehen; Geht man dagegen am Pferdekopf rückwärts gewandt, schließt man die vordere Tür und ist dadurch in der Lage ein sehr stark schiebendes Pferd zu verlangsamen oder anzuhalten. Bei Pferden, die sich eher verhalten, ist die Position an der Schulter weniger einschüchternd; Bei Pferden, die zu stark schieben, kann man das Tempo besser regulieren, wenn man sich ein wenig vor dem Pferd positioniert.

2. Kleine Veränderungen bewirken große Unterschiede
Kleine Veränderungen in der Körperposition, näher am Kopf oder an der Schulter, nach vorne oder nach hinten gewandt, oder dem Pferd zugewandt, kann einen großen Einfluß auf die Reaktion des Pferdes ausüben. Es lohnt sich, damit zu experimentieren anstatt davon auszugehen, dass es nur eine einzige korrekte Stelle für die Reiterin gibt. Eine zweite Person mit Longierpeitsche, die hinter dem Pferd geht, kann hilfreich sein, wenn eine Person nicht ausreicht.

Seitengänge sind nicht nur schön anzuschauen, Meilensteine der Ausbildung und machen nicht nur Spaß zu reiten. Sondern s...
04/09/2026

Seitengänge sind nicht nur schön anzuschauen, Meilensteine der Ausbildung und machen nicht nur Spaß zu reiten. Sondern sie sind Hilfsmittel, mit denen man die Geschmeidigkeit, Geraderichtung, Kraft und Balance des Pferdes entwickeln kann.

Diesen Monat halten wir in Ritterize eine Masterclass darüber, wie Sie Seitengänge im weitesten Sinne (in jedem Ausbildungs Stadium) einsetzen können, um Ihrem Pferd zu helfen, die beste Version seiner selbst zu werden.

Die Übung des Monats, "Jubilant," verwendet mehrere Seitengänge auf einer großen Acht. Diese Übung verbessert die Biegung, Geschmeidigkeit, Geraderichtung und Balance. Sie macht auch viel Spaß zu reiten!

Die Feldenkrais Übung dieses Monats mit Catherine McCrum, "Cardinal Lines AKA Hosepipes" An manchen Tagen ist es im eigenen Körper präsent zu sein - ein voller Kopf, Herausforderungen in der Arbeit, oder eine schwierige Lebensphase können einen alle aus dem Gleichgewicht bringen. Diese Lektion hilft, wieder zu sich selbst zu finden. Auf dem Boden liegend lösen Sie langsam aber sicher die Verwindungen Ihrer Wirbelsäule und Gliedmaßen auf durch das innere Bild Ihrer Knochen als Rohre, durch die Wasser fließt (Das ist auch ein sehr hilfreiches Bild für das Pferd).

Wie wir alle wissen, sind keine zwei Tage identisch. Das gilt für das Pferd und es gilt auch für uns. Aber was tun, wenn sich ein Tag einfach schlecht anfühlt? Werfen Sie das Handtuch und geben auf? Strengen Sie sich mehr an, um doch noch eine Verbesserung zu erzielen? Die Mindset Einheit dieses Monats handelt genau von diesem Thema. "Wie gehe ich mit Tagen um, an denen ich oder das Pferd sich nicht gut fühlen?"

Wie immer lassen wir den Monat mit einer „Hot Seat“-Sitzung nur für Mitglieder zum „Übung des Monats“ ausklingen. Dies ist eine Live-Sitzung, in der Thomas mehrere von Mitgliedern eingereichte Videos auswählt, um Feedback, Tipps und Verbesserungsvorschläge zu geben. Selbst wenn Ihr Video nicht ausgewählt wird oder Sie sich entscheiden, kein Filmmaterial einzureichen, werden Sie aus dieser Sitzung sicher Tipps und Hinweise mitnehmen, die Sie sofort in Ihrem eigenen Reiten anwenden können.

Diese Veranstaltungen werden nur aktuellen Ritterize Mitgliedern angeboten.

Wenn Sie noch nicht dabei sind und sich uns anschließen möchten, können Sie sich hier anmelden. Die Mitgliedschaft kostet nur 39€ pro Monat und Sie können jederzeit kündigen.

In jedem Monat bekommen Sie Zugang zu:-
einer neuen Reitübung - der beliebten Übung des Monats (EOTM) und der dazugehörigen Hotseat-Sitzung, bei der Sie von Thomas Ritter ein Feedback zu einem Video erhalten, das Sie beim Reiten der Übung zeigt
einer Masterclass mit vielen Tipps und Informationen zum Thema des Monats
einer Diskussionsrunde, an der Sie sich beteiligen können

Und nicht nur das: Sie erhalten Zugang zum kompletten Archiv mit Reitübungen aus über 7 Jahren und Masterclass-Trainings zu allen Themen von Schulterherein bis Piaffe und mehr.

Mit Trainings, Diskussionen, Community und einem riesigen Archiv an Material gibt es reichlich Unterstützung, Anregungen und die Möglichkeit, zu lernen und Fortschritte beim Reiten zu machen.

🎓 Mitgliedschaft für nur 39€/Monat – jederzeit kündbar.
🔗 Anmeldung: https://kurse.klassischereitkunst.com/ritterizemembership-de

I am exceedingly happy to announce to you that the doors are officially open for the 2026 Cohort of our course all about...
14/08/2026

I am exceedingly happy to announce to you that the doors are officially open for the 2026 Cohort of our course all about training the young Dressage horse. And we have added something special for this round… keep reading to find out more about it!

Riders like you (from all over the world including Europe, North America, Australia, South Africa, and more) have been requesting that we re-launch this course since its original release in 2024, so here it is!

This course is designed for any rider with a relatively green horse that has been ridden off the longe line on a 20m circle and around the whole school for a few weeks, but of course, is beneficial for horses that are further in the training, as well.


This course is also suitable for:

- Horses transitioning from another discipline

- Relatively "uneducated" horses who may have been only hacked out or off-the-track racehorses or ex-Hunters that only know how to go with a pack of other horses

- Horses with "baggage" and bad training who need to go back to "ground zero"

- Rehab horses (horses coming back from physical injury or psychological stress)

- Any horse that may have some gaps in the early training that is preventing progress


In this course, your horse will learn:

Going Forward from the aids (Be “Go-able”)

Halting from the aids (Be Stoppable)

Bending correctly (Be Bendable)

Turn reliably (Be “Turn-able”)

The ability to do up transitions relatively well

The ability to do down transitions relatively well

The ability to begin moving away from the leg (sidestepping)

The ability to begin lengthening the stride (suitable to his ability)

How to understand and respond appropriately to the rider’s aids

The beginning of the canter work


Through the course, you will learn how to TEACH your horse to do all of this, plus:

To see things from the horse’s perspective

To coordinate your body and aids to communicate with your horse

To be super clear about everything you do (aids, intention, strategy in the training, consistency in WHAT you do and HOW you do it)

To praise abundantly and suitably

To build the horse’s confidence and self-esteem

To find the balance between not asking for too much too soon and keeping the training interesting and fun for the horse

To look at everything in terms of the basic elements

To divide bigger steps into smaller steps

To interpret the horse’s difficulties into requests for better clarification from you

To overcome your fear, irritation, anger when things don’t go according to plan

To de-escalate misbehaviours, bad situations, and misunderstandings

To keep the horse’s attention and focus when distraction happens

To evaluate when the horse is trying the best they can for the day

To get off and do something else when it isn’t going well

To stop when it does go well rather than get greedy and ask for too much

To be ambitious enough to keep the training going on a solid trajectory without being so ambitious that you disregard the horse’s needs and feelings


The 2026 Cohort starts Friday, August 21st. In case you aren’t familiar with the term, a Cohort is a special group that all goes through the course together, under our guidance and support.


And, as a very special addition for this round of the course only, we have added in Group Coaching Sessions where you can get feedback on your videos (as we do in our Hot Seat sessions in some of our other courses) or discuss with us any issues you are having whether it be strategy, mindset blocks, or training difficulties. We are going to be here to support you every step of the way. If you have been wanting help on training your young horse, this is going to be the way forward for you.


Take a look at everything we are covering and including in the course here - https://courses.artisticdressage.com/young-horse-training-course


And even if your horse is not exactly “Young”, but would benefit from revisiting the basics, is a rehab project or is in need of retraining, is green in mind but not so young in years, this course will be perfect - we will make sure we help you fill in all the missing gaps in the training to give your horse the most solid foundation possible.


Setting a solid foundation in the early part of the training is the MOST important thing you can do to help your horse be happy, healthy, and confident in the later training. This (what is typically considered the first year of training) is THE most important phase of the training and you want to do it right. It sets the stage and tone for the entire rest of the life of the horse. It's THAT important.


In fact, we had many students in the first round who took this course with their older or more-advanced courses and discovered it was essential for helping them fill in the gaps in their training. So whether you are working with a greenie or wish to return your focus to the basics, this course will help!!


Join us. We begin August 21st!

Enroll here - https://courses.artisticdressage.com/young-horse-training-course

In diesem Monat bei Ritterize: Fragt man Reiter danach, was ein Mittelgalopp ist, antworten die meisten mit einer Varian...
04/08/2026

In diesem Monat bei Ritterize:

Fragt man Reiter danach, was ein Mittelgalopp ist, antworten die meisten mit einer Variante von „mehr vorwärts". Das ist zwar nicht ganz falsch, aber auch nicht ganz richtig. Der Unterschied ist nicht nur akademischer Natur: Die Art und Weise, wie man den Übergang in den Mittelgalopp anfragt, beeinflusst das Ergebnis. Mit Sitz und Hilfengebung kann man entweder die Bergauf-Balance erhalten oder das Pferd auf die Vorhand drücken. Diesen Monat schauen wir uns das in Ritterize genauer an.

Das ist das Thema unserer August-Masterclass, „Der Mittelgalopp". Der Mittelgalopp unterscheidet sich vom Zulegen nicht grundsätzlich, sondern graduell, und genau in dieser Abstufung liegt die Balance. Wir zeigen, wie Sie den Übergang so vorbereiten und regulieren, dass das Pferd den Mittelgalopp fast von selbst anbietet.

Die Übung des Monats, „In-Out-Zoom", verbindet Volten mit einem kleinen Viereck Verkleinern und Vergrößern sowie einer Verlängerung der Galoppsprünge und baut so genau die Geschmeidigkeit auf, die ein guter Mittelgalopp braucht.

Die Feldenkrais-Übung mit Catherine McCrum, „Bending the Toes", zeigt, warum ein blockierter Knöchel die Galopparbeit sabotiert, und wie ein stabiler, zugleich elastischer Fuß die Bewegungskräfte des Pferdes besser aufnehmen kann.

Im Reiterstübl „Reiter-Überforderung: Wie man entscheidet, worauf man sich zuerst konzentriert" sprechen wir darüber, wie man die richtige Priorität setzt, wenn die Liste der Korrekturen lang erscheint.

Wie immer schließen wir den Monat mit einer exklusiven „Hot Seat"-Session nur für Mitglieder zur Monatsübung ab. Dies ist eine Live-Session, in der Thomas mehrere von Mitgliedern eingesendete Videos auswählt, um Feedback, Tipps und Verbesserungsvorschläge zu geben. Selbst wenn Ihr Video nicht ausgewählt wird oder Sie kein Material einreichen, werden Sie sicher Hinweise und Anregungen mitnehmen, die Sie direkt in Ihrem eigenen Reiten umsetzen können.

Diese Veranstaltungen werden nur aktuellen Ritterize Mitgliedern angeboten.

Wenn Sie noch nicht dabei sind und sich uns anschließen möchten, können Sie sich hier anmelden. Die Mitgliedschaft kostet nur 39€ pro Monat und Sie können jederzeit kündigen.

In jedem Monat bekommen Sie Zugang zu:

einer neuen Reitübung - der beliebten Übung des Monats (EOTM) und der dazugehörigen Hotseat-Sitzung, bei der Sie von Thomas Ritter ein Feedback zu einem Video erhalten, das Sie beim Reiten der Übung zeigt
einer Masterclass mit vielen Tipps und Informationen zum Thema des Monats
einer Diskussionsrunde, an der Sie sich beteiligen können

Und nicht nur das: Sie erhalten Zugang zum kompletten Archiv mit Reitübungen aus über 7 Jahren und Masterclass-Trainings zu allen Themen von Schulterherein bis Piaffe und mehr.

Mit Trainings, Diskussionen, Community und einem riesigen Archiv an Material gibt es reichlich Unterstützung, Anregungen und die Möglichkeit, zu lernen und Fortschritte beim Reiten zu machen.

Nehmen Sie an diesem tollen Programm teil, das Ritterize in diesem Monat für Sie bereithält!
🎓 Mitgliedschaft für nur 39€/Monat – jederzeit kündbar.
🔗 Anmeldung: https://kurse.klassischereitkunst.com/ritterizemembership-de

Eine von Egon von Neindorff’s liebsten Ermahnungen, die er unzählige Male in jeder Reitstunde  wiederholte, war: “Leicht...
27/07/2026

Eine von Egon von Neindorff’s liebsten Ermahnungen, die er unzählige Male in jeder Reitstunde wiederholte, war: “Leichte Hand, freundliche Hand, die Hand ist stets zum Nachgeben bereit.” Das klingt toll. Aber wie mache ich das? Wie kann ich meine Hand- und Unterarmmuskeln so entspannen, dass es keine Restspannung und keinen Zug nach rückwärts von meinen Händen auf die Zügel gibt?

Die Antwort ist der Sitz. Die Hand kann nur so gut sein wie der Sitz. Ist der Sitz ausbalanciert, stabil und geschmeidig, können sich die Arm- und Handmuskeln entspannen. Ist der Sitz nicht ausbalanciert, wird die Reiterin versuchen, sich durch Hände und Zügel auszubalancieren.
Ist der Sitz so ausbalanciert, dass das Becken, die Wirbelsäule, die Schultern und der Kopf so aufeinander gestapelt sind wie ein Turm aus Bauklötzen, dann können die Oberarme aus den Schultergelenken herabhängen und die Unterarme können eine Verbindung mit dem Becken und der Lendenwirbelsäule eingehen.

Das fühlt sich so an, als ob unsere Unterarme und Hände an unserem Becken befestigt wären, anstatt an unseren Schultern. Die Anlehnung, die das Pferd am Zügel nimmt, wird dann von unseren Ellbogen an unsere Hüften übertragen und von unseren Hüften an die Pferdehüften. Die Schultern werden dabei ausgespart. Die Zügelhilfen können auf diese Weise ein Teil der Kreuz- und Gewichtshilfen werden. Die Unterarme fühlen sich wie Fortsetzungen der Hüftgelenke nach vorne zum Gebiss an, ähnlich wie die Oberschenkel, die aus den Hüftgelenken nach unten fallen und eine Verbindung zum Boden herstellen.

Sind die Hände nicht ein Bestandteil des Beckens und der Lendenwirbelsäule, wird die Anlehnung am Arm entlang nach oben zur Schulter weiter geleitet, wodurch Verspannungen im gesamten Arm entstehen.

Eine gute Möglichkeit um zu kontrollieren, wie leicht unsere Hand wirklich ist, besteht darin, alle Muskeln in den Unterarmen und Händen vollkommen zu entspannen, sodass wir die Zügel nicht mehr mit den Händen festhalten, sondern sie eher in den Händen liegen lassen.

Überstreichen, d.h. die komplette Aufgabe der Anlehnung mit einem oder beiden Zügeln, zeigt uns ebenfalls, ob wir die Zügel zu stark festgehalten hatten oder an den Zügeln gezogen hatten. Hatten wir das Pferd mit den Zügeln zusammen gehalten oder an den Zügeln gezogen, wird das Pferd über den Zügel kommen oder schneller werden, sobald wir nachgeben. Geben wir innen nach und das Pferd verliert die Biegung im Hals, ist es ein Zeichen dafür, dass es noch nicht ausbalanciert ist und dass die Biegung vorher durch Ziehen am inneren Zügel zustande gekommen war, anstatt durch ausbalancieren und geraderichten.

Als ich jung war, war ich sehr mit der Form meines Sitzes beschäftigt, unter anderem weil das damals der allgemein üblic...
26/07/2026

Als ich jung war, war ich sehr mit der Form meines Sitzes beschäftigt, unter anderem weil das damals der allgemein übliche Fokus des Sitzunterrichts war. Wir versuchten, einen bestimmten “Look” oder eine bestimmte Form zu erreichen, selbst wenn wir uns dabei verspannten oder unseren Körper in diese Form zwingen mussten.

Ich war auch besorgt darüber, ob mein Oberkörper senkrecht war oder ob ich mich nach vorne lehnte und ob mein Becken in die richtige Richtung gedreht war. Im Unterricht bei meinen damaligen Lehrern wurde mir klar, dass mein Körpergefühl kein zuverlässiger, objektiver Maßstab war. Manchmal fühlte sich mein Oberkörper senkrecht an, obwohl er nach vorne geneigt war. Oder ich dachte, dass ich mein Becken gedreht hatte, aber das Pferd wendete nicht richtig oder war nicht korrekt gebogen. Mit anderen Worten, mein Körper tat nicht, was ich dachte, was wahrscheinlich ein häufiges Problem ist. Meine Propriozeption war wie ein Meßinstrument, das nicht richtig geeicht war.

Irgendwann begann ich zu verstehen, dass mein Pferd mir immer Feedback zu allem gibt, was ich tue. Jedesmal, wenn ich ein Detail meines Sitzes veränderte, veränderte sich auch das Pferd. Es wurde entweder besser oder schlechter. Es dauerte nicht lange, bis ich beobachtete, dass die Pferde nicht unbedingt korrekt gingen, wenn ich glaubte, korrekt zu sitzen (d.h. in der lehrbuchmäßigen Form). Also fing ich an, mit meinem Becken in allen 3 Dimensionen zu experimentieren. Ich versuchte zu ignorieren, was mein Körper mir mitteilte und nur auf die Veränderungen in Gang und Haltung des Pferdes zu beobachten. Ging es freier vorwärts, wurde es eilig, oder verhielt es sich? War es im ganzen Körper gebogen oder nur im Hals, oder war es nach außen gestellt? Ging es über den Rücken und durchs Genick, oder ging es über oder hinter dem Zügel? War die Anlehnung auf beiden Seiten gleich, oder war sie auf einer Seite schwerer/härter als auf der anderen? Was verändert sich, wenn ich meinen Sitz ändere? Und umgekehrt: Manchmal veränderte sich das Pferd scheinbar von selbst. Dann fragte ich mich: Womit habe ich das verdient? Was hat sich in meinem Sitz während der letzten 3-5 Tritte verändert, bevor das Pferd sich veränderte?

Durch diese Experimente war ich in der Lage, meinen Sitz zu einem effektiven Kommunikationsmittel zu machen. Auf diesem Weg gab es viele Überraschungen für mich. So lernte ich, dass ich mein Becken viel mehr drehen musste als ich gedacht hatte, um eine gute Biegung zu erreichen. Ich war so stark darauf konzentriert, still zu sitzen und unsichtbare Hilfen zu geben, dass ich nicht genug in die Bewegung des Pferdes einging. bewegte. Ich erinnere mich an Situationen, in denen ich mir merkwürdig verdreht vorkam, während mein Pferd glücklich war, durchs Genick und über den Rücken ging und gebogen war.

Offensichtlich log mein Körpergefühl mich gelegentlich an. Nach einigen Tagen verschwand das merkwürdige Gefühl und mein Sitz fühlte sich normal an, wenn das Pferd zufrieden war. Daraufhin beschloss ich, mir nicht mehr so viele Sorgen darüber zu machen, wie mein Sitz sich für mich anfühlt, sondern nur auf das Feedback des Pferdes zu achten. Mein neues Mantra wurde: Es interessiert niemanden, wie sich der Reiter fühlt. Das einzige, was zählt, ist, dass sich das Pferd wohl fühlt.

Es kam mir auch in den Sinn, dass objektiv senkrecht oder “gerade” zu sitzen vielleicht in manchen Situationen kontraproduktiv sein könnte, da sowohl das Pferd als auch ich selbst beide asymmetrisch sind und wir gemeinsam als Einheit funktional gerade gerichtet und ausbalanciert werden müssen. Das könnte bedeuten, dass ich unter Umständen manchmal gefühlt nicht in der Mitte sitzen muss, um für meine eigene Schiefe oder die des Pferdes oder von uns beiden zu kompensieren.

Die Reiterknie befinden sich den Schulterblättern des Pferdes am nächsten. Man kann sich vorstellen, dass sich das Schul...
24/07/2026

Die Reiterknie befinden sich den Schulterblättern des Pferdes am nächsten. Man kann sich vorstellen, dass sich das Schulterblatt des Pferdes inmitten eines Dreiecks befindet, dessen eine Seite vom Zügel, der Hand und dem Unterarm der Reiterin gebildet wird. Sie endet im Ellbogen und der Hüfte der Reiterin.

Die zweite Seite wird vom Oberschenkel und dem Knie der Reiterin gebildet.

Die dritte Seite besteht aus einer geraden Linie vom Reiterknie zum Gebissring. Diese dritte Seite ist normalerweise offen. Die Reiterin könnte jedoch das Schulterblatt des Pferdes entlang dieser Linie mit der Gerte berühren.

Wendet die Reiterin einen gleichzeitigen seitlichen Druck mit dem Zügel und dem Knie und Oberschenkel derselben Seite an, übt dies eine sehr deutliche wendende Wirkung auf die Pferdeschulter aus. Diese Hilfe ist besonders effektiv, wenn sich das gleichseitige Vorderbein in der Luft befindet. Dieses reagiert auf die wendende Hilfe, indem es vor das aufgefußte Vorderbein tritt. Entfernen sich Knie und Zügel auf der gegenüberliegenden Seite ein wenig vom Pferdekörper, entsteht eine Öffnung. Dem Pferd erscheint es logisch und einladend, dem Impuls der Hilfen auf der einen Körperseite zu weichen und den Hohlraum auf der gegenüberliegenden Seite auszufüllen, welcher vom Reitersitz und den Hilfen geschaffen wurde.

Behält die Reiterin einen gleichmäßigen Kontakt mit beiden Knien und Zügeln, wird sie jede Abweichung der Vorderbeine von der Hufschlagfigur spüren. Mit anderen Worten, sobald das Pferd schief wird, fühlt die Reiterin dies in ihren Knien und Zügeln.

Testen der Geschmeidigkeit des PferdesMan kann die Geschmeidigkeit der verschiedenen Körperteile des Pferdes testing, in...
23/07/2026

Testen der Geschmeidigkeit des Pferdes

Man kann die Geschmeidigkeit der verschiedenen Körperteile des Pferdes testing, indem man Übungen reitet, die spezifische Körperregionen ansprechen.

Man kann die Beweglichkeit der Schultern testen durch Wenden (Ecke, Volte, Acht, Schlangenlinie, Hinterhandwendung/Passade/Pirouette)

Man kann die seitliche Beweglichkeit der Hinterhand testen durch Übertreten (alle Lektionen aus Phase 2 und 3 der Biegearbeit in der Bewegung).

Man kann die vertikale Beweglichkeit der Hinterhand testen durch Übergänge,

und man kann die Beweglichkeit des Brustkorbs testen durch Übungen, die einen Biegungswechsel enthalten.

Da die Übungen sowohl einen therapeutischen Aspekt als auch einen diagnostischen Aspekt enthalten, zeigen sie nicht nur, wo das Pferd noch Defizite aufweist, sondern sie helfen auch, diese Defizite zu beseitigen.

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