03/09/2026
Es gibt Feedbacks, die berühren mich tiefer als andere. Das hat weniger mit Sympathie für ein Team zu tun als mit der Ausgangslage.
Dies ist die Geschichte einer Halterin, die sich nach verschiedenen Beissvorfällen innerlich und emotional von ihrem Aussie abgekoppelt hatte. In den ersten Videos war ebenso deutlich zu sehen, dass auch ihr Aussie kaum noch Verbindung zu ihr suchte.
Irgendwann war klar: Hier reicht es nicht, Verhalten umzulenken oder Hundebegegnungen irgendwie zu meistern. Die beiden mussten erst wieder zueinanderfinden. Es geht um Bindung. Um Beziehung. Um Vertrauen. Und darum, wieder einen Alltag miteinander leben zu können, der sich für beide nicht wie permanenter Kampf anfühlt.
Das ist nichts, was man mal eben in einer Hundeschule lernt oder sich in drei Privatstunden vermitteln lässt. Solche Veränderungen brauchen Zeit, weil Beziehung nicht auf Kommando zurückkommt. Es braucht Feingefühl, Geduld und von der Halterin die Bereitschaft, sich wieder auf ihren Aussie einzulassen.
Und weil dieser Prozesse nicht mit dem letzten Gespräch abgeschlossen ist, habe ich meine Begleitung bewusst anders aufgebaut: Sie endet nicht mit dem offiziellen Termin. Ich bleibe im Austausch, schaue weiter mit und begleite Dich solange, wie Du mich brauchst.
Denn manchmal ist der grösste Erfolg nicht der Hund, der plötzlich alles „kann“. Sondern zwei, die wieder anfangen, miteinander zu leben. Und dann kommen Nachrichten, bei denen man merkt: Die beiden finden wieder zueinander.
Ich liebe meine Arbeit 🥰🐾