29/06/2026
🦭Heulerzeit: Jetzt ist besondere Rücksicht gefragt
In den kommenden Wochen werden an unseren Küsten wieder vermehrt junge Seehunde geboren. Leider ist dies auch die Zeit, in der wir immer wieder Heuler aufnehmen müssen – Seehundjunge, die durch Störungen von ihrer Mutter getrennt wurden.
In den ersten Lebenswochen bleiben Seehundmütter bei ihren Jungtieren. Sie zehren in dieser Zeit von ihren Fettreserven und verzichten auf die Nahrungssuche, um ihr Jungtier zu säugen und zu schützen.
Diese Fettreserven müssen sie sich bereits vor der Geburt anfressen. Doch durch die zunehmende Überfischung wird es für viele Seehundweibchen immer schwieriger, ausreichend Fisch zu finden und genügend Energiereserven aufzubauen. Das kann die Aufzucht der Jungtiere zusätzlich erschweren.
Kommt es dennoch zu einer Trennung, ist diese in den meisten Fällen auf Störungen durch den Menschen zurückzuführen – beispielsweise durch Spaziergänger, freilaufende Hunde, Boote, Wassersport oder andere Freizeitaktivitäten. Werden Mutter oder Jungtier aufgeschreckt, kann der Kontakt zwischen beiden verloren gehen. Oft findet die Mutter ihr Junges dann nicht mehr wieder, und das Jungtier wird zum Heuler.
Muss ein Jungtier aufgenommen werden, übernimmt das Robbenzentrum die Versorgung – mit dem Ziel, es nach erfolgreicher Aufzucht wieder in die Nordsee auszuwildern.
❤️Doch die beste Hilfe ist und bleibt, eine Trennung von Mutter und Jungtier gar nicht erst entstehen zu lassen und ausreichend Abstand zu halten, Hunde anzuleinen und Seehunde niemals zu stören. So haben Mutter und Jungtier die größte Chance, zusammenzubleiben.