14/08/2026
Eine Woche habe ich überlegt, ob ich hier posten soll, dass ich vorletzten Donnerstag meinen Serafino 🐈⬛ gehen lassen musste. Er war aber so mit der Hundeschule, den Hunden und mit mir verbunden, dass er es absolut verdient hat!
Serafino wurde im Mai 2013 im Real-Getränkemarkt geboren. Da die Angestellten wußten, dass ich an der HuSchu wilde Katzen fütterte, zeigten sie mir die Kätzchen hinter einem Palettenstapel. Aber der Viererwurf war total scheu und wir kamen nicht an sie heran. Ich habe dem kleinen schwarz-weißen Kätzchen in die Augen geguckt und gesagt, ich würde es sofort adoptieren. Es war nämlich so putzig! Es dauerte nicht lange und die kleinen Katzen fanden den Weg zur Hundeschule. Also hat mein lieber Freund Björn mir einen kleinen Eingang in den Zwinger geflext. Und schwupps, wurde Serafino zahm und war andauernd dort auf seiner Wolldecke zu finden. Also hat meine Tierärztin gesagt, er hätte mich ausgesucht, ich solle ihn mit nach Hause nehmen. So zog Siri im November '13 in meine Hundebibliothek. Er saß die ersten Tage im Regal hinter den Hundebüchern und ich bin mir sicher, dass er sich belesen hat 📖. Nach einer Woche durfte er die ganze Wohnung nutzen und es gab von Anfang an keine Probleme mit den Hunden🙏🏼. Nur der junge Copper hatte die ersten Tage Angst, an Siri vorbei zu gehen. Mein Nerdy halt 🤣. Da es in meiner Wohnung keine Katzenklappe gab, hat meine Nachbarin Sarah ihn immer rein- und rausgelassen, wenn ich an der HuSchu war! Serafina hatte alle im Griff😉. Vor zehn Jahren zogen wir dann zusammen um und alle Nachbarn hier lernten ihn ganz schnell kennen! Da er immer ganz lässig vor unserem Haus an der Straße saß😣.
Siri war ein ganz besonderer Kater. Er ging mit mir und den Hunden spazieren, gab ihnen (und uns) immer Köpfchen und fühlte sich in ihrer Gegenwart wohler als bei seinen Katerkumpeln. Das lag bestimmt an der Woche hinter den Hundebüchern... Serafinchen konnte auch beharrlich an der Terrassentür klopfen, damit wir ihn hereinließen. Und wenn er hinaus wollte, quengelte er, bis ihm einer die Haustür aufmachte...obwohl die Katzenklappe direkt daneben ist🤣. Kam ich mit Einkäufen nach Hause, inspizierte er sie und hing halb in der Einkaufstasche. Natürlich habe ich ihm meistens etwas mitgebracht☺️. Kam mein Partner nach Hause, wurde er immer an der Garage abgeholt und ins Haus begleitet. Natürlich mit viel Gegurre und Gemaunze☝🏻
Siri war einfach eine absolute Persönlichkeit und ich könnte so viele Geschichten über ihn erzählen❤️!
Ab Mai nahm er plötzlich total stark ab und die Ultraschalluntersuchung zeigte einen Tumor (Lymphom) im Bauchbereich. Wir haben es noch mit Cortisongaben probiert und ihm das schönste Buffet bereitgestellt. Aber er nahm kontinuierlich ab und wurde immer schwächer. Donnerstag durfte er in meinen Armen einschlafen. Und trotz meiner vielen anderen tierischen Familienmitgliedern klafft hier ein riesiges Loch🥺
Übrigens sind seine beiden getigerten Geschwister nie so zahm geworden, dass ich sie auch mit nach Hause hätte nehmen können. Aber sie durften in meinen Container an der HuSchu ziehen (auch da hat Björn ihnen einen Durchschlupf gemacht) und wurden täglich gefüttert. Das sind die Katzen, die dieses Jahr im April mit Unterstützung der Taltatzen zu meiner Freundin Jessi an den Reitstall gezogen sind. Da ich wegen des Edeka-Umbaus eine Versorgung nicht mehr gewährleisten konnte. Sie fühlen sich zum Glück sehr wohl und lassen sich auch schon kraulen🙏🏼
Das vierte Geschwistertier habe ich nie mehr gesehen. Ich hoffe, es hat irgendwo ein tolles Zuhause gefunden...
Erwähnen sollte ich noch, dass ich damals den Katzenschutzbund kontaktiert habe und die drei (oder vier?) Katzen/Kater ziemlich schnell kastriert wurden!!!