Canis Specialis

Canis Specialis Individuelle Pension für Hunde mit speziellen Bedürfnissen.

Durch über 20 Jahre Erfahrung als praktische Tierärztin mit verhaltenstherapeutischer Zusatzfortbildung können auch - und gerade- kranke oder problematische Hunde sachkundig betreut werden.

26/08/2026
https://www.facebook.com/share/p/1LUK7Vh6Uc/
23/08/2026

https://www.facebook.com/share/p/1LUK7Vh6Uc/

„Manche Hunde haben ihre Dämonen immer mit dabei...“

Gestern haben sie sich auch bei uns mal wieder nach Monaten sehen lassen. Nach einer langen Zeit voller Ruhe und perfektem Alltag reichte ein Moment, und die alten Geister waren plötzlich wieder da. Für mich mittlerweile vorhersehbar und auch berechenbar und in der Heftigkeit, Gottseidank auf einer ganz anderen Ebene.
Genau das zeigt:
Viele Hunde tragen Rucksäcke aus ihrer Vergangenheit oder ihrer Genetik mit sich herum. Im Alltag merkt man oft nichts davon, sie funktionieren perfekt.
Doch dann bricht das alte Muster für einen kurzen Augenblick wieder durch.
Viele Menschen denken in solchen Momenten:
„Das muss doch irgendwann mal aufhören!
Das muss man doch wegtrainieren können!“
Aber die Realität sieht anders aus. Solche tief sitzenden Themen bleiben oft ein Leben lang. Manchmal sind sie monatelang fast völlig unauffällig, manchmal werden sie mit der Zeit berechenbar und kontrollierbar und manchmal ist es einfach, wie es ist.
Genau deshalb ist es bei solchen Hunden so unendlich wichtig, sich dessen permanent bewusst zu sein. Man darf nicht nachlässig werden. Man muss sie dementsprechend verantwortungsvoll führen, vorausschauend agieren und im Alltag sauber absichern.

Das Zweitwichtigste für uns Halter in diesen Situationen:
Nimm es niemals persönlich!
Wenn dein Hund in alte Verhaltensmuster zurückfällt, nach vorne geht oder scheinbar grundlos hochfährt, tut er das nicht, um dich zu ärgern, zu provozieren oder zu testen.
Es ist kein Versagen deinerseits und keine Undankbarkeit seinerseits.
Es ist schlicht eine emotionale Überforderung, ein biologischer Kurzschluss, gesteuert von Angst, Stress oder reinem Instinkt.
Was in solchen Momenten wirklich hilft:
Atme tief durch und werde für deinen Hund zum sprichwörtlichen „Fels in der Brandung“.
Statt dich über den Vorfall zu ärgern, korrigiere die Situation ruhig, aber absolut konsequent.
Schirme deinen Hund ab, nimm den Druck raus und zeige ihm durch deine eigene Gelassenheit, dass du die Situation im Griff hast.
Du kämpfst in diesem Moment nicht gegen deinen Hund, sondern mit ihm gegen seine Geister.
Wer solche Hunde führt, weiß:
Es ist ein lebenslanges Management. Es braucht Geduld, extremes Verständnis für Trigger und die Fähigkeit, in Sekundenbruchteilen die Führung zu übernehmen, mit kühlem Kopf und einem ruhigen Puls.

08/08/2026

Tipp:
Guckt von Zeit zu Zeit mal aus einer anderen Perspektive auf Euch, Euern Hund und Euer Miteinander, denn

"Wenn Du immer wieder das tust,
was Du immer schon getan hast,
dann wirst Du immer wieder das bekommen,
was Du immer schon bekommen hast.
Wenn Du etwas anderes haben willst,
musst Du etwas anderes tun!
Und wenn das, was Du tust, Dich nicht weiterbringt,
dann tu etwas völlig Anderes –
statt mehr vom gleichen Falschen"
(Paul Watzlawick)

Eure Wirs - mit Adaptils Kutshemba

29/07/2026

‼️Der größte Fehler passiert nicht im Tierheim / Shelter
Er passiert oft in den ersten Tagen bei dir zu Hause.‼️

Uns hat das niemand gesagt.
Das ist der Satz, den ich wohl am häufigsten gelesen oder gehört habe.

Nachdem ich meine letzten Beiträge zum Thema Auslandstierschutz veröffentlicht habe, haben mich unzählige Nachrichten erreicht.

Nachrichten von Menschen, die ihren Hund lieben.
Die alles richtig machen wollten.
Und trotzdem völlig verzweifelt sind.
Nicht, weil sie schlechte Menschen sind.

Sondern weil ihnen niemand erklärt hat, was in den ersten Tagen und Wochen im Gehirn eines Hundes mit belastender Vorgeschichte tatsächlich passiert.

Genau deshalb dieser Beitrag - Nicht, um jemanden anzugreifen.
Nicht, um Auslandstierschutzhunde oder Tierheimhunde als "Problemhunde" darzustellen.

Ganz im Gegenteil.

✅ Ich möchte mit einem Mythos aufräumen, der bis heute unglaublich viele Mensch-Hund-Teams unnötig leiden lässt.

Nicht die Herkunft entscheidet. Sondern die Geschichte, die ein Hund mitbringt.
Dieser Beitrag richtet sich ausdrücklich nicht nur an Hunde aus dem Auslandstierschutz.
Er richtet sich an alle Hunde, die belastende Erfahrungen gemacht haben.
Ganz gleich, ob sie aus einem deutschen Tierheim stammen, aus dem Auslandstierschutz, aus einer Beschlagnahmung, aus schlechter Haltung, von einem Vermehrer oder aus einer Familie, in der sie schlechte Erfahrungen machen mussten.

Denn Hunde unterscheiden nicht zwischen Herkunftsländern.
Ihr Gehirn reagiert nicht auf einen Reisepass.
Es reagiert auf Erfahrungen.

Und genau dieser Unterschied ist entscheidend.

Nicht jeder Hund aus dem Auslandstierschutz entwickelt Probleme.
Nicht jeder Tierheimhund ist traumatisiert.
Und genauso gibt es Hunde aus bester Zucht, die aufgrund ihrer Erlebnisse massive Verhaltensprobleme entwickeln.

✅ Die Herkunft macht keinen Hund schwierig. Seine Erfahrungen können es tun.

Der größte Irrtum beginnt oft am ersten Spaziergang.
Der Hund kommt an.
Alle freuen sich.
Endlich ist er da.
Und jetzt soll das neue Leben beginnen.
Der erste Spaziergang.
Der erste Besuch.
Die erste Autofahrt.
Die erste Hundeschule.
Der erste Cafébesuch.
Der erste Stadtbummel.
Schließlich soll der Hund ja möglichst schnell alles kennenlernen.

Und genau hier beginnt häufig das Problem. Nicht, weil Menschen ihrem Hund schaden wollen. Sondern weil sie glauben, dass Gewöhnung automatisch durch möglichst viele Eindrücke entsteht.
Doch das Gehirn funktioniert anders.

Das Gehirn kennt keine guten Vorsätze.
Es kennt nur Sicherheit oder Unsicherheit.
Stell dir vor, du wachst morgen früh in einem völlig fremden Land auf.
Du verstehst kein Wort.
Du kennst niemanden.
Du weißt nicht, ob du bleiben darfst.
Du weißt nicht, wem du vertrauen kannst.
Du weißt nicht, was heute oder morgen passiert.
Natürlich würdest du versuchen, dich irgendwie zu orientieren.
Ein Hund kann das nicht.
Er lebt ausschließlich im Moment.

Sein Gehirn bewertet jede Situation zunächst nur nach einer einzigen Frage: Bin ich hier sicher? Oder muss ich vorsichtig sein?

Genau diese Entscheidung trifft sein Nervensystem ununterbrochen.
Nicht aus Trotz.
Nicht aus Dominanz.
Nicht, weil er dich testen möchte.

Sondern weil Überleben für jedes Lebewesen oberste Priorität hat.

✅ Stress verändert Verhalten.
Und genau deshalb sehen wir plötzlich Verhaltensweisen, die viele Menschen falsch interpretieren.

Der Hund frisst nicht. Oder frisst plötzlich alles.
Er schläft kaum. Oder schläft fast den ganzen Tag.
Er möchte das Haus nicht verlassen. Oder zieht panisch an der Leine.
Er bellt Besuch an.
Er knurrt.
Er reagiert auf andere Hunde.
Oder wirkt völlig teilnahmslos.

Viele suchen dann nach Erklärungen.
Der testet seine Grenzen
Der will die Kontrolle übernehmen.
Der ist dominant.

Ich sehe etwas völlig anderes. Ich sehe einen Hund, dessen Nervensystem versucht, wieder Sicherheit zu finden.

✅ Was die Wissenschaft längst weiß
Die moderne Verhaltensbiologie und Neurobiologie zeigen seit Jahren, dass chronischer Stress die Wahrnehmung, das Lernen, die Impulskontrolle und das gesamte Verhalten beeinflusst.

Ein Gehirn im Alarmmodus arbeitet anders. Es verarbeitet Reize anders. Es bewertet Situationen anders. Es reagiert schneller auf mögliche Gefahren.

Deshalb bringt es häufig wenig, in dieser Phase möglichst viele Übungen oder Kommandos zu trainieren.
Das Gehirn beschäftigt sich zunächst mit etwas viel Wichtigerem:

Sicherheit. Und erst wenn Sicherheit entsteht, kann nachhaltiges Lernen beginnen.

Deshalb sage ich etwas, das manche überraschen wird.
Ruhe ist keine Trainingspause.
Ruhe ist der erste und wichtigste Teil des Trainings.

Diesen Satz meine ich genauso, wie ich ihn schreibe.
Denn ein dauerhaft gestresstes Nervensystem kann nicht die Leistung erbringen, die wir von ihm erwarten.
Deshalb brauchen viele Hunde am Anfang nicht mehr Programm.
Nicht mehr Auslastung.
Nicht mehr Eindrücke.
Nicht mehr Termine.
Sondern weniger.

Mehr Vorhersehbarkeit.
Mehr Orientierung.
Mehr Sicherheit.
Mehr Vertrauen.
Erst dann entsteht überhaupt die Grundlage dafür, gemeinsam zu lernen.

✅ Genau deshalb arbeite ich anders.
Menschen kontaktieren mich oft erst dann, wenn bereits alles eskaliert ist.

Wenn Spaziergänge zum Stress werden.
Wenn Besuch nicht mehr ins Haus kann.
Wenn der Hund andere Hunde anpöbelt.
Wenn Alleinbleiben unmöglich geworden ist.

Dann suchen viele nach der einen Technik.
Nach dem einen Trick.
Nach dem einen Kommando.

Ich suche zuerst nach der Ursache. Warum reagiert dieser Hund so?
Welche Erfahrungen bringt er mit? Welche Stressoren begleiten ihn jeden Tag? Welche Bedürfnisse werden gerade nicht erfüllt?

Denn solange wir nur Symptome bekämpfen, verändern wir häufig nicht das eigentliche Problem.

Deshalb gibt es bei mir kein Training von der Stange.
Jeder Hund bringt seine eigene Geschichte mit.
Jeder Mensch lebt anders.
Jede Familie hat andere Voraussetzungen.
Und deshalb bekommt bei mir auch niemand einen Trainingsplan nach Schema F.
Manche Teams brauchen zunächst Entschleunigung.
Andere brauchen Orientierung.
Andere Management.
Andere Unterstützung bei Hundebegegnungen.
Andere beim Alleinbleiben.
Andere im Umgang mit Besuch.

Deshalb begleite ich jedes Mensch-Hund-Team individuell.
Nicht nach einem festen Ablauf.
Sondern nach dem, was genau dieser Hund in genau diesem Moment braucht.

👉👉Unter anderem deshalb habe ich auch mein Entschleunigungsprogramm entwickelt. Nicht als Patentlösung.
Sondern als Möglichkeit, gestressten Hunden und ihren Menschen zunächst genau das zu geben, was häufig am meisten fehlt:

Ruhe.
Struktur.
Orientierung.
Und Zeit.

✅ Mein Wunsch
Ich wünsche mir, dass wir endlich aufhören, Hunde vorschnell in Schubladen zu stecken.

"Problemhund."
"Dominanter Hund."
"Schwieriger Tierschutzhund."

Denn hinter jedem Verhalten steckt eine Geschichte. Und Verhalten ist niemals grundlos. Verhalten ist Kommunikation.
Wer nur versucht, Verhalten zu unterdrücken, hört irgendwann auf zuzuhören.

✅ Mein Appell
Wenn dein Hund belastende Erfahrungen gemacht hat, dann gib ihm nicht zuerst Aufgaben.
Gib ihm Sicherheit.
Gib ihm Orientierung.
Gib ihm Ruhe.
Und wenn du merkst, dass ihr alleine nicht weiterkommt, dann hole dir Unterstützung.
Nicht erst dann, wenn aus Unsicherheit Angst geworden ist.
Nicht erst dann, wenn aus Angst Aggression geworden ist.
Sondern dann, wenn ihr beginnt, euch gegenseitig verstehen zu wollen.

Denn der wichtigste Schritt im Hundetraining ist manchmal nicht der erste Spaziergang. Sondern die Entscheidung, dem Hund zunächst Zeit zu geben, überhaupt anzukommen.

Kostenloses Erstgespräch: https://hundepsychologe-sven.de/kostenloses-erstgespraech/

Das Teilen dieses Beitrags ist ausdrücklich erwünscht – gerne auch durch Tierheime, Tierschutzorganisationen, Hundeschulen und Hundetrainer –, sofern der Text unverändert veröffentlicht und die Quelle vollständig angegeben wird.

© Sven Dowiasch – Hundepsychologe & Verhaltensberater**

22/07/2026

Dein Hund macht keine Probleme. Er löst welche.

Problemverhalten oder Überlebensstrategie? - Fast jedes Verhalten ergibt Sinn – wenn wir verstehen, wovor sich der Hund schützen will.

Kaum ein Begriff prägt unseren Blick auf Hunde so sehr wie das Wort Problemverhalten. Knurrt ein Hund Besucher an, bellt er andere Hunde an oder verweigert plötzlich den gewohnten Spaziergang, scheint die Ursache schnell gefunden: Der Hund macht Probleme. Entsprechend richtet sich der Blick fast automatisch auf die Frage, wie dieses Verhalten möglichst schnell verändert werden kann.

Vielleicht beginnt die eigentliche Lösung jedoch an einer anderen Stelle. Nicht bei der Frage, wie ein Verhalten verschwindet, sondern warum es überhaupt entstanden ist.

Verhalten entsteht nicht zufällig. Es ist die Antwort eines Organismus auf seine Umwelt. Diese Erkenntnis gehört zu den Grundannahmen der modernen Verhaltensbiologie. Jedes Verhalten kostet Energie und erfüllt deshalb in der Regel eine Funktion. Es hilft einem Lebewesen, Sicherheit herzustellen, Belastungen zu bewältigen oder mit seiner Umwelt zurechtzukommen.

Genau deshalb lohnt es sich, hinter jedem Verhalten zunächst einen Sinn zu vermuten – selbst wenn er auf den ersten Blick nicht erkennbar ist.

Ein Hund, der einen Artgenossen anbellt, verfolgt nicht das Ziel, andere zu dominieren. Vielleicht versucht er lediglich, Abstand herzustellen. Hat diese Strategie in der Vergangenheit funktioniert, wird sein Gehirn sie wahrscheinlich erneut einsetzen. Das Verhalten mag für den Menschen störend sein, für den Hund kann es durchaus eine erfolgreiche Lösung darstellen.

Dieser Perspektivwechsel verändert den Blick auf viele Verhaltensweisen. Statt Begriffe wie stur, dominant oder ungehorsam zu verwenden, rückt eine andere Frage in den Mittelpunkt: Welches Problem versucht der Hund gerade zu lösen?

Besonders deutlich wird dies beim Thema Aggression. Aggressives Verhalten wirkt bedrohlich, doch häufig dient es dazu, Distanz zu schaffen. Angst, Unsicherheit, Schmerzen oder belastende Erfahrungen können dazu führen, dass ein Hund andere auf Abstand halten möchte. Das bedeutet keineswegs, dass jede Aggression auf Angst beruht oder toleriert werden sollte. Es bedeutet lediglich, dass wir ihre Ursache verstehen müssen, wenn wir sie nachhaltig verändern wollen.

Ähnliches gilt für Hunde, die ihre Umgebung ständig beobachten und scheinbar alles kontrollieren möchten. Lange wurde ein solches Verhalten häufig als Dominanz interpretiert. Heute erscheint eine andere Erklärung oft plausibler: Wer sich unsicher fühlt, versucht Vorhersagbarkeit herzustellen. Kontrolle kann ein Ersatz für fehlendes Sicherheitsgefühl sein – ein Prinzip, das auch aus der Humanpsychologie bekannt ist und sich vorsichtig auf Hunde übertragen lässt.

Auch Vermeidung wird häufig missverstanden. Ein Hund, der einem Menschen ausweicht oder eine bestimmte Situation meidet, zeigt nicht zwangsläufig Schwäche. Aus evolutionsbiologischer Sicht gehört Vermeidung zu den sinnvollsten Strategien überhaupt. Wer Gefahren rechtzeitig aus dem Weg geht, muss weder kämpfen noch fliehen. Erst wenn Vermeidung den Alltag dauerhaft einschränkt, wird sie selbst zum Problem.

Ebenso wenig bedeutet Ruhe automatisch Entspannung. Manche Hunde wirken gelassen, obwohl ihr Nervensystem stark belastet ist. Wie beim Menschen können auch Tiere auf anhaltenden Stress sehr unterschiedlich reagieren. Während einige laut und impulsiv werden, ziehen sich andere zurück und wirken beinahe teilnahmslos. Welche Mechanismen dabei beim Hund im Einzelnen ablaufen, ist noch nicht vollständig erforscht. Der äußere Eindruck allein erlaubt deshalb keine sicheren Rückschlüsse auf das innere Erleben.

Aus dieser Sicht verändert sich auch der Umgang mit unerwünschtem Verhalten. Strafe kann ein Verhalten unterdrücken, beseitigt aber selten dessen Ursache. Ein Hund, der aus Angst knurrt, verliert seine Angst nicht, wenn ihm das Knurren verboten wird. Im ungünstigsten Fall verschwindet lediglich das Warnsignal, während die innere Belastung bestehen bleibt.

Nachhaltige Veränderungen entstehen deshalb meist erst dann, wenn sich nicht nur das Verhalten, sondern auch das Sicherheitsgefühl des Hundes verändert. Lernen gelingt am besten, wenn das Nervensystem nicht im Alarmzustand arbeitet, sondern die Erfahrung machen kann, dass eine Situation tatsächlich ungefährlich ist.

Vielleicht ist genau das der entscheidende Perspektivwechsel: Hunde handeln selten gegen uns. Sie handeln meist für sich. Sie versuchen mit den Möglichkeiten, die ihnen zur Verfügung stehen, ihre Welt sicherer und berechenbarer zu machen. Manche dieser Strategien passen gut in unser Zusammenleben, andere nicht. Doch die meisten ergeben Sinn, wenn wir verstehen, welches Problem sie für den Hund lösen sollen.

Vielleicht sollten wir deshalb den Begriff Problemverhalten häufiger hinterfragen. Nicht jedes Verhalten, das uns Schwierigkeiten bereitet, ist für den Hund ein Problem. Oft ist es seine derzeit beste Lösung. Wer das erkennt, begegnet seinem Hund nicht nur mit mehr Verständnis, sondern schafft auch die Voraussetzung dafür, dass aus einer Überlebensstrategie irgendwann eine echte Alternative werden kann.

Hinweis zum Artikel

Dieser Artikel unterliegt dem Urheberrecht von Thomas Riepe. Eine Verlinkung auf den Originalbeitrag ist ausdrücklich willkommen und ausdrücklich erwünscht. Das Kopieren, Vervielfältigen oder Veröffentlichen – auch auszugsweise – auf Webseiten, in sozialen Netzwerken, Newslettern oder anderen Medien ist ohne meine vorherige schriftliche Zustimmung jedoch nicht gestattet.

Das Beitragsbild wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt. Es dient ausschließlich der visuellen Aufmerksamkeit und steht in keinem direkten Zusammenhang mit dem Inhalt des Artikels oder einem realen Hund.

Die Kommentarfunktion ist bei diesem Beitrag bewusst deaktiviert. Ziel dieser Artikelreihe ist es, Denkanstöße zu geben und neue Perspektiven auf das Verhalten von Hunden zu eröffnen. Erfahrungsgemäß führen endlose Diskussionen in sozialen Medien jedoch selten zu einem echten Erkenntnisgewinn. Ich lade deshalb dazu ein, die Gedanken des Artikels in Ruhe auf sich wirken zu lassen und sie im Alltag mit dem eigenen Hund zu reflektieren.

Adresse

Willingen
34508

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Canis Specialis erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Service Kontaktieren

Nachricht an Canis Specialis senden:

Verknüpfungen

Teilen

Kategorie