22/08/2026
Zum Tag der Fische: einmal ein Vertreter genauer unter die Lupe 🔎genommen:
Der Wels ist unser größter reiner Süßwasserfisch. Unsere Störe werden auch groß, sind aber auch in den angrenzenden Meeren unterwegs.
Was zeichnet ihn aus - den Wels oder Waller? Er hat im Gegensatz zu vielen anderen Flossenträgern keine Schuppen, sondern eine ledrige Oberhaut. In seinem Maul finden sich keine großen, spitzen Zähne, wie man bei einem Raubfisch vermuten würde, sondern viele kleine Bürstenzähne, die eher mit grobem Sandpapier verglichen werden können. Welse sind Meisterjäger in der Dunkelheit und dies verdanken sie nicht ihren kleinen Augen, sondern hauptsächlich ihren langen Barteln. Mit ihnen tasten, schmecken und riechen sie. Man sagt, dass Welse sogar Sensoren für „süß“, „sauer“, „salzig“ und „bitter“ haben.
Noch etwas anderes ist bemerkenswert: Männliche Welse sind ganz fürsorgliche Fischväter. Sie bewachen das Gelege und schützen es vor Fressfeinden. Zusätzlich fächeln sie mit ihren Flossen Wasser zu den Eiern sowie den geschlüpften Larven und versorgen diese so mit Sauerstoff.
Dort wo der Wels verbreitet ist, spielt er eine wichtige Rolle im natürlichen Gewässer-Ökosystem, da er Fischbestände reguliert und durch das Fressen von Aas und kranken Fischen zur Gewässergesundheit beiträgt. Unter anderem deshalb ist er auch Fisch des Jahres 2026 🏅
Wusstet ihr, dass unsere zwei grauen Welse, unsere ältesten Fische im Aquarium sind? Sie waren schon im alten Aquarium unter der Herrenseebrücke zu bestaunen und sind über 40 Jahre alt. Jünger ist unser Albino-Wels, dessen weiß-gelbe Haut auf eine Farbanomalie zurückzuführen ist. Schaut euch doch mal unsere Welse genauer an und weil sie nachtaktiv sind, bewegen sie sich nur ganz selten am Tage. Also beste Beobachtungsmöglichkeiten!
Und noch ca. 50 weitere große und kleine Süßwasserarten gibt es in unserer Aquarienlandschaft zu entdecken! 🐟🐟🐟🐟
📸Birte Schadlowski, Werner Fiedler/Müritzeum