Schricker-Kolenda - Ausbildung für Mensch, Pferd und Hund

Schricker-Kolenda - Ausbildung für Mensch, Pferd und Hund Professionelle Ausbildung von Mensch, Pferd und Hund

17/06/2026

„Das lernt er schon noch…“ – Der größte Irrglaube in der Spürhundeausbildung! 💣🐾

Hand aufs Herz: Wie oft habt ihr diesen Satz schon auf dem Trainingsplatz gehört? Vor allem, wenn es um das Thema Anzeige im Spürhundebereich geht?

Ich beobachte in letzter Zeit einen brandgefährlichen Trend: Da wird gecastet, gesucht, kilometerweit gestöbert, und die Hunde zeigen eine fantastische Passion bei der Sucharbeit. Und die Anzeige? „Ach, das saubere Einfrieren/Verweisen? Das kommt schon noch irgendwann mit der Zeit.“

Spoiler-Alarm: Nein. Kommt es nicht. ❌

Was stattdessen kommt, wenn man die Anzeige auf „irgendwann“ verschiebt, ist die Quittung im Realeinsatz oder in der Prüfung:
Kratzen, Beißen und Frust an der Geruchsquelle (im Sprengstoffbereich lebensgefährlich, im Drogen- oder Artenschutzbereich Sachbeschädigung).

Schlampiges Freianzeigen („Irgendwo hier im Umkreis von zwei Metern liegt was, such dir den Rest selbst, Chef!“).
Frust-Anzeigen und Falschmeldungen, weil der Hund zwar weiß, dass da was ist, aber nie gelernt hat, wie er die Information sauber an den Menschen transportiert.

Die harte Wahrheit ist: Eine spektakuläre Suche ohne saubere Anzeige ist im Grunde nur ein Hund, der seinem Jagdtrieb nachgeht. Das ist nett anzusehen, aber keine professionelle Spürhundearbeit.

Die Anzeige ist die eigentliche Fleißarbeit. Sie erfordert Impulskontrolle, absolute Präzision und ein bombenfestes Fundament. Wer die Sucharbeit feiert, aber die Anzeige stiefmütterlich behandelt, zäumt das Pferd vom Schwanz auf.

Ein Top-Spürhund wird von hinten nach vorne ausgebildet: Erst wird das Anzeigeverhalten isoliert wie Zement im Gehirn verankert – erst DANN wird gesucht!

Wer hier an der Basis schludert, korrigiert später monatelang Fehler, die man mit einem sauberen Aufbau in wenigen Wochen vermieden hätte. „Das lernt er schon noch“ ist nichts anderes als die höfliche Umschreibung für Trainingsfaulheit oder Planlosigkeit.

👇 Jetzt mal Butter bei die Fische:

Wie seht ihr das? Habt ihr auch das Gefühl, dass der Fokus im Training viel zu oft nur auf das „Finden“ statt auf das „saubere Zeigen“ gelegt wird? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Schreibt es mir in die Kommentare! 👇

06/06/2026

🐾 Lernspaziergang & Social Walk: Kommunikation auf Augenhöhe

Für mich ist es mittlerweile der wichtigste Part in meiner Hunde- und vor allem Menschen-Ausbildung: der gemeinsame Lernspaziergang. Und die Erfolge meiner Teams zeigen mir jeden Tag, dass dieser „neue Weg“ genau der richtige ist!

Am Donnerstag war es wieder so weit: Insgesamt 6 Teams mit 7 Hunden – und natürlich unserem Co-Trainer Captain – machten sich auf eine rund 1,5-stündige Wanderung im wunderschönen Gebiet rund um Langenbach / Hummel.

Das Besondere an dieser Runde?

Mit 6 Rüden und 2 Hündinnen hatten wir eine dynamische Truppe parat. Doch die Hunde haben wieder einmal eindrucksvoll bewiesen, was durch echten sozialen Kontakt und die Bereitschaft zu lernen möglich ist. Einige von ihnen durften sogar in den Freilauf starten und zeigen, wie verlässlich ihr Rückruf bzw. der Rückruf-Pfiff bereits sitzt. 👏

Warum diese Einheiten so wertvoll sind:

✨ Echte Kommunikation: Die Hunde dürfen hier laut sein, Grenzen setzen und ihre ganz persönliche Komfortzone definieren. Sie lernen wieder, artgerecht miteinander zu kommunizieren.

✨ Der Mensch im Fokus: Das Wichtigste dabei ist, dass der Mensch lernt, seinen Hund in diesen Situationen wirklich zu lesen und zu verstehen.

✨ Gemeinsames Wachstum: Es ist kein starres Funktionieren, sondern ein echtes Kennenlernen auf beiden Seiten der Leine.
Ein riesiges Dankeschön an meine Teams für Euer Vertrauen in meinen Weg. Und danke, dass auch Captain bei diesen Spaziergängen immer wieder so viel lernen und erleben darf!

⏱️ „Wir haben keine Zeit mehr.“ ⏱️Diesen Satz hören wir in der Tierausbildung fast täglich. Die Welt wird schneller, Erw...
03/06/2026

⏱️ „Wir haben keine Zeit mehr.“ ⏱️

Diesen Satz hören wir in der Tierausbildung fast täglich. Die Welt wird schneller, Erwartungen steigen, und der Druck, Ergebnisse zu liefern, wächst. Ob im Hundesport, bei der Pferdeausbildung oder im Alltag mit unseren Vierbeinern: Alles soll am besten gestern schon perfekt funktionieren.

Aber hier ist die unbequeme Wahrheit: Tiere lesen unseren Terminkalender nicht. 🐾

Wenn wir versuchen, Ausbildung in starre Zeitpläne zu pressen, passiert meistens das Gegenteil von dem, was wir wollen:

❌ Druck erzeugt Gegendruck: Stress blockiert das Gehirn. Ein gestresstes Tier kann nicht nachhaltig lernen.
❌ Abkürzungen rächen sich: Wer Fundamente überspringt, um schneller ans Ziel zu kommen, baut auf sandigem Boden.
❌ Frustration auf beiden Seiten: Die Leichtigkeit und die Bindung gehen verloren.

Das Paradoxon der Tierausbildung lautet: Wer langsam geht, kommt schneller ans Ziel. 🐢✨

Manchmal bedeutet Fortschritt nicht, mehr zu tun, sondern die Einheiten in winzige, feine Sequenzen aufzuteilen. Qualität schlägt Quantität – immer. Drei Minuten fokussiertes, positives Training sind wertvoller als eine Stunde voller Frust.

Nehmen wir uns selbst den Druck raus. Schenken wir unseren Tieren das Wertvollste, was wir haben: Geduld und Zeit. Es lohnt sich.
Jedes einzelne Mal.

👇 Wie siehst du das? Spürst du den Zeitdruck im Alltag oder im Training auch manchmal? Wie schaffst du es, im Hier und Jetzt bei deinem Tier zu sein? Schreib es mir in die Kommentare! 👇

01/06/2026

Immer wieder ein absoluter Traum, den beiden zuzuschauen! 😍✨

Wer unsere Amy kennt, weiß, wie wunderschön es ist, sie so ausgelassen zu sehen. Wenn sie und Captain miteinander spielen, toben und um die Wette laufen, geht einem einfach das Herz auf. ❤️🐾

Natürlich gibt es auch mal Momente, in denen Grenzen gesetzt werden müssen – aber genau das gehört dazu. Es zeigt einfach, wie gut die beiden einander verstehen und respektieren. Ein echtes Dream-Team! 🐕‍🦺🐕

Weniger Labor, mehr Leben: Warum ich im Hundetraining keine Studien zitiere. 📜🔬Wenn ich mich hier durch die Hunde-Bubble...
30/05/2026

Weniger Labor, mehr Leben: Warum ich im Hundetraining keine Studien zitiere. 📜🔬

Wenn ich mich hier durch die Hunde-Bubble scrolle, sehe ich nur noch Fachbegriffe. Da wird über „Cortisolspiegel“, „operante Konditionierung“ und „Ausdrucksverhalten“ diskutiert, als ginge es um Raketenwissenschaft.

Versteht mich nicht falsch: Wissenschaft ist super. Aber sie findet im Labor statt. Mein Training findet im Matsch, bei Regen und auf der Hundewiese statt. 🌧️🐾

Ich werde oft gefragt, nach welchem festen System ich eigentlich arbeite. Meine Antwort: Nach dem System „Hingucken“.

Ich schaue mir das Mensch-Hund-Team an, das HEUTE vor mir steht. Wenn die Tagesform nicht passt, nützt mir auch die beste Studie der Welt nichts. Dann wird angepasst, improvisiert und pragmatisch gehandelt.

Ein guter Trainer zeichnet sich für mich nicht dadurch aus, wie viele theoretische Lerninhalte er auswendig gelernt hat – sondern ob er die Empathie besitzt, sich jeden Tag neu auf ein Team einzulassen.

Meine Kunden feiern Erfolge, weil wir flexibel bleiben und die Kirche im Dorf lassen.

An die Hundehalter unter euch: Was ist euch im Training wichtiger? Akademische Theorie oder spürbare Erfolge in der Praxis? 💬👇

-theorie

Was für ein Tag! 🌟Wer selbst reitet, weiß, wie viel Arbeit, Geduld und Herzblut in so einer Schleife stecken. Am Turnier...
28/05/2026

Was für ein Tag! 🌟

Wer selbst reitet, weiß, wie viel Arbeit, Geduld und Herzblut in so einer Schleife stecken. Am Turniermontag haben meine Frau und Jesse gezeigt, was echte Partnerschaft bedeutet.

Platz 2 von mehr als 20 Startern und das mit einer absoluten Traum-Note! 🥈

Ja, man bringt dem Partner Pferd jeden Schritt bei – aber wenn es darauf ankommt, muss das Tier die Leistung abrufen und einem vertrauen. Jesse hat genau das getan. Ich bin unglaublich stolz auf die beiden und die tiefe Verbindung, die sie sich erarbeitet haben. Ihr habt euch diesen Erfolg so sehr verdient! 🎉🐴

25/05/2026

Spürnase bereit? 🐾 Die Trail-Saison neigt sich dem Ende zu...
..aber nach dem Trail ist vor dem Trail! 🌲🐕

Das Jahr fliegt mal wieder vorbei und mein Terminkalender für Tages- und Wochenendseminare füllt sich bereits. Wenn du mit deinem Hund, deiner Gruppe oder deiner Staffel dieses Jahr noch intensiv trainieren oder schon die Highlights für 2027 sichern willst, ist jetzt der perfekte Zeitpunkt!

Warum mit mir trainieren?

Als erfahrener Einsatzmantrailer weiß ich genau, worauf es in der Praxis ankommt. Egal ob feine Nuancen in der Realsuche oder solides Basistraining – ich hole jedes Team genau dort ab, wo es steht.

Egal ob:

🔹 Rettungshundestaffeln, die an Feinheiten feilen und Einsatztaktiken vertiefen wollen
🔹 Private Gruppen, die ein exklusives Trainingswochenende suchen
🔹 Einzelne Teams, die den nächsten Schritt machen möchten

Wichtig: Ein exklusives Seminar startet ab einer Gruppengröße von mindestens 4 Mensch-Hund-Teams.

Sichere dir jetzt deinen Wunschtermin, bevor die besten Plätze weg sind! 🗓️✍️

📩 Schreib mir einfach eine Nachricht für Details und freie Termine. Ich freue mich auf euch!

24/05/2026

🐾 Weniger ist mehr: Warum dein Hund keine Maschine sein muss.

Am Samstag war ich mit vier Mensch-Hund-Teams zu einem Halbtagsworkshop im Englischen Garten in München unterwegs. Wer jetzt denkt, wir hätten stundenlang Sitz, Platz und Fuß trainiert, der irrt sich.

Wir haben etwas viel Wertvolleres getan: Wir haben einfach den Alltag gelebt.

Der Englische Garten bietet alles, was das Leben bereithält: Reize, Trubel, Begegnungen. Genau der richtige Ort für die Frage: Was macht ein gutes Miteinander eigentlich aus?

Alltagstauglichkeit schlägt Hundeplatz-Gehorsam

Viel zu oft verfallen wir in den Modus, unsere Hunde über endlose Hörzeichen steuern zu wollen. Wir wollen, dass sie funktionieren wie kleine Roboter. Doch die Realität sieht anders aus. Uns geht es nicht darum, dass ein Hund eine fehlerfreie Maschine ist. Es geht darum, dass er lernt, gut und gelassen mit seiner Umwelt zurechtzukommen.

Wir haben an diesem Nachmittag die Situationen so genommen, wie sie auf uns zugekommen sind. Wir haben sie gemeinsam abgearbeitet, Schritt für Schritt, in eine gute Richtung.

Echtes Miteinander braucht keine Dauer-Kommandos

Ein Hund, der die Welt versteht und sich an seinem Menschen orientiert, braucht kein permanentes Signalfeuer. Was er braucht, ist:
Vertrauen, dass sein Mensch ihn sicher führt.

Zeit, um Reize einzuordnen, statt sie nur wegzudrücken.

Raum, um auch mal einen Fehler machen zu dürfen – wir sind schließlich alle Lebewesen, keine Roboter.

Es war großartig zu sehen, wie viel Druck von den Menschen abgefallen ist, als wir den Fokus vom starren „Training“ auf das gemeinsame Erleben verschoben haben. Am Ende des Tages hatten wir keine perfekt programmierten Maschinen, sondern entspannte Teams, die den Münchner Trubel als Gemeinschaft gemeistert haben.

Danke an meine vier tollen Teams für euren Mut, einfach mal weniger zu machen und dadurch so viel mehr zu erreichen! 🐕❤️

Ein toller und spannender Workshop findet gerade wieder bei unseren Freunden USAR - Tactical Center in Lahnstein statt. ...
17/05/2026

Ein toller und spannender Workshop findet gerade wieder bei unseren Freunden USAR - Tactical Center in Lahnstein statt.

Viele Teams aus Europa trainieren für den Ernstfall und den Einsatz auf einem genialen Gelände..

Ich bin froh und dankbar ein Teil dieses genialen Teams zu sein..

Adresse

Wang
85368

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