27/09/2026
Kennst du das?
Du weißt eigentlich wie handeln, aber irgendetwas hält dich innerlich zurück.
Du hast Hundebegegnungen in der Hundeschule schon zig fast geübt und da klappt alles ganz wunderbar, nur alleine fällst du immer wieder in gewohnte Verhaltensmuster und ärgerst dich hinterher über dich selbst oder andere.
Zuhause kreisen deine Gedanken immer wieder um die 20 Sekunden auf den Spaziergang die blöd gelaufen sind und die restlichen schönen Minuten sind wie weggeblasen.
Ein Hund kommt wieder einmal auf deinen zugebrettert, die Situation eskaliert, es ist genau das eingetreten was du immer befürchtest hast.
Und wenn das nicht schlimm genug gewesen wäre, hast du wieder nicht den Mut gehabt für deinen Hund einzustehen und den anderen Hund einfach weg zu schicken.
Denn dann wärst du ja nicht die Nette.
Du weißt du solltest konsequenter mit deinem Hund sein, aber es fühlt sich einfach nicht richtig an.
All das sind Situationen in denen Menschen im Hundetraining scheitern. Nicht weil sie es nicht wollen würden, nicht weil sie zu wenig üben, nicht weil sie unfähig sind, sondern weil innere Konditionierungen sie davon abhalten, sich anders zu verhalten als sie es sich über Jahre angeeignet haben.
Und diese Muster lassen sich nicht in ein zwei Einzelstunden lösen, sie brauchen stetige Wiederholung und Festigung und den eisernen Willen auch dann in die Handlung zu gehen, wenn man sie lieber vermeiden würde.
Es unterscheidet die Menschen die wirklich Veränderung wollen, von denen die sie gerne hätten, aber nicht bereit sind den Preis dafür zu bezahlen.
Denn deine jetzige Beziehung zu deinem Hund muss sterben, damit du eine neue, tragfähigere erschaffen kannst.
Deine alte Indentifikation als die Nette etc. muss sterben, damit du anderen nicht mehr erlaubst über deine Grenzen zu bügeln.
Erst dann wird sich ein Nein gut anfühlen.
Wir verlangen alle das unser Hund sich ändert, wenn wir von seinem Verhalten getriggert sind. Gleichzeitig sind die wenigstens bereit sich selbst zu verändern. Andere Dinge tun ja, Methden anwenden ja, aber wahrhaftig an ihren Emotionen arbeiten um den Hund souverän durch den Alltag zu führen? Lieber nicht.
Ist das fair?