Tierheilpraxis Nadine Fleckenstein

Tierheilpraxis Nadine Fleckenstein Osteopathie
Akupunktur
Mikronährstofftherapie Termine nach telefonischer Vereinbarung

14/07/2026

Urlaubszeit: Mutet Euren Hunden nicht zu viel zu!

Nicht jeder Urlaub ist auch ein Urlaub für den Hund. Für viele Vierbeiner ist er vor allem eine Zeit voller Stress – nur merken ihre Menschen das oft nicht.

Für uns bedeutet Urlaub Erholung, Abwechslung und neue Erlebnisse. Für den Hund bedeutet er zunächst einmal: Alles Vertraute ist plötzlich weg.

Schon die Anreise ist eine Herausforderung. Stunden im Auto, Wohnmobil oder Zug, noch schlimmer um Flugzeug, ungewohnte Geräusche, fremde Gerüche, ein unbekannter Schlafplatz und anschließend eine völlig neue Umgebung. Dazu kommen fremde Hunde mit ihren Revieren, unzählige neue Reize und ein Tagesablauf, der mit dem gewohnten Zuhause oft nichts mehr gemeinsam hat.

Dabei sollte man sich immer eines bewusst machen:
Euer Hund fährt nicht in den Urlaub, weil er das möchte. Er fährt mit, weil Ihr ihn mitnehmt.

Der Hund bleibt bei seinem Rudel – nicht, weil er sich auf den Urlaub freut, sondern weil Ihr für ihn der wichtigste soziale Bezugspunkt seid.

Leider endet die Belastung oft nicht mit der Ankunft. Viele Hunde werden nun von einer Aktivität zur nächsten mitgenommen: Stadtbummel, Restaurantbesuch, Strand, Wanderung, Café, Markt, Schifffahrt, Ausflug oder Sport. Was für uns schöne Urlaubserlebnisse sind, bedeutet für den Hund häufig stundenlange Reizüberflutung ohne ausreichende Erholungsphasen.

Dabei wird oft vergessen, dass Hunde keine kleinen Menschen sind.

Jede Rasse bringt andere körperliche Voraussetzungen mit. Ein Dackel ist kein Bergsteiger. Ein Mops oder eine Bulldogge geraten bei Wärme deutlich schneller an ihre Belastungsgrenze als viele andere Rassen. Große und schwere Hunde ermüden oft schneller auf langen Wanderungen, und alte Hunde sowie Welpen benötigen ohnehin deutlich mehr Ruhe. Was für den Menschen ein angenehmer Spaziergang ist, kann für den Hund bereits Höchstleistung sein.

Hinzu kommt die Sommerhitze. Hunde können ihre Körpertemperatur nur sehr eingeschränkt regulieren. Bereits Temperaturen, die wir Menschen noch angenehm finden, können den Kreislauf eines Hundes erheblich belasten. Heißer Asphalt oder Sand können außerdem schmerzhafte Verbrennungen an den Pfoten verursachen.

Und lasst Euch nicht täuschen:
Ein wedelnder Schwanz oder ein scheinbar "lächelnder" Hund sind kein Beweis dafür, dass es ihm gut geht. Viele Hunde laufen weiter mit, suchen den Kontakt zu ihren Menschen und wirken fröhlich, obwohl sie längst erschöpft oder überfordert sind. Schwanzwedeln bedeutet nicht automatisch Freude. Es zeigt zunächst einmal Erregung oder Anspannung. Hunde orientieren sich stark an ihrem Rudel und machen oft weiter, obwohl sie eigentlich längst eine Pause bräuchten.

Gerade deshalb gilt im Urlaub:
Gebt Eurem Hund mehr Ruhe als zu Hause.
Plant bewusst längere Ruhezeiten ein. Nicht jeder Ausflug muss gemeinsam stattfinden. Manchmal ist ein ruhiger Vormittag oder Nachmittag im Ferienhaus, auf dem Campingplatz oder im Hotel für den Hund wesentlich wertvoller als die nächste Sehenswürdigkeit. Schlaf und Erholung sind für Hunde keine verschwendete Urlaubszeit – sie sind lebenswichtig, um die vielen neuen Eindrücke zu verarbeiten.

Behaltet außerdem die Gesundheit Eures Hundes genau im Blick. Frisst und trinkt er normal? Bewegt er sich wie gewohnt? Wirkt er ungewöhnlich ruhig oder auffallend unruhig? Jede Verhaltensänderung sollte ernst genommen werden.

Deshalb gehört zur Urlaubsvorbereitung nicht nur das Packen der Hundeleine, sondern auch ein kurzer Notfallplan: Informiert Euch bereits VOR Reiseantritt – spätestens aber direkt nach der Ankunft – wo sich die nächste Tierarztpraxis befindet, welche Tierklinik im Notfall erreichbar ist, wie Ihr dorthin gelangt und welche Öffnungszeiten gelten. Im Ernstfall spart das wertvolle Zeit.

Denkt wie ein Hund – nicht wie ein Mensch!
Der Hund bewertet einen Urlaub nicht nach Sehenswürdigkeiten, Freizeitparks oder Restaurants. Er braucht keine perfekte Urlaubsplanung. Er braucht vor allem Euch – und das Gefühl von Sicherheit, Verlässlichkeit und ausreichend Ruhe.
Fragt Euch deshalb nicht:
„Was möchte ich heute alles mit meinem Hund unternehmen?“
Sondern:
„Was kann mein Hund heute wirklich verkraften?“
Wenn Ihr Euch diese Frage jeden Urlaubstag ehrlich beantwortet, wird der Urlaub nicht nur für Euch, sondern auch für Euren Hund zu einer schönen und gesunden Zeit.

Denn ein guter Hundehalter erkennt sich nicht daran, wie viel sein Hund mitmacht – sondern daran, wie oft er seinem Hund bewusst eine Pause gönnt.

Liebe zum Hund zeigt sich nicht darin, ihn überall mitzunehmen, sondern darin, zu erkennen, wann er lieber seine Ruhe hätte.

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19/03/2026

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30/12/2025

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Hast du schon ausprobiert, durch Sound Masking Feuerwerksgeräusche akustisch zu “verstecken”? Hat es deinem Hund oder deiner Katze geholfen? 🐶🐱

𝗗𝗶𝗲𝘀𝗲𝗿 𝗲𝗶𝗻𝗳𝗮𝗰𝗵𝗲 𝗧𝗶𝗽𝗽 𝗳𝘂̈𝗿 𝗲𝗶𝗻 𝘀𝘁𝗿𝗲𝘀𝘀𝗳𝗿𝗲𝗶𝗲𝗿𝗲𝘀 𝗦𝗶𝗹𝘃𝗲𝘀𝘁𝗲𝗿 𝗶𝘀𝘁 𝗻𝗼𝗰𝗵 𝗸𝗮𝘂𝗺 𝗯𝗲𝗸𝗮𝗻𝗻𝘁: Nutze "𝗦𝗼𝘂𝗻𝗱 𝗺𝗮𝘀𝗸𝗶𝗻𝗴", 𝗱𝗮𝗺𝗶𝘁 𝗱𝗲𝗶𝗻 𝗛𝘂𝗻𝗱 𝗙𝗲𝘂𝗲𝗿𝘄𝗲𝗿𝗸𝘀𝗴𝗲𝗿𝗮̈𝘂𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝘀𝗼 𝘀𝘁𝗮𝗿𝗸 𝘄𝗮𝗵𝗿𝗻𝗶𝗺𝗺𝘁.

„Sound masking“ bedeutet, dass 𝗚𝗲𝗿ä𝘂𝘀𝗰𝗵𝗲 𝘄𝗲𝗻𝗶𝗴𝗲𝗿 𝘄𝗮𝗵𝗿𝗻𝗲𝗵𝗺𝗯𝗮𝗿 sind, wenn gleichzeitig 𝗚𝗲𝗿ä𝘂𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗮̈𝗵𝗻𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲𝗿 𝗙𝗿𝗲𝗾𝘂𝗲𝗻𝘇 𝗶𝗺 𝗛𝗶𝗻𝘁𝗲𝗿𝗴𝗿𝘂𝗻𝗱 ablaufen - dies kann durch die Physik der Schallwellen erklärt werden.

𝗗𝗶𝗲 𝗯𝗲𝘀𝘁𝗲𝗻 𝗚𝗲𝗿ä𝘂𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗳𝘂̈𝗿 𝗠𝗮𝘀𝗸𝗶𝗻𝗴 sind demnach: 🥁 𝗛𝗲𝗮𝘃𝘆 𝗠𝗲𝘁𝗮𝗹 oder 𝗧𝗮𝗶𝗸𝗼 𝗧𝗿𝗼𝗺𝗺𝗲𝗹-𝗠𝘂𝘀𝗶𝗸 🖲 Staubsauger oder andere 𝗚𝗲𝗿ä𝘁𝗲 𝗺𝗶𝘁 𝗠𝗼𝘁𝗼𝗿𝗲𝗻𝗴𝗲𝗿ä𝘂𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 (natürlich nur für Hunde, die den Staubsauger nicht fürchten) 🟫 „𝗕𝗿𝗼𝘄𝗻 𝗻𝗼𝗶𝘀𝗲“ - eher für dumpfes Grollen etwa bei Gewitter

𝗦𝘁𝗮𝘁𝘁 "𝗻𝗼𝗿𝗺𝗮𝗹𝗲" 𝗠𝘂𝘀𝗶𝗸 𝗮𝗯𝘇𝘂𝘀𝗽𝗶𝗲𝗹𝗲𝗻, 𝗻𝘂̈𝘁𝘇𝗲 𝗮𝗹𝘀𝗼 𝗹𝗶𝗲𝗯𝗲𝗿 𝗦𝗼𝘂𝗻𝗱 𝗺𝗮𝘀𝗸𝗶𝗻𝗴, 𝘂𝗺 𝗱𝗲𝗶𝗻𝗲𝗻 𝗛𝘂𝗻𝗱 𝗲𝘁𝘄𝗮𝘀 𝘃𝗼𝗻 𝗱𝗲𝗻 𝗔𝘂ß𝗲𝗻𝗴𝗲𝗿𝗮̈𝘂𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 "𝗮𝗯𝘇𝘂𝘀𝗰𝗵𝗶𝗿𝗺𝗲𝗻". Das Geräusch sollte konstant und mit gleichbleibender Lautstärke abgespielt werden. W𝗶𝗰𝗵𝘁𝗶𝗴 𝘀𝗶𝗻𝗱 die 𝘁𝗶𝗲𝗳𝗲𝗻 𝗙𝗿𝗲𝗾𝘂𝗲𝗻𝘇𝗲𝗻 - am besten über einen hochwertigen Lautsprecher.

Wie immer rate ich natürlich auch dazu, 𝗯𝗲𝗶 𝗹𝗮𝘂𝘁𝗲𝗻 𝗚𝗲𝗿ä𝘂𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗴𝗲𝗴𝗲𝗻𝗸𝗼𝗻𝗱𝗶𝘁𝗶𝗼𝗻𝗶𝗲𝗿𝗲𝗻 und Dinge zu tun, die bei deinem Hund 𝗽𝗼𝘀𝗶𝘁𝗶𝘃𝗲 𝗘𝗺𝗼𝘁𝗶𝗼𝗻𝗲𝗻 𝗲𝗿𝘇𝗲𝘂𝗴𝗲𝗻 - eine meiner Studien konnte zeigen, dass sich dadurch die Geräuschangst verbessert 🍪🥎🐶

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Quellen: • Sound masking: Eileen Anderson (2023) "Sound Masking to Help Dogs with a Noise Phobia or Sound Sensitivity" Whole Dog Journal. • Gegenkonditionierung: Stefanie Riemer (2020). Effectiveness of treatments for firework fears in dogs. Journal of veterinary behavior, 37, 61-70.

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