Kleintierpraxis Dr med vet Birgit Weigl

Kleintierpraxis Dr med vet Birgit Weigl Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von Kleintierpraxis Dr med vet Birgit Weigl, Tierarzt, Schlichter Straße 9, Vilseck.

10/09/2026

💳 DIREKTABRECHNUNG MIT DER TIERKRANKENVERSICHERUNG? Warum das NICHT die Aufgabe Eures Tierarztes ist! 🩺🐾

Eine Frage, die in der Praxis regelmäßig gestellt wird und immer wieder für Unverständnis sorgt: „Warum rechnet Ihr die Behandlung nicht einfach direkt mit meiner Tierversicherung ab?“ Es ist Zeit für Klartext. Die Erwartungshaltung, dass Tierarztpraxen den kompletten Papierkram und das finanzielle Risiko von Tierhaltern übernehmen sollen, beruht auf einem gewaltigen Denkfehler.

Der Vergleich zur Humanmedizin: Wie läuft es beim Menschen?

Wer privat krankenversichert ist oder eine Zahnzusatzversicherung besitzt, kennt das Prinzip ganz genau:

Das Prinzip der Vorleistung: Der Arzt stellt die Diagnose, führt die Behandlung durch und schreibt eine Rechnung. Der Patient begleicht die Rechnung selbst und reicht sie anschließend bei seiner Versicherung ein, um das Geld erstattet zu bekommen.

Keine Ausnahme bei hohen Kosten: Selbst wenn beim Humanmediziner Blutanalysen, Ultraschall, CT oder MRT über 2.000 € kosten, geht der Patient privat zuerst in Vorleistung. Einzig bei stationären Krankenhausaufenthalten oder großen Operationen gibt es direkte Abrechnungswege über die Klinik.

Warum also wird von Tierärzten erwartet, dass sie völlig anders handeln als jeder Humanmediziner oder Zahnarzt?

Die Praxis-Realität: Warum Direktabrechnung für Tierarztpraxen unzumutbar ist

Hinter der vermeintlich "einfachen Serviceleistung" steckt für eine Praxis ein enormes Verlustgeschäft und bürokratischer Irrsinn. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, warum immer mehr Tierärzte die Direktabrechnung konsequent ablehnen:

1. Der Fall „Gekündigter Schutz“: Ein Tierhalter versichert in der Praxis hoch und heilig, dass sein Tier vollversichert ist. Wir erbringen die medizinische Leistung, reichen die Rechnung ein und erhalten Wochen später das Absageschreiben der Versicherung: „Der Halter hat seit Monaten seine Beiträge nicht gezahlt, der Vertrag wurde gekündigt.“ Die Folge: Wir rennen unserem Geld hinterher und bleiben auf den Kosten sitzen.

2. Der Fall „Falscher Tarif“: Der Halter schließt eine reine OP-Versicherung ab, verlangt von uns aber die Direktabrechnung für Impfungen, Wurmkuren oder allgemeine Untersuchungen. Die Versicherung lehnt ab, weil der Tarif diese Bausteine gar nicht abdeckt.

3. Die Bürokratie-Falle: Es gibt Hunderte Anbieter und Tausende Tarife mit unterschiedlichen Erstattungssätzen, Jahreshöchstgrenzen, Selbstbeteiligungen und Ausschlüssen. Es ist absolut nicht die Aufgabe des Praxispersonals, Verträge von Kunden zu studieren oder stundenlang in Hotline-Warteschleifen von Versicherungen zu hängen.

Die Ausnahme: Wie Tierkliniken bei Riesen-OPs vorgehen

Bei extrem teuren Operationen im vierstelligen Bereich bieten vereinzelte Tierkliniken eine Direktabrechnung an. Allerdings nur unter strengen Auflagen:

Vorab-Prüfung: Die Klinik ruft vor der OP bei der Versicherung an, prüft den Deckungsstatus und lässt sich eine schriftliche Kostenzusage erteilen.

Aufwandsentschädigung: Für diesen immensen Verwaltungsaufwand berechnen Kliniken dem Tierhalter zu Recht eine zusätzliche Bearbeitungsgebühr.

Fazit: Eigenverantwortung zurück zum Tierhalter!

Der Versicherungsvertrag besteht ausschließlich zwischen Euch und Eurer Versicherung – nicht zwischen der Tierarztpraxis und dem Versicherer.

Ihr wählt Euren Tarif aus, Ihr zahlt die monatlichen Beiträge und Ihr reicht Eure Rechnungen ein. Das ist der normale, faire und gesetzlich vorgesehene Weg. Wir konzentrieren uns in der Praxis lieber zu 100 % auf das, was wirklich zählt: die medizinische Versorgung Eurer Tiere!

Wie handhabt Ihr das mit Eurer Tierversicherung? Reicht Ihr Eure Rechnungen bequem per App ein? Schreibt es uns in die Kommentare! 👇

🌐 www.ullmann-tierarzt.de

Euer Team der Tierarztpraxis Ullmann 🐾

13/08/2026
29/07/2026

In den Medien wird die Tiermedizin zunehmend auf eine Zahl reduzier...

22/07/2026

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❗Wir machen Urlaub ❗

Von Montag 17.08.26 bis einschließlich Freitag 04.09.26 ist die Praxis geschlossen.
Ab Montag 07.09.26 sind wir wieder für Sie da.

Im Notfall oder in dringenden Fällen wenden Sie sich bitte an die
Kleintierpraxis Dr. Burkhardt, Goethestr. 6,
92237 Sulzbach Rosenberg
Bitte telefonische Terminvereinbarung unter
Tel. 09661-810755
Notfallnummer 0170-4158088

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❗We take vacation ❗

Monday 17.08.26 to including Friday 04.09.26 our practice is closed.
We are there again for you on
Monday 07.09.26

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Kleintierpraxis Dr. Burkhardt, Goethestr. 6,
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Wer kennt dies Katze oder weiß ob sie ein Zuhause hat? Weiblich, kein Tattoo oder Mikrochip,ca 9-12 Monate alt,heller Br...
13/07/2026

Wer kennt dies Katze oder weiß ob sie ein Zuhause hat? Weiblich, kein Tattoo oder Mikrochip,ca 9-12 Monate alt,heller Brauntiger, Unterseite beige, eher klein und zierlich,gut genährt und gepflegt.Hält sich seit ca 1 Woche überwiegend im Garten eines Anwesens in der Schlichter Straße in Vilseck auf.

24/06/2026

„Die GOT gehört abgeschafft, ohne Wenn und Aber!“

Von Ralph Rückert, Tierarzt

Das ist ein Zitat aus einem Kommentar einer Tierbesitzerin, der in einer Diskussion um die Gebührenordnung für Tierärztinnen und Tierärzte (GOT) gepostet wurde. Die Erfüllung dieser Forderung wäre natürlich eine bestechend einfache Lösung der anhaltenden Streiterei um die GOT. Weg mit dem Ding, und fertig ist die Laube!

Ich persönlich leide in dieser Frage unter einer Art Persönlichkeitsspaltung. Als (inzwischen ehemaliger) Praxisinhaber war und ist meine Aussage immer: Okay, wegen mir gerne! Ich hätte mir durchaus vorstellen können, ohne die GOT zu leben. An meinen Preisen hätte es rein gar nichts geändert, und ich war immer selbstbewusst genug, um davon auszugehen, dass es mir so oder so nicht an Kundschaft fehlen würde. Seine Rechnungen ohne die von der GOT festgelegten, vielfältigen Anforderungen schreiben zu können, rein auf der Basis betriebswirtschaftlicher Überlegungen, wäre zudem eine wirklich angenehme Vorstellung.

Andererseits darf ich als Vorstandsmitglied einer Landestierärztekammer nicht nur an mich denken, sondern muss das Gesamtbild im Auge behalten, also alle Kolleginnen und Kollegen und durchaus auch die Tierhalterinnen und Tierhalter. Und unter diesem Aspekt kann ich die Forderung nach einer Abschaffung der GOT nur als unüberlegt und falsch bezeichnen. Der Rahmen, den die Gebührenordnung bietet, um tiermedizinische Einrichtungen aller Größenklassen profitabel betreiben zu können, ist sicher sehr großzügig. Nichtsdestotrotz ist es eben ein Rahmen, und das hat halt doch so seine Vorteile.

Um etwas deutlicher zu machen, was ich meine, ziehe ich ein Posting heran, über das ich letzte Woche gestolpert bin: Eine Hundehalterin musste im Urlaub in Dänemark in den Abendstunden mangels Alternativen eine lokale Tierklinik konsultieren. Sie bekam schon am Telefon mitgeteilt, dass die Notdienstgebühr ab 18 Uhr etwas über 400 Euro und ab 23 Uhr etwas über 800 Euro betragen würde. Diese Summen muss man sich schon mal auf der Zunge zergehen lassen. Zum Vergleich: Die GOT erlaubt da nur 50 Euro plus Mehrwertsteuer. Dänemark hat – wie man sich denken kann – keine Gebührenordnung. Die Klinik kann also, nicht zuletzt mangels Konkurrenz, machen, was sie für richtig hält. Und für die Kundschaft gilt: Friss Vogel oder stirb!

Oft werden Nachbarländer wie Dänemark und die Niederlande als Beispiel dafür angeführt, dass tiermedizinische Leistungen ohne Gebührenordnung billiger zu haben wären. In direkter Grenznähe mag das stimmen, weil es dort (übrigens auf beiden Seiten) Praxen gibt, die sich darauf spezialisiert haben, durch günstige Pauschalangebote Grenzgänger-Kundschaft anzulocken. Schaut man allerdings auf die durchschnittlichen landesweiten Gebühren, stellt man fest, dass diese eindeutig höher sind als in Deutschland.

Man kann meiner Meinung nach ziemlich genau vorhersagen, was nach einer Abschaffung der GOT passieren würde: Die kleineren und billigeren Praxen, die für sich immer schon nur den Preis als Argument anführen konnten, würden sich einen ruinösen Preiskampf liefern, zum kurzfristigen Vorteil der Kundinnen und Kunden. Dann würden wegen der Folgen dieses Preiskampfes reihenweise Billigpraxen schließen müssen, wodurch es zu einer weiteren Konzentration des Geschäftes auf größere und effektivere Einrichtungen käme. Diese wiederum könnten und würden dann aufgrund höherer Nachfrage und einer zunehmend marktbeherrschenden Stellung immer höhere Gebühren am Markt durchsetzen. Für die heutige Zeit gilt einfach, dass die Nachfrage nach tiermedizinischen Leistungen höher ist als das Angebot, was zwangsläufig den Preis nach oben treibt, mit GOT bis zu einer definierten Obergrenze, ohne GOT dann eben ohne irgendeine Begrenzung.

Deshalb: Als Tierhalterin oder Tierhalter wäre ich sehr vorsichtig, was ich fordere, denn meine Forderungen könnten doch tatsächlich in Erfüllung gehen. Meiner Meinung nach würden sich dann wahrscheinlich so manche sehnlichst wünschen, sie hätten den Mund nicht so voll genommen, ohne sich vorher Gedanken über die aktuelle Marktdynamik zu machen.

Bleiben Sie mir gewogen, bis bald, Ihr

Ralph Rückert

Übrigens und falls das nicht klar sein sollte: Dieser Text wurde von einem Menschen, also von mir geschrieben, nicht von irgendeiner Bullsh*t-KI! Nur die Illustrationen mancher Artikel sind KI-generiert.

© Ralph Rückert
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22/06/2026

ZWISCHEN HELDENTUM, FEIGER GRAUSAMKEIT UND WIRTSCHAFTLICHER REALITÄT: Warum Verantwortung ein Lebenslang-Vertrag ist – und Tierärzte keine Caritas sind!

Liebe Community,

der Kommentar von „Goldy Fisch“ unter einem unserer Beiträge (siehe Screenshot) schneidet ein Thema an, das uns zutiefst im Herzen berührt, aber gleichzeitig die ganze schmerzhafte Wahrheit unseres Systems offenbart.

Goldy Fisch schreibt, dass sie ausschließlich alte, kranke Hospiztiere aufnimmt, die niemand mehr haben will. Weil diese Tiere nicht mehr versichert werden können, bricht das Ganze nun finanziell zusammen – sie kann keine dieser armen Seelen mehr retten.

Dazu von uns als Team der Tierarztpraxis Ullmann ein Wort im ungeschönten Klartext: Wir haben unendlichen Respekt vor Menschen, die Hospizarbeit für Tiere leisten. Aber dieser Kommentar wirft ein brutales Schlaglicht auf ein riesiges gesellschaftliches Problem: Die Wegguck-Mentalität, sobald ein Lebewesen – egal ob Tier oder Mensch – Geld kostet.

Heute teilen wir mit euch zwei Geschichten, die unter die Haut gehen. Eine aus unserem Notdienst und eine zutiefst persönliche Geschichte unseres Chefs, die beweist: Das Problem liegt viel tiefer als nur in der Tiermedizin.

1. Ein aktueller Fall aus unserem Notdienst: Feigheit wird knallhart bestraft!
Warum landen denn überhaupt so viele alte und kranke Tiere im Tierschutz oder im Hospiz? Weil Menschen sich aus dem Staub machen, sobald es teuer, anstrengend oder ungemütlich wird!

Genau das haben wir vor Kurzem erlebt. Wir hatten Notdienst, als mitten in der Nacht das Telefon klingelte. Am Apparat: Die Polizei. Jemand hatte einen kleinen, schwer kranken Hund einfach feige ausgesetzt und sich selbst überlassen – wie Müll am Straßenrand entsorgt.

Unsere Sofortmaßnahme: Wir haben den kleinen Kerl sofort in der Praxis aufgenommen, ihn umfassend untersucht, stabilisiert und medizinisch erstversorgt.

Die Ermittlung: Wir haben nicht lockergelassen. In Absprache mit den Behörden haben wir den Mikrochip des Hundes ausgelesen und die Daten lückenlos der Polizei zur Verfügung gestellt.

Die Konsequenz: Die ehemaligen Besitzer wurden ermittelt! Sie erwartet nun ein massives, strafrechtliches Verfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

Und wir sagen euch: Das ist verdammt noch mal richtig so! Wer ein Tier anschafft, unterschreibt einen Vertrag für ein ganzes Tierleben. Man ist lebenslang verantwortlich – in gesunden wie in kranken, in billigen wie in teuren Tagen! Ein Tier bei Krankheit einfach auszusetzen, ist eine Straftat.

2. Die persönliche Geschichte des Chefs: Wenn die Gesellschaft wegguckt (Auch beim Menschen!)
Viele fordern immer wieder, dass Tierärzte „alles schön und gut reden“, Tiere umsonst retten und die Kosten einfach selbst schlucken sollen. Dass das kein Problem der Tiermedizin ist, sondern ein eiskaltes, gesellschaftliches Phänomen, hat unser Chef Georg Ullmann vor zwei Jahren am eigenen Leib im humanmedizinischen Bereich erlebt:

Eine Geschichte von wahrer Menschlichkeit:
„Vor zwei Jahren kam ein bulgarischer Arbeiter hier bei uns in Heidenheim in eine absolute Lebenskatastrophe. Er hatte keine Krankenversicherung und erkrankte schwer an einem Kehlkopftumor. Da die Beteiligten wussten, dass ich auch Russisch spreche, kontaktierten sie mich, und ich ging als Dolmetscher mit ihm ins Krankenhaus.

Als sein Arbeitgeber von der schweren Krebserkrankung erfuhr, warpf er ihn eiskalt rauf – er feuerte ihn fristlos. Da stand dieser schwerkranke Mann: ohne Job, ohne Versicherung, ohne Geld, mitten in Deutschland. Wer hat ihn damals aufgenommen? Wer hat die Verantwortung übernommen?

Ich habe diesen Mann für sechs Monate bei mir zu Hause aufgenommen. Er hat bei mir gelebt, während er seine Chemotherapie und die gesamte Behandlung durchgestanden hat. Ich habe das getan, weil ich ein Herz habe. Aber ich habe in dieser Zeit eine bittere Lektion gelernt: Auch bei Menschen will niemand die Kosten für einen anderen Menschen übernehmen, sobald er krank ist und Geld kostet. Die Gesellschaft guckt weg. Der Staat guckt weg. Alle ducken sich weg.“

Es ist also pure Heuchelei, so zu tun, als sei die Tierarztpraxis der Sündenbock, nur weil sie für ihre harte, medizinische Arbeit bezahlt werden muss. Wenn es hart auf hart kommt, übernimmt niemand auf dieser Welt Kosten einfach geschenkt – weder beim Menschen, noch beim Tier.

3. Die nackte Wahrheit: Eine Tierarztpraxis ist keine Caritas!
Wir müssen aufhören, die Augen vor der wirtschaftlichen Realität zu verschließen. Eine Tierarztpraxis ist kein staatlich finanzierter, gemeinnütziger Verein. Wir sind ein hochmodernes, privates medizinisches Unternehmen mit astronomischen laufenden Kosten. ALLES ist teurer geworden – vom täglichen Einkauf im Supermarkt über den Sprit an der Zapfsäule bis hin zum Strom. Aber der Frust wird fast ausschließlich bei uns abgeladen.

Wenn ihr ein schwerkrankes Tier ins Hospiz fahrt, verkauft euch die Tankstelle den Sprit dafür auch nicht kostenlos, nur weil ihr eine gute Tat vollbringt! Warum also wird permanent erwartet, dass ausgerechnet der Tierarzt finanziell bluten muss?

Wer bitteschön glaubt denn ernsthaft, dass wir umsonst arbeiten können?

Unsere Mitarbeiter: Unsere tiermedizinischen Fachangestellten (TFAs) und angestellten Ärzte leisten jeden Tag Knochenarbeit. Sollen sie auf ihren verdienten Lohn verzichten und ihre eigene Miete mit warmen Worten bezahlen?

Die Medikamente: Die Pharmaindustrie schenkt uns nichts. Wir müssen jedes Antibiotikum, jedes Schmerzmittel und jedes Narkosegas im Voraus teuer einkaufen.

Die Infrastruktur: Wir zahlen jeden Monat immense Summen für Praxismiete, Strom (für OP-Lampen, Sterilisatoren, Narkosemonitore) und die Wartung von High-Tech-Geräten.

Ohne Wirtschaftlichkeit gibt es keine Hilfe
Wenn wir Tierärzte aus purem Mitleid auf unser Honorar verzichten würden, müssten wir die Praxis morgen zusperren. Und wisst ihr, wer den Tieren dann noch hilft? Niemand.

Echter Tierschutz bedeutet nicht, von Tierärzten zu verlangen, pleitezugehen. Echter Tierschutz bedeutet, dass Halter vor der Anschaffung kalkulieren, dass der Staat illegales Aussetzen drakonisch bestraft und dass man akzeptiert, dass Spitzenmedizin ihren Preis hat – beim Menschen wie beim Tier. Wir bleiben mit ganzem Herzen und vollem Einsatz für eure Tiere da. Aber wir tun das als professionelle Mediziner, nicht als Wohlfahrtsverband.

Was denkt ihr über diese ehrlichen Worte unseres Chefs? Wie sollte unsere Gesellschaft mit dem Thema Verantwortung umgehen? Schreibt uns eure fundierte Meinung in die Kommentare!

LIKEN, für lebenslange Verantwortung und den Schutz unserer Tiere!
KOMMENTIEREN, um eure Gedanken zu diesem wichtigen Thema zu teilen!
TEILEN – damit der Blick für die Realität endlich wieder geschärft wird! 🐾von Herzen⚖️🔬

20/06/2026

⚖️ WUNSCHDENKEN VS. RECHTLICHE REALITÄT: Warum ein „Gesetz zur Direktabrechnung“ unmöglich ist und warum falsche Angaben bei Versicherungen vor der Staatsanwaltschaft landen! 🐕🐈💳

Liebe Community,

auf Facebook kursieren immer wieder Kommentare, die zeigen, wie tief verankert manche Irrglauben über das tiermedizinische Abrechnungssystem sind. Kürzlich hat eine Nutzerin unter einem unserer Beiträge einen Kommentar hinterlassen, der exemplarisch für eine emotionale, aber rechtlich und wirtschaftlich völlig fehlerhafte Denkweise steht (siehe den Screenshot im heutigen Beitrag).

Darin fordert sie: „Es sollte gesetzlich geregelt sein, dass Tierärzte auch jede Versicherung akzeptieren [...] Vorkasse bei den Beitragszahlungen und Vorkasse in den Praxen ist eine doppelte Belastung.“

Wir nehmen diesen Kommentar heute als wunderbaren Anlass, um ein für alle Mal eine große, kanonische Aufklärung zu starten. Warum funktioniert die Direktabrechnung zwischen Tierarzt und Versicherung in Deutschland flächendeckend fast nirgendwo mehr? Warum ist eine gesetzliche Pflicht schlichtweg unmöglich? Und warum hat dieser gutgläubige Service in der Vergangenheit sogar zu Ermittlungen der Staatsanwaltschaft geführt?

Öffnen wir das Buch des Wirtschafts- und Strafrechts für den absoluten Klartext!

1. Das fundamentale Missverständnis: Tiermedizin ist kein staatliches Kassensystem!
Der größte Denkfehler resultiert aus dem Vergleich mit der Humanmedizin. Wenn wir als Menschen zum Arzt gehen, zeigen wir unsere Versichertenkarte und gehen wieder. Warum? Weil in Deutschland die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ein öffentlich-rechtliches Gesamtsystem ist, das staatlich reguliert und durch Zwangsbeiträge finanziert wird. Ärzte rechnen dort über die Kassenärztliche Vereinigung ab.

In der Tiermedizin existiert dieses staatliche System zu 0 %.

Reine Privatwirtschaft: Jede Tierarztpraxis ist ein privates, eigenständiges Wirtschaftsunternehmen.

Die GOT als Gesetz: Wir rechnen nicht nach Gutdünken ab, sondern sind gesetzlich an die bundesweit gültige Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) gebunden. Diese regelt, was eine Leistung kostet – sie regelt aber nicht, wer sie bezahlt.

Der Vertragspartner: Wenn ihr mit eurem Tier zu uns kommt, schließt ihr (der Tierhalter) einen Behandlungsvertrag mit uns (der Praxis) nach § 630a BGB. Ihr seid unser Vertragspartner und schuldet uns das Honorar für unsere Arbeit. Welche private Versicherung ihr im Hintergrund habt, ist rechtlich gesehen ein reiner Zusatzvertrag zwischen euch und dieser Versicherung. Der Tierarzt hat mit diesem Vertrag absolut nichts zu tun.

2. Warum die Direktabrechnung flächendeckend scheitert (Das Problem ALLER Kollegen)
Die Forderung, jede Praxis müsse jede Versicherung direkt akzeptieren, scheitert an der unüberschaubaren Bürokratie und dem enormen Risiko. Im Jahr 2026 gibt es Dutzende Anbieter auf dem Markt – jeder mit hunderten verschiedenen Tarifen, Ausschlüssen, Wartezeiten und Klauseln.

Die bürokratische Überlastung: Müssten wir mit jeder Versicherung direkt abrechnen, bräuchten wir zwei Vollzeitkräfte im Büro, die den ganzen Tag nichts anderes tun, als mit Sachbearbeitern zu telefonieren, Verträge zu prüfen und Einzelausschlüsse zu diskutieren (z.B. „Wir zahlen keine Diagnostik für diese Rasse“, „Die Wartezeit war noch nicht um“). Diese Verwaltungskosten müssten wir auf die Preise umschlagen – Behandlungen würden für alle teurer werden!

Die Ablehnungs-Falle: Wenn wir direkt abrechnen und die Versicherung die Übernahme nach drei Wochen ablehnt (weil die Erkrankung z.B. chronisch oder angeboren war), müssen wir dem Geld beim Tierhalter hinterherlaufen. Das bedeutet unbezahlte Rechnungen, Mahnverfahren und enormen wirtschaftlichen Schaden. Tierärzte sind Mediziner, keine Kreditinstitute.

3. Wenn Gutgläubigkeit vor der Staatsanwaltschaft landet: Das Thema Betrug
Manche Kritiker meinen, wir würden das Problem der unbezahlten Rechnungen überdramatisieren. Doch die Realität ist knallhart: In den letzten Jahren kam es in der Tiermedizin bundesweit zu zahlreichen Fällen, in denen das System der Direktabrechnung von unehrlichen Kunden kriminell ausgenutzt wurde.

Kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat:
Es gab reihenweise Fälle, in denen Kunden bei der Behandlung angaben, voll versichert zu sein. Nach der erbrachten Leistung stellte sich heraus: Die Verträge waren wegen Nichtzahlung der Beiträge längst gekündigt oder wurden direkt nach der OP vom Kunden widerrufen. In mehreren dieser Fälle wurde wegen Eingehungsbetrugs (§ 263 StGB) die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Diese Verfahren endeten für die ehemaligen Kunden mit empfindlichen Strafbefehlen und Vorstrafen.

Genau diese Vorfälle haben dazu geführt, dass wir und ein Großteil unserer geschätzten Kollegen in ganz Deutschland die Direktabrechnung komplett eingestellt haben. Wir müssen unsere Praxen und unsere ehrlichen Mitarbeiter vor krimineller Energie schützen.

4. Die vermeintliche „Doppelbelastung“ im Detail
Die Nutzerin im Screenshot beklagt eine „Doppelbelastung“ durch die Vorkasse in der Praxis und die monatlichen Versicherungsbeiträge. Doch mathematisch und wirtschaftlich ist das ein Trugschluss:

Ihr zahlt eure monatlichen Beiträge an die Versicherung, damit diese im Ernstfall das finanzielle Risiko für euch übernimmt.

Ihr bezahlt uns die erbrachte Leistung vor Ort in bar oder per Karte.

Ihr reicht die Rechnung digital (meistens per App innerhalb von 2 Minuten) bei eurer Versicherung ein und erhaltet das Geld – je nach Tarif – zu 100 % auf euer Konto zurückerstattet.

Ihr zahlt also nicht doppelt. Ihr legt das Geld lediglich für wenige Tage aus. Das ist exakt dasselbe Prinzip wie bei einer privaten Krankenversicherung für uns Menschen oder einer Vollkaskoversicherung beim Auto. Wer ein Auto in die Werkstatt bringt, bezahlt den Schaden auch erst einmal selbst oder tritt ihn explizit ab, wenn die Versicherung vorab eine schriftliche Deckungszusage erteilt hat.

Transparenz schützt das Vertrauen
Wir als Tierarztpraxis Ullmann stehen für erstklassige Medizin und absolute Ehrlichkeit. Wir tun alles für eure Tiere – aber wir erwarten im Gegenzug wirtschaftliche Fairness. Das System „Geld gegen Leistung vor Ort“ ist der einzige Weg, um eine Praxis im Jahr 2026 liquide, unabhängig und funktionsfähig zu halten. Nur so können wir jeden Monat die modernsten Medikamente einkaufen und die Löhne unseres Teams sichern.

Wie denkt ihr über dieses Thema? Findet ihr es fair, dass der Tierhalter die Rechnung auslegt und sich das Geld von seiner Versicherung zurückholt, um die Praxen vor Bürokratie und Betrug zu schützen? Diskutiert mit uns sachlich in den Kommentaren!

LIKEN, für juristische Aufklärung und wirtschaftliche Realität!
KOMMENTIEREN, um eure Meinung sachlich zu teilen!
TEILEN – damit die Mythen rund um Tierversicherungen endlich aufgeklärt werden! 🐾⚖️🔬

20/05/2026

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❗Wir machen Urlaub ❗

Von Montag 01.06.26 bis einschließlich Freitag 05.06.26 ist die Praxis geschlossen.
Ab Montag 08.06.26 sind wir wieder für Sie da.

Im Notfall oder in dringenden Fällen wenden Sie sich bitte an die
Kleintierpraxis Dr. Burkhardt, Goethestr. 6,
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Bitte telefonische Terminvereinbarung unter
Tel. 09661-810755
Notfallnummer 0170-4158088

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Adresse

Schlichter Straße 9
Vilseck
92249

Öffnungszeiten

Montag 09:30 - 11:30
16:30 - 18:00
Dienstag 09:30 - 11:30
Mittwoch 09:30 - 11:30
16:30 - 18:00
Donnerstag 09:30 - 11:30
16:30 - 18:00
Freitag 09:30 - 13:30

Telefon

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