Sabine Degner HundundMensch - Das Team

Sabine Degner HundundMensch - Das Team Hundetrainerin nTR, Hundepsychologin/Verhaltensberaterin nTR, IBH lizenzierte Mantrail-Trainerin, Ernährungs- und Gesundheitsberaterin

Ich mag normalerweise keine langen Texte, weil ich weiß, wie anstrengend es ist, diese zu lesen. Aber ein Video einer so...
12/07/2026

Ich mag normalerweise keine langen Texte, weil ich weiß, wie anstrengend es ist, diese zu lesen.

Aber ein Video einer sogenannten „Hundepsychologin“, welches mir gestern per Social Media präsentiert wurde, hat das Fass für mich jetzt endgültig zum Überlaufen gebracht.

Und ich frage mich immer mehr: Was geht in den Köpfen so einiger Hundetrainer:innen, Hundepsychologen:innen vor?????

Hund a und Hund b angeleint. Hund a ist sehr unruhig, da ihm die ganze Situation unangenehm ist. Hund b wird abgeleint und schießt sofort auf Hund a zu, der nur noch nach vorne gehen kann, um Hund b abzuwehren. Eine andere Möglichkeit hat Hund a nicht, um die gewünschte Distanz zu erhalten bzw. zu bekommen, weil er an der Leine in dieser Situation gehalten wird.

Weitere Videobeispiele:

Beispiel 1: Ein an der Leine geführter Hund a zeigt gegenüber einem anderen Hund b, ebenfalls noch an der Leine gesichert und mit Maulkorb, extreme Beschwichtigungssignale, wie Kopf abwenden, Züngeln, Distanz vergrößern, usw.
Aber, anstatt diese Signale zu beachten und dem Hund a die Möglichkeit zu geben, aus der Situation herauszugehen, wird der andere Hund b abgeleint, so dass dieser ungehemmt auf den Hund a losschießen kann.
Hund a, der so offensichtlich beschwichtigt, wird an der Leine festgehalten, bis er sich nicht mehr anders zu helfen weiß und nach vorne geht.

Beispiel 2: Hund a beschwichtigt gegenüber einem anderen Hund b ebenfalls wieder sehr offensichtlich. Aber, anstatt diese Zeichen zu beachten, wird Hund b an Hund a herangeführt, bis es zu einem direkten Kontakt kommt. Hund a, der mit dem Rücken auf dem Boden liegt, Kopf abwendet, Ohren anlegt, Rute einklemmt, wird so lange von Hund b schikaniert, bis Hund a sich nicht weiter zu helfen weiß, nach vorne geht und schnappt.

Begründet wird das Ganze mit „Analyse“, die einem Training vorangeht.
Das hat für mich nichts mit Analyse zu tun, sondern mit vor allen Dingen psychischer Gewalt, die aus meiner Sicht gegen den Paragraphen 1 des Tierschutzgesetzes verstößt.

Hund a wird zu unerwünschtem Verhalten gedrängt bzw. provoziert und bei Hund b wird unerwünschtes Verhalten zugelassen.

Hunde werden bewusst und mit voller Absicht in Situationen gebracht, die für sie extrem unangenehm sind. Ihre friedlichen konfliktvermeidenden Strategien werden bewusst missachtet. Sie werden so lange provoziert, bis sie ein Verhalten zeigen (müssen), welches sie selbst eigentlich gar nicht zeigen wollen.

Sie werden zu Demonstrationszwecken und Effekthascherei regelrecht missbraucht.

Und das Schlimme ist: Ihre Menschen, denen sie vertrauen, stehen daneben, halten die Leine und lassen das zu.

Und das sind nur einige Beispiele dafür, wie heutzutage durch so manche Hundeschule mit den Fellnasen umgegangen wird.

Wobei ich auf das, was da teilweise im Fernsehen gezeigt wird, hier gar nicht näher eingehen möchte.

Ich bin selbst hundepsychologisch arbeitende Hundetrainerin, die oft schwierige Hundebegegnungen im Training hat und ich musste nie solche „Analysemethoden“ einsetzen, lehne dieses aber auch entschieden ab.

Solche Umgangsformen mit Hunden machen mich wütend, fassungslos, traurig, weil ich genau weiß, dass sie vollkommen unnötig sind.

Daher ist mein Appell an alle Hundehalter:innen ist: Ihr Hund ist ein fühlendes Lebewesen, das Ihnen vertraut. Daher schauen Sie genau hin, was mit ihm gemacht wird.

Sobald Methoden angewendet werden – egal zu welchem Zweck – bei denen Ihr Hund provoziert wird, bedrängt wird, seine Beschwichtigungssignale bewusst und mit Absicht missachtet werden, usw., nehmen Sie Ihren Hund und suchen ganz schnell das Weite.

Es gibt so viele wirklich sehr gute Hundetrainer:innen und Hundepsychologen:innen, die auf Basis positiver Verstärkung arbeiten und dieses nicht nur auf ihrer Website stehen haben.

Diese finden Sie unter:
https://ibh-hundeschulen.org/hundeschulen/

https://trainieren-statt-dominieren.de/trainer-innen/

https://www.fairplaymithund.ch/hundeschulen/

https://www.gewaltfreies-hundetraining.com/mitglieder-1/deutschland/

Das Foto ist KI-generiert und dient lediglich der Veranschaulichung.

12/06/2026

😞 „Awww, wie süß!“ denkt ihr?! Nix da! Die beiden Welpen sind alles andere als niedlich, sondern das traurige Ergebnis eines Modetrends.

🐕🐕 Ratz und Rübe sind Doppel-Merle-Dackel, das heißt beide Eltern waren Träger des Merle-Gens. Das ist verantwortlich für eine markante Scheckung im Fell und oft auch für eine blaue Augenfarbe. Wenn dieses miteinander gekreuzt wird, kann das zu massiven gesundheitlichen Schäden, wie Taubheit, Blindheit oder Missbildungen führen. Zwar ist die Verpaarung zweier Merle-Hunde in Deutschland verboten, skrupellose Vermehrer produzieren die Tiere trotzdem für den Markt.

❤️ Die Tierheimmitarbeiter:innen vermuten, dass Ratz und Rübe aufgrund ihrer Missbildungen unverkäuflich waren und deshalb vor dem Tierheim Bergheim ausgesetzt wurden. Mit gerade mal fünf Wochen sind sie eigentlich viel zu jung, um von der Mutter getrennt zu werden. Sie sitzen deshalb jetzt unter einer Wärmelampe und werden liebevoll aufgepäppelt. Sie sind zum Glück recht munter, aber bis sie vermittelt werden können, dauert es aber noch.

🙏 Was ihr bis dahin machen könnt? Teilt den Post und klärt eure Freund:innen darüber auf, dass dieser Modetrend illegal und zur Lasten der Hunde ist. Denn natürlich sind Ratz und Rübe liebenswert und haben ein tolles Zuhause verdient. Doch ihr Leid ist das Ergebnis von Qualzucht und wäre vermeidbar gewesen.

Thema Hundebegegnungen: Dieses ruhige Beobachten eines vorbeilaufenden Hundes auf geringe Distanz wäre zu Beginn unserer...
28/02/2026

Thema Hundebegegnungen: Dieses ruhige Beobachten eines vorbeilaufenden Hundes auf geringe Distanz wäre zu Beginn unserer Zusammenarbeit überhaupt nicht denkbar gewesen.
Nur durch positives, geduldiges und bedürfnisorientiertes Training hat dieses HundundMensch-Team es so weit geschafft. Ich bin richtig stolz auf die Beiden. 🥳🥳🥳🥳

Du möchtest wissen, was Deine Körpersprache mit dem Rückruf für Deinen Hund zu tun hat? Du möchtest wissen, welchen Bela...
03/02/2026

Du möchtest wissen, was Deine Körpersprache mit dem Rückruf für Deinen Hund zu tun hat? Du möchtest wissen, welchen Belastungen der Bewegungsapparat Deines Hundes beim Rückruf ausgesetzt ist? Du möchtest wissen, wie Du diese Belastungen beim Rückruf minimieren kannst? Du möchtest wissen, wie Du den Rückruf gestalten kannst, so dass Dein Hund freudig zu Dir zurück kommt, auch wenn er weiß, dass er dann angeleint wird? Diese Themen und vieles mehr werden beim Rückrufkurs besprochen und trainiert. Anmeldemöglichkeit unter: https://www.sabinedegner.de/Themengruppentraining/Rueckruftraining

20/12/2025
Ein gegenüber anderen Hunden stark reaktiver Hund lernt, während eines Spaziergangs, sich selbst aus unangenehmen Situat...
06/12/2025

Ein gegenüber anderen Hunden stark reaktiver Hund lernt, während eines Spaziergangs, sich selbst aus unangenehmen Situationen herauszunehmen. Voraussetzungen: Der richtige Mensch an seiner Seite mit viel Liebe und Geduld und das richtige positive und freundliche Training im Vorfeld. Da kann dann schonmal vorsichtige Kontaktaufnahme und Spiel am Schluss vorkommen. 🥳🥳

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