20/07/2026
SOZIALISIERUNG:
Für deinen Welpen ist es essentiell, dass du dir wirklich die Arbeit machst mit ihm möglichst vielfältige Eindrücke zu sammeln. Dein Welpe wird von sich aus noch ganz viel sitzen und beobachten und genau das kannst du dir wunderbar zu nutze machen.
Überlege dir, was später alles Teil deines alltäglichen Lebens sein wird: Bus, Bahn, Zug, Auto und Gondel fahren, wackelige Untergründe, spiegelnde Oberflächen, Seniorenheime, Schiebetüren, Kinderspielplätze, Strandpromenaden im Urlaub, Fußgängerzonen, Wild im Wald und auf dem Feld, Straßen mit Autos, Fahrrädern etc.. Lege dir hier eine Liste an.
Das alles darf dein Welpe aus sicherer Entfernung mit dir als sicherer Hafen beobachten und möglichst als neutralen Reiz abspeichern. Das bedeutet, es ist weder super aufregend da, noch es ist irgendwie beängstigend. Dazu wählst du einen Abstand in dem dein Welpe ruhig beobachten kann und setzt dich da mit ihm hin. Du wartest darauf, dass er anfängt sich abzulegen oder sich mit anderen Dingen zu beschäftigen. Dann kannst du noch ein wenig Schnüffeln lassen und dann nach Hause fahren. Nach den Reizen folgt eine Ruhephase in der das Gehirn deines kleinen Vierbeiners die Reize in Ruhe verarbeiten kann.
Wenn du merkst, dass dein Hund Probleme hat zur Ruhe zu finden, kannst dich auch neben den Reizen ruhig hin und her bewegen. Was du vermeiden möchtest ist Aufregung und wildes Rasen.
Zoomies: Welpen bekommen häufig drinnen nach den spannenden Eindrücken dann einen kleinen Ernergieausbruch und rasen noch ein paar Runden wie wild um den Wohnzimmertisch. Das ist erstmal ganz normal. Das Welpenspinnen wird von sich aus abnehmen und gehört mit dazu. Dein Welpe baut dann noch einmal überschüssige Energie ab und schläft in der Regel danach ein. Du kannst deinen Hund unterstützen, indem du selbst eine ruhige Stimmung vorgibst und dich mit ruhigen Dingen beschäftigst.