13/03/2026
Ein so guter Post!
Und doch. - Ein Post, wie es viele dieser Art gibt.
Ein Post, wie ein Tropfen auf einen heißen Stein.
Ein Post, wie er leider in den Weiten des Netzes untergeht.
Ein Post, der diejenigen nicht erreicht, die gemeint sind.
Die Gleichgültigkeit, der Egoismus, das fehlende Unrechtsbewusstsein unserer heutigen Gesellschaft machen unsere Welt zu einem traurigen Ort.
Alles was wir tun können ist:
• es selber besser machen
• mit guten Beispiel voran gehen
• sich selbst reflektieren und sich die Frage stellen: wie würde ich mich an der Stelle des anderen fühlen
• nicht aufhören ein GUTER Mensch zu sein.
Aus aktuellem Anlass und weil es nicht aufhört.
Verantwortung übernehmen, bevor es zu spät ist, am besten vor der Auswahl einer bestimmten Rasse.
Oder sich eben einfach so einen Hund zulegen, den man dann auch mit allen Konsequenzen händeln kann.
Ich lese selten eine Anzeige in denen ein Pudel, ein Malteser, ein Sheltie oder ein Collie ganz dringend ein neues Zuhause sucht, da die Euthanasie im Raum steht.
Aber das sind ja in manchen Augen keine richtigen Hunde!
Ich habe mich ganz bewusst für einen „richtigen“ Hund entschieden.
Ich habe mich ganz bewusst für diese Rasse entschieden.
Ich habe mich ganz bewusst für einen Hund entschieden, der alleine wegen seiner Größe und seinen Anlagen einen verantwortungsvollen Halter braucht.
Ich habe allerdings auch ganz bewusst weggeschaut, als sich zeigte, wohin sich alles entwickelt.
Ich habe ganz bewusst viele Hundeschulen, Trainer oder Vereine besucht und doch kaum etwas davon umgesetzt.
Ich habe ganz bewusst, auch nach mehreren Vorfällen, keinen Maulkorb angelegt.
Ich habe ganz bewusst in Kauf genommen, dass ich damit mich selbst und andere in Gefahr bringe.
Ich habe ganz bewusst dieses Tier nicht in seiner Individualität gesehen, nicht seine Genetik, nicht seine Anlagen, nicht das, was es wirklich gebraucht hätte.
Ich habe ganz bewusst nichts verändert.
Ich habe ganz bewusst meinen A***h nicht hochbekommen, um die Situation für dieses Lebewesen besser zu machen.
Und irgendwann habe ich ganz bewusst beschlossen, dass das alles keinen Sinn mehr macht.
Ich habe somit ganz bewusst mich „schweren Herzens“ entschieden, einen verantwortungsvollen neuen Besitzer zu suchen, der sich mit der Thematik dieser Rasse auskennt und sich dessen bewusst ist. ( War ich das nicht eigentlich am Anfang dieses Textes?)
Nur irgendwie findet sich niemand, der ganz bewusst sich für so einen Hund entscheidet, bei dem es mittlerweile schon so viele Vorfälle zu erwähnen gibt.
Also habe ich leider, schweren Herzens ganz bewusst den einfachsten Weg gewählt:
die Euthanasie.
Nicht, weil dieses Tier von Anfang an verloren war.
Sondern weil ich zu lange nichts verändert habe.
Ein Hund wird nicht plötzlich zu einem Problem.
Es passiert Schritt für Schritt.
Mit jedem Wegsehen.
Mit jedem „Das wird schon“.
Mit jeder Entscheidung, nichts zu verändern.
Und irgendwann zahlt jemand den Preis dafür.
Manchmal andere Menschen.
Manchmal andere Tiere.
Und manchmal der Hund selbst.
Wenn du dich für ein Lebewesen entscheidest, entscheidest du dich auch für Verantwortung.
Für Training.
Für Management.
Für Konsequenz.
Für ehrliche Selbstreflexion.
Nicht erst dann, wenn es zu spät ist.
Sondern vom ersten Tag an.