03/09/2026
6 Tipps zum Training mit Futter
Vor einigen Wochen hatte ich einen Termin mit Kiwi in einer orthopädischen Praxis zur Lahmheitsdiagnostik. Da zunächst unklar war, ob wir im Rahmen dieses Termins Röntgenbilder in Narkose anfertigen würden, musste Kiwi vor und während dem Termin nüchtern sein.
Ich nutze mit Kiwi Futterbelohnungen sowohl regulär im Alltag als auch beim Medical Training und vor allem in allen bisherigen Tierarzt-Situationen. Und nun durfte ich am Morgen der Untersuchung sowie währenddessen in der Praxis überhaupt kein Futter verwenden.
Habe ich mir Sorgen gemacht, ob Kiwi und ich diese Situationen gemeinsam gut meistern und stressarm bewältigen können? Ja! Gab es irgendein Problem? Nein! Während der zwischendurch wirklich unangenehmen orthopädischen Untersuchung war Kiwi phasenweise durchaus etwas gestresst, aber die ganze Zeit ansprechbar und kooperativ. Und unmittelbar nach der Untersuchung konnte sie mit mir spielen und hat auch der Tierärztin ihr Spielzeug gebracht und sich gefreut, mit ihr zergeln zu können.
Warum das so gut geklappt hat und ich das Futter an diesem Morgen einfach weglassen konnte? Weil ich mich von Anfang an an bestimmte Regeln im Umgang mit Verstärkern allgemein und Futter im Besonderen halte. Diese Regeln habe ich hier mal für euch zusammengefasst und in 6 praxisnahen Tipps formuliert.
Übrigens: Nachdem feststand, dass wir Kiwi nicht in Narkose legen müssen, habe ich sie in Absprache mit der orthopädischen Kollegin natürlich noch einmal auf den Behandlungstisch gesetzt, eine kurze Untersuchung simuliert und dabei hochfrequent und qualitativ hochwertig mit Futter belohnt! Und die Lahmheit? War schon beim Termin nicht mehr sichtbar und ist auch nicht zurückgekommen!
Hast du Fragen zum Umgang mit Futter als Verstärker? Wie sind deine Erfahrungen mit Situationen, in denen dein Tier nicht fressen darf oder mag? Und welche alternativen Verstärker hast du in petto? Teile es gerne mit uns in den Kommentaren.