13/05/2026
Wie läuft eigentlich eine Lahmheitsuntersuchung ab? 🩺
Grundsätzlich startet eine Lahmheitsuntersuchung, wie jede Untersuchung mit dem Vorbericht, der sogenannten Anamnese. Gibt es Auffälligkeiten wie eine akute oder chronische Lahmheit, Rittigkeitsprobleme (könnte auch ein Zahn- oder internistisches Problem die Ursache sein?), Schwellungen oder Ähnliches?
Nach einer adspektorischen (augenscheinlichen) und palpatorischen (abtastenden) Untersuchung, werden die Patienten im Schritt, wie auch im Trab auf gerader und gebogener Linie auf hartem Boden vorgestellt. Darauf folgen die Beugeproben (auch Provokationsproben genannt), wobei die verschiedenen Gelenke ca. 60sek gebeugt werden, um Einschränkungen festzustellen oder Schmerzen zu provozieren. Bei Schmerzen in dem Bereich versuchen sich die Pferde oft schon während des Beugens der Situation und dem Schmerz zu entziehen. Anschließend wird auf gerader Strecke getrabt.
Die Untersuchung wird auf weichem Boden an der Longe fortgeführt. Zusätzlich verwenden wir in einigen Fällen Sleip, eine künstliche Intelligenz, welche kleine Abweichungen im Gangbild erkennt, die für das menschliche Auge kaum zu sehen sind.
Abhängig von den Befunden folgt die Durchführung von Lokalanästhesien. Dabei werden am entsprechenden Bein von distal (unten) nach proximal (oben) bestimmte Nerven anteilig mit Hilfe einer Lokalanästhesie betäubt.
Gefolgt von Ultraschalluntersuchung, Röntgen oder wenn nötig CT-Untersuchung. Jeweils abhängig von den Befunden und was in diesem Fall als nützlich erachtet wird.
Diese diagnostischen Möglichkeiten sorgen für eine zielgerichtete Diagnostik, die essentiell für die bestmögliche Therapie ist, um unseren Patienten möglichst schnell und nachhaltig helfen zu können.
Euer Team der Pferdeklinik Tappendorf🐴