DOGchillity - Coaching für Menschen mit Junghund

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DOGchillity - Coaching für Menschen mit Junghund Eri Rohde
Alltag mit Junghund

24/05/2026

Leine ab – Hund im Turbogang?

Das habe ich früher falsch gemacht. Und ja, ich habe es auch so an Kund:innen weitergegeben 🙈

👉 Leine ab – erst ins Fuß, dann AKTIVE Freigabe.
Was passierte bei vielen (nicht allen) Hunden?
💥 Voller Karacho weg. Hoher Energielevel. Kaum Orientierung.

Heute empfehle ich es anders…

Ablauf, wie ich ihn heute nutze:
– Hund ruhig ableinen (kein Schlecken, kein Schnuppern). Super für Impulskontrolle
– Nach dem Lösen des Karabiners, kein akustisches Signal
– nur ein vorkonditioniertes Handzeichen, um den Hund bei mir zu halten
– laufen, warten

Der Hund beginnt zu fragen. Blickkontakt, Rückversicherung, gleich Kommunikation.

👉 Und jetzt das Entscheidende:
Es kommt KEINE Antwort.
Keine Antwort ist die neue Freigabe.

Möchte ich, dass mein Hund noch bei mir bleibt, erinnere ich ihn genau in diesem Moment wieder mit dem Handzeichen. So löst sich der Hund im niedrigen Energielevel, bleibt innerlich verbunden – und mein akustisches Fuß-Signal wird nicht verwässert.

💬 Wie ist das bei euch?
Habt ihr schon erlebt, dass euer Hund nach der Freigabe mit voller Energie explodiert ist?

22/05/2026

Echte Orientierung bedeutet für mich nicht, dass der Hund alle paar Sekunden auf Kommando schaut oder permanent neben mir klebt.

Orientierung bedeutet für mich:
Frei sein und dennoch aufeinander achten, ohne dass der andere erst laut auf sich aufmerksam machen muss.

Und genau das ist für mich die eigentliche Grundlage für Freilauf.

Denn wenn der Hund mit mir wie über eine imaginäre Leine verbunden ist, dann funktioniert meistens auch der Rückruf viel zuverlässiger — weil der Hund mental gar nicht komplett weg ist.

Deshalb glaube ich persönlich, dass der klassische Rückruf alleine oft keinen wirklich verlässlichen Rückruf macht. Aber das wäre nochmal ein eigenes Thema für sich.

Wie baut man die Orientierung auf? Es dauert! Hierzu finde ich folgende Punkte wichtig:

1. Hundesprache verstehen
2. Kenne deinen Hund
3. Kenne dich
4. Akzeptiere Bedürfnisse und Grenzen
5. Setze deine Bedürfnisse und Grenzen
6. Quality Time
7. Investiere Zeit in deinen Hund

Das bildet für mich einen verlässlichen Rahmen für das Zusammenleben mit Hund.

Am Ende wünsche ich mir keinen Hund, der nur auf Signale reagiert - das ist mir zu anstrengend 🫣

Ich wünsche mir einen Hund, der gelernt hat, mit mir verbunden durchs Leben zu gehen, weil es sich für ihn lohnt.

22/05/2026

Ein kleiner Moment, der im Alltag wahrscheinlich völlig untergehen würde, wenn wir ihn nicht auf Video hätten. Und doch zeigt genau dieser Moment, wie viel unsere Hunde oft unbemerkt leisten und regulieren.

Dieser Labrador liegt vermeintlich ganz entspannt da, auch als der Fahrradfahrer vorbeifährt. Er schaut hinterher, verarbeitet den Reiz und reguliert sich danach über das Gähnen wieder etwas runter.

Der Fahrradfahrer war ihm in diesem Moment also nicht völlig egal.

Und genau das finde ich so spannend:
Ruhe bedeutet nicht, dass der Hund nichts mehr wahrnimmt. Sondern dass er wahrnehmen kann, ohne sofort explodieren oder reagieren zu müssen.

Das ist für mich Selbstregulation.

Übrigens hilft es gerade reizoffenen Hunden in der Aufbauphase oft enorm, wenn wir Menschen als eine Art Puffer fungieren und ruhiges Beobachten bewusst zulassen — ja teilweise sogar fördern.

Denn genau dadurch bekommt der Hund die Möglichkeit zu lernen: „Ich darf wahrnehmen, ohne handeln zu müssen.“

Und mit der Zeit wird aus diesem bewussten Regulieren immer mehr etwas ganz Alltägliches und Unaufgeregtes.

19/05/2026

Gerade bei territorial veranlagten Hunderassen kann das Thema Besuch irgendwann schwierig werden.

Was in jungen Jahren oft noch „süß“ oder harmlos wirkt – schnell zur Tür rennen, den Besuch als Erstes begrüßen, aufgeregt kontrollieren, wer da kommt – kann sich später durchaus zu einem echten Thema entwickeln.

Deshalb achte ich von Anfang an darauf, dass Coco sich nicht in der Zuständigkeit fühlt, den Besuch zu empfangen oder die Türsteherfunktion zu übernehmen.

Diese Aufgabe liegt bei uns Menschen.
Bei mir bzw. meinem Mann.

So sieht das bei uns mittlerweile aus.
Sie darf dabei sein, wahrnehmen, beobachten - aber eben nur aus der 2. Reihe.

👉 Das hier ist keine Trainingsanleitung.
Es ist lediglich ein kleiner Einblick bzw. eine Inspiration, wie wir das in unserem Haushalt handhaben.

19/05/2026

Ein entspannter Hund entsteht für mich nicht durch einzelne Trainingsstunden, sondern dadurch, dass Erziehung ganz selbstverständlich im Alltag stattfindet.

Nach der ersten Eingewöhnung haben wir angefangen, Coco überall dort mitzunehmen, wo es möglich und für sie passend war. Nicht, um sie „abzuhärten“, sondern damit sie Schritt für Schritt lernen kann, mit unserer menschlichen Welt umzugehen.

Und ich glaube tatsächlich, dass eine der wichtigsten Fähigkeiten eines Hundes Stressresistenz ist – also mit Reizen umgehen zu können, ohne ständig völlig hochzufahren. Nicht überall mitmachen dürfen. Nicht jedem Reiz (hier der Golfball) hinterherspringen. Manchmal einfach nur beobachten, sortieren und aushalten.

Und genau solche Alltagssituationen bringen plötzlich ganz viele Lernthemen mit sich:
👉 Impulskontrolle – den Golfball eben nicht jagen
👉 Platz – auf der zugewiesenen Stelle verweilen
👉 Frust aushalten – weil Zuschauen manchmal dazugehört und es keine direkte Belohnung gibt

Wobei… die Ruhe am Ende eigentlich die größte Belohnung ist.

Mir war dabei wichtig, die Einheiten kurz zu halten. Während die anderen weitergespielt haben, bin ich mit der Kleinen zwischendurch auf eine nahegelegene Wiese gegangen, damit sie runterfahren und sich entspannen konnte. Danach haben im Auto gewartet.

Und ja – genau das bedeutet Welpenbegleitung manchmal auch:
👉 dass wir Menschen auf etwas verzichten
👉 früher aus dem Spaß rausgehen
👉 Rücksicht auf das junge Alter des Hundes nehmen

Auch ich musste mich da bremsen. Aber genau diese kleinen Entscheidungen im Alltag sorgen später oft dafür, dass man einen Hund hat, den man wirklich entspannt überall dabeihaben kann.

Wie sieht es bei dir und deinem Hund aus? Nimmst du ihn möglichst überall mit hin (da wo angebracht) oder lässt du deinen Hund lieber Zuhause?

14/05/2026

Oft entsteht rund um die Fütterung ganz schön viel Unruhe bei unseren Hunden.

Und genau hier greifen für mich Themen wie Impulskontrolle bzw. eher die Impulskontrolle mit verzögerter Belohnung.

Der Hund darf lernen, dem Impuls zu widerstehen, sofort zum Napf zu schießen oder dem Menschen den Napf quasi aus der Hand zu reißen. Einfach mal kurz innehalten, sich zurücknehmen und warten.

Aktuell während der Läufigkeit merke ich bei Coco wieder deutlich, dass sie beim Füttern mehr drängelt und fahriger wird. Und genau deshalb nehme ich mir gerade extra bewusst Zeit. Ohne große Signale. Ohne viele Worte. Einfach über Ruhe, Abwarten und Körpersprache.

Denn sie hat ja eigentlich schon gelernt, sich zu regulieren. Also gebe ich ihr die Möglichkeit, auf dieses Gelernte wieder zurückzugreifen und ihre kleinen Hummeln im Popser etwas in Schach zu halten. 😄

Ich stelle sie dabei übrigens ganz bewusst näher an den Futternapf. Warum? Weil ich nicht möchte, dass durch zu viel Distanz unnötig Tempo entsteht. Je weiter der Hund vom Napf entfernt wartet, desto größer ist oft die Explosion nach der Freigabe. Und genau das möchte ich vermeiden.

Wichtig für mich:
Wenn der Hund frisst, dann darf er auch in Ruhe fressen. Das Futter wird nicht ständig weggenommen oder streitig gemacht. Nur im äußersten Notfall greife ich natürlich ein – und genau das ist dann auch kein Problem, weil der Hund gelernt hat, dass Fütterung grundsätzlich ruhig und sicher abläuft.

12/05/2026

Du möchtest, dass dein Hund auch mal entspannt im Restaurant liegen bleibt oder dich bei anderen Aktivitäten ruhig begleitet, ohne bei jedem Reiz nervös aufzuspringen? Dann kann ich dir wirklich empfehlen, nicht erst im Restaurant damit anzufangen.

Für mich beginnt sowas immer mit einer guten Basis – zum Beispiel mit dem körpersprachlichen Deckentraining. Aber genauso wichtig ist es, das ruhige Liegenbleiben nach und nach an unterschiedlichen Orten zu üben. Erst zuhause, dann vielleicht im Garten, später vor einem Café, im Park oder an Orten mit etwas mehr Bewegung.

Man darf dabei nicht vergessen: Hunde lernen sehr orts- und situationsbezogen. Genau deshalb klappt auf dem Hundeplatz oder im Gruppentraining oft alles wunderbar – und sobald man alleine im Alltag unterwegs ist, scheint plötzlich „alles weg“ zu sein.

Der Hund muss also viele verschiedene Situationen kennenlernen, um wirklich zu verstehen:
👉 „Auch hier darf ich ruhig bleiben.“

Wichtig ist dabei, die Reize langsam zu steigern. Erst wenig Ablenkung, dann etwas mehr. Auch menschliche Bewegung gehört dazu. Irgendwann dann Kinder, andere Hunde, Geräusche oder mehr Trubel.

Und genau so wird es für den Hund nach und nach normal, nicht ständig gefragt zu sein, sondern einfach entspannt liegenzubleiben und abzuschalten.

Das Schöne daran:
Diese kleinen Übungseinheiten im Alltag machen später unglaublich viel möglich. Und plötzlich wird auch der Restaurantbesuch ganz entspannt.

09/05/2026

Je mehr wir lesen, vergleichen und versuchen, alles „richtig“ zu machen, desto leiser wird oft etwas ganz Entscheidendes: unsere Intuition.

Dabei entsteht echte Erziehung nicht im Trainingsplan, sondern im Alltag.

Ich schicke meinen Hund zur Seite, während ich staubsauge. Nicht, weil es irgendwo so steht. Nicht, weil es mir jemand empfohlen hat.

Sondern weil ich in diesem Moment Raum brauche, um meine Aufgabe zu erledigen.

Genau darin liegt für mich Authentizität. Und genau diese Authentizität macht uns konsequent – ohne hart zu sein. Glaubwürdig – ohne laut zu werden.

Der Alltag bietet uns viele natürliche Erziehungsmöglichkeiten, man darf sie nur erkennen(lernen).

04/05/2026

Gerade bei einer noch jungen Hündin entscheide ich ganz bewusst, mit wem sie Kontakt hat.
Ein wichtiger Faktor für mich: das Energielevel des Gegenübers.

Bevor ich Kontakt zulasse, beobachte ich den anderen Hund.
👉 Wirkt er ruhig?
👉 Klar in seiner Kommunikation?
👉 Nicht überdreht?

Dann darf es zum ersten Kennenlernen kommen.

Und genau hier ist mir etwas besonders wichtig:
Beim ersten Kontakt wünsche ich mir eine ruhige, bedachte und saubere Kommunikation.

Kein wildes Drauflosstürmen.
Keine unnötige Aufregung.

Denn die kommt im jungen Hundekörper ohnehin ganz von allein.
👉 Die muss ich nicht noch zusätzlich fördern.

Wenn sich die Hunde kennen, Vertrauen aufgebaut haben und die Basis stimmt,
dann darf beim zweiten oder dritten Treffen natürlich auch gespielt und getobt werden.

Aber die Grundlage ist für mich immer:
👉 Ruhe vor Action.

Denn genau daraus entsteht für mich später ein Hund, der auch in Begegnungen klar und ansprechbar bleibt und beim Anblick eines Hundes nicht völlig überdreht.

04/05/2026

Spätestens in der Pubertät werden Artgenossen für viele Hunde extrem spannend. Und genau deshalb lohnt es sich, hier bewusst zu begleiten.

Durch einen sorgfältigen Aufbau kannst du deinem Hund helfen, andere Hunde mit deutlich weniger Aufregung zu verknüpfen. So klappt es bei uns mittlerweile immer entspannter.

Ich unterstütze Coco (10 Monate) aktuell oft nur noch durch eine kleine Distanzvergrößerung – einen leichten Bogen. Mehr braucht es in vielen Situationen gar nicht mehr.

Und jetzt kommt etwas, das für viele vielleicht ungewohnt wirkt:

Nach der Begegnung bekommt sie von mir eine Leberwursttube – und zwar genau in dem Moment, wenn der andere Hund sich entfernt. Sie schleckt also, während sie den weggehenden Hund noch sieht.

👉 Ich „schönfüttere“ den Fremdhund.

Für mich hat das zwei Effekte:
Es bringt zusätzliche Entspannung in den Körper
und verknüpft die Situation positiv.

Mein Ziel ist dabei: irgendwann entspannt an anderen Hunden vorbeizugehen – ohne Futter.

Was bleibt, ist das soziale Lob. Das behalte ich immer bei, so wie ich es auch bei meinen bisherigen Hunden gemacht habe.

Nimm das gerne als Inspiration, jedoch nicht als Anleitung.

Jeder Hund ist anders. Und jeder braucht eine etwas andere Herangehensweise.

Am Ende geht es nicht darum, eine Methode „richtig“ umzusetzen – sondern den eigenen Hund so zu begleiten, dass er mit solchen Situationen immer besser umgehen kann.

Getreu dem Motto: Viele Tipps ergeben viele Fragen:🐾 Muss ein Hund hinter dem Menschen laufen?🐾 Darf ein Hund auf die Co...
26/03/2025

Getreu dem Motto: Viele Tipps ergeben viele Fragen:

🐾 Muss ein Hund hinter dem Menschen laufen?
🐾 Darf ein Hund auf die Couch?
🐾 Wer geht zuerst durch die Tür – Mensch oder Hund?
🐾 Was, wenn der Hund knurrt?
🐾 Muss ich mich zurückziehen, wenn er sich abwendet?
🐾 Darf ich meinen Hund vor unserer Mahlzeit füttern?

Alte Hasen unter den Hundehaltern winken ab und sagen:
„Es kommt drauf an.“

Aber wenn man gerade mit einem jungen, aufmüpfigen Hund unterwegs ist – oder neu in der Hundeerziehung – dann können solche Fragen ganz schön verunsichern.
Und der Alltag fühlt sich oft eher nach Chaos als nach harmonischem Miteinander an.

👉 Genau deshalb gibt’s das kostenlose Webinar:
„Es kommt drauf an! Zusammenhänge in der Junghundeerziehung“

Lasst uns gemeinsam die Unsicherheiten aus dem Weg räumen und schauen, auf was es wirklich ankommt.

✨ Kleiner Spoiler: Es liegt nicht nur an der Persönlichkeit deines Hundes 😉

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