06/07/2022
🐾🐾🦴Apportieren und Jagdtrieb 🦴🐾🐾
Viele Hundehalter haben das Problem....
der Hund jagt Wild, Katzen, Vögel, Radfahrer und einfach alles, was sich schnell bewegt, bis hin zu Autos.
Denn der Jagdtrieb, ist einer der stärksten Triebe den der Hund hat. Er gehört zur Arterhaltung, genau wie die Fortpflanzung.
Manche Rassen haben ihn stärker manche weniger stark ausgeprägt. Eben durch Rasse und Zucht.
Auch durch Katzen oder spielende Kinder, die mit einem Welpen im Haushalt oder auch beim Nachbarn leben und vieles mehr, kann der Jagdtrieb verstärkt werden.
Aber...
meistens durch unkontrolliertes Apportieren.
Denn durch Stöckchen, Bälle und Co. verstärkt man den Jagdtrieb.
Denn für den Hund wird alles was sich schnell bewegt interessant.
Das Stöckchen birgt an sich schon Gefahren genug, aber das muss ich ja keinem erklären.
"Hab ich aber trotzdem, in einem anderen Text...😁😉"
Nur, wo kaum jemand dran denkt...
auch das Stöckchen ist eine Ressource und damit sehr wichtig für manche Hunde.
( Weshalb sonst, sollten sich Hunde wegen einem Stöckchen beißen?
Sogar im eigenen Rudel, was schon viele Mehrhundehalter schmerzhaft erfahren mussten.. )
Das heißt für die Halter, die über positive Verstärkung durch Belohnung arbeiten, der Hund kann sich mit einem Stöckchen selbst belohnen.
Das sieht man oft beim Spaziergang im Wald.
Der Hund bekommt keine Belohnung, weil er nicht hört oder ein Kommando nicht ausführt.
Oder mal einfach seinen Willen nicht bekommt.
Was macht er ?
Er stürmt los und holt sich seine Belohnung ( Stöckchen )selbst,
es liegen ja genug da rum.
Das Selbe gilt für Bälle und andere "Spielzeuge".
Macht die Erziehung nicht wirklich einfacher.
Also auch "Spielzeuge"nicht immer zur offenen Verfügung stellen.
Außerdem bleiben sie dann auch länger interessant.
Was aber noch viel wichtiger ist...
Viele Spielzeuge machen unsere Hunde krank.
"Was ich auch schon in einem anderen Text erklärt habe."😉
Aber das ist ein anderes Thema.
Jetzt zurück zum Jagdtrieb...
den Jagdtrieb kann man nicht auf Dauer unterdrücken oder gar ganz nehmen, er gehört eben zur Natur des Hundes.
Ausgenommen vielleicht die der englischen Bulldogge 😂...
Ich könnte jetzt mit Wölfen vergleichen, brauche ich aber gar nicht .
Denn...
wir haben sogar noch einen Jagdtrieb, leben ihn nur anders aus.
Wir gehen in den Aldi, Lidl & Co oder zu Deichmann Schuhe kaufen.
Und wenn es keine Geschäfte gäbe, müssten wir unseren Speer aus dem Schrank holen und Wildschweine jagen gehen. 😓💦
oder anders gesagt....
versucht mal einer Frau das shoppen zu verbieten..
viel Glück...😁
Wie gesagt, man kann den Jagdtrieb nicht ganz austreiben wenn man den Hund noch ein wenig Hund sein lassen will.
Aber....
ich kann ihn mir zu nutzen machen.
Nicht zum jagen, außer ich bin Jäger.
Aber zur Unterordnung, körperlichen und geistigen Auslastung.
Und das auf einer Wiese mit nur einer einzigen Übung, die auch noch Spaß macht. Dem Hund wie seinem Halter.
Eine Übung die man immer wieder erweitern kann, sodass es Hund wie Halter nicht langweilig wird.
Das schöne ist auch noch. Es erfüllt die meisten Halter mit Freude und Stolz auf ihren Hund. 😁🥰
Was der Hund auch merkt...😉
Aber ganz wichtig, es birgt weniger Gefahren.
Denn die meisten Verletzungen wie Kreuzbandriss, Wirbelsäulen oder Gelenkschäden bis hin zur Magendrehung passieren beim wilden Apportieren. Nicht nur das Anstürmen, sondern das abrupte Abbremsen ist das größte Risiko.
LG Hvt-Nebeling