16/06/2026
Warum ist nur behandeln bei länger bestehenden Problemen nur kurz wirksam?
Jeder kennt das, voller Hoffnung wird die Osteo gerufen, da es schon länger nicht mehr rund läuft und auch nicht so aussieht. Ein Loch da, wo ein Muskel sein soll und Muskulatur an Stellen, wo sie so eher nicht hingehört. Unsicherheit, ob das unrunde Laufbild nicht schon eine Lahmheit ist und der Reiter beim reiten mehr schwitzt als sein Pferd oder noch schlimmer, dieses schon nach wenigen Schritten im Saft steht.
Das Problem scheint schnell erkannt.
DIE Blockade, die Böse und dann wie immer am ISG. Hand aufgelegt, Pferd leckt, schmatzt, ist tieeefenentspannt, Bingo!!!
Bei akuten Geschehen macht "nur" Behandlung Sinn, bei länger bestehenden Problemen nur in Verbindung mit Physiotraining. Warum ist das so ? Eigentlich recht simpel, tut was weh oder ist irgendwie unangenehm, weicht der Körper kompensatorisch aus, verinnerlicht nach ein paar Wochen ungesunde Bewegungsmuster. Es schwächt sich stabilisierende Muskulatur zugunsten von Schutz- und Kompensationsmuskulatur. Kennen wir alle, die Unterhälse, durchhängende Oberlinie und man hat den Eindruck, der Rumpf schießt nach vorne unten. Das tut weh, das geht auch so erstmal nicht weg. Da kann ich als Physiotherapeut oder Osteo kneten ,Nadeln reinstechen und dehnen bis der Arzt kommt.
Ein funktionelles Behandlungskonzept besteht hier aus:
- eingehende Befundung und Diagnose
- Ursachenforschung
- Behandlung ( und das nicht nur einmal)
- Weiterbehandlung durch den Besitzer
und.. WICHTIG ❗
Übungen zum Erlernen gesunder Bewegungsmuster.
Dann oder parallel dazu geht es ab ins Training.
Im übrigen muss ein Pferd dabei auch mal schneller atmen dürfen und auch etwas schwitzen, alles angepasst an den aktuellen Zustand natürlich 😉