14/08/2026
🚨 Pyometra: wenn die Gebärmutterentzündung zum Notfall wird🚨
Eine Pyometra ist eine eitrige Entzündung der Gebärmutter, die vor allem bei unkastrierten Hündinnen auftreten kann. Was zunächst mit eher unspezifischen Symptomen beginnt, kann sich innerhalb kurzer Zeit zu einer lebensbedrohlichen Erkrankung entwickeln.
Man unterscheidet zwei Formen:
👉 Bei der offenen Pyometra ist der Gebärmutterhals geöffnet und häufig fällt eitriger oder blutig-eitriger Ausfluss aus der V***a auf.
👉 Bei der geschlossenen Pyometra kann das Sekret nicht abfließen und sammelt sich in der Gebärmutter. Gerade diese Form kann besonders tückisch sein, da äußerlich kein Ausfluss sichtbar sein muss.
Typische Warnzeichen können sein:
🐾 vermehrtes Trinken und Urinieren
🐾 Müdigkeit und Abgeschlagenheit
🐾 verminderter Appetit
🐾 Erbrechen
🐾 Fieber, aber auch teilweise Untertemperatur
🐾 auffälliger Vaginalausfluss
Die Diagnose erfolgt insbesondere mittels Ultraschall, ergänzt durch eine Blutuntersuchung, um unter anderem Entzündungszeichen und mögliche Auswirkungen auf die Organe, insbesondere auf die Nieren, beurteilen zu können.
Bei schwer erkrankten Hündinnen ist nach entsprechender Stabilisierung durch Infusionen und weitere Medikamente sehr häufig eine Operation mit Entfernung von Eierstöcken und Gebärmutter (Ovariohysterektomie) notwendig.
⚠️ Wichtig: Eine Pyometra kann zu einer schweren Allgemeininfektion, Kreislaufproblemen und im schlimmsten Fall zu einem Multiorganversagen führen.
Wenn eure unkastrierte Hündin, insbesondere einige Wochen nach der Läufigkeit, plötzlich deutlich mehr trinkt, schlapp wirkt, schlecht frisst oder ungewöhnlichen Ausfluss zeigt, sollte sie zeitnah tierärztlich untersucht werden.