Hundeschule Tapir

Anrufen Wegbeschreibung Website

Hundeschule Tapir Hundeschule Tapir

Hundetraining - fair und kompetent in Schwanewede, Bremen-Nord, Bremen Datenschutzhinweis


Herzlich willkommen auf meiner Facebook-Seite. f.

Name und Anschrift der Verantwortlichen:

Gemeinsam verantwortlich fĂŒr den Betrieb dieser Facebook-Seite sind im Sinne der EU-Datenschutz-Grundverordnung sowie sonstiger datenschutzrechtlicher Bestimmungen die:
Facebook Ireland Ltd. (nachfolgend „Facebook“)
4 Grand Canal Square
Grand Canal Harbour
Dublin 2
Irland

und

Tanja Pittner
Am Bahndamm 7
28790 Schwanewede
Deutschland

Informationen ĂŒber meine Facebook-Seite. Ich betreibe diese Seite, um auf meine Dienstleistungen aufmerksam zu machen und um mit
Ihnen als Besucher und Benutzer dieser Facebook-Seite sowie meiner Webseite in Kontakt zu
treten. Weitere Informationen ĂŒber mich sowie ĂŒber meine TĂ€tigkeiten, Unternehmen etc. erhalten Sie auf meiner Webseite unter https://www.hundeschule-tapir.de/. Ich als Betreiber der Facebook-Seite habe kein Interesse an der Erhebung und weiteren Verarbeitung Ihrer individuellen personenbezogenen Daten zu Analyse- oder Marketingzwecken. WeiterfĂŒhrende Hinweise zu unserem Umgang mit personenbezogenen Daten finden Sie in meiner DatenschutzerklĂ€rung meiner Webseite unter https://www.hundeschule-tapir.de/impressum/

Der Betrieb dieser Facebook-Seite unter Einbezug der Verarbeitung der personenbezogenen
Daten der Nutzer erfolgt auf Grundlage meiner berechtigten Interessen an einer zeitgemĂ€ĂŸen
und unterstĂŒtzenden Informations- und Interaktionsmöglichkeit fĂŒr und mit meinen Nutzern
und Besuchern gem. Art. 6 Abs. 1 lit. DSGVO. Verarbeitung von Personenbezogenen Daten durch Facebook
Der EuropÀische Gerichtshof (EuGH) hat in seinem Urteil vom 5. Juni 2018 entschieden
(http://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf?text=&docid=202543&pageIndex=0&doclang=DE&mode=req&dir=&occ=first&part=1&cid=298398), dass der Betreiber einer Facebook-Seite gemeinsam mit Facebook fĂŒr die Verarbeitung
personenbezogener Daten verantwortlich ist. Mir ist bekannt, dass Facebook die Daten der Nutzer zu folgenden Zwecken verarbeitet:
ïżœ Werbung (Analyse, Erstellung personalisierter Werbung)
ïżœ Erstellung von Nutzerprofilen
ïżœ Marktforschung. Facebook setzt zur Speicherung und weiteren Verarbeitung dieser Informationen Cookies ein,
also kleine Textdateien, die auf den verschiedenen EndgerÀten der Benutzer gespeichert werden. Sofern der Benutzer ein Facebook-Profil besitzt und bei diesem eingeloggt ist, erfolgt die
Speicherung und Analyse auch gerĂ€teĂŒbergreifend. Die DatenschutzerklĂ€rung von Facebook enthĂ€lt weitere Informationen zur
Datenverarbeitung: https://www.facebook.com/about/privacy/
Widerspruchsmöglichkeiten (sog. Opt-Out) können hier:
https://www.facebook.com/settings?tab=ads und hier http://www.youronlinechoices.com
gesetzt werden. Facebook verweist in seinen Nutzungsbedingungen auf diese EU-Standardvertragsklauseln
(https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/ALL/?uri=celex%3A32010D0087). Dennoch sieht der EUGH die USA als ein Land mit einem nicht ausreichenden Datenschutzniveau. Insbesondere besteht die Möglichkeit, dass US-Behörden zur Terrorabwehr personenbezogenen Daten verarbeiten. Ein Rechtsbehelf dagegen steht möglicherweise nicht zur VerfĂŒgung. Statistische Daten
Über die sogenannten „Insights“ der Facebook-Seite sind statistische Daten unterschiedlicher
Kategorien fĂŒr mich abrufbar. Diese Statistiken werden durch Facebook erzeugt und bereitgestellt. Auf die Erzeugung und Darstellung habe ich als Betreiber der Seite keinen Einfluss. Ich
kann diese Funktion nicht abstellen oder die Erzeugung und Verarbeitung der Daten nicht verhindern. FĂŒr einen wĂ€hlbaren Zeitraum sowie jeweils fĂŒr die Kategorien Fans, Abonnenten,
erreichte Personen und interagierende Personen werden mir bezogen auf unsere FacebookSeite nachfolgende Daten durch Facebook bereitgestellt:
Gesamtanzahl von Seitenaufrufen, „GefĂ€llt mir“-Angaben, SeitenaktivitĂ€ten, Beitragsinteraktionen, Reichweite, Videoansichten, Beitragsreichweite, Kommentare,
Geteilte Inhalte, Antworten, Anteil MĂ€nner und Frauen, Herkunft bezogen auf Land und Stadt,
Sprache, Aufrufe und Klicks im Shop, Klicks auf Routenplaner, Klicks auf Telefonnummern. Ebenfalls werden auf diesem Wege Daten zu den mit meiner Facebook-Seite verknĂŒpften Facebook-Gruppen bereitgestellt. Durch die stĂ€ndige Entwicklung von Facebook verĂ€ndert sich die VerfĂŒgbarkeit und die Aufbereitung der Daten, sodass ich fĂŒr weitere Details dazu auf die bereits o.g. DatenschutzerklĂ€rung von Facebook verweise. Ich nutze diese in aggregierter Form verfĂŒgbaren Daten, um meine BeitrĂ€ge und AktivitĂ€ten
auf meiner Facebook-Seite fĂŒr die Benutzer attraktiver zu machen. So nutze ich z.B. die Verteilungen nach Alter und Geschlecht fĂŒr eine angepasste Ansprache und die bevorzugten Besuchszeiten der Nutzer fĂŒr eine zeitlich optimierte Planung meiner BeitrĂ€ge. Informationen
ĂŒber die Art der verwendeten EndgerĂ€te von Besuchern helfen mir dabei, die BeitrĂ€ge optischgestalterisch daran anzupassen. Entsprechend der Facebook-Nutzungsbedingungen, denen
jeder Benutzer im Rahmen der Erstellung eines Facebook-Profils zugestimmt hat, kann ich die
Abonnenten und Fans der Seite identifizieren und deren Profile sowie weitere geteilte Informationen von ihnen einsehen. Rechte der Benutzer
Über die Vereinbarung der gemeinsamen Verantwortung ĂŒbernimmt Facebook fĂŒr die ErfĂŒllung der Betroffenenrechte nach Art. 15-20 DSGVO die Verantwortung. Ich empfehle Ihnen, sich direkt an Facebook zu wenden, wenn Sie Auskunftsanfragen oder
andere Fragen zu Ihren Rechten als Benutzer stellen möchten. Insbesondere stehen Ihnen die nachfolgend aufgefĂŒhrten Rechte zu:
 GemĂ€ĂŸ Art. 15 DSGVO Auskunft ĂŒber Ihre verarbeiteten personenbezogenen Daten zu
verlangen.
 GemĂ€ĂŸ Art. 16 DSGVO unverzĂŒglich die Berichtigung unrichtiger oder VervollstĂ€ndigung Ihrer gespeicherten personenbezogenen Daten zu verlangen.
 GemĂ€ĂŸ Art. 17 DSGVO die Löschung Ihrer gespeicherten personenbezogenen Daten zu
verlangen.
 GemĂ€ĂŸ Art. 18 DSGVO die EinschrĂ€nkung der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen
Daten zu verlangen.
 GemĂ€ĂŸ Art. 20 DSGVO Ihre personenbezogenen Daten in einem strukturierten, gĂ€ngigen und maschinenlesbaren Format zu erhalten oder die Übermittlung an einen anderen Verantwortlichen zu verlangen.
 GemĂ€ĂŸ Art. 7 Abs. 3 DSGVO eine etwaig erteilte Einwilligung jederzeit zu widerrufen. Dieser Widerruf bezieht sich jedoch nur auf die zukĂŒnftige Datenverarbeitung. Die
RechtmĂ€ĂŸigkeit der auf dieser Rechtsgrundlage beruhenden Verarbeitungen wird davon nicht berĂŒhrt.
 GemĂ€ĂŸ Art. 77 DSGVO sich bei einer Aufsichtsbehörde zu beschweren. In der Regel
können Sie sich hierfĂŒr an die Aufsichtsbehörde Ihres ĂŒblichen Aufenthaltsortes oder
die meines Unternehmens wenden. Sollten Sie dabei UnterstĂŒtzung benötigen oder anderweitige Fragen haben, dann kontaktieren Sie mich gerne unter https://www.hundeschule-tapir.de/kontakt/. Wenn Sie die hier beschriebenen Datenverarbeitungen zukĂŒnftig nicht mehr wĂŒnschen, dann
heben Sie bitte durch Nutzung der Funktion „Diese Seite gefĂ€llt mir nicht mehr“ oder „Entabonnieren“ die Verbindung Ihres Benutzer-Profils zu meiner Seite auf. Stand der Informationen:
April 2021

Quelle: lawlikes / Keese-Haufs

Hier könnt ihr den Artikel (hoffentlich 🙏) lesen đŸ€“.Eine wichtige Aussage hat es leider nicht mit rein geschafft.Ich hatt...
09/10/2026

Hier könnt ihr den Artikel (hoffentlich 🙏) lesen đŸ€“.

Eine wichtige Aussage hat es leider nicht mit rein geschafft.

Ich hatte gesagt, dass ich (und sicherlich auch viele Kolleg*innen) froh wĂ€re, wenn viel mehr zukĂŒnftige Hundehalter eine Vorabberatung in Anspruch nehmen wĂŒrden.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es dadurch zu viel mehr "Matches" und weniger Abgaben kommen wĂŒrde.
‱ welcher Hund passt in unseren Alltag?
‱ Welpe oder schon erwachsen?
‱ worauf muss ich achten, wenn ich einen ZĂŒchter auswĂ€hle?
‱ worauf muss ich achten, wenn ich einen Hund aus dem Tierschutz aufnehmen möchte?
‱ was bringt Rasse XY fĂŒr hĂ€ufige Verhaltensweisen mit?
‱ was kommt auf mich zu, wenn ein Welpe einzieht?

Und...und...und

All diese Fragen wĂŒrden vorab beantwortet werden.
Leider lassen sich die Vorabberatungen in 10 Jahren an ungefĂ€hr 1,5 HĂ€nden abzĂ€hlen 😕.

(P.S.: Fehler im Artikel: Ich nehme die PrĂŒfungen NICHT ab, bin aber meist dabei 😉)

Ich kann den Artikel leider nicht lesen, aber er ist bestimmt gut đŸ€Łhttps://www.facebook.com/share/195Q7JmucF/
09/10/2026

Ich kann den Artikel leider nicht lesen, aber er ist bestimmt gut đŸ€Ł

https://www.facebook.com/share/195Q7JmucF/

Viele Hundehalter empfinden die neue Nachweispflicht als Schikane. Eine Trainerin erklĂ€rt, woher diese Unsicherheit stammt, was PrĂŒflinge wirklich erwartet – und warum sie die Tests als zu leicht bewertet.

Morgen geht der 8. Hundekongress zuende, und es waren und sind wieder tolle Themen dabei 😃.Stress, GerĂ€uschangst, Gelenk...
06/10/2026

Morgen geht der 8. Hundekongress zuende, und es waren und sind wieder tolle Themen dabei 😃.

Stress, GerÀuschangst, Gelenkerkrankungen, Was ist fair?, richtig belohnen, und viele, viele mehr.
35 Interviews mit jeder Menge Input 😊.

Wer es nicht geschafft hat, sich alle seine Lieblingsthemen anzuschauen, sollte noch schnell zugreifen und sich das Kongresspaket mit jeder Menge Bonusmaterial zum vergĂŒnstigten Preis kaufen. Dann könnt ihr euch alle Themen ganz in Ruhe und so oft ihr möchtet anschauen đŸ€—.
Jetzt noch 79,99€. Nach dem Kongress 199,99€.

Über diesen Link gelangt ihr direkt zum Kongresspaket:
https://www.hundwerkszeug.de/online-angebot/hundekongress/hundekongress-vol-8.html?a=118

Mit diesem Rabattcode bekommt ihr nochmal 10% auf den Paketpreis 💰😀:
WUFF-26

Ganz viel Spaß beim Infos aufsaugen 😁

Es ist wieder soweit đŸ„ł!Der 8. Hundekongress online startet am 02. Oktober đŸ€—đŸ‘.Vom 02.- 07. Oktober werden wir wieder mit ...
29/09/2026

Es ist wieder soweit đŸ„ł!

Der 8. Hundekongress online startet am 02. Oktober đŸ€—đŸ‘.

Vom 02.- 07. Oktober werden wir wieder mit jeder Menge toller Themen aus allen Bereichen rund ums Thema Hunde versorgt 😃.

Einfach anmelden âŹ‡ïž und gemĂŒtlich vom Sofa aus (oder wo immer du gerade bist) dabei sein 🙂.

https://www.hundwerkszeug.de/hundekongress?a=118

Bremer HundefĂŒhrerschein
01/09/2026

Bremer HundefĂŒhrerschein

đ—•đ˜‚đ—°đ—”đ—Čđ—șđ—œđ—łđ—Čđ—”đ—čđ˜‚đ—»đ—Ž *"Abbruchsignale bei Hunden"Hemmen, unterbrechen, abbrechenIch bin noch lange nicht durch, aber jetzt sch...
01/09/2026

đ—•đ˜‚đ—°đ—”đ—Čđ—șđ—œđ—łđ—Čđ—”đ—čđ˜‚đ—»đ—Ž *

"Abbruchsignale bei Hunden"
Hemmen, unterbrechen, abbrechen

Ich bin noch lange nicht durch, aber jetzt schon begeistert.
In diesem Buch von Thomas Bursch, Marion Pepper und Lars Thiemann sind nicht nur tolle Aufnahmen zu sehen, sondern auch hervorragende ErklĂ€rungen zu bestimmten Kommunikationsmitteln unserer Hunde, mit denen sich jeder befassen sollte, der mit Hunden arbeitet, Hunde hĂ€lt oder sich auch "nur" fĂŒr Hunde interessiert.

Es wird anschaulich abschrieben, wie fein die Kommunikation sein kann, wenn man sich gut kennt, oder wie schwierig es werden kann, wenn Hunde z.B. durch Selektion in der Zucht massiv in ihren Kommunikationsmöglichkeiten eingeschrĂ€nkt sind (Dorit Feddersen-Petersen spricht von "AusdrucksverkĂŒmmerung").
Extrem betroffen sind hierbei unter anderem Rassen wie der Mops oder die französische Bulldogge.

Absolute Leseempfehlung, wenn man sich fĂŒr die Kommunikation unter Hunden interessiert 😊.

(*unbezahlte Werbung)

Erschreckende Zahlen ❗
17/07/2026

Erschreckende Zahlen ❗

Das Ende der Hunderassen und der vereinsorganisierten Hundezucht – Teil 2: Schluss jetzt! Das Maß ist voll!

Von Ralph RĂŒckert, Tierarzt

Nachdem wir im ersten Teil der zweiteiligen Serie ( https://www.ralph-rueckert.de/blog/das-ende-der-hunderassen-und-der-vereinsorganisierten-hundezucht-teil-1-die-grundlagen/ ) die Grundlagen der Angelegenheit erarbeitet haben, nun meine persönlichen Folgerungen.

Der offene Brief der Gruppe um Prof. Gruber (Link im ersten Teil) macht einen Gedanken zu seiner Kernaussage, der eigentlich offensichtlich ist, aber bei konsequenter Umsetzung das Ende der vereinsorganisierten Hundezucht und der von ihr „produzierten“ Rassen in ihrer heutigen Form bedeuten wĂŒrde.

Möglichst kurz dargestellt ist diese Kernaussage, dass Paragraph 11b des Tierschutzgesetzes (der sogenannte Qualzuchtparagraph) eigentlich unmissverstĂ€ndlich auf den Schutz des Einzeltieres (einschließlich der zukĂŒnftig durch Zucht entstehenden Einzeltiere) abhebt und dabei keine Ausnahmen zulĂ€sst. Im Gegensatz zu den Paragraphen 1 und 17 enthĂ€lt der Qualzuchtparagraph KEINE Ausnahmeoption bei Vorliegen eines „vernĂŒnftigen Grundes“. Der Erhalt einer Hunderasse bzw. deren „Rassereinheit“ kann also ganz sicher kein Trumpf sein, der gegen Paragraph 11b stechen wĂŒrde.

Ich habe mich kurz mit einer Person schriftlich ausgetauscht, die Mitglied der durch den offenen Brief kritisierten „Taskforce Gesunde Hundezucht“ ist. Diese Person schrieb mir unter anderem: „Wenn man alle verkalkten Bandscheiben, alle HD, alle OCD, alle Epilepsie, Allergie, alle Autoimmunen, etc. plus alle Monogenen aus der Zucht nimmt, bleibt auch nichts mehr (
) ĂŒber. Da bleibt einfach gar nichts ĂŒber.“

Ich gehe davon aus, dass dieses Mitglied der Taskforce das so formuliert hat, um mich von der Sinnhaftigkeit der Taskforce und ihrer kritisierten Dackel-Leitlinie zu ĂŒberzeugen, ohne dabei aber zu merken, dass diese zwei SĂ€tze die komplette BankrotterklĂ€rung der vereinsorganisierten Hundezucht bedeuten.

Nochmal zitiert: „Da bleibt einfach gar nichts ĂŒber.“

Das ist genau der Punkt, an dem wir nun stehen, nach jahrzehntelangem Ignorieren, Verschleppen, Verzögern, Tarnen und TĂ€uschen der nationalen und internationalen ZuchtverbĂ€nde wie VDH, ÖKV, FCI etc.. Ich stimme zu: Wenn wir alles an phĂ€no- und genotypischen Defekten ausschließen, die wir inzwischen kennen und nachweisen können, bleibt (fĂŒr die Rassereinzucht, also die Zucht mit geschlossenen ZuchtbĂŒchern) tatsĂ€chlich nichts mehr ĂŒbrig. Und warum ist das so? Weil die vereinsorganisierte Hundezucht genau dieses Problem trotz aller Warnungen ĂŒber Jahrzehnte immer schlimmer hat werden lassen. Wie schon in meinem Artikel „Inzest!“ vom April 2023 ausgefĂŒhrt, weist der Durchschnitt der Hunderassen inzwischen einen genomischen Inzuchtkoeffizienten von ĂŒber 25 Prozent auf, also einen IK, der bei einer Verpaarung von Vollgeschwistern entsteht. Viele Hunderassen ĂŒberschreiten diesen Wert deutlich, sind also genetisch gesehen nĂ€her miteinander verwandt als die Nachkommen einer Vollgeschwisterverpaarung.

Ich ordne das wie in meinem Ă€lteren Artikel nochmal ein: Bei Nutztieren wird sehr darauf geachtet, im Bereich von fĂŒnf Prozent zu bleiben bzw. auf gar keinen Fall ĂŒber zehn Prozent zu rutschen, einfach deshalb, weil sonst die Gefahr besteht, dass es durch die sogenannte Inzuchtdepression zu ernsten Problemen kommt. Und ein durchschnittlicher Mensch aus Deutschland hat einen genomischen Inzuchtkoeffizienten von etwa 1,5 bis maximal 3. Das zeigt, wie extrem die Werte sind, zu denen die seit ca. 150 Jahren andauernde Zucht mit geschlossenen ZuchtbĂŒchern bei unseren Rassehunden gefĂŒhrt hat.

Die ZuchtverbĂ€nde betreiben in diesem Punkt ungenierte Augenwischerei, indem sie fĂŒr die Bestimmung des Inzuchtkoeffizienten nach wie vor die Methode nach Wright benutzen, bei der der IK aus nur ganz wenigen Vorfahrengenerationen rechnerisch ermittelt wird. Diese Methode ist natĂŒrlich im Vergleich zur Bestimmung des genomischen Inzuchtkoeffizienten völlig obsolet und erzeugt ein komplett falsches, viel zu positives Bild. Ich persönlich erlaube mir, da von vorsĂ€tzlicher TĂ€uschung auszugehen.

Dieses Problem ist so schlimm, dass man – um es mal plakativ auszudrĂŒcken – beispielsweise aus dem genetischen Material von 100.000 Labrador Retrievern gerade mal ungefĂ€hr 100 Tiere mit einem fĂŒr Menschen normalen Inzuchtkoeffizienten „bauen“ könnte. Da aber genetische DiversitĂ€t der wichtigste Schutz gegen Erbkrankheiten ist, öffnet dieser extreme Verwandtschaftsgrad innerhalb der geschlossenen Rassen der Weitergabe und Neuentstehung solcher Erbkrankheiten TĂŒr und Tor. Der Hund ist die Haustierart mit den allermeisten nachgewiesenen Erbkrankheiten. Und damit schließt sich der Kreis zu den Einlassungen des oben erwĂ€hnten Mitglieds der Taskforce, denn genau diese UmstĂ€nde haben dazu gefĂŒhrt, dass bestimmte Erbkrankheiten in vielen Rassen derartig verbreitet sind, dass ein Ausschluss der betroffenen Tiere eine Weiterzucht einfach unmöglich macht.

Nimmt man aber den Qualzuchtparagraphen des Tierschutzgesetzes wörtlich und ernst, und nichts anderes ist korrekt, dann bedeutet das das Ende der seit 150 Jahren betriebenen Reinrassezucht. Der einzige noch gangbare Ausweg aus dem (in vorsĂ€tzlicher Ignoranz selbst produzierten!) Dilemma besteht in der Einkreuzung anderer Rassen, um die genetische DiversitĂ€t schnell wieder zu verbessern. Das Rassehundekonzept ist krachend gescheitert, wie man – bei gesundem Verstand – schon sehr lange vorhersagen konnte. Der Qualzuchtparagraph lĂ€sst irgendwelche absurden und von vornherein zum Scheitern verdammten RĂŒckzĂŒchtungsversuche innerhalb geschlossener Rassen nicht zu, weil dafĂŒr erstens einfach das genetische Material fehlt und zweitens dadurch viele weitere Generationen von Hunden mit Defektmerkmalen produziert wĂŒrden.

Die vereinsorganisierte Hundezucht beklagt stĂ€ndig, wortreich und mit nur schwer ertrĂ€glichem Pathos, dass das Vorgehen der VeterinĂ€rĂ€mter gegen Hunde mit Qualzuchtmerkmalen auf Hundeausstellungen die Rassehundezucht an sich gefĂ€hrden oder unmöglich machen wĂŒrde. Dazu kann ich nur sagen: Völlig korrekt! So what? Was ist eine „Hunderasse“ eigentlich? Wer definiert sie? Ist sie irgendwie rechtsverbindlich? Steht sie unter irgendeinem gesetzlichen Schutz? Nein, natĂŒrlich nicht! Die sogenannten Rassestandards der Zuchtvereine sind nicht mehr als gewöhnliche Vereinsstatuten, die sich natĂŒrlich jeder Verein gerne selbst geben darf, aber nur so lange, wie sie nicht gegen ĂŒbergeordnetes Recht verstoßen. Da viele Rassestandards aber schon per se Merkmale festlegen, die fĂŒr die betreffenden Hunde EinschrĂ€nkungen, Krankheit und QuĂ€lerei bedeuten, und die aus geschlossenen ZuchtbĂŒchern resultierenden Inzuchtkoeffizienten mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit fĂŒr die Weitergabe und Neuentstehung von Erbkrankheiten einhergehen, verstĂ¶ĂŸt im Sinne des Paragraphen 11b inzwischen die gesamte Reinrassezucht gegen das Tierschutzgesetz. Es macht also absolut Sinn, ihre WeiterfĂŒhrung in der jetzigen Form möglichst schnell und effektiv zu unterbinden. Dabei auf irgendeine Form von Einsicht oder Kooperation der Zuchtvereine zu hoffen, wĂ€re verfehlt und vermessen. Die vereinsorganisierte Hundezucht hat in den letzten Jahrzehnten jenseits jeden Zweifels bewiesen, dass sie weder den Willen noch die Sachkunde fĂŒr eine den Forderungen des Tierschutzgesetzes entsprechende Zucht hat. Sie hat nur eines ganz klar gemacht, nĂ€mlich dass sie menschliche Hybris, menschlichen Ehrgeiz und menschliches Profitstreben meilenweit ĂŒber die Gesundheit ihrer „Produkte“ stellt.

Professor Gruber ist ein sehr netter und umgĂ€nglicher Mensch, der nach meiner EinschĂ€tzung an das Gute im Menschen glaubt. Das bringt ihn dazu, immer wieder zu betonen, dass er den Begriff „Qualzucht“ nicht mag, weil er nicht glaubt, dass ZĂŒchterinnen und ZĂŒchter absichtlich sich an ihren zuchtbedingten Merkmalen und Defekten abquĂ€lende Hunde produzieren. Ich bin nicht so nett, denn wenn sie es nicht absichtlich tun, dann sind sie halt einfach absolut inkompetent, und das reicht auch schon, um ihnen endlich das Handwerk zu legen. Als praktizierender Tierarzt habe ich die Schnauze wirklich gestrichen voll von dem, was ich in der tĂ€glichen Praxis alles an zuchtbedingten und sogar in Zuchtstandards festgelegten QuĂ€lereien sehen musste. Ich kann die Kolleginnen und Kollegen der jeweils zustĂ€ndigen VeterinĂ€rĂ€mter nur dringend bitten und ermutigen, mit der neuen Linie, die Veranstalter von Ausstellungen und die ausstellenden ZuchtstĂ€tten gnadenlos in die Verantwortung zu nehmen, konsequent fortzufahren. Wie man an der letztinstanzlich erfolglosen Klage des ÖKV (Österreichischer Kynologenverband, also sozusagen der VDH Österreichs) gegen die fĂŒr die Hundeausstellung in Tulln erlassenen behördlichen Auflagen und an dem Shar-Pei-Urteil des Verwaltungsgerichts Hannover ermessen kann, schwenkt die Rechtsprechung zunehmend auf eine wirklich konsequente Umsetzung der jeweiligen Tierschutzregelungen ein.

Aber ganz allgemein: Mit genomischen Inzuchtkoeffizienten von 25 und mehr kann man nicht einfach so weitermachen wie bisher, zumindest ganz sicher nicht, wenn die ZuchtbĂŒcher der Rassen geschlossen bleiben. Inzuchtkoeffizienten in solch skandalöser Höhe bringen - selbst ohne BerĂŒcksichtigung der spezifischen Probleme verschiedener Hunderassen – ein so hohes Risiko fĂŒr die Weitergabe und die Neuentstehung von Erbkrankheiten mit sich, dass sie meiner Meinung nach schon an sich gegen Paragraph 11b verstoßen. Mit festgelegten Grenzwerten fĂŒr den durchschnittlichen genomischen Inzuchtkoeffizienten einer Rasse (vergleichbar mit dem Flottenverbrauch der Autohersteller) könnte man das Ende der geschlossenen ZuchtbĂŒcher und damit dieses unsĂ€gliche Kochen im eigenen genetischen Saft schlagartig beenden.

Nun wird natĂŒrlich gleich wieder dieses unsĂ€gliche Geheule losgehen, so von wegen „die allermeisten Hunde kommen ja eh aus dem Ausland, wieso macht man dann hier den ZĂŒchtern das Leben schwer?“. Ganz einfach: Weil irgendwo stattfindendes Unrecht nicht das hier vor Ort stattfindende Unrecht irgendwie rechtfertigen kann. Oder noch einfacher: Ein jeder kehr vor seiner TĂŒr, da hat er Dreck genug dafĂŒr! Davon abgesehen wird sich eine strikte Haltung der Rechtsprechung zu dieser fortgesetzten Inzucht-TierquĂ€lerei ĂŒber kurz oder lang auch in gesamteuropĂ€ischen Regelungen auswirken, und damit wĂ€re wirklich schon sehr viel gewonnen.

Das andere Mimimi, was dann immer kommt, ist die besonders gern in rechtsradikalen Kreisen verbreitete MĂ€r, dass die Hundehaltung an sich immer mehr erschwert oder unmöglich gemacht werden soll, wahlweise von den GrĂŒnen, von der jeweiligen Regierung, von irgendeinem „Deep State“, wie auch immer. Im Rahmen speziell dieser Diskussion ist das sowieso völlig Banane! Ich schwöre Stein und Bein, dass alle, wirklich alle von uns Hundehalterinnen und -haltern nur davon profitieren wĂŒrden, wenn die Inzuchtkoeffizienten wieder auf Werte unter 10 zurĂŒckgebracht wĂŒrden, und sei es nur deshalb, weil wir dann alle ganz entschieden weniger Tierarztkosten hĂ€tten. Eine insgesamt wieder deutlich gesĂŒndere Hundepopulation wĂŒrde die Hundehaltung nicht erschweren, sondern erleichtern und erfreulicher machen.

In meinen Augen gibt es nur noch diesen Weg, und der muss nach den bisherigen Erfahrungen eben leider erzwungen werden, denn mit VernunftgrĂŒnden kommt man da nicht weiter: Runter mit den Inzuchtkoeffizienten und absolute Nulltoleranz gegenĂŒber Qualzuchtmerkmalen! Es ist einfach nicht mehr einzusehen, dass noch ein Dackel wegen seiner Bandscheiben eingeschlĂ€fert werden muss, dass noch ein Mastiff stĂ€ndig mit trĂ€nenden, entzĂŒndeten Augen rumlaufen muss, dass sich noch eine Bulldogge mit stĂ€ndig offenem Maul durchs Leben hecheln muss.

Dazu braucht es noch nicht mal irgendwelche neuen Gesetze oder Verordnungen, sondern nur die wirklich konsequente Anwendung der schon vorhandenen, und zwar entgegen der jahrzehntelangen Gewohnheit, den ZuchtverbĂ€nden aus welchen GrĂŒnden auch immer alle möglichen Schweinereien durchgehen zu lassen. Ich zitiere da abschließend aus dem offenen Brief von Prof. Gruber et al.: „
andere sehen einen ausgeprĂ€gten Willen bei Teilen der Betroffenen, „geltendes Recht in diesem Bereich faktisch nicht zur Anwendung zu bringen, wie ich ihn in dieser Form aus kaum einem anderen Rechtsgebiet kenne“, wie kĂŒrzlich der Dekan einer deutschen juristischen FakultĂ€t anmerkte.“

Damit muss jetzt mal endgĂŒltig Schluss sein! Schicht im Schacht! Wir Hundefans sollten wirklich die Ersten sein, die daran interessiert sind, tierschutzgerecht gezĂŒchtete Tiere anschaffen zu können, bei denen wir nicht in stĂ€ndiger Angst vor der AusprĂ€gung von ĂŒber 500 bekannten Erbkrankheiten leben mĂŒssen.

Bleiben Sie mir gewogen, bis bald, Ihr

Ralph RĂŒckert

Übrigens und falls das nicht klar sein sollte: Dieser Text wurde von einem Menschen, also von mir geschrieben, nicht von irgendeiner Bullsh*t-KI! Nur die Illustrationen mancher Artikel sind KI-generiert.

© Ralph RĂŒckert
Sie können jederzeit und ohne ausdrĂŒckliche Erlaubnis auf diesen Artikel verlinken oder ihn auf Facebook teilen. Jegliche (auch teilweise) VervielfĂ€ltigung oder Nachveröffentlichung, ob in elektronischer Form oder im Druck, ist untersagt und kann allenfalls ausnahmsweise mit schriftlich eingeholtem EinverstĂ€ndnis erfolgen. Zuwiderhandlungen werden juristisch verfolgt. Genehmigte Nachveröffentlichungen mĂŒssen den jeweiligen Artikel völlig unverĂ€ndert lassen, also ohne Weglassungen, HinzufĂŒgungen oder Hervorhebungen. Eine Umwandlung in andere Dateiformate wie PDF ist nicht gestattet. In Printmedien sind dem Artikel die vollstĂ€ndigen Quellenangaben inkl. meiner Homepage beizufĂŒgen, bei Online-Nachveröffentlichung ist zusĂ€tzlich ein anklickbarer Link auf meine Homepage oder den Original-Artikel im Blog nötig.

Es geht leider immer noch um Optik statt Gesundheit 😠.Wann wird an diesem Punkt endlich mal hart durchgegriffen und der ...
08/07/2026

Es geht leider immer noch um Optik statt Gesundheit 😠.

Wann wird an diesem Punkt endlich mal hart durchgegriffen und der Paragraphe 11b des deutschen Tierschutzgesetzes auch wirklich durchgesetzt ❓❓❓

VeterinĂ€rmedizinischer Aufstand: Wenn die Wissenschaft dem ZĂŒchter-Ego den Stecker zieht

-
Der offene Brief der TierÀrzteschaft entlarvt die neuen TGH-Leitlinien als perfide SchönfÀrberei der Qualzucht.

-
Hunde sind fantastisch. Sie sind treue Begleiter, hochintelligente Partner und fĂŒr unzĂ€hlige Menschen der absolute Lebensmittelpunkt. Doch wagt man einen ungeschönten Blick hinter die Kulissen der organisierten Rassehundezucht, drĂ€ngt sich unweigerlich eine zutiefst verstörende Frage auf: Wie viel Tierleid ist eigentlich akzeptabel, nur damit ein Hund aussieht wie eine Karikatur seiner selbst? Die logische, ethisch einzig vertretbare Antwort mĂŒsste "gar keins" lauten. In der RealitĂ€t der ZuchtverbĂ€nde sieht das jedoch verdammt noch mal anders aus.

Am 1. Juli 2026 ist ein offener Brief von fĂŒhrenden Köpfen der deutschen TierĂ€rzteschaft erschienen, der in der Szene eingeschlagen ist wie eine lĂ€ngst ĂŒberfĂ€llige Bombe [1]. Adressiert an die BundestierĂ€rztekammer und diverse andere Institutionen, zerlegt dieses Dokument die neuen Leitlinien der sogenannten "Taskforce Gesunde Hundezucht" (TGH) nach allen Regeln der wissenschaftlichen und juristischen Kunst. Es geht um den ultimativen, eskalierenden Konflikt: Rassepflege versus Gesundheit. Oder unmissverstĂ€ndlicher formuliert: Das Ego von Traditionsvereinen gegen das nackte Überleben und die Schmerzfreiheit des besten Freundes des Menschen. Die Quintessenz des Briefes ist so simpel wie vernichtend: Teile der Zuchtszene opfern die Gesundheit der Tiere auf dem Altar eines völlig veralteten Rassebildes, und die TGH liefert dafĂŒr die passenden Ausreden.

-
Die TGH: VeterinĂ€rmedizinisches Whitewashing fĂŒr VDH, FCI und Co.

Um die Brisanz dieses offenen Briefes in vollem Umfang zu begreifen, muss zwingend beleuchtet werden, wer oder was diese TGH ĂŒberhaupt ist und warum sie existiert. In den letzten Jahren ist der gesellschaftliche und mediale Druck auf die großen, alteingesessenen ZuchtverbĂ€nde – wie den Verband fĂŒr das Deutsche Hundewesen (VDH), die FĂ©dĂ©ration Cynologique Internationale (FCI) oder den britischen Kennel Club (KC) – massiv gewachsen. Dokumentationen ĂŒber röchelnde M***e, taube Dalmatiner und Hunde, deren Gehirne buchstĂ€blich nicht mehr in ihre SchĂ€del passen, haben die Öffentlichkeit aufgerĂŒttelt. Das veraltete Zuchtsystem, basierend auf geschlossenen ZuchtbĂŒchern und einem fast schon fetischistischen Fokus auf optische Extreme, stand plötzlich am Pranger.

Was tut eine mĂ€chtige Lobby, wenn ihr das Wasser bis zum Hals steht und die Rufe nach strengeren Gesetzen lauter werden? Sie betreibt Schadensbegrenzung durch PR. In genau diesem Kontext ist die GrĂŒndung von Initiativen wie der TGH zu betrachten. FĂŒr die unbedarfte Hundehalterschaft klingt "Taskforce Gesunde Hundezucht" nach einem unabhĂ€ngigen Superhelden-Team aus der Wissenschaft, das ausrĂŒckt, um Welpen zu retten. Die RealitĂ€t ist jedoch eine meisterhafte Inszenierung von veterinĂ€rmedizinischer SchönfĂ€rberei. Die TGH fungiert faktisch als Schutzschild. Sie prĂ€sentiert Leitlinien, die zwar das Wort "Gesundheit" im Titel tragen, bei genauerer Betrachtung aber so weichgespĂŒlt sind, dass sie den Zuchtvereinen nicht wirklich wehtun.

Es ist der Versuch, den unmöglichen Spagat zu meistern: Man simuliert Reformbereitschaft, um Kritiker ruhigzustellen, sorgt aber gleichzeitig dafĂŒr, dass die alteingesessenen Zuchtvereine ihre geliebten, extremen Rassebilder nicht aufgeben mĂŒssen. Die moderne Tierethik basiert jedoch auf einem pathozentrischen Ansatz. Das bedeutet, dass die LeidensfĂ€higkeit des einzelnen Individuums im absoluten Zentrum steht, nicht die Erhaltung einer abstrakten Idee. Ein fiktives Konstrukt wie eine "Rasse" – was letztlich nur eine rund 150 Jahre alte, von Menschen ausgedachte Design-Vorgabe ist – kann nicht leiden. Ein Hund, der keine Luft bekommt oder dessen WirbelsĂ€ule sich langsam auflöst, hingegen schon. Dass die TGH in ihren Leitlinien den Erhalt des Rassebildes teilweise ĂŒber die Schmerzfreiheit der Tiere stellt, ist der Punkt, an dem die TierĂ€rzteschaft nun völlig zu Recht den Stecker zieht und diese Heuchelei öffentlich anprangert.

-
DackellĂ€hme und das Paradoxon vom “verarmenden Genpool”

Ein Paradebeispiel fĂŒr diese kognitive Dissonanz und die pseudowissenschaftliche Argumentation der TGH liefert der Umgang mit der sogenannten DackellĂ€hme. Hierbei handelt es sich um eine der schmerzhaftesten und schwerwiegendsten Erbkrankheiten ĂŒberhaupt. Etwa jeder fĂŒnfte Dackel leidet im Laufe seines Lebens an massiven Bandscheibenproblemen, die nicht selten in einer QuerschnittslĂ€hmung und dem anschließenden EinschlĂ€fern enden. Die Ursache dafĂŒr ist kein mysteriöses Schicksal, sondern eine genetische Mutation namens CDDY (Chondrodystrophie). Diese Mutation sorgt fĂŒr eine vorzeitige, dystrophische Verkalkung der Bandscheiben. Das Gewebe stirbt ab, lagert Mineralsalze ein und reißt irgendwann.

Diese Mutation ist seit 2017 bekannt und lĂ€sst sich mit einem simplen Gentest zweifelsfrei nachweisen. Man könnte sie zĂŒchterisch komplett eliminieren. Doch was empfehlen die neuen Leitlinien der TGH? Man solle Dackel mit bis zu vier röntgenologisch nachweisbaren Bandscheibenverkalkungen munter weiter zur Zucht einsetzen. Die BegrĂŒndung der Zuchtlobby fĂŒr diesen Wahnsinn ist immer dieselbe, reflexartige Ausrede: Ein rigoroser Zuchtausschluss kranker Tiere wĂŒrde den Genpool der Rasse zu stark verarmen lassen.

An dieser Stelle muss das verstaubte ZĂŒchtergerede endgĂŒltig ad absurdum gefĂŒhrt werden, denn dieses Argument ist nicht nur ein Witz, es ist eine wissenschaftliche BankrotterklĂ€rung. Es entbehrt nicht einer gewissen dunklen Komik, dass ausgerechnet diejenigen, die den Genpool durch jahrzehntelange Inzucht, Champion-Kulte (das exzessive Einsetzen weniger "Top-RĂŒden") und geschlossene ZuchtbĂŒcher ruiniert haben, nun den "Erhalt der genetischen DiversitĂ€t" als Schutzschild vorschieben. Es ist paradox, von einer drohenden "Verarmung" eines Genpools zu sprechen, dessen genetischer IQ bei den meisten Rassen ohnehin schon jenseits von Gut und Böse ist.

Werfen wir einen Blick auf die harte Wissenschaft: Eine groß angelegte Studie von Bannasch et al. aus dem Jahr 2021 untersuchte die Genetik von 227 Hunderassen [2]. Das erschĂŒtternde Ergebnis: Der durchschnittliche Inzuchtkoeffizient (COI) bei Rassehunden liegt bei knapp 25 Prozent. FĂŒr alle, die in Biologie nicht aufgepasst haben: 25 Prozent ist das exakte genetische Äquivalent einer Verpaarung von Vollgeschwistern (Bruder und Schwester). Der Genpool der meisten Rassehunde ist keine tiefe, schĂŒtzenswerte Quelle der Vielfalt, sondern eine genetische PfĂŒtze, die seit Jahrzehnten vor sich hin stagniert. Die "Erhaltung der genetischen DiversitĂ€t" als Ausrede zu missbrauchen, um wissentlich klinisch kranke Tiere weiter zu verpaaren, ist absurd. Es ist in etwa so, als wĂŒrde man sich weigern, ein brennendes Haus zu löschen, weil das Löschwasser die antiken, aber ohnehin schon verschimmelten Tapeten ruinieren könnte.

-
Röcheln fĂŒr die Ästhetik: Der Brachyzephalie-Wahnsinn

Doch der Dackel ist bei Weitem nicht das einzige Opfer dieses Schönheitswahns. Ein weiteres, extrem trauriges Kapitel ist die Brachyzephalie – die extreme Kurzköpfigkeit bei Rassen wie der Französischen Bulldogge, dem Mops oder dem English Bulldog. Die anatomische Übertypisierung hat hier dazu gefĂŒhrt, dass die Tiere buchstĂ€blich um jeden verdammten Atemzug kĂ€mpfen mĂŒssen. Die TGH empfiehlt zur "Lösung" dieses Problems den sogenannten Cambridge-Test. Ein Belastungstest, der meist im jungen Erwachsenenalter durchgefĂŒhrt wird, bevor die altersbedingten, massiven Verschleißerscheinungen ĂŒberhaupt richtig eintreten.

Dieser Test ist in der unabhĂ€ngigen Fachwelt hochumstritten, denn er gleicht einem Feigenblatt par excellence. Er fokussiert sich primĂ€r auf die Atmung und ignoriert geflissentlich den ganzen restlichen Katalog an Grausamkeiten, den eine extrem kurze Schnauze mit sich bringt: chronische AugenentzĂŒndungen, weil die Glubschaugen fast aus den zu flachen Höhlen fallen, massive Zahnfehlstellungen, stĂ€ndige HautentzĂŒndungen in den tiefen Gesichtsfalten und ein Magen-Darm-Trakt, der durch das stĂ€ndige Röcheln und den Unterdruck beim Atmen chronisch entzĂŒndet ist. Anstatt sich an wirksamen, internationalen Vorbildern zu orientieren – wie dem niederlĂ€ndischen Ampelsystem, das schlichtweg eine Mindest-NasenlĂ€nge von einem Drittel der KopflĂ€nge vorschreibt –, klammert man sich an Tests, die das kaputte Rassebild bloß nicht zu sehr verĂ€ndern. Eine lĂ€ngere Schnauze wĂŒrde das "Kindchenschema" zerstören. Dass das "Kindchen" dabei qualvoll erstickt, wird fĂŒr die Ästhetik offenbar billigend in Kauf genommen. Hauptsache, die Kasse klingelt und die Schleifchen auf den Ausstellungen werden verteilt.

-
Das Tierschutzgesetz ist kein verdammter Wunschzettel

Hier kommt die juristische RealitĂ€t ins Spiel, die von vielen Traditionsvereinen gerne wie eine unverbindliche Empfehlung oder ein lĂ€stiges Hindernis behandelt wird. Paragraph 11b des deutschen Tierschutzgesetzes regelt das sogenannte Qualzuchtverbot. Und dieser Paragraph ist erfrischend eindeutig. Er verbietet die Zucht von Tieren, wenn damit gerechnet werden muss, dass bei den Nachkommen erblich bedingt Körperteile oder Organe fĂŒr den artgemĂ€ĂŸen Gebrauch fehlen, untauglich sind oder umgestaltet sind und hierdurch Schmerzen, Leiden oder SchĂ€den auftreten.

Da gibt es keine Grauzone. Da steht nicht: "Verboten, es sei denn, die ZĂŒchterschaft findet die platte Nase wirklich sĂŒĂŸ." Da steht auch nicht: "Verboten, außer der Genpool wird dann ein bisschen klein." Das Gesetz kennt bei Paragraph 11b keine Ausnahmeoption aus "vernĂŒnftigem Grund". Es gilt absolut. Wenn eine Zuchtpraxis vorhersehbar kranke Tiere hervorbringt, ist sie illegal. Punkt. JĂŒngste Gerichtsurteile, wie etwa zum Shar-Pei-Fieber (SPAID), bestĂ€tigen genau das. Auch hier wurde von ZĂŒchterseite weinerlich argumentiert, ein Zuchtausschluss aller MerkmalstrĂ€ger wĂŒrde die Rasse gefĂ€hrden. Das Gericht stellte unmissverstĂ€ndlich klar: Die Erhaltung der genetischen DiversitĂ€t darf niemals zulasten der Tiergesundheit erfolgen. Wer sehenden Auges kranke Tiere verpaart, begeht einen Verstoß gegen geltendes Recht. Die Tatsache, dass Teile der Zuchtszene und Institutionen wie die TGH dies immer noch durch kreative Auslegungen umgehen wollen, grenzt an vorsĂ€tzliche Ignoranz und Rechtsbeugung.

-
Fazit: Zeit fĂŒr einen genetischen FrĂŒhjahrsputz

Es ist an der Zeit, die RealitÀt anzuerkennen und die SchönfÀrberei zu beenden. Wenn eine Rasse nur dadurch erhalten werden kann, dass man kranke Tiere miteinander verpaart, dann hat diese Rasse in ihrer jetzigen Form schlichtweg keine Daseinsberechtigung mehr. Die Lösung liegt auf der Hand und wird von der unabhÀngigen Wissenschaft seit Jahren gepredigt: Outcrossing. Das gezielte Einkreuzen von gesunden Hunden anderer Rassen, um den genetischen Flaschenhals zu durchbrechen und die anatomischen Entgleisungen zu korrigieren.

Outcrossing bedeutet nicht das Ende der Hundezucht, sondern ihre einzige Rettung. Es ist die kontrollierte Erweiterung der Zuchtbasis durch das Einkreuzen von gesunden Tieren, die vielleicht nicht das exakte, historisch verklĂ€rte Rassebild erfĂŒllen, dafĂŒr aber genetische Vielfalt und physische Gesundheit mitbringen. Die sture Weigerung der großen VerbĂ€nde, diesen Weg flĂ€chendeckend zu gehen, offenbart eine erschreckende PrioritĂ€tensetzung. Es geht um ExklusivitĂ€t, um Eitelkeit und nicht zuletzt um viel Geld. Es wird nur das produziert, was der Markt verlangt, und solange Menschen bereit sind, Tausende von Euros fĂŒr einen Hund auszugeben, der sein Leben lang tierĂ€rztliche Dauerbehandlung benötigt, wird das System weiterlaufen.

Die TierĂ€rzteschaft hat mit ihrem offenen Brief ein klares Stoppschild aufgestellt und bewiesen, dass sie nicht lĂ€nger bereit ist, den stummen Reparaturbetrieb fĂŒr zĂŒchterische Fehlleistungen zu spielen. Es wird Zeit, dass die Gesellschaft, die KĂ€uferschaft und vor allem die VeterinĂ€rbehörden diesem Beispiel folgen und sich nicht lĂ€nger von pseudowissenschaftlichen Taskforces blenden lassen. Das Rassekonzept muss nicht sterben, aber es muss dringend evolutionĂ€r ĂŒberholt werden. Weg vom optischen Fetischismus, hin zu einer radikal gesundheitsorientierten Neuausrichtung. Alles andere ist schlichtweg TierquĂ€lerei mit Vereinsmeierei-Hintergrund.

-
Was ist deine Meinung?

Was denkst du ĂŒber dieses ganze Thema? Ich fĂŒr meinen Teil finde es absolut erschreckend, wie lange solche Praktiken unter dem Deckmantel der Tradition und angeblicher "Experten-Leitlinien" verteidigt werden. Hast du selbst Erfahrungen mit sogenannten Qualzuchten gemacht oder siehst du die Verantwortung eher bei den KĂ€ufern, die diese Optik nachfragen? Lass mir unbedingt einen Kommentar da und teile diesen Artikel mit jedem, der sich fĂŒr Hunde interessiert – besonders mit denen, die vielleicht gerade ĂŒberlegen, sich einen Rassehund anzuschaffen. Lass uns gemeinsam etwas LĂ€rm fĂŒr die Gesundheit der Hunde machen!

---
Referenzen

[1] Offener Brief der TierĂ€rzteschaft (01.07.2026) inkl. Anhang: "Wie viel Tierleid darf fĂŒr den Erhalt eines Rassebildes entstehen?"
https://www.vetmed.fu-berlin.de/einrichtungen/zfg/we12/_inhaltselemente/startseite/Rasseerhalt-vs_-Tiergesundheit_Offener-Brief_Tieraerzteschaft_01_07_26-.pdf
https://www.vetmed.fu-berlin.de/einrichtungen/zfg/we12/_inhaltselemente/startseite/Anhang_Rasseerhalt-vs_-Tiergesundheit_Offener-Brief_Tieraerzteschaft_01_07_26.pdf

[2] Bannasch, D., et al. (2021). "The effect of inbreeding, body size and morphology on health in dog breeds." Canine Medicine and Genetics, 8(1), 12.
https://link.springer.com/article/10.1186/s40575-021-00111-4

---
Hinweis:

Gerne darfst du diesen Artikel verlinken oder in sozialen Netzwerken teilen. FĂŒr jegliche VervielfĂ€ltigung oder Nachveröffentlichung, auch auszugsweise, ist meine vorherige schriftliche Zustimmung erforderlich. Ausnahmen bedĂŒrfen einer gesonderten Absprache. Bei Zuwiderhandlungen behalte ich mir rechtliche Schritte vor. Im Falle einer Genehmigung muss der Artikel unverĂ€ndert bleiben; Änderungen oder Umwandlungen in andere Dateiformate, wie z.B. PDF, sind nicht zulĂ€ssig. Bei Veröffentlichung in Printmedien sind die vollstĂ€ndigen Quellenangaben inklusive meiner Homepage www.dogsmaniac.de anzugeben. Bei Online-Nachveröffentlichung ist zusĂ€tzlich ein anklickbarer Link zu meiner Homepage oder dem Original-Artikel im Blog erforderlich. Bitte beachte, dass dieser Beitrag neben kritischen Betrachtungen auch Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten kann. SelbstverstĂ€ndlich gibt es zahlreiche Ausnahmen, die weder von der Kritik noch von den ironischen oder sarkastischen Elementen betroffen sind. Leserinnen und Leser, die sich diesen Ausnahmen zugehörig sind, sind nicht persönlich angesprochen.

Adresse

Logener Weg
Schwanewede
28790

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 18:00
Dienstag 09:00 - 18:00
Mittwoch 09:00 - 18:00
Donnerstag 09:00 - 18:00
Freitag 09:00 - 18:00

Telefon

+4942169894134

Benachrichtigungen

Erfahren Sie als Erste/r von Neuigkeiten und Aktionen: Wir schicken Ihnen eine E-Mail, wenn Hundeschule Tapir etwas veröffentlicht. Ihre E-Mail-Adresse wird fĂŒr keinen anderen Zweck verwendet, und Sie können sich jederzeit abmelden.

VerknĂŒpfungen

Teilen

Kategorie