28/08/2026
Standing bedeutet für mich: bei sich sein und gleichzeitig den anderen sehen können. Verantwortung übernehmen, ohne sich für alles verantwortlich zu fühlen. Die eigenen Grenzen kennen – und die des Gegenübers wahrnehmen.
Diese Kompetenz kann mit Erfahrung wachsen. Aber nicht jeder Hund bringt dafür die gleichen Voraussetzungen mit.
Kedis Tage sind gezählt. Und wenn ich meine Hunde anschaue, sehe ich ziemlich deutlich, wie unterschiedlich ihre sozialen Rollen sind:
Yes ist fein mit allen, aber selbst noch auf der Suche nach ihrer Rolle.
Pearl hat Standing und Stabilität – aber wenig soziales Interesse.
Tillmann ist Arbeitstier: Rennen an, sozialer Kontext aus.
Elmo sorgt für Recht und Ordnung – aber Ordnung halten und eine Gemeinschaft tragen sind zwei verschiedene Kompetenzen.
Und Pommes? Pommes hat Majo im Kopf. 😂
Und dann ist da Alma.
Klein. Hochsensibel. Empathisch. Sozial. Und mit Standing.
Sie sieht die einzelnen Hunde, kennt ihre Themen und begegnet jedem anders. Sie sucht Nähe, hält Distanz, mischt sich ein – oder eben nicht. Genau das macht Kedi auch.
Alma wird Kedi nicht ersetzen. Aber ich glaube, sie wird irgendwann auf ihre eigene Art eine ähnliche Rolle einnehmen.
Vielleicht weiß Kedi das längst. Alma darf ihr näher sein als fast jeder andere Hund – und wird von ihr ein Stück weit unter die Fittiche genommen.
Für mich braucht Standing keine körperliche Größe.
Es braucht Stabilität, um Verantwortung zu tragen.
Soziales Interesse, um den anderen wirklich zu sehen.
Und Klarheit, um Grenzen zu erkennen.
Nicht alles davon kann man lernen.
Aber vieles kann wachsen.
Standing sieht nicht bei jedem gleich aus.
Aber man spürt, wer es hat.
DAS IST FOKUS HUND.