09/06/2024
Liebe alle,
eigentlich sind wir doch alle einfach nur Bewohner des Planeten Erde; haben eine Nase im Gesicht, Augen und Ohren, laufen aufrecht auf zwei Füßen, und müssen atmen und Nahrung zu uns nehmen.
Wir alle möchten unseren „Sack mit unbekannter Menge Zeit ”den wir zur Geburt geschenkt bekommen haben, mit Freude am Leben und sinnvoll verbringen.
Wir alle wissen, dass wir eine Gemeinschaft für solch ein Leben brauchen. Der Mensch ist nicht für die Einsamkeit gemacht.
Nur in der Gemeinschaft kann der Einzelne überleben, sich fortpflanzen und die Weiterentwicklung ist möglich.
Wie kann es dann sein, dass der Blickwinkel von so manchen Menschen nur auf sich selbst gerichtet ist ? Das eigene Wohlbefinden ist so viel wichtiger und wird oft auf Kosten eines anderen ausgelebt. Woher kommt die steigende Aggressivität untereinander?
Zwei wunderbare Menschen, die ich leider nicht mehr kennenlernen konnte, sagten: „Erziehung ist Liebe und Vorleben!“
Genau dazu möchte ich einladen. Versuchen wir doch alle gemeinsam mit dem liebevollen Vorleben denjenigen, die noch Erziehung brauchen, eine Alternative aufzuzeigen.
Heute erzählten 5 Menschen aus unterschiedlichen Ländern in der Galerie Schönhof wie und warum sie unter welchen Bedingungen ihr eigenes Land und Zuhause verlassen mussten, alle Freunde und zum Teil Familie verlassen haben, um hier in einem fremden Land ohne Sprachkenntnisse mit vielen Ängsten begründet in der Vergangenheit und bestärkt durch ein Leben in der Fremde mit Nichts neu anzufangen. Wie einsam ist dieser mutige Mensch, der alles zurück lässt, die Gemeinschaft verlässt und einfach doch auch nur sein eigenes normales Leben leben möchte?
Ich war so unglaublich berührt und gleichzeitig so dankbar, dass ich zufällig in einem Land aufwachsen durfte, dessen Regierung demokratisch organisiert wird, wo ich auch als Frau in die Schule gehen konnte und mir ein Staat ein Studium finanziert hat und immer genug Nahrung da war. Wie kann ich mich denn dann von den mutigen Menschen, die dieses Glück nicht hatten, abwenden und auf ein Plakat schreiben: Ausländer raus????
Es ist meine Pflicht als Mensch, als Teil einer großen Gemeinschaft, als Bewohner des Planeten Erde, jedem anderen Menschen eine Tür zu öffnen und Unterstützung zu gewähren, so wie auch mir jeden Tag Unterstützung gewährt wird!
In diesem Sinne wünsche ich euch allen viele nette Begegnungen mit der Spezies Mensch aus allen Ländern dieser Welt. Nur dann ist das Leben lebenswert, wenn wir erkennen, dass wir alle aufeinander angewiesen sind und dafür selbst verantwortlich sind, dass das Miteinander liebevoll ist.
Mit herzlichen Grüßen
Silke Koebe