Pits-Hundeschule

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Hundeerzieher und Verhaltenstberater ( IHK ) Ordentliches Mitglied beim BHV
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❤️ Anni sucht dringend ein liebevolles Zuhause oder eine Pflegestelle! 🐾Ihr Lieben, heute möchte ich euch eine junge Hün...
13/10/2026

❤️ Anni sucht dringend ein liebevolles Zuhause oder eine Pflegestelle! 🐾

Ihr Lieben, heute möchte ich euch eine junge Hündin vorstellen, die dringend unsere Unterstützung braucht.

Die süße Anni wurde im April als Welpe vermittelt. Leider hat sich das Zusammenleben in ihrem bisherigen Zuhause nicht so entwickelt, wie man es sich für alle Beteiligten gewünscht hätte.

Anni hat im Laufe der Zeit zunehmend Unsicherheiten entwickelt und zeigt mittlerweile in verschiedenen Situationen ängstliches Verhalten. Offenbar wurden ihre Bedürfnisse nicht immer richtig erkannt und die notwendige Unterstützung kam leider nicht rechtzeitig.

Nun wird für Anni möglichst schnell ein neues Zuhause oder eine erfahrene Pflegestelle gesucht.

Dabei bringt Anni viele tolle Eigenschaften mit! ❤️

Sie ist freundlich, eher ruhig, sehr gut mit anderen Hunden verträglich, läuft gut an der Leine, lernt gerne und liebt ausgedehnte Spaziergänge.

Anni ist etwa 53 cm groß, wiegt rund 20 kg und befindet sich aktuell in Bruchsal.

Was sie jetzt braucht, sind Menschen mit Hundeerfahrung, Geduld und Einfühlungsvermögen. Menschen, die ihr Sicherheit geben, ihre Unsicherheiten verstehen und ihr die Zeit lassen, in ihrem eigenen Tempo Vertrauen aufzubauen.

Als Hundetrainer weiß ich, wie wichtig gerade bei unsicheren Hunden ein verständnisvoller und verlässlicher Umgang ist. Mit der richtigen Begleitung können Hunde wieder lernen, sich sicherer zu fühlen und Vertrauen zu entwickeln.

Mir geht es bei diesem Beitrag nicht darum, Schuldige zu suchen oder jemanden zu verurteilen. Entscheidend ist, dass Anni jetzt die Chance auf einen guten Neustart bekommt.

Und genau deshalb brauche ich eure Hilfe! 🐾

Vielleicht gibt es hier in unserer Gruppe jemanden, der Anni aufnehmen könnte. Oder ihr kennt erfahrene Hundemenschen, die einer solchen Hündin ein liebevolles Zuhause oder vorübergehend eine Pflegestelle bieten möchten.

Bitte teilt diesen Beitrag gerne weiter. Manchmal reicht schon ein einziger Kontakt, um für einen Hund etwas ganz Großes zu verändern.

Wer helfen kann oder Fragen hat, darf sich gerne direkt bei mir melden. Ich stelle den Kontakt zur Vermittlerin her.

Anni hat eine zweite Chance verdient. Vielleicht finden wir gemeinsam genau die Menschen, bei denen sie endlich ankommen darf. ❤️

Euer Pit

❤️ Eine persönliche Nachricht an alle Kunden und Freunde meiner Hundeschule 🐾Ihr Lieben,die meisten von euch haben siche...
09/10/2026

❤️ Eine persönliche Nachricht an alle Kunden und Freunde meiner Hundeschule 🐾

Ihr Lieben,

die meisten von euch haben sicherlich mitbekommen, dass ich nach einigen Monaten in Italien wieder zurück in Deutschland bin. Und vielleicht fragt sich der eine oder andere, wann es mit mir und der Hundeschule wieder richtig losgeht.

Leider gibt es einen traurigen Grund, warum ich mich momentan etwas zurückziehe. 😔

Bei meinem Jimmy wurde während unserer Zeit in Italien ein Gehirntumor festgestellt. Eine Diagnose, die natürlich erst einmal alles verändert hat.

Zum Glück ist mein alter Freund momentan mit seinen Medikamenten gut eingestellt und schmerzfrei. ❤️ Und dafür bin ich unglaublich dankbar.

Wie viel gemeinsame Zeit uns noch bleibt, weiß niemand. Aber eines weiß ich ganz sicher: Diese Zeit möchte ich mit ihm verbringen. Ohne Stress, ohne Termindruck und ohne ständig auf die Uhr schauen zu müssen.

Jimmy war so viele Jahre an meiner Seite. Jetzt bin ich für ihn da. ❤️🐾

Deshalb werde ich mich vorerst aus dem aktiven Hundetraining zurückziehen. Wann ich selbst wieder einsteige, kann und möchte ich im Moment noch nicht sagen.

Aber keine Sorge, die Hundeschule geht natürlich weiter! 😊

Melanie hat sich sofort bereit erklärt, die Betreuung und das Training zu übernehmen. Dafür bin ich ihr wirklich von Herzen dankbar. Es ist ein schönes Gefühl, zu wissen, dass die Hundeschule in guten Händen ist.

Wenn ihr Fragen habt, Training benötigt oder einen Termin vereinbaren möchtet, meldet euch bitte direkt bei Melanie. Sie ist ab sofort eure Ansprechpartnerin.

Nach so vielen Jahren als Hundetrainer fällt es mir natürlich nicht ganz leicht, mich etwas zurückzunehmen. Die Arbeit mit euch und euren Hunden war und ist immer ein wichtiger Teil meines Lebens.

Aber manchmal erinnert uns das Leben daran, was wirklich zählt.

Und im Moment ist das für mich mein Jimmy. ❤️

Danke für euer Verständnis, eure Treue und all die schönen Jahre, die ich mit euch und euren Vierbeinern erleben durfte.

Wir bleiben natürlich in Verbindung. Und wer weiß, vielleicht stehe ich irgendwann wieder mit euch auf dem Trainingsplatz. 😊

Bis dahin genieße ich jeden einzelnen Tag mit meinem alten Freund.

Euer Pit 🐾❤️

Pits Hundeschule

Und wieder hat es eine geschafft! 🥳🐾Kira hat ihren Wesenstest bestanden! ❤️💪Ich freue mich wirklich riesig für euch. Hin...
03/10/2026

Und wieder hat es eine geschafft! 🥳🐾

Kira hat ihren Wesenstest bestanden! ❤️💪

Ich freue mich wirklich riesig für euch. Hinter so einem Ergebnis steckt nicht einfach nur „ein bisschen Training“, sondern Vertrauen, Geduld, gemeinsames Arbeiten und vor allem ein Mensch, der bereit ist, seinen Hund zu verstehen und mit ihm gemeinsam seinen Weg zu gehen.

Kira, du hast das richtig klasse gemacht. 🐶❤️
Und natürlich auch ein großes Kompliment an deine Menschen. Ihr könnt stolz auf euch sein!

Herzlichen Glückwunsch zum bestandenen Wesenstest! 🎉🐾

Genau solche Momente liebe ich an meinem Beruf. ❤️

„Der Hund hat kein Problem. Er zeigt eins.“Diesen Satz sollte man sich eigentlich öfter vor Augen halten. Denn das, was ...
21/09/2026

„Der Hund hat kein Problem. Er zeigt eins.“

Diesen Satz sollte man sich eigentlich öfter vor Augen halten. Denn das, was uns am Hund stört, ist meistens nur das, was wir sehen. Bellen. Ziehen. Knurren. In die Leine springen. Nicht ansprechbar sein. Sich zurückziehen. Erstarren. Nach vorne gehen. Und dann wird ganz schnell genau dieses Verhalten zum „Problem“ erklärt.

Dabei ist Verhalten oft nur die sichtbare Spitze von etwas, das darunter liegt.

Ein Hund, der an der Leine ausrastet, kann frustriert, unsicher, überfordert oder stark erregt sein. Ein Hund, der sich zurückzieht, kann Angst haben, Schmerzen haben, erschöpft sein oder gelernt haben, dass Distanz für ihn die beste Lösung ist. Ein Hund, der knurrt, sagt nicht automatisch „Ich bin böse“, sondern erstmal: Hier stimmt für mich gerade etwas nicht. Und ein Hund, der permanent zieht, ist nicht zwangsläufig respektlos. Vielleicht ist er aufgeregt, vielleicht hat er nie gelernt, wie lockere Leine überhaupt funktioniert, vielleicht ist die Umgebung für ihn viel zu viel.

Das Entscheidende ist: Das gleiche Verhalten kann völlig unterschiedliche Ursachen haben. Genau deshalb ist es fachlich so schwach, einfach nur das Sichtbare wegmachen zu wollen.

Wenn ich nur das Bellen stoppe, weiß ich noch lange nicht, warum der Hund gebellt hat. Wenn ich Knurren bestrafe, habe ich vielleicht das Knurren reduziert, aber nicht unbedingt das Gefühl dahinter. Wenn ich einen Hund zwinge, in einer Situation auszuhalten, in der er eigentlich überfordert ist, habe ich nicht automatisch Sicherheit geschaffen. Vielleicht habe ich nur erreicht, dass er weniger zeigt.

Und genau da liegt für mich ein riesiger Unterschied.

Ein Hund, der still geworden ist, ist nicht automatisch ein entspannter Hund.

Gutes Training beginnt deshalb nicht mit „Wie bekomme ich das weg?“, sondern mit „Warum passiert das überhaupt?“. Was war vorher? In welcher Situation tritt es auf? Wie sieht die Körpersprache aus? Was passiert danach? Ist der Hund gesund? Gibt es Schmerzen? Wie hoch ist seine Erregung? Was hat er in ähnlichen Situationen gelernt?

Erst wenn man das versteht, kann man sinnvoll trainieren.

Und nein, das bedeutet nicht, jedes Verhalten einfach hinzunehmen. Aggression bleibt ernst zu nehmen. Ziehen kann gefährlich sein. Dauerstress ist weder für Hund noch Mensch schön. Natürlich darf und soll man Verhalten verändern.

Aber bitte nicht blind am Symptom herumdoktern.

Denn manchmal ist der Hund nicht „schwierig“.

Manchmal hat er einfach Schwierigkeiten.

Und das ist ein gewaltiger Unterschied.

Wer nur das Verhalten bekämpft, sieht den Hund vielleicht gar nicht mehr. Wer verstehen will, warum es da ist, fängt an, wirklich zu trainieren. ❤️🐾

Grenzen setzen heißt nicht, hart zu sein.Irgendwie hält sich in der Hundewelt hartnäckig die Vorstellung, es gäbe nur zw...
20/09/2026

Grenzen setzen heißt nicht, hart zu sein.

Irgendwie hält sich in der Hundewelt hartnäckig die Vorstellung, es gäbe nur zwei Möglichkeiten: Entweder der Hund darf alles und tanzt seinem Menschen irgendwann auf der Nase herum, oder man muss „klar durchgreifen“, damit er weiß, wo sein Platz ist. Beides ist mir viel zu einfach gedacht.

Ein Hund braucht Grenzen. Natürlich. Er braucht Regeln, Orientierung, Verlässlichkeit und manchmal auch ein klares Nein. Aber eine Grenze wird nicht dadurch besser, dass sie laut, unangenehm oder einschüchternd durchgesetzt wird. Im Gegenteil. Wirklich gute Grenzen sind verständlich, vorhersehbar und fair. Der Hund weiß, was gilt, und vor allem weiß er auch, welches Verhalten stattdessen erwünscht ist.

Wenn mein Hund zum Beispiel an der Haustür jedes Mal nach draußen schießt, kann ich ihn natürlich körperlich blockieren, anbrüllen oder jedes Mal hektisch zurückdrängen. Ich kann ihm aber auch sauber beibringen: Tür geht erst auf, wenn du wartest. Ruhiges Verhalten bringt dich ans Ziel. Das ist ebenfalls eine Grenze. Nur ohne Theater.

Und nein, positive Verstärkung bedeutet nicht, dass der Hund machen darf, was er möchte. Das ist eines dieser Missverständnisse, die sich offenbar nicht totkriegen lassen. Ich kann freundlich trainieren und trotzdem konsequent sein. Ich kann meinem Hund Sicherheit geben und ihm trotzdem etwas verbieten. Ich kann Bedürfnisse ernst nehmen und trotzdem sagen: „Nein, das geht jetzt nicht.“

Konsequenz hat nämlich nichts mit Härte zu tun.

Konsequenz bedeutet, dass eine Regel heute genauso gilt wie morgen. Dass ich nicht erst fünfmal lache, wenn der Hund etwas macht, und beim sechsten Mal plötzlich ausraste. Dass ich klar kommuniziere und nicht erwarte, dass mein Hund meine Tagesform errät.

Genau da liegt für mich der Unterschied zwischen Führung und Machtausübung.

Führung gibt Orientierung.

Macht will Gehorsam um jeden Preis.

Ein Hund darf Grenzen kennenlernen, ohne Angst vor seinem Menschen zu haben. Er darf Frust erleben, ohne absichtlich eingeschüchtert zu werden. Er darf auch mal hören, dass etwas nicht erlaubt ist. Das gehört zum Leben dazu. Entscheidend ist nur, wie wir damit umgehen.

Denn ein Hund braucht keinen Menschen, der beweist, dass er stärker ist.

Das weiß der Hund vermutlich sowieso. 😉

Er braucht einen Menschen, auf den er sich verlassen kann. Einen, der nicht heute alles erlaubt und morgen wegen derselben Sache explodiert. Einen, der ruhig bleibt, wenn der Hund es gerade nicht schafft. Und einen, der versteht, dass Grenzen nicht gegen den Hund gerichtet sind, sondern ihm im besten Fall helfen, sich in unserer Welt zurechtzufinden.

Für mich ist deshalb weder „Der Hund darf alles“ gutes Training noch „Der muss wissen, wer der Chef ist“.

Die interessante Mitte liegt dazwischen.

Klar sein, ohne unfair zu werden. Konsequenz zeigen, ohne Angst zu erzeugen. Grenzen setzen, ohne die Beziehung dabei kaputtzumachen.

Denn wer für eine Grenze Härte braucht, hat oft nicht besonders klar kommuniziert.

Und ein Hund, der mir vertraut und weiß, woran er ist, braucht keine Machtdemonstration.

Er braucht Führung, die sich auch dann noch gut anfühlt, wenn die Antwort mal Nein lautet. ❤️

Manche Hundebesitzer wollen ihren Hund verstehen. Andere wollen einfach nur recht haben.Und genau da wird es schwierig. ...
19/09/2026

Manche Hundebesitzer wollen ihren Hund verstehen. Andere wollen einfach nur recht haben.

Und genau da wird es schwierig. Der Hund zieht an der Leine? „Der will bestimmen.“ Er bellt? „Der provoziert mich.“ Er knurrt? „Der braucht mal eine klare Ansage.“ Er hört in einer Situation nicht? „Der weiß ganz genau, was er soll.“ Solche Erklärungen sind schön einfach, aber fachlich oft viel zu kurz gedacht. Verhalten entsteht nicht aus dem Nichts. Ein Hund reagiert aufgrund von Emotionen, Lernerfahrungen, Motivation, Bedürfnissen und der Situation, in der er sich gerade befindet. Angst, Frust, Unsicherheit, Aufregung oder Stress können Verhalten genauso auslösen wie eine gelernte Erwartung.

Und nein, das heißt nicht, dass ein Hund machen darf, was er will. Natürlich braucht er Grenzen, Regeln und Orientierung. Aber bevor ich Verhalten einfach nur korrigiere, sollte ich verdammt nochmal verstehen, warum es überhaupt da ist. Ein Hund, der aus Angst nach vorne geht, braucht etwas anderes als ein Hund, der gelernt hat, dass Pöbeln ihm zuverlässig Abstand verschafft. Von außen kann das ähnlich aussehen, im Training macht es aber einen gewaltigen Unterschied.

Genau deshalb reicht mir dieses ewige „Das muss der einfach lernen“ nicht. Ich will wissen, warum er es noch nicht kann. Ich kann Verhalten unterbrechen, ich kann Druck machen, ich kann einen Hund so weit bringen, dass er etwas nicht mehr zeigt. Aber nur weil ein Verhalten verschwindet, heißt das noch lange nicht, dass das Problem verschwunden ist. Ein stiller Hund ist nicht automatisch entspannt. Ein Hund, der sich nicht mehr wehrt, hat nicht automatisch verstanden. Und Gehorsam ist nicht automatisch Vertrauen.

Gutes Hundetraining beginnt für mich deshalb nicht beim Ego des Menschen, sondern beim Hund. Man darf widersprechen, man darf kritisch sein, man darf Dinge komplett anders sehen. Aber dann sollte man auch bereit sein, hinzuschauen, zuzuhören und die eigene Meinung gelegentlich auf den Prüfstand zu stellen. „Das habe ich schon immer so gemacht“ ist kein fachliches Argument. „Bei meinem Hund funktioniert es“ ebenfalls nicht. Es zeigt nur, dass etwas eine Wirkung hatte. Nicht, ob es die fairste, sinnvollste oder beste Lösung für diesen Hund war.

Und genau da trennt sich Wissen von Rechthaben. Wer wirklich etwas über Hunde weiß, muss nicht so tun, als hätte er auf alles eine Antwort. Im Gegenteil. Je mehr man über Verhalten lernt, desto klarer wird, dass jeder Hund individuell betrachtet werden muss. Vielleicht wäre deshalb einer der stärksten Sätze überhaupt: „Vielleicht habe ich meinen Hund gerade falsch verstanden.“

Damit verliert man keine Autorität. Man gewinnt Verständnis.

Und am Ende sollte genau darum gehen. Nicht darum, wer eine Diskussion gewinnt. Nicht darum, wer am lautesten „Ich weiß es besser“ ruft. Und ganz sicher nicht darum, dass ein Hund funktionieren muss, damit unser Ego zufrieden ist.

Der Hund sollte niemals den Preis dafür bezahlen, dass sein Mensch unbedingt recht behalten möchte.

Wer Hunde wirklich liebt, muss nicht alles wissen. Aber er sollte verdammt nochmal bereit sein, weiterzulernen. ❤️🐾

Nur weil dein Hund weitermacht, heißt das noch lange nicht, dass sein Körper „Ja“ sagt.Hunde sind unglaublich motivierba...
18/09/2026

Nur weil dein Hund weitermacht, heißt das noch lange nicht, dass sein Körper „Ja“ sagt.

Hunde sind unglaublich motivierbar. Genau das lieben wir an ihnen. Aber genau das kann ihnen auch zum Verhängnis werden.

Der Balljunkie rennt auch beim 50. Wurf noch los. Der Agilityhund nimmt noch einen Sprung. Der Frisbee-Hund fliegt noch einmal durch die Luft. Beim Flyball wird weiter beschleunigt und gewendet, beim Canicross, Bikejöring oder Dogscooting weitergezogen, beim Fahrrad weitergelaufen. Auch Hoopers, Longieren, Treibball, Dogdance, Obedience, Rally Obedience, Dummyarbeit, Mantrailing, IGP, Zughundesport, Schwimmen können den Körper fordern.

Und trotzdem kann der Hund dabei aussehen, als hätte er den geilsten Tag seines Lebens.

Denn Motivation ist kein Gesundheitszeugnis.

Ein Hund denkt nicht: „Meine Sehne ist heute schon ziemlich belastet.“ Er denkt nicht darüber nach, wie oft er gesprungen, abrupt gebremst, gewendet oder beschleunigt hat. Sein Kopf sagt vielleicht längst wieder NOCHMAL!, während Muskeln, Gelenke und Bänder eigentlich Regeneration bräuchten.

Das bedeutet nicht, dass wir keinen Hundesport machen sollen. Im Gegenteil. Gut aufgebauter Sport kann körperlich und mental richtig wertvoll sein.

Aber Sport muss zum Hund passen. Nicht der Hund zum Sport.

Alter, Körperbau, Gewicht, Trainingszustand, Technik, Untergrund, Intensität, Pausen und gesundheitliche Voraussetzungen entscheiden mit.

Deshalb interessiert mich beim Training nicht nur:

„Kann mein Hund das?“

Mich interessiert viel mehr:

„Ist das, was ich gerade von ihm verlange, auch gut für ihn?“

Denn Verantwortung beginnt für mich genau da, wo der Hund selbst nicht mehr entscheiden kann.

Und manchmal ist das beste Training nicht noch eine Runde, noch ein Sprung oder noch ein Wurf.

Sondern ein Mensch, der seinen Hund anschaut und sagt:

„Komm, Kumpel. Du würdest zwar noch weitermachen … aber für heute reicht’s.“ ❤️🐾

Deutschland hat Termine. Italien hat Zeit. 🇩🇪🇮🇹Nach ein paar Monaten Italien habe ich langsam verstanden, warum ich hier...
17/09/2026

Deutschland hat Termine. Italien hat Zeit. 🇩🇪🇮🇹

Nach ein paar Monaten Italien habe ich langsam verstanden, warum ich hier so entspannt geworden bin.

In Deutschland schaut man gern erst mal, was der andere hat. Neues Auto? „Aha, läuft wohl.“ Urlaub? „Schon wieder?“ Schönes Haus? „Bestimmt geerbt.“ Und wenn jemand glücklich aussieht, wird sicherheitshalber kurz geprüft, ob das überhaupt gerechtfertigt ist. 😂

In Italien dagegen interessiert sich erstaunlich wenig jemand dafür, ob dein Nachbar mehr hat als du. Hauptsache, der Kaffee ist gut, das Essen schmeckt und irgendjemand sitzt mit am Tisch.

In Deutschland ist vieles geregelt. Sehr vieles. Wahrscheinlich gibt es irgendwo sogar eine Verordnung darüber, wie entspannt man maximal sein darf.

Der Deutsche sagt:
„Dafür habe ich heute keine Zeit.“

Der Italiener sagt:
„Komm, trink erst mal einen Kaffee.“

Und plötzlich ist eine Stunde vorbei.

In Deutschland weiß der Nachbar manchmal besser als du selbst, wann deine Mülltonne draußen stand, wie oft Besuch bei dir war und ob du letzten Sonntag wirklich schon wieder gegrillt hast.

In Italien weiß der Nachbar vielleicht nicht mal genau, wie du heißt, aber wenn dein Auto nicht anspringt, stehen plötzlich drei Leute daneben, einer hat Werkzeug, einer gibt Tipps und der Dritte bringt Espresso.

Und diese Missgunst…

Manchmal habe ich in Deutschland das Gefühl, Erfolg wird einem durchaus gegönnt. Solange er nicht größer ist als der eigene. 😄

In Italien zeigt dir jemand sein altes Haus, seinen Garten und drei Tomatenpflanzen und sagt dabei so stolz „bellissimo“, als hätte er gerade eine Villa am Comer See gekauft.

Vielleicht ist genau das der Unterschied.

Bei uns wird oft verglichen.
Hier wird mehr genossen.

Bei uns muss alles effizient sein.
Hier darf ein Mittagessen auch mal drei Stunden dauern.

Bei uns heißt es:
„Zeit ist Geld.“

In Italien scheint eher zu gelten:
„Zeit ist Leben.“

Natürlich sind nicht alle Deutschen neidisch und alle Italiener automatisch freundlich, entspannt und hilfsbereit. Das wäre genauso Quatsch.

Aber mein persönlicher Eindruck nach diesen Monaten ist schon ziemlich eindeutig:

Deutschland hat mir beigebracht, pünktlich zu sein, mich an Regeln zu halten und meine Mülltonne korrekt rauszustellen.

Italien hat mich daran erinnert, dass man zwischendurch vielleicht auch einfach mal leben sollte.

Und ganz ehrlich…

Wenn ich irgendwann anfange, mich darüber aufzuregen, dass mein Nachbar seinen Rasen zwei Zentimeter zu hoch wachsen lässt, setzt mich bitte sofort ins Auto und bringt mich zurück nach Italien. 😂🇮🇹❤️

🇮🇹 Italienischer Hund vs. deutscher Hund 🇩🇪Nach ein paar Monaten in Italien bin ich zu einer Erkenntnis gekommen:Der ita...
13/09/2026

🇮🇹 Italienischer Hund vs. deutscher Hund 🇩🇪

Nach ein paar Monaten in Italien bin ich zu einer Erkenntnis gekommen:

Der italienische Hund lebt.

Der deutsche Hund hat einen Stundenplan. 😂

In Deutschland verlässt man mit dem Hund nicht einfach das Haus. Man startet eine kleine Expedition. Geschirr, Leine, Ersatzleine, Kotbeutel, Wasser, Leckerlibeutel, Schleppleine und am besten noch drei verschiedene Snacks für unterschiedliche Schwierigkeitsgrade.

In Italien sagt einer nur:

„Komm.“

Und der Hund kommt halt mit. 😄

Dann liegt er zwei Stunden unter einem Tisch auf der Piazza. Neben ihm klappern Teller, Kinder rennen vorbei, Roller knattern, irgendwo hupt jemand und fünf Italiener diskutieren gleichzeitig mit einer Lautstärke, bei der ein deutscher Hundetrainer schon überlegen würde, ob man das Reizniveau reduzieren sollte.

Der Hund?

Pennt. 😂

In Deutschland taucht am Horizont ein anderer Hund auf und sofort beginnt das Krisenmanagement.

„Rüde oder Hündin?“
„Kastriert?“
„Verträglich?“
„Darf meiner Hallo sagen?“
„Meiner ist eigentlich ganz lieb, aber…“

Der italienische Hund schaut einmal kurz rüber.

„Ah. Ein Hund.“

Und weiter geht’s.

Bei uns bekommt der Hund Beschäftigung, Kopfarbeit, Nasenarbeit, Impulskontrolle, Ruhetraining und manchmal sogar Training dafür, dass er beim Training auch mal nichts tun soll.

In Italien liegt Giovanni seit 10 Uhr unter einem Plastikstuhl.

Niemand hat ihm erklärt, dass das Ruhetraining ist.

Er macht es einfach. 😂

Und während wir überlegen, ob Bello heute wirklich ausreichend geistig ausgelastet wurde, hat Luigi wahrscheinlich gerade seinen anspruchsvollsten Tagespunkt erreicht:

Vom Schatten unter dem Tisch in den Schatten neben dem Tisch wechseln.

Natürlich ist das alles ein bisschen überspitzt. Auch in Italien gibt es nervöse Hunde, unerzogene Hunde und Hunde, bei denen man besser nicht zu genau hinschaut.

Aber einen Unterschied finde ich trotzdem spannend:

Hier gehören Hunde oft einfach zum Alltag dazu.

Sie müssen nicht ständig bespaßt, optimiert, analysiert oder therapeutisch begleitet werden, nur weil sie mal fünf Minuten gelangweilt aussehen.

Vielleicht sind italienische Hunde also gar nicht entspannter.

Vielleicht haben sie einfach weniger Termine. 😂

Und vielleicht brauchen manche unserer Hunde nicht noch mehr Training.

Vielleicht brauchen sie einfach einen Espresso für den Menschen und drei Stunden unter einem Tisch.

Dolce Vita eben. 🇮🇹🐶

Der „reaktive Hund“ – plötzlich sind sie überallGefühlt begegnet einem dieser Begriff inzwischen an jeder Ecke. Reaktive...
11/09/2026

Der „reaktive Hund“ – plötzlich sind sie überall

Gefühlt begegnet einem dieser Begriff inzwischen an jeder Ecke. Reaktive Hunde, Kurse für reaktive Hunde, Spaziergänge für reaktive Hunde, Webinare, Onlineprogramme und spezielle Trainingsgruppen. Man könnte fast meinen, da wäre in den letzten Jahren eine ganz neue Art Hund entstanden.

Dabei ist weder das Verhalten neu noch der Begriff wirklich neu.

Hunde, die bei bestimmten Reizen bellen, fixieren, in die Leine springen, knurren, Abstand schaffen wollen oder sich so hochfahren, dass sie kaum noch ansprechbar sind, gab es schon immer. Früher wurden solche Hunde oft sehr schnell als aggressiv, dominant oder schlecht erzogen abgestempelt. Heute heißt es deutlich häufiger: Der Hund ist reaktiv.

Dass wir heute genauer hinschauen und nicht jedes schwierige Verhalten sofort mit Dominanz oder Aggression erklären, finde ich grundsätzlich gut. Schwierig wird es für mich erst dann, wenn aus „reaktiv“ plötzlich eine Erklärung wird.

Denn genau das ist es nicht.

Mit „reaktiv“ wird heute meist beschrieben, dass ein Hund auf bestimmte Reize auffällig schnell oder intensiv reagiert. Eine einheitliche fachliche Definition gibt es dafür allerdings nicht. Und vor allem sagt der Begriff noch nichts darüber aus, warum der Hund dieses Verhalten zeigt.

Ein Hund kann bei einer Begegnung nach vorne gehen, weil er Angst hat. Ein anderer zeigt ein sehr ähnliches Verhalten aus Frust, weil er unbedingt zum anderen Hund möchte. Wieder ein anderer hat schlechte Erfahrungen gemacht oder gelernt, dass sein Verhalten funktioniert. Er macht ordentlich Theater, der andere Hund verschwindet, also war das Verhalten aus seiner Sicht erfolgreich. Dazu kommen Hunde, die ohnehin schnell hochfahren, mit bestimmten Reizen schlecht umgehen können, überfordert sind oder bei denen körperliche Beschwerden eine Rolle spielen.

Von außen kann das alles ziemlich ähnlich aussehen.

Für das Training macht es aber einen gewaltigen Unterschied, was dahintersteckt.

Wenn mir jemand sagt: „Mein Hund ist reaktiv“, weiß ich deshalb erstmal noch erstaunlich wenig. Spannend wird es erst danach. Wann passiert es? Bei welchen Reizen? In welcher Entfernung? Nur an der Leine oder auch ohne? Wie sieht der Hund kurz davor aus? Was hat er bisher gelernt? Welche Funktion hat dieses Verhalten in genau dieser Situation?

Das sind für mich die Fragen, mit denen vernünftiges Training beginnt.

Und genau deshalb tue ich mich ein bisschen schwer damit, wenn „reaktiv“ irgendwann zum Etikett wird. Dann ist da nicht mehr dieser eine Hund mit seiner Geschichte, seinen Erfahrungen und seinem Verhalten, sondern nur noch „der reaktive Hund“.

Das klingt praktisch. Man kann es gut erklären. Und inzwischen lässt sich damit natürlich auch hervorragend ein Angebot verkaufen.

Nur hilft ein Etikett dem Hund erstmal überhaupt nicht.

Zwei Hunde können in einer Situation sehr ähnliches Verhalten zeigen und trotzdem völlig unterschiedliche Gründe dafür haben. Und wenn die Gründe unterschiedlich sind, kann auch das Training nicht einfach immer dasselbe sein.

Vielleicht brauchen wir deshalb gar nicht ständig neue Schubladen.

Vielleicht sollten wir einfach wieder genauer hinschauen.

Nicht auf den Begriff.

Sondern auf den Hund, der gerade vor uns steht.

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Pfullendorf
88630

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