01/07/2026
Ich habe alles getan, um mich nicht hinzusetzen.
Vier Tage Stille.
Keine Termine. Kaum Handy. Vor allem aber eine Aufgabe aus meiner Waldbaden-Ausbildung:
Schreibe die Fragen auf, die dich gerade am meisten bewegen.
Ich dachte, ich müsste lange nach Antworten suchen.
Stattdessen merkte ich etwas ganz anderes.
Die Fragen waren längst da. Sie schwirrten seit Wochen in meinem Kopf herum. Aber erst als ich sie wirklich präzise formulieren musste, veränderte sich etwas:Kaum war eine Frage klar auf dem Papier, begann sich auch mein Blick darauf zu verändern.
Eine meiner Fragen war:
Warum bringen mich bestimmte Situationen als Mutter immer wieder an meine Grenzen?
Während ich schrieb, wurde mir bewusst, dass es nicht einfach um das Muttersein ging. Es ging darum, wie unerwartet ich dabei immer wieder meinen eigenen wunden Punkten begegne – und gleichzeitig für meine Kinder da sein möchte.
Nicht auf jede Frage kam sofort eine Antwort. Eine hat mich sogar erst einmal in eine ziemliche Gedankenschleife geführt.
Und trotzdem bin ich mit einer wichtigen Erkenntnis nach Hause gefahren:
Klarheit beginnt für mich nicht erst mit einer Antwort.
Sie beginnt damit, eine Frage so ehrlich und präzise zu formulieren, dass ich wirklich erkenne, worum es eigentlich geht.
Aus diesen vier Tagen nehme deshalb nicht nur die Antworten mit, die ich gefunden habe.
Sondern die Erfahrung, dass gut gestellte Fragen der erste Schritt zu echter Klarheit sind.
✨ Welche Frage begleitet dich gerade – eine, auf die du vielleicht noch nie den Mut hattest, sie wirklich auszuformulieren?
Denk mal drüber nach.
❤️-lichst, Sonja