Problem-Mensch-Hund

Problem-Mensch-Hund Hundetrainer, Hundeschule, Seminare und Weiterbildungen - Coaching für Mensch und Hund! Marion Höft
Ich berate Menschen und trainiere Hunde

04/06/2026

Mensch und Hund

viele Veränderungen, viele Probleme: Zeit umzukehren!

Seit Jahrtausenden leben Mensch und Hund zusammen, zusammengefunden weil man sich das Überleben gegenseitig sichern konnte.

Menschen machten sich die hervorragenden Jagdeigenschaften der Hunde zu eigen. Man ging gemeinsam auf die Jagd und für Beide fiel genug Futter ab. Man war Partner auf Augenhöhe.

Dies änderte sich als der Mensch seßhaft wurde und sich der Viehhaltung widmete. Dass sich die ehemaligen Jagdkumpane an den eigenen Schafen oder Rindern bedienten, war nicht mehr erwünscht. Unter den einstigen Jagdgenossen Hund und Mensch begann ein Kampf um die Ressource Futter. Vielen Hunden hat dies das Leben gekostet, gegen die Waffen der Menschen waren sie wehrlos.

Die Menschen erkannten allerdings die herausragenden Fähigkeiten der Hunde wie Intelligenz, Wachsamkeit, hervorragender Geruchs- und Gehörsinn sowie den Jagdtrieb.

Mit der Veränderung des Menschen mussten sich aber auch die Hunde verändern. Wilde Hunde waren für die Menschen nicht von nutzen. So begann man, Hunde für spezielle Aufgaben zu züchten, je nachdem welchen Zweck sie für die Menschen erfüllen sollten.

Man begann die Hunde für sich arbeiten zu lassen. Sie bewachten Haus in Hof, beschützten die Viehherden oder halfen bei der Nahrungsbeschaffung, der Jagd.

Mit diesen Aufgaben waren die Hunde voll und ganz ausgelastet.

Die Menschen aber veränderten sich immer mehr, sie wurden zu Landwirten und versorgten sich größenteils mit dem was sie selbst angebaut hatten. Hund und Mensch wurden wieder zu Partnern. Die Hunde erledigten ihren Job, als „Lohn“ gab es Futter. Dieses Futter bestand hauptsächlich aus den Essensresten der Menschen.

Trotz dieser aus heutiger Sicht tödlichen Ernährung, waren die Hunde erstaunlich zäh und widerstandsfähig. Sie lebten draußen, egal bei welcher Witterung und niemand machte sich Gedanken ob die Hunde einen Hitzeschock bekommen oder sich bei Regen eine Erkältung einfangen könnten.

Die Veränderung der Menschen aber ging weiter. Statt für sich selber zu arbeiten und sich selbst zu versorgen, begann man für andere zu arbeiten. Man ging in Fabriken um Geld zu verdienen. Mit diesem Geld erkaufte man sich ein angenehmeres Leben mit vielen Dingen, die man meinte zu brauchen: Autos, schicke Möbel, hippe Klamotten etc.

Für die Hunde bedeutete die Einläutung der Industrialisierung abermals, dass Sie ihren Job verloren. Es gab kaum noch Höfe, die die herausragenden Wächter oder Hüter benötigten.

Sie waren die Verlierer des als fortschrittlich bezeichneten Lebensstils der Menschen und dies hat auf unsere Hunde bis heute Auswirkungen.

Die zunehmende Urbanisierung hatte auch Auswirkungen auf die Menschen. Statt in großen Familien eingebettet zu sein, lebte man vielfach allein und ein neues Gefühl kam auf: Einsamkeit!

Wieder machte man sich den Hund zu nutze, allerdings waren sein robustes Äußeres und seine Eigenständigkeit nicht mehr erwünscht.

Der Mensch begann abermals, Hunde zu verändern. Sie mussten kleiner und pflegeleichter werden. Durch diverse Züchtungen wurden Hunde kreiert, die den Wünschen der neuen Menschen entsprachen. Auf die Gesundheit der Hunde wurde allerdings weniger geachtet, Hauptsache die Optik entsprach den HundeliebhaberInnen.

Die Optik konnte der Mensch im Lauf der Evolution anpassen, nicht aber deren „Innenleben“.

Bis heute sind unsere Hunde hervorragende Jäger, Wächter, oder Hüter.

Bis heute steht bei unseren Hunden eines an erster Stelle: ihr Überleben. Dazu gehört Futter und die Fortpflanzung der eigenen Art.

Im Grunde hätten Hund und Mensch dies wieder gemeinsam. Auch unser Denken und Handeln dreht sich ums Überleben: dem Essen und die Fortpflanzung der eigenen Art.

Doch wir wollen mehr, immer exotischeres Essen, mehr Kleidung, noch schönere Möbel, immer das neueste Auto und alle zwei Jahre das noch leistungsfähigere Handy. Diese Aufzählung könnte noch schier endlos weitergeführt werden.

Diesen Konsumwahn haben findige Geschäftsleute auch auf unser liebstes Haustier übertragen. Mittels Dauerberieselung wird uns eingeredet was Hunde so alles brauchen sollen: Spielzeug, Hundebetten, Hundekleidung, Kühlmatten, diverse Beschäftgungsprogramme, Hundebürsten, Hundezahnpaste und und und....

Statt Partner auf Augenhöhe haben wir unsere Hunde zum Ersatz gemacht, Ersatz für unsere sozialen Defizite, den wir als Preis für unsere „neue Welt“ zahlen.

Heute ist es die Aufgabe unserer Hunde unsere Einsamkeit zu vertreiben, uns glücklich zu machen und unser bester Freund zu sein.
Hunde sollen funktionieren wie all die Maschinen die wir erfunden haben.

Übersehen wird dabei, dass Hunde dies nicht leisten können, dass wir unsere Hunde mit unseren Erwartungen und der Welt, in die wir sie hineinpressen, hoffnungslos überfordern.

Doch dies passt nicht in unsere als modern bezeichnete neue Welt, in eine Welt in der für Andersartigkeit kein Platz ist. Wir verweigern uns hartnäckig vor der Tatsache, dass Hunde immer noch Jagdraubtiere und Beutegreifer sind. Wir sehen was wir sehen wollen: Kinderersatz, Partnerersatz, verständnisvoller Seelentröster und der menschlichen Sprache mächtig.

Unser größtes Bestreben war immer uns zu optimieren, unsere Lebensweise angenehmer zu machen und uns von anderen immer mehr abzuheben, von was auch immer!

Dies haben wir auch auf unsere Hunde übertragen, wir wollen sie immer weiter optimieren und sie an unser Leben anpassen.

Hier machen wir den größten Fehler und produzieren selbst die sich immer mehr häufenden Problemen im Zusammenleben mit unseren Hunden:

Wir haben uns verändert, unsere Hunde aber nicht. Unsere Hunde sind im Grunde immer noch so einfach strukturiert wie immer. Die Verkomplizierung haben wir selbst verursacht - durch eine fehlgeleitete Sichtweise auf unsere Hunde., die uns von „Experten“ aufgedrückt wurde und wird.

Statt so viel Zeit, Energie und auch Geld zu verschwenden um unsere Hunde zu verändern, sollten wir bei uns anfangen. Wir müssen uns fragen, warum wir Hunde lieben, sie aber nicht mit all dem was sie ausmacht, akzeptieren wollen.

Wir müssen uns fragen, ob wir uns nicht von viel zu viel Wissenschaft und Industrie in die Irre haben treiben lassen.

Im Zusammenleben von uns Menschen gilt, dass man andere nicht verändern kann sondern nur sich selbst.

Dies gilt auch für das Zusammenleben mit unseren Hunden. Die sich häufenden Probleme und auch steigenden Todesfälle durch Angriffe von Hunden sprechen eine deutliche Sprache, ebenso all die überfüllten Tierheime und Suchen nach einem neuen Zuhause.
Unsere Sicht und unsere Erziehungsmethoden entsprechen immer seltener den natürlichen Bedürfnissen unserer Hunde.

Unsere Hunde müssen sich nicht ändern. Sie bringen alles mit was es für ein friedliches Zusammenleben mit uns Menschen braucht.

Wir müssen wieder lernen, unsere Hunde als Hunde zu sehen. Wir müssen lernen sie zu führen, sie zu verstehen und sie als das zu akzeptieren was sie sind.

Wir sind es die in die „Hundeschule“ müssen!

Es ist abermals an der Zeit dass wir uns verändern, von jedem Trend hinterherhechelnden Mitläufern zu eigenständigen Führungspersönlichkeiten! Anstatt für jede Kleinigkeit irgendeinen Experten oder eine KI zu fragen, wäre es höchste Zeit, wieder zu lernen selber zu denken und sein Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen. Wenn wir begreifen, dass wir selbst für uns verantwortlich Sind, anstatt anderen unser Leben anzuvertrauen, sind wir bereits einen großen Schritt weiter.

Erst wenn der Mensch sich ändert, ändern sich nicht nur unsere Hunde! Eine kleine Veränderung bei einem und in einem selbst, kann alles verändern. Es braucht nur ein wenig Mut, um die alten vorgegebenen Denkpfade zu verlassen…

All das Chaos um uns herum zeigt uns, dass es Zeit ist umzukehren!

©️Marion Höft

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Wie man gut durch die wärmen Tage kommt, ist schnell erklärt: Gesunden Menschenverstand einschalten, Medien ausschalten ...
26/05/2026

Wie man gut durch die wärmen Tage kommt, ist schnell erklärt: Gesunden Menschenverstand einschalten, Medien ausschalten und den untrüglichen Instinkten der Hunde folgen! Das sind die besten „Hitzeschutzpläne“, die die Menschen bis heute gut durch alle Zeiten gebracht haben.

Der schlechteste Ratgeber aber bleibt Angst. Angst vernebelt die Sinne und lässt einem so manche schlechten bis gefährlichen Schutzversprechungen von den zunehmenden Experten für was auch immer folgen…

Unser Körper spricht mit uns, wir sollten auf ihn hören und auf seine Signale achten!

Eure/Ihre

Marion Höft

Der fatale Wunsch nach dem perfekten Hund!Es ist der Traum vieler Hundehalterinnen und Hunderhalter, ein Hund der funkti...
21/05/2026

Der fatale Wunsch nach dem perfekten Hund!

Es ist der Traum vieler Hundehalterinnen und Hunderhalter, ein Hund der funktioniert wie ein Schweizer Uhrwerk.

Die Erwartungen an die Hunde sind dementsprechend hoch: sie sollen aufs (menschliche) Wort gehorchen, sich von Jedem ohne murren anfassen lassen, Besucher freundlich empfangen, Kinder lieben und überhaupt in jeglicher Situation die sich in der Menschenwelt ergibt immer entspannt und fröhlich sein.

Was tun wir nicht alles dafür? Wir trainieren unsere Hunde, investieren unsere gemeinsame Zeit um ihnen die menschliche Sprache in Form von Grundkommandos beizubringen. Wir besuchen Hundespielgruppen und erfinden Hundesportarten um sie vermeintlich artgerecht zu beschäftigen. Wir geben Unsummen aus um unsere Hunde mit Spielzeug glücklich zu machen und kaufen die edelsten Luxusbetten für sie damit sie weich liegen. Gehorsam wie wir sind, befolgen wir alle Empfehlungen von Experten die vorgeben, alles Wissen in sich zu tragen.

Leinen und Geschirre horten wir in allen Farben und Variationen damit unsere Hunde sich stolz der Außenwelt präsentieren können.

Und trotzdem funktioniert das Gassi gehen nicht, der Hund zieht und zerrt an der Leine. Alles Aus! Nein! Pfui! Bello hör auf! verhallt ohne Erfolg. Jeder entgegenkommende Hund wird angebellt, Radfahrer gejagt und weglaufende Kinder als leichte Beute gesehen.

Zuhause werden Schuhe zerbissen, auf den Teppich uriniert und auch schon mal in seiner Hilflosigkeit nach den Haltern geschnappt. Schnell bekommt er den Stempel aggressiv.

Was ist schief gelaufen, man hat doch alles getan um den Hund glücklich zu machen.

In allem Bestreben nach dem perfekten Hund wurde etwas Entscheidendes übersehen: die Bedürfnisse der Hunde.

Hier müssen wir uns fragen, ob wir wirklich alles für die Hunde getan haben oder nicht alles für uns, um unsere Erwartungen und Vorstellungen zu erfüllen und die der „Experten“.

Wir investieren – nein, ich möchte sogar sagen wir verschwenden so viel Zeit um unsere Hunde zu vermenschlichen, ihnen menschliche Denk- und Verhaltensweisen anzudichten und um sie in eine Welt hineinzupressen, die nicht die ihre ist.

Warum nehmen wir uns nicht einfach die Zeit, um Hunde zu beobachten. Nur so können wir lernen die Welt mit den Augen eines Hundes zu sehen!
Warum sind wir nur so egoistisch und sehen nur was wir als Mensch sehen wollen?

Wenn wir Hunde untereinander beobachten können wir schnell feststellen, mit wie wenig Aufwand sie kommunizieren, dass sie weder Klicker noch Leckerli benutzen und ein Feeeeiiiin ist schon gar nicht zu hören.

Hunde sind keine Menschen und werden es niemals sein. Sie leben in ihrer Welt, sie haben ganz andere Prioritäten als wir Menschen. Statussymbole jeglicher Art interessieren sie nicht.

Hunde durchschauen unsere perfekt inszenierte Fassade. Sie sehen direkt in unsere Seele und wissen ob wir nur Schauspieler oder wirkliche Führungspersönlichkeiten sind. Sie sehen unsere Schwächen und nutzen diese trotz aller vermeintlichen Liebe zu uns schamlos aus. Auch wenn es nicht in unsere Wunschvorstellung passt: Hunde sind Egoisten!
Da können wir trainieren und kommandieren wie wir wollen, so sind Hunde, so haben sie über Jahrtausende überlebt!

Zwischen diesen unterschiedlichen Welten sind Probleme vorprogrammiert: Hunde können unsere Erwartungen nicht erfüllen, verstehen nicht was wir wollen und bleiben trotz aller Trainingspläne sich selbst überlassen.

Sie bekommen Kommandos aber keine Orientierung, sie bekommen die teuerste Leine aber keine Führung, sie bekommen unendlich viel Liebe aber keine Grenzen.

Die Zahl der „Problemhunde“ steigt stetig. Die sozialen Medien und unzählige Internetseiten sind voll von Hunden die ihr Zuhause verlieren, weil sie sich nicht an die menschlichen Spielregeln gehalten haben. Tierheime platzen aus allen Nähten und die s.g. Pflegestellen kommen an ihre Grenzen.

Und trotzdem machen wir weiter wie bisher. Investieren viel Zeit und Energie um unsere Hunde zu verändern.
Auch wenn wir es nicht sehen wollen, im Gegensatz zu uns haben unsere Hunde die wundervolle Gabe sich anpassen zu können.

Es liegt in unser Verantwortung unsere Hunde zu führen und ihnen so manche Last der Entscheidung abzunehmen.

Um gemeinsam ans Ziel zu kommen, müssen wir uns auf einer Ebene begegnen und dies beginnt mit der artgerechten Kommunikation. Die Ausdrucksverhalten von Mensch und Hund können unterschiedlicher nicht sein und ist nach wie vor die größte Fehlerquelle zwischen Mensch und Hund!

Wenn wir nicht noch mehr „Notfelle“ hervorbringen wollen, sind wir in der Pflicht und auch in der Verantwortung.

Wir müssen von unserem hohen Ross der Allwissenheit heruntersteigen, wir sind es die sich ändern müssen, wir müssen uns verhundlichen und nicht andersrum!

Denn eines übersehen wir: unsere Hunde sind bereits perfekt, nur eben anders!

Erst wenn der Mensch sich ändert, ändern sich auch sein Hund!

Wer meint, er müsse den Verlockungen der Bequemlichkeit folgen und einfach nur „KI“ fragen, kommt nicht nur keinen Schritt weiter, er macht viele Schritte zurück!

Hunde sind unsere wahren Lehrmeister - vor allem was uns selbst und unsere wahren Bedürfnisse betrifft. Lernen wie von unseren Hunden, das was wir wissen müssen und nicht das, was andere wollen das wir wissen sollen, kommen wir unserer inneren Zufriedenheit immer näher!

©️Marion Höft

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Die  Methoden der ExpertenErinnert sich noch jemand, als „namhafte Experten“ dringend empfohlen haben, dass man vor sein...
10/05/2026

Die Methoden der Experten

Erinnert sich noch jemand, als „namhafte Experten“ dringend empfohlen haben, dass man vor seinem Hund essen soll damit dieser lernt, dass der Menschen in der Hierarchie ganz oben steht und daher der Chef ist?

Schnell haben das Trainer übernommen und die Empfehlung weiterempfohlen, weil sie gehört haben, dass jemand etwas empfohlen hat, was jemand empfohlen hat, dem gesagt wurde, dass Experten dies empfohlen haben…

So schnell verbreitet sich Unsinn und Blödsinn, weil die Menschen nur zu gerne den angeblich immer neuesten Erkenntnissen folgen. Dabei reicht es heute aus, dass jemand die Bezeichnung „Experte“ bekommt. Hinterfragt wird dann nicht mehr sondern der nun aber wirklich allerneuesten Erkenntnis gefolgt. Sinn oder Unsinn wird nicht mehr hinterfragt.

Wie alle neuesten Erkenntnisse hat sich auch dieser Unsinn irgendwann von selbst erledigt. Heute setzen sich so manche Menschen Hundeleckerlies auf die Nase, damit der Hund seinem Menschen in die Augen schauen soll, weil ein „Experte“ es so empfohlen hat…

Führung hat nichts mit irgendwelchen Methoden, Tricks oder Tipps zu tun. Denn Hund ist nicht Hund und Mensch ist nicht Mensch. Jeder ist anders, jeder funktioniert ein wenig anders, jeder hat seine ganz eigenen Erlebnisse und Erfahrungen, die ihn geprägt haben und auch weiterhin prägen werden. Fachleute wissen das, so manche der „Experten“ müssen da erst noch drauf kommen - wenn sie denn wollen.

Führung geschieht von innen heraus und erfordert Haltung. Denn im Gegensatz zu vielen Menschen lassen sich Hunde nicht täuschen! sie vertrauen auf ihre untrüglichen Instinkte. Wir haben diese auch in uns, doch wir haben sie an „Experten“ abgegeben.

Eure/Ihre
Marion Höft

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Vielen Dank für die vielen Glückwünsche zu meinem Geburtstag, über die ich mich sehr gefreut habe.  🥰Eure/IhreMarion Höf...
03/05/2026

Vielen Dank für die vielen Glückwünsche zu meinem Geburtstag, über die ich mich sehr gefreut habe. 🥰

Eure/Ihre

Marion Höft

Facebook erinnert mich, dass heute mein Geburtstag ist!Ist es wirklich ein besonderer Glückstag?Meine Hunde haben mich g...
01/05/2026

Facebook erinnert mich, dass heute mein Geburtstag ist!

Ist es wirklich ein besonderer Glückstag?

Meine Hunde haben mich gelehrt dass es zum glücklich sein nicht viel braucht, sondern dass ich dieses nur in mir finden kann - an jedem einzelnen Tag!

Diese Einstellung hat mich unendlich reich gemacht, nicht an Geld sondern an einer inneren Zufriedenheit, die unbezahlbar ist.

Heute bin ich bei mir angekommen. Ich bin wie ich bin und nicht wie andere mich haben wollen. Ich brauche keine Influencer, Coaches oder Gurus die mir Dinge aufschwatzen wollen, für die sie gut bezahlt werden.
Ich brauche keinen 5 Weg Plan zur Erfüllung, keinen 7 Stufen Glücksformel oder die 20ste Erziehungsmethode für meine Hunde.
Auch wenn mein Leben äußerlich Spuren hinterlassen hat, brauche ich keine Operationen die aus mir einen Menschen machen sollen, der ich nicht bin.

Meinen Hunden sind diese Äußerlichkeiten egal. Sie lehren mich jeden Tag aufs neue, mir treu zu bleiben, mich nicht verbiegen zulassen und mich zu akzeptieren wie ich bin.
Wenn ich Gefahr laufe von meinem Weg abzukommen und mich in diesen hektischen Zeiten zu verlieren, sind es meine Hunde, die mich durch einen strafenden Blick oder Ignoranz wieder zurückholen.

Ich bin nicht auf der Suche, weder nach mir noch nach dem ganz großen „next big Thing“. Beides habe ich nach langen Jahren des Reifens finden dürfen. Erforderlich war die Erkenntnis, dass es die kleinen alltäglichen Dinge sind, die in der Summe die ganz Großen sind.
Geschenke brauche ich heute nicht, ich bekomme sie jeden Tag. 10 Augen die mich ansehen und 20 Pfoten die mir folgen. Mensch was willst du mehr?

Diese innere Zufriedenheit findet man erst im Lauf der Zeit. Man muss Umwege und manchmal auch Irrwege gehen, um sich von der Meinung anderer frei machen zu können. Dann erst weiß man wie wenig es doch braucht, um über so vieles schmunzeln zu können.

Ich habe Geburtstag und auch wenn meine Lebenszahl sich wieder erhöht bin ich dankbar, dass ich im Lauf der Jahre werden durfte wer ich heute bin. Einfach nur Marion!

Ich danke meiner Familie, meinen Hunden und all meinen Wegbegleitern, die mich auf meinen Weg zu mir begleitet und unterstützt haben. Durch sie bin ich angekommen, bei mir und in mir!

Dazu hat es all die Jahre gebraucht und ich möchte keines missen, weder die guten noch die schlechten. Nein, 20 möchte nicht mehr sein. Mit all dem Erlernten und Erlebten lebt es sich im Hier und Jetzt herrlich entspannt.

Wenn wir unseren Blickwinkel ändern können wir erkennen, dass jeder Tag ein besonderer Tag ist. Unsere Hunde leben uns vor, dass die Jagd nach dem ganz großen Glück Vergeudung von wertvoller Energie ist und uns den Blick für die kleinen aber feinen Dinge vernebelt.

Weder unsere Hunde noch wir Menschen sind perfekt und werden es auch niemals sein, egal wie sehr wir uns auch anstrengen. Lernen wir dies zu akzeptieren ist der Weg für ein harmonischen Miteinander bereitet.

Wie alt ich bin? Unwichtig, es ist nur eine Zahl die heute gefeiert wird und die Erkenntnis, dass ich einzig aber nicht artig bin 😜

In diesem Zusammenhang bedanke ich mich bei all meinen Leserinnen und Lesern für die vielen zustimmenden Kommentare, obwohl ich nicht immer mit dem Mainstream gehe, keine Expertin für irgendetwas bin und kein „KI“ benutze, um mich in dieser Welt zurechtzufinden und zu wissen wer, und vor allem was ich bin.

Ohne Euch hätte ich niemals meine Bücher geschrieben.

Eure/Ihre
©️Marion Höft

ResozialisierungDie Übertragung der eigenen VerantwortungDer Begriff „Resozialisierung“ wird zumeist in Verbindung mit S...
21/04/2026

Resozialisierung

Die Übertragung der eigenen Verantwortung

Der Begriff „Resozialisierung“ wird zumeist in Verbindung mit Straftätern verwendet. Resozialisierung bedeutet nichts anderes, als eine Wiedereingliederung in das soziale Gefüge einer Gesellschaft.

Wie kommt man da auf die die Idee, dass Hunde einer Resozialisierung bedürfen?

Wer einen Hund als Straftäter sieht, weil er in unserer Welt nicht funktioniert, hat Hund nicht verstanden.

Egal welches hündische Verhalten wir als unerwünscht oder problematisch bezeichnen, jegliches Verhalten ist Teil der komplexen Kommunikation unserer Hunde.

Wir Menschen machen uns „strafbar“, wenn wir uns nicht mit der Sprache und dem natürlichen Verhalten unserer Hunde auseinander setzen. Wenn wir die ersten Anzeichen von Stress und Überforderung geflissentlich übersehen, wenn wir sie für ihre Warnungen maßregeln und ihnen all ihre Kommunikation abtrainieren wollen.

Jegliches Verhalten haben unsere Hunde mit ihren Menschen gelernt. Menschen, die ihre Hunde nicht führen und ihnen kein Wegweiser sind, überlassen die Hunde sich selbst. Die Hunde übernehmen mitunter den Schutz für Haus und Hof und auch für ihre Menschen. Nicht selten verteidigen diese Hunde alle Ressourcen wie Futter, Bett, Spielzeug und vieles mehr. In der Fachwelt wird dies Futteraggression oder Ressourcenaggression genannt und bedarf einer „Behandlung“.

Hier prallen abermals die zwei unterschiedlichen Welten von Hund und Mensch aufeinander. Was wir als Aggression und somit als Fehlverhalten bezeichnen, ist für unsere Hunde normales Verhalten.

Wurde dieses Verhalten des Hundes anfangs noch als süß oder die große Hundeliebe bezeichnet, hört die Begeisterung nach dem ersten Angriff auf. Die körperlichen Wunden heilen schnell, die seelischen aber bleiben. Man ist von dem eigenen Hund tief enttäuscht und braucht eine Pause. Der Hund soll resozialisiert und die Verantwortung abgegeben werden.

Mittlerweile wird bei „KI“ um Hilfe gefragt und schnell wird das Passende geliefert: auf unzähligen Seiten werden Resozialisierungsangebote für Hunde angepriesen. Die Kosten sind häufig astronomisch hoch und die Versprechungen auch.

In ihrer Verzweiflung gehen viele Betroffene diesen Schritt und bringen ihren Hund wochenlang zur Resozialisierung.
Jeder von uns erlebt es tagtäglich. Kaum ist der eigene Hund fernab seines Reviers, zeigt er ein ganz anderes Verhalten. Der zuhause aggressive Hund ist lammfromm, sobald man draußen um die Ecke biegt.

Ein neutraler Mensch auf neutralem Boden wird zunächst misstrauisch beäugt und abgecheckt. Wird alles richtig gemacht, kann der Hund schnell ein neues Verhalten erlernen, auch Respekt dem neuen Menschen gegenüber. Allerdings ist dieses neue Verhalten mit dem neuen Menschen und den Trainings-Ort verknüpft.

Einen Hund der gelernt hat, Menschen durch Aggression auf Distanz zu halten, der gelernt hat nicht hören wollende Menschen durch einen Biß Respekt einzuflößen, kann man dieses Verhalten nicht abtrainieren.
Man kann den Hunden im Rahmen dieser Resozialisierung lediglich ein alternatives Verhalten aufzeigen, kann den Hunden lernen, dass sie mit Aggression keinen Erfolg mehr haben werden.

Nachdem der Hund über einen nicht näher definierten Zeitraum sein altes Verhalten nicht mehr gezeigt hat, gilt die Resozialisierung als erfolgreich abgeschlossen und der große Tag steht an.

Voller Freude wird der Hund nach dem Resozialisierungsprogramm abgeholt und mit Herrchen und Frauchen steht eine ausgiebige Besprechung an. Den Menschen wird von den Fortschritten berichtet und die erlernte „Resozialisierung“ wird vorgeführt. Hochmotiviert wird anschließend die Heimreise angetreten.

Die anfängliche Begeisterung schwindet, sobald Zuhause nach wenigen Tagen oder Wochen erneut Probleme auftreten und der Hund nach und nach in sein altes Verhalten zurückfällt.
Die Erklärung für dieses Phänomen ist ganz einfach: der Hund hatte sich geändert, hat ein alternatives Verhalten gelernt, der (sein) Mensch aber nicht. Der Mensch zeigt immer noch sein altes Verhalten, seine Gefühle und Emotionen. Der Mensch ist wie er immer war: lieb, nett, freundlich, aufgeregt, unsicher oder ängstlich aber keine Führungspersönlichkeit.

Wenn man eine dauerhafte und nachhaltige Veränderung des Verhaltens der Hunde erreichen möchte, muss man die Probleme dort angehen, wo sie entstehen. Im Umfeld von Mensch und Hund. Hier müssen die Ursachen für die Verhaltensauffälligkeiten gefunden und Lösungswege erarbeitet werden. Während meiner langjährigen Tätigkeit habe ich sehr oft die Erfahrung gemacht, dass manchmal kleine Veränderungen im alltäglichen Ablauf eine große Wirkung haben, auf Mensch und Hund!

Einen Hund muss und kann man nicht in das soziale Gefüge einer Gesellschaft einfügen. Sie sind anders, funktionieren anders und kommunizieren anders, manchmal auch kompromisslos. Im Gegensatz zu Straftätern sind Hunde bereits soziale Wesen, die nichts Unrechtes getan haben, die gegen keinen Pargraphen der menschlichen Gesetze verstoßen haben. Sie sind keine Menschen!

Der Mensch hat es versäumt, Regeln aufzustellen und Grenzen zu setzen, die für ein funktionierendes Zusammenleben unerlässlich sind.
Stattdessen wurden die Hunde mit Liebe überschüttet und mit Emotionen erdrückt.

Unsere Hunde brauchen Menschen die Verlässlichkeit ausstrahlen und Verantwortung übernehmen, für sich selbst und für ihre Hunde.

Jeder Hund steht und fällt mit seinem Menschen. Entwickelt sich ein Hund zum „Problemhund“ muss der Mensch ins Bootcamp, denn der Hund macht nichts falsch, er spricht nur hündisch! Wie auch sonst soll er sich mitteilen?

Eines muss den Menschen bewusst sein: auch in einem ehemaligen und vermeintlich resozialisierten „Problemhund“ schlummert immer noch ein „Problemhund“, der jederzeit in sein altes Verhalten zurückfallen kann. Diese Hunde brauchen eine dauerhafte konsequente Führung und eine strikte Einhaltung der neuen Regeln. Dies gilt auch für die Menschen.

Beziehungen sind niemals eine Einbahnstraße und Hunde keine programmierbaren Wesen.

"Erst wenn der Mensch sich ändert! ändert sich auch sein Hund!

©️Marion Höft

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Dominanz - ein häufig missbrauchter Begriff!Wir Menschen haben uns unseren eigenen Umgang und Sichtweise mit der Dominan...
12/04/2026

Dominanz - ein häufig missbrauchter Begriff!

Wir Menschen haben uns unseren eigenen Umgang und Sichtweise mit der Dominanz zurechtgelegt. Nicht selten setzen wir Dominanz mit Macht gleich und üben Druck von oben nach unten aus.

Wir neigen dazu alles und jeden dominieren zu wollen. Die Eltern ihre Kinder, die Vorgesetzten ihre Angestellten, die Hundehalter ihre Hunde.

Es wird befohlen, verboten und kommandiert was das Zeug hält. Geführt und geleitet aber wird nicht.

Die Ergebnisse sind teilweise erschreckend:
Kinder rebellieren gegen ihre Eltern und Lehrer, der Job macht krank an Körper Geist und Seele und Hunde werden „verhaltensauffällig“

Unseren Umgang mit der Dominanz interpretieren wir auch in das Verhalten unserer Hunde hinein.

Ein Hund der knurrt ist dominant
Ein Hund der Befehle (Kommandos) ignoriert ist dominant
Ein Hund der sein Futter verteidigt ist dominant
Ein Hund der die Pfote auflegt ist dominant
Die Aufzählung könnte noch um zahlreiche Beispiele erweitert werden.

Noch immer wird die Meinung vertreten, dass man seinem Hund zeigen muss, wer der „Rudelführer“ ist. Vor noch nicht allzu langer Zeit wurde dies Mittels Stachelhalsbändern, Teletakt oder Tritte und Schläge versucht durchzusetzen. Der Mensch hat dem Hund vermeintlich eindrucksvoll gezeigt, wer der Chef ist.

Diese „Erziehungsmethoden“ werden immer noch angewendet, sogar häufiger als man meint. Vermehrt wird wieder der so genannte Alphawurf gepredigt. Ist der Hund nicht gefügsam, wird er auf den Rücken geworfen. Dies soll dem Hund des Menschen Dominanz demonstrieren.

Das Ergebnis ist häufig dass diese Hunde zwar funktionieren, jedoch nicht aus Respekt vor ihren Haltern sondern aus Angst vor deren Strafen. Kommt der Mensch in Sichtweite, zeigen diese „dominierten“ Hunde häufig ein Meideverhalten.
Ob Menschen, die solche Methoden anwenden Hund können, lasse ich mal dahingestellt.

Hier wird das Geheimnis einer guten Beziehung wieder in Härte, Unterwerfung oder Unterordnung gesucht. Hunde brauchen keine „Dominas“, Hunde brauchen Persönlichkeiten!
Was genau ist denn eigentlich Dominanz und wie funktioniert sie?
Dazu gibt es eine einfache aber treffende Erklärung:
Unter Dominanz versteht man in der Biologie und Anthropologie den Zustand, dass die einen Individuen gegenüber den anderen Individuen einen hohen sozialen Status aufweisen, worauf letztere unterwürfig reagieren.

Individuum A schränkt die Rechte und Freiheiten von Individuum B ein und gesteht diese Rechte und Freiheiten sich selber zu, was von B akzeptiert wird.

Dominanz ist immer beziehungsspezifisch und ist zeit- und situationsabhängig.

Dominanz findet also von unten nach oben statt!

Wenn Hunde zu uns kommen wird immer noch gern empfohlen, den Hund erstmal ankommen zu lassen. Bereits zu diesem Zeitpunkt wird durch die Führungslosigkeit der Grundstein für die ersten Probleme gelegt. Wenn die Hunde dann beginnen unsere Rechte und Freiheiten einzuschränken, sind wir gern bereit diese dem Hund zuzugestehen. Wir freuen uns, dass unser Hund nun ankommt und auftaut. Regeln haben wir keine aufgestellt, diese Aufgabe übernehmen die Hunde.

Ein Beispiel:
Ein Hund aus dem Tierschutz kommt ins Haus und macht sich auf der Couch breit. Allzugern überlässt der Mensch diesem armen Wesen seinen Platz, voller Freude dass der Hund endlich ein weiches Sofa zum Ruhen hat.

Die Freude hört erst auf, wenn der Hund nunmehr seine Couch mit Knurren und Schnappen verteidigt und dem Menschen der Platz auf dem Boden bleibt.

Hier hat der Hund die Rechte und Freiheiten des Menschen für sich beansprucht und der Mensch hat es akzeptiert. Die Regeln hat der Hund aufgestellt.

Alle Hundehalter, die ein Problem mit einem s.g, dominanten Hund haben, sollten sich erst mal beruhigen. Kein Hund will sich die Weltherrschaft unter die Krallen reißen.

Hund und Mensch leben in einem Sozialverbund zusammen, in dem einer die Führungsposition einnehmen muss und dies sollte der Mensch sein. Wird diese Führungsposition ruhig, souverän und selbstbewusst wahrgenommen, vertrauen sich unsere Hunde uns an.

Eine gesunde Beziehung braucht Regeln und Grenzen innerhalb eines Handlungsspielraumes. Diese Regeln und Grenzen bedeuten keine Verschlechterung für unsere Hunde, im Gegenteil. Sie schaffen Klarheit. Diese Klarheit wiederum gibt unseren Hunden die Orientierung und auch Sicherheit, die für eine vertrauensvolle Mensch-Hund Beziehung essentiell ist.

Mit dem krampfhaften dominieren wollen unserer Hunde hindern wir uns selber daran, die wirklichen Bedürfnisse unserer Hunde zu erkennen und sie als das zu sehen was sie sind:
Hunde und so ganz anders als wir Menschen!

Nur wenn unsere Hunde uns vertrauen und uns respektieren, schließen sie sich uns an - ohne Zwang und ohne jede falsch verstandene Dominanz!

Eines aber eint die Welten von Mensch und Hund:
Respektiert werden Führungspersönlichkeiten, Menschen mit sozialer Kompetenz und Verantwortungsbewusstsein Gemieden werden Profilneurotiker und Lautsprecher!
Und bevor man mit Begriffen um sich wirft, sollte man sich mit deren wahren Bedeutung auseinandersetzen.

Auch hier gilt: „Erst wenn der Mensch sich ändert!“

©️Marion Höft
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