14/07/2026
Ein Tag in unserer Zucht- und Auffangstation 🦎
Heute war wieder einer dieser Tage, an denen wir merken, wie wichtig unsere Arbeit ist.
Vier Axolotl wurden zu uns gebracht, da sie nach einer Trennung ihrer Halter nicht mehr gehalten werden konnten. Ursprünglich waren es sechs Tiere – zwei konnten glücklicherweise noch privat vermittelt werden.
Während die Abgabe bei uns lief, erreichte uns bereits der nächste Notruf: Jemand hatte ein Haus gekauft und darin ein Aquarium mit drei zurückgelassenen Axolotl vorgefunden. Also hieß es für uns: losfahren und die Tiere abholen.
Vor Ort fanden wir ein Aquarium mit geeignetem Bodengrund, einem Kühler und einem angeschlossenen Außenfilter vor. Pflanzen waren allerdings keine vorhanden. Leider machten die drei Tiere keinen guten Eindruck. Es handelt sich um drei Weibchen, zwei davon sind deutlich zu dick und das dritte Tier, ein Weißling, zeigt ebenfalls Auffälligkeiten an der Haut.
Nun heißt es für alle sieben erst einmal: Quarantäne. Es folgen Abstriche auf BD und aufgrund des Zustands zusätzlich Untersuchungen auf bakterielle Auffälligkeiten.
Damit sind wir in diesem Jahr bereits bei 13 aufgenommenen Tieren angekommen. Unsere Kapazitäten für weitere Aufnahmen sind damit fast ausgeschöpft.
Die sieben Neuankömmlinge werden nun mindestens sechs Monate bei uns bleiben. In dieser Zeit werden sie engmaschig kontrolliert und wir beobachten genau, wie sie sich entwickeln. Erst wenn wir sicher sind, dass sie gesund sind und keine versteckten Probleme bestehen, dürfen sie später in die Vermittlung gehen.
Denn gerade bei Axolotl gilt: Nicht alles, was im Inneren passiert, ist von außen sichtbar. Manche Schäden oder Erkrankungen zeigen sich erst mit der Zeit – und genau deshalb bekommen diese Tiere bei uns die Zeit, die sie brauchen. ❤️