17/05/2026
Das Netz ist voll - von Anleitungen und Ansichten, dass dein Hund sich anpassen soll. In eine Welt eines Zweibeiners, der so intensiv er auch trainiert, das Bewegungspotential eines Hundes nicht hat. Die Sinne eines Hundes nicht hat und dennoch erwartet, dass ein Hund sich ständig "entspannt".
Manchmal frage ich mich wirklich, wenn das mein absolutes Ziel ist, wofür hole ich mir dann einen Hund?!
Es steht außer Frage:
1. Hunde sind Anpassungskünstler und so vielseitig in dem, wie sie in einem Leben glücklich und ausgeglichen unterwegs sein können.
2. Selbstverständlich hängen die individuellen Bedürfnisse an Rasse & Charakter und den damit verbundenen Interessen des Hundes zusammen.
3. Manchmal ist weniger mehr und es soll hier nicht darauf hinauslaufen, dass nun jeder seinen Hund zum ADHSler werden lassen soll.
Doch "Form follows function" - ein Hund, ausgestattet mit über 700 Muskeln, der Fähigkeit bis zu 50 km/h (wir lassen mal die noch schnelleren Windhunde raus :-)) schnell zu flitzen hat es sich nunmal nicht zur ursprünglichen Lebensaufgabe gemacht, entspannt den ganzen Tag irgendwo als Anhängsel des Menschen zu sein.
"Reizoffen" wird ein Stempel des Unnormalen - DOCH: Ehrlicherweise wäre es für einen Hund, der ursprünglich arbeiten sollte eine Katastrophe dies nicht zu sein. Denn auf der einen Seite verlangen wir von Arbeitshunden (und dies sind unterm Strich noch wahnsinnig viele Rassen, auch wenn ihre Menschen damit nichts mehr anfangen können) fokussiert und aufmerksam zu sein und dann auch noch handlungsfähig on point.
Es ist nicht unnormal, dass dein Hund offen für Reize ist, es ist notwendig. Lediglich in der menschlichen Welt kann uns dies vor besondere Herausforderungen stellen, denn der Hund ist hier mit Reizen konfrontiert, an die er sich gewöhnen muss nicht zu reagieren. Doch unnormal ist dein Hund nicht.
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