07/09/2026
„Warum bildest du eigentlich Leute aus, die später in deiner Nähe arbeiten?“
Diese Frage hat mich tatsächlich schon mal ein Kunde gefragt.
Und eine andere meinte mal zu mir:
„Du solltest doch keine Konkurrenz aus der Nähe ausbilden.“
Ganz ehrlich? Ich sehe das überhaupt nicht so.
Ich habe Schüler aus ganz Deutschland. Die kommen teilweise mehrere Stunden zu mir, um ihre Ausbildung zu machen. Und natürlich sind da auch Leute dabei, die später irgendwo in meiner Nähe arbeiten.
Aber soll ich deshalb jemanden nicht ausbilden?
Nur weil er vielleicht irgendwann eine Praxis in meiner Nähe hat?
Nein.
Ich habe meine Schule nicht gegründet, um Wissen für mich zu behalten oder um zu schauen, dass mir bloß niemand „Konkurrenz“ macht.
Ich möchte gute Therapeuten ausbilden.
Menschen, die wirklich verstehen, was sie tun. Die nicht einfach irgendwelche Techniken abarbeiten, sondern Zusammenhänge erkennen, kritisch hinterfragen und ihre eigenen Entscheidungen treffen können.
Und natürlich wird jeder nach der Ausbildung seinen eigenen Weg gehen. Jeder hat seine eigene Art zu arbeiten, seine eigenen Schwerpunkte und seine eigene Persönlichkeit.
Und genau das finde ich eigentlich schön.
Wenn jemand, den ich ausgebildet habe, irgendwann eine gute Praxis aufbaut, vielleicht sogar in meiner Nähe, dann sehe ich darin nicht automatisch Konkurrenz.
Ich sehe einen Kollegen.
Und vielleicht irgendwann sogar jemanden, mit dem man sich austauschen, zusammenarbeiten oder Fälle besprechen kann.
Ich glaube einfach nicht daran, dass man besser wird, indem man andere klein hält.
Und schon gar nicht daran, dass mein Erfolg davon abhängt, wie viele gute Therapeuten es neben mir gibt.
Im Gegenteil.
Wenn ich Menschen ausbilde, die richtig gute Arbeit machen, dann bin ich darauf stolz.
Denn genau dafür gibt es meine Schule.
Wissen wird nicht weniger, wenn man es teilt. ❤️