20/05/2026
Wahrscheinlich wurde dir schon oft vermittelt,
dass Jagdverhalten vor allem ein „Gehorsamsproblem“ ist.
Dass dein Hund einfach lernen muss,
dich wichtiger zu finden als Wild.
Sich mehr zusammenzureißen.
Besser zu hören.
Sich stärker an dir zu orientieren.
Und wenn das nicht klappt?
Dann wird oft versucht,
noch mehr Kontrolle aufzubauen.
Mehr Körpersprache.
Mehr Druck.
Mehr Korrekturen.
Mehr Konflikte.
Aber Jagdverhalten funktioniert nicht
wie bewusste Entscheidungen.
Es ist Emotion.
Erregung.
Bedürfnis.
Erwartung.
Stressregulation.
Selbstbelohnendes Verhalten.
Und genau deshalb verschwinden viele Probleme draußen nicht einfach dadurch,
dass man „konsequenter“ wird.
Je mehr man über Verhalten lernt,
desto schwerer wird es,
Hunde nur noch durch die Brille von Kontrolle oder Ungehorsam zu sehen.
Man erkennt plötzlich Stress,
wo man vorher „Sturheit“ gesehen hat.
Überforderung,
wo man vorher nur „Ungehorsam“ vermutet hat.
Und man beginnt sich zu fragen:
„Wie kann ich meinem Hund helfen,
ansprechbar zu bleiben?“
statt nur:
„Wie stoppe ich das Verhalten?“
Denn genau dort beginnt oft
ein ganz anderes Training.
Mehr dazu findest du in meinen Büchern
„Gemeinsam Jagen“, „Rückruf Bombensicher“ und „Locker an der Leine“.