23/10/2026
Solo ist nun ein kleiner Stern 🌈
Vor einer Woche wurde uns ein Fund-Kitten gebracht. Der zu dem Zeitpunkt etwa zwei Tage (!) alte Kater wurde an der Ersatz-Bushaltestelle der Linie 911 auf der Klever Straße gefunden - dort lag er mit einem Taschentuch bedeckt. Ob das Taschentuch ihn verstecken oder wärmen sollte, können wir nicht sagen.
Der kleine Kater war komplett ausgekühlt und dehydriert - und Fakt ist: er kann dort nicht alleine hingekommen sein.
Wir haben ihn umgehend aufgewärmt und medizinisch versorgt. Obwohl das Kitten-Not-Programm sofort gestartet ist, ist er in der Nacht verstorben. Sein kleiner Körper konnte den Folgen seiner Fundumstände nicht genug entgegensetzen.
Er ist nicht alleine und nicht ohne Namen gestorben - wir haben ihn Solo genannt, weil er der Einzige einer Katzenfamilie war, zu der er gehört haben muss.
Auch wenn er alleine war, ist Solo einer von viel zu vielen. Eines von zu vielen Kitten, die Jahr für Jahr elendig sterben, weil es zu viele Menschen ohne jedes Verantwortungsbewusstsein gibt ... weil zu viele Menschen ihre Freigänger unkastriert raus lassen und so weiteres Leid fördern ... weil zu viele Menschen einfach mal vermehren, um einen schnellen Euro zu machen ... weil zu viele Menschen sich Tiere anschaffen, ohne die damit einhergehende Verantwortung überhaupt nur zu verstehen - geschweige denn dieser nachzukommen.
Wir wissen nicht, wie Solo dorthin kam. Es ist unwahrscheinlich, dass eine verwilderte Katzenmutter ihn dort abgelegt hat. Vielleicht hatte er Geschwister, die bereits gestorben waren und man hat sich des Problems entledigt statt zum Tierarzt zu gehen. Wir wissen es nicht ... was wir wissen ist, dass so etwas nicht sein dürfte.