22/05/2022
𝐀𝐧𝐭𝐢-𝐉𝐚𝐠𝐝-𝐓𝐫𝐚𝐢𝐧𝐢𝐧𝐠 𝐢𝐬𝐭 𝐦𝐞𝐢𝐬𝐭 𝐧𝐮𝐫 𝐞𝐢𝐧 𝐇𝐮𝐧𝐝𝐞𝐡𝐚𝐥𝐭𝐞𝐫-𝐇𝐨𝐟𝐟𝐧𝐮𝐧𝐠𝐬𝐦𝐨𝐝𝐞𝐥𝐥 𝐮𝐧𝐝 𝐧ü𝐭𝐳𝐭 𝐃𝐢𝐫 𝐚𝐦 𝐄𝐧𝐝𝐞 𝐧𝐢𝐱....
Ja, das ist so. Sage ich mal so ehrlich.
Wenn Dein Hund gerne up and away ist bei Wildsichtung am Horizont, ist das Problem bei 99% der Hundehalter gar nicht das Jagdverhalten.
Es ärgert mich auch gerade, wieviele Hundehalter ich zur Zeit mit Jagdthema bei mir melden. Die aber alle schon Anti-Jagd-Training als „Kursmodell“ gemacht haben. Mit einem lustigen, aber erfolglosen „Super-Rückruf“... Auschließlich.
Es ist nicht der einzeln trainierte „Super-Rückruf“, der über die mögliche Kontrolle in jagdlichen Situationen entscheidet – es ist die (fehlende) Grunderziehung!
Es ist Quatsch darauf zu hoffen, dass Du den EINEN Trick erkärt bekommst, wie Du Deinen Hund vom Jagen abhalten kannst, wenn:
Dein Hund im Alltag nicht leinenführig ist.
Dein Hund im Alltag nicht rückrufbar ist.
Dein Hund im Alltag schon über wenig Impulskontrolle verfügt.
Dein Hund nicht von Dir gelernt hat, dass „platz“ auch PLATZ bedeutet, dass „nein“ auch NEIN heißt.
Dein Hund keine „Wegestreue“ kennt (d.h.: er bleibt auf dem Weg, statt über Felder, Wiesen oder in das Unterholz zu ballern).
Anti-Jagd-Training macht daher nur Sinn, wenn Dein Hund schon den ganzen anderen Kram kennt und schon absolut verlässlich umsetzen kann - und Du letztendlich nur noch an dem arbeiten arbeiten musst, was an Schwierigkeiten übrig bleibt.
Und bring doch Deinem Hund um Himmels Willen NICHT bei, dass der einfach über Wiesen, Felder oder Äcker knallen darf:
Da hat der nichts zu suchen, die gehören jemand anders und das sind alles keine Hundespielwiesen! Es hat überhaupt gar kein nicht jagdlich geführter Hund außerhalb der Wege einen Aufenthaltsgrund auf Wiesen, Feldern oder im Unterholz...
Sorry, es nervt mich gerade.
Ich habe seit mehr als 20 Jahren hoch jadglich motivierte Hunde, die kein Wild jagen dürfen (weil keine Jagdhunde, aber trotzdem sehr beuteorientiert) und es mich einfach ankotzt, wenn Kolleginnen/Kollegen für mehrere hunderte Euro Hundehalter mit einem Anti-Jagd-Training verarschen, von dem sie offensichtlich nicht einmal selber wissen, was es an Grundlagen bedarf, ein solches Training realistisch zu konzipieren.
Es muss nicht jeder Hundetrainer alles anbieten, was geht.
Tue ich auch nicht.
Aber verkackeiert doch nicht die Leute, wenn ihr selbst keine Ahnung habt. Das funktioniert schon bei den Hunden nicht, die nur „nicht“ gut genug erzogen sind – es wird ein absolutes Fiasko bei den Hunden, die wirklich ernsthaft jagdlich unterwegs sind!
Entschuldigung. Das musste mal raus. Ist aber so.