17/07/2026
Dein Hund flippt aus wenn andere Hunde kommen? Warum tut er das fragst du dich?
Weil dein Hund gar nicht so viel Auswahl hat, wie wir Menschen denken. In Konflikten und Hundebegegnungen sind in unserer Welt meistens automatisch welche hat er genau 4 Optionen.
Spannend: WIR Menschen nutzen exakt dieselben. Du erkennst dich garantiert wieder:
🟢 Freeze – Erstarren.
Konflikt im Anflug? Du reagierst einfach gar nicht. Tust so, als wäre er nicht da, und hoffst, dass er von alleine weggeht. Die unbeantwortete E-Mail. Das Gespräch, das du nicht führst.
🟢 Flirt & Fiddle – Beschwichtigen.
Der Kollege, den du nicht leiden kannst, reißt nen misogynen Witz. Statt zu konfrontieren, lachst du mit. Friede gewahrt, Konflikt vermieden. Innerlich kotzt du.
🟢 Flucht – Weg hier.
Du gehst dem Konflikt aus dem Weg. Hältst Abstand. Schneidest das Thema nicht mehr an. Wechselst die Straßenseite, bevor du den Kollegen siehst.
🟢 Fight – Direkt in die Konfrontation.
Wenn nichts anderes mehr geht (oder nichts anderes erlaubt erscheint).
Bei deinem Hund ist es genau dasselbe – mit einem entscheidenden Unterschied: Er kann sich seine Option nicht immer aussuchen. An der Leine fällt Flucht weg. Wenn wir seine Beschwichtigungssignale übersehen, fällt Flirt & Fiddle weg. Bleibt im Zweifel: Fight.
Drei der vier Strategien übersehen wir regelmäßig. Wir finden Erstarren unauffällig, Beschwichtigen niedlich, plötzliches Kratzen lustig. Und wundern uns dann, wenn er “aus dem Nichts” pöbelt.
Tut er nicht. Er hat es dir vorher gezeigt – du wusstest nur nicht, wonach du gucken sollst.
Die Lösung ist nicht ihm einfach eine seine Lösungen zu verbieten, sondern ihm zu helfen, dass der Konflikt gar nicht so groß ist.
Genau das lernst du in meinem Buch “Abenteuer Hundebegegnungen”: die Signale deines Hundes lesen, rechtzeitig eingreifen, Eskalation vermeiden. Damit Spaziergänge wieder Spaziergänge werden, statt der Spießrutenlauf und hoffen, dass keiner kommt.