Wau.Know.How

Wau.Know.How Hundetrainerin im Kreis Ludwigsburg und Heilbronn. Mein Name ist Annaleen. Schön das du da bist.

Gerne begleite ich dich und deinen Hund auf eurem individuellen Weg. Mein Schwerpunkt liegt auf Alltagstraining und Jagdhunden in Familienhand.

11/05/2026

Es gibt Begriffe, die jeder benutzt.
Aber nicht alle meinen dasselbe.

Konsequenz ist so einer.

Für viele bedeutet es Strenge oft in Kombination mit Strafe.
Für mich bedeutet es Klarheit.

Vorhersagbar sein.
Verlässlich sein.
Fair bleiben.

Das ist echte Konsequenz.

Aktivurlaub mit Jagdhund wird oft komplett romantisiert.Stundenlange Wanderungen.Den ganzen Tag Action.Immer unterwegs.I...
08/05/2026

Aktivurlaub mit Jagdhund wird oft komplett romantisiert.

Stundenlange Wanderungen.
Den ganzen Tag Action.
Immer unterwegs.
Immer neue Eindrücke.

Und ja. Ich liebe das auch.
Aber mit ambitionierten Jagdhunden ist das oft deutlich anstrengender als viele denken.

Während wir Menschen die Aussicht genießen, arbeitet der Hund permanent.
Gerüche.
Bewegungen.
Wildwechsel.
Geräusche.
Wind.
Spuren.

Viele dieser Hunde sind draußen dauerhaft im “Arbeitsmodus”.

Das Problem:
Irgendwann ist das Gehirn einfach voll.

Die Reizverarbeitung wird schlechter.
Die Impulskontrolle sinkt.
Der Hund wird hibbelig, unruhig oder komplett drüber.

Bei Hedi merke ich ganz klar:
Mehrere Stunden draußen bedeuten nicht automatisch das sie dann müde ist und schneller zur Ruhe kommt.
Im Gegenteil.

Deshalb gehören zu gutem Aktivurlaub für mich nicht nur Bewegung und Abenteuer.
Sondern genauso bewusst eingeplante Ruhezeiten, Schlaf und echte Erholung.

Nicht jeder Hund profitiert von “höher, schneller, weiter”.
Und gerade Jagdhunde brauchen oft Hilfe beim Runterfahren.

07/05/2026

Kleiner reminder für alle Perfektionisten und an die, die jedes neue Spielzeug gleich kaufen müssen:

Enrichment ist für deinen Hund da.
Nicht für dein Ego. Nicht für Instagram.

Wenn dein Hund entspannt schleckt, Spaß hat und sich dabei wohl fühlt, dann hast du alles richtig gemacht..

Frust, Überforderung oder stundenlanges Vorbereiten sind kein Qualitätsmerkmal. Ganz im Gegenteil.

Oft reicht es schon, Futter einfach mal anders zu präsentieren. Trockenfutter mal anfeuchten? Andere Behälter? Die Backmatte als Schleckmatte? In Klorollen verpackt? Alles ist möglich. Und kosten muss es auch nicht viel um für deinen Hund gut zu sein.
Vieles was am Markt ist befriedigt ja auch eher unser Bedürfnis als das des Hundes...

Abwechslung muss nicht kompliziert sein.
Sie darf leicht gehen. Und sie darf gut tun.

Training ist messbar.Und ja… Fortschritt fühlt sich oft anders an, als wir ihn erwarten.Leise. Kleinschrittig. Manchmal ...
05/05/2026

Training ist messbar.

Und ja… Fortschritt fühlt sich oft anders an, als wir ihn erwarten.
Leise. Kleinschrittig. Manchmal erst im Rückblick sichtbar.

Wenn Training gut aufgebaut ist, passiert Veränderung.
Nicht über Nacht. Nicht in Riesenschritten. Aber zuverlässig.

Deshalb lohnt es sich hinzuschauen:
Was hat sich im Vergleich zu letzter Woche verändert?
Was klappt heute ein kleines bisschen besser?

Gerade wenn du mittendrin steckst, ist das schwer zu sehen.
Dokumentation kann hier Gold wert sein.

Aber:
Wenn du seit Wochen oder Monaten am gleichen Punkt festhängst, lohnt sich ein ehrlicher Blick.
Denn Verhalten ist veränderbar. Und es muss kein jahrelanger Kampf sein.

Mögliche Gründe, warum es gerade nicht vorwärts geht:
⛔️ Die Schritte sind zu groß. Deshalb versteht dein Hund die Aufgabe nicht wirklich
⛔️ Es fehlt eine klare, trainierte Alternative
⛔️ Unerwünschtes Verhalten wird unbewusst immer wieder „geübt“
⛔️ Es wird mit Strafe gearbeitet und blockiert damit Lernen
⛔️ Die Trainingsumgebung ist zu schwierig
⛔️Die Belohnung passt nicht zum Hund oder zur Situation
⛔️ Die Kriterien wechseln ständig
⛔️ Es fehlt an Wiederholungen im richtigen Schwierigkeitsgrad
⛔️ Stress oder Überforderung stehen im Weg
⛔️Körperliche Ursachen wie Schmerz sind nicht abgeklärt

Training darf sich leicht anfühlen.
Strukturiert. Verständlich. Fair.

Und wenn es das gerade nicht tut, ist das kein Zeichen von „Unfähigkeit“.
Sondern ein Hinweis darauf, dass wir den Plan anpassen dürfen.

04/05/2026

Es gibt Diskussionen, die bringen uns im Training nicht weiter.

Und es gibt Dinge, die sind fachlich längst klar.

Und trotzdem hält sich diese Idee hartnäckig:
Wer zuerst durch die Tür geht, hat das Sagen.

Im echten Leben geht es nicht um Symbolik.
Es geht darum, ob dein Hund sich orientieren kann.
Ob er warten kann.
Ob ihr Situationen gemeinsam meistert.

Training statt Machtspiel.
Alltag statt Mythos.

03/05/2026

Ich weiß noch genau, wie es am Anfang war, als ich meinen Jagdschein gemacht habe.
Dunkelheit. Geräusche, die man nicht einordnen kann. Silhouetten im Mondlicht, die plötzlich ganz anders aussehen als am Tag.
Ganz ehrlich? Ich fand’s teilweise richtig gruselig. So sehr, dass ich mich auch mal vom Sitz habe abholen lassen.

Und heute?
Heute gehe ich mit Hedi raus und es fühlt sich einfach anders an. Ruhiger. Sicherer. Was soll mir mit diesem Hund an meiner Seite schon passieren?

Schon verrückt, wie sehr ein Hund nicht nur deinen Alltag verändert.
Sondern auch dein Gefühl von Sicherheit.

Kennt ihr das?Höher, schneller, weiter?Training hier, Training da.Das muss noch besser klappen.Das wollte ich auch immer...
01/05/2026

Kennt ihr das?
Höher, schneller, weiter?

Training hier, Training da.
Das muss noch besser klappen.
Das wollte ich auch immer nochmal üben.

Und zack ist man in so einem Dauer-Optimieren drin. Und ja ich trainiere super gerne.

Aber vielleicht…
dürfen Tage auch einfach mal langsam sein.


Tage, an denen man Stress bewusst aus dem Weg geht.
An denen man nichts „abarbeitet“.
An denen man sich einfach mal auf eine Bank setzt
und seinem Hund beim Erkunden zuschaut.

Ohne Plan.
Ohne Ziel.
Ohne Druck.

Dein Hund muss nicht jeden Tag funktionieren.
Und du auch nicht.

Manchmal liegt genau darin der größte Fortschritt.


Erzähl mir gerne:
Wann hattest du das letzte Mal so einen langsamen Spaziergang?

30/04/2026

20 Jahre Erfahrung klingen erstmal beeindruckend.
Aber Erfahrung heißt nicht automatisch Entwicklung.
Zeit ist leider kein Qualitätsmerkmal.

Ich habe auch seit 20 Jahren ein Auto.
Trotzdem bin ich keine gute Mechanikerin.

Was wirklich zählt?
Offen bleiben. Hinterfragen. Dazulernen.

Gerade im Hundetraining hat sich in den letzten Jahren so viel verändert.
Wissen entwickelt sich weiter. Methoden auch.

Hundetraining ist kein statisches Wissen.
Es entwickelt sich ständig weiter.

Und wir sollten das auch tun.

Die Frage ist nicht: Wie lange machst du das schon?
Sondern: Bist du bereit, es heute besser zu machen als gestern?

Letzte Woche habe ich mich mit einer Tierheimmitarbeiterin unterhalten. Sie meinte, sie sei immer erleichtert, wenn Jagd...
29/04/2026

Letzte Woche habe ich mich mit einer Tierheimmitarbeiterin unterhalten. Sie meinte, sie sei immer erleichtert, wenn Jagdhunde aus dem Tierschutz in Jägerhände vermittelt werden.

Das hat mich überrascht. Schließlich sind auch viele Hütehunde alles andere als einfach im Alltag.

Ihre Antwort war kurz und ziemlich eindrücklich:

„Ja, aber im Zweifelsfall stirbt niemand.“

27/04/2026

Es gibt Themen, die werden immer wieder diskutiert.
Obwohl sie fachlich längst klar sind.

Und trotzdem hält sich dieser Satz:
„Diese Hunde brauchen eine harte Hand.“

Ja, es gibt Hunde, die anspruchsvoller sind.
Schneller. Sensibler. Reaktiver.
Einfach mit mehr Power.

Aber Härte ist keine Lösung.
Härte ersetzt kein Wissen. Kein Timing. Kein sauberes Training.

Gerade diese Hunde profitieren von bedürfnisorientiertem Training. Von Menschen die einen Plan haben und sensibel für das Wohlbefinden ihrer Hunde sind. Die ihnen Struktur geben. Und Menschen, die wissen, was sie tun.

Denn starke Hunde brauchen keine harte Hand.
Sie brauchen Verständnis und Menschen die mit viel Trainings Know How.

Welchen Satz kannst du im Hundetraining nicht mehr hören?

24/04/2026

„Der Hund gehört auf seinen Platz.“

Klingt nach Struktur.
Ist aber oft einfach nur Alpha Gehabe.
Kontrolle wird ausgeübt. Nicht weil es Sinn macht. Sondern weil der Mensch es kann.

Viele Regeln im Alltag mit Hund
werden nie hinterfragt.
Sie werden einfach übernommen.

Nicht aufs Sofa.
Nicht ins Bett.
Nicht dahin, wo es eigentlich gemütlich ist.

Aber warum eigentlich?

Geht es wirklich um den Hund?
Oder darum, dass wir uns wohler fühlen,
wenn alles „geordnet“ ist?

Dein Hund lebt mit dir.
Er ist kein Projekt.
Kein Statussymbol.
Und auch kein Wesen, das ständig „seinen Platz kennen“ muss.

💡Grenzen sind sinnvoll, wenn sie deinem Hund helfen.
💡Nicht, wenn sie nur Macht demonstrieren.

Vielleicht ist die wichtigere Frage:
Welchen Platz hat dein Hund in deinem Leben?

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Ludwigsburg

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