06/10/2026
Erkennst du dich wieder?
1️⃣ Du rufst ohne Konsequenz
Wenn dein Hund auf deinen Rückruf nicht reagiert und trotzdem nichts passiert, lernt er: Dein Signal ist optional. Achte deshalb darauf, dass du den Rückruf nur dann verlangst, wenn du ihn auch durchsetzen kannst. Wie das funktioniert, lässt du dir am besten von einem Profi zeigen. Achtung: Du kannst nur das durchsetzen, was dein Hund bereits erlernt hat. Ein sauberer Aufbau des Kommandos ist daher unumgänglich!
2️⃣ Du rufst nur, wenn der Spaß vorbei ist
„Komm!“ kann für deinen Hund schnell bedeuten: Leine dran, Spaziergang vorbei, ab nach Hause. So wird der Rückruf schnell zum Signal für das Ende des Spaßes, und verliert an Attraktivität. Rufe daher deinen Hund auch regelmäßig völlig grundlos und schick ihn dann wieder in den Freilauf.
3️⃣ Du rufst, wenn dein Hund viel zu stark abgelenkt ist
Ist dein Hund gerade mitten im Spiel oder sieht etwas besonders Interessantes, stehen die Chancen für einen erfolgreichen Rückruf, solange du noch im Training bist, eher schlecht. Übe zunächst in Situationen, in denen dein Hund überhaupt eine Chance hat, das Kommando erfolgreich auszuführen, angepasst an seinen Lernstand. Die Ablenkung kannst du zukünftig immer weiter steigern.
4️⃣ Du schimpfst, wenn dein Hund zu spät kommt
Auch wenn dein Hund erst nach einiger Zeit und mehrfachem Rufen zu dir kommt: Schimpfen solltest du nicht. Wenn er eine große Runde gedreht hat, bevor er bei dir ankommt, kann er dein Schimpfen nicht mehr mit dem Nicht-Kommen verbinden und du bestrafst ihn dafür, dass er zu dir läuft. Nimm ihn stattdessen einfach neutral in Empfang, auch wenn du sauer bist.
5️⃣ Du sicherst den Rückruf nicht ab
Dein Hund sollte nicht ständig die Erfahrung machen, dass er deinen Rückruf ignorieren kann. Eine Schleppleine kann dabei helfen, das Training kontrolliert aufzubauen und deinen Hund vor allem in schwierigen Situationen abzusichern. Das kann sogar lebensrettend sein!
💡 Ein guter Rückruf wird nicht durch häufiges Rufen zuverlässig, sondern durch regelmäßiges Üben in verschiedenen Situationen, je nach eurem Trainingsstand.
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