06/10/2026
Liebe Gäste,
die letzten Monaten lief es wirklich wunderbar rund, was die Einhaltung der Platzordnung angeht. Nur das vergangene Wochenende ist etwas "aus der Art geschlagen". Ich warne im Voraus: langer Beitrag, viel Text und kommentieren darf man ihn auch nicht. 😉
Die Platzordnung, die im Eingangsbereich ("Schleuse") und auch am Carport (da, wo's den Kuchen gibt...) aushängt, haben wir nicht ohne Grund. Sie soll sicherstellen, dass es für alle - Hund und Mensch - ein schönes Erlebnis bei uns ist. Hat letztes Wochenende nur bedingt funktioniert... Im Zuge dessen werden wir die Platzordnung aktualisieren und konkretisieren, inklusive Konsequenzen. Nur so ist die Sicherheit und das Wohlbefinden der Vierbeiner gewährleistet.
1. Fremde Hunde werden nicht ohne Einverständnis des Halters gefüttert!
Wir wissen, dass es fast immer lieb gemeint ist. Der "liebe Hundeblick" ist eine Art Handwerk der Hunde und kein Zeugnis dafür, dass die armen Tiere "fast am verhungern sind"!
Am vergangenen Sonntag wurde zu einem bestimmten Zeitpunkt im großem Maßstab gefüttert!
Sieben oder acht Hunde hatten sich an einer Stelle auf der großen Wiese versammelt und es wurde sehr großzügig gefüttert!
Drei der Hunde gehören zu mir und was soll ich sagen?
Nelly und Shira, die viele von euch kennen, hatten eine Nacht und einen Morgen mit schwerem Durchfall. Shira ist außerdem gegen sehr viele Dinge hoch allergisch, bei ihr reichen schon kleine Mengen Fremdfutter.
Von außen sieht man das keinem Hund an. Dazu kommt der Futterneid: Wo Futter ist, wird unter Hunden schnell gestritten. Und wenn's dann zu einer Beißerei kam, dann wird uns vom Team wieder ausführlich erklärt, "dass der andere Hund ja angefangen hat...!".
Persönliche Konsequenz meinerseits: meine vier Hunde werden bitte von niemandem mehr gefüttert, auch nicht das obligatorische "eine Leckerli", dass ich gerne zugelassen habe. Gilt für alle, auch mir nahestehende Personen.
2. Kontrolle und Zugriff auf den eigenen Hund, bzw. die eigenen Hunde ist durch euch - die Hundehalter - sicherzustellen!
Am Sonntag habe ich mehrere Hunde gesehen, die mehr als 50m von ihren Haltern entfernt waren. Nicht nur kurze Zeit, was vorkommen kann (die Tiere sind schneller als wir), sondern über einen längeren Zeitraum. Es gab Situationen, in denen das hätte schiefgehen können! Gerade wenn es um dominante Hunde geht (Männlein, Weiblein - völlig egal!). Wir vom Team greifen gerne ein, wenn etwas eskaliert, dafür sind wir da. Ich gehe auch ohne zu zögern mit Körpereinsatz dazwischen, wenn's brennt. Aber bitte nicht, weil man sich 50m weiter gerade auf den Stühlen unterhält und die Situationen nicht mehr mitbekommt.
Auch hier gilt: wenn dann irgendwas passiert, und sei es nur eine kleine Schramme, dann ist das Gejammer groß! Und es wird wieder erzählt, "der andere Hund hat angefangen, meiner hat nix getan!".
Unsere Aufgabe als Team des Hundefreilaufs ist es, die Ordnung und das Wohlergehen der Hunde sicherzustellen - und das tun wir sehr, sehr gerne. Aber versteht auch uns, dass bei uns manchmal der Eindruck aufkommt, mancher Gast (nein, ich fange jetzt nicht mit gendern an!) gibt mit betreten des Geländes auch gleich noch die Verantwortung an uns ab!
Es ist übrigens völlig egal, ob man dabei auf einem Stuhl sitzt und nicht weiß, wo der eigene Hund ist, oder ob man dabei steht.
3. Die "lieben" Hundehaufen...
Ja, ich weiß, der Herbst naht... jetzt schon liegt viel Laub auf dem Boden und selbst aus 5m Entfernung ist es manchmal schwierig, die Hinterlassenschaften des eigenen Hundes zu finden. Das entbindet aber nicht von der Regel des Hundefreilaufs, dass diese Hinterlassenschaften aufzuheben und zu entsorgen sind. Dafür stehen auf allen drei Parzellen die Tonnen mit den gelben Deckeln!
Was nicht sein kann: dass ein Stammgast zu mir kommt und sich deutlich früher als üblich verabschiedet und nach hause geht, weil der Hund dazu neigt, Kothaufen regelrecht zu verschlingen. Der Hund, den ich meine, kotzt sich im besten Fall die Seele aus dem Leib, im schlimmsten Fall kommt es zu schwerwiegenden Komplikationen.
Und es kann und wird nicht die Lösung sein, dass sensible Hunde einen Maulkorb tragen, damit sie nichts aufnehmen!
Der Punkt passt auch gut zu Nummer 2, denn wenn ich nicht sehe, was mein Hund wo gerade macht, dann kann ich natürlich auch nicht saufnehmen.
Seht mir die deutlichen Worte bitte nach! Die überwältigende Mehrheit von euch macht das alles wirklich toll und richtig. Das nicht immer alles klappen kann - Rückruf zum Beispiel - ist nicht ungewöhnlich. Dafür sind wir ja gerne da und passen auf.
Aber auch wir sind nur Menschen und bitte um eure aktive Mithilfe, was die Einhaltung der Platzordnung angeht. LIEBEN DANK ❤
Wir sehen uns am Wochenende!
Christian