23/10/2026
Unser Tier der Woche: Hospizplatz für Maja gesucht!
Manchmal fragen wir uns, wieviel Pech ein Hund eigentlich haben kann. Und die kleine Mischlingshündin Maja ist so ein kleiner Unglücksrabe. Maja (*9/2012) wurde im März 2014 das erste Mal im Tierheim abgegeben, weil ihre Menschen das Interesse an der zierlichen Hündin verloren hatten. Nur wenige Wochen später fand Maja ein Zuhause-für-immer, dachten wir zumindestens, aber das Schicksal sollte uns eines besseren belehren, denn im Oktober 2026 meldeten sich die Halter und gaben an, Maja aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr behalten zu können.
Für die kleine Hündin ist eine Welt zusammengebrochen und sie wehrte sich mit allem, was sie hatte, um ihren Schmerz zu verarbeiten. Zunächst musste der Arm einer Tierpflegerin dran glauben, als diese ihr nur ein Geschirr anlegen wollte. Wie verzweifelt muss diese a**e Seele gewesen sein? Natürlich sieht sie aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters nicht mehr so gut, sie verliert ihre Bezugspersonen und ihre gewohnte Umgebung und findet sich in der Quarantäne des Tierheims wieder…..
Leider haben es ihre Menschen in den letzten Jahren versäumt, Maja tierärztlich untersuchen zu lassen. Um genau zu sein: Seit Corona wurde sie nicht mehr geimpft, geschweige denn untersucht. Bei der Eingangsuntersuchung zeigte sich, dass das Herz arythmisch schlägt und es sollte ein Herzultraschall zur genaueren Abklärung gemacht werden. Was uns aber viel größere Sorgen bereitet, sind ihre Blutwerte. Wir haben ja schon viele Befunde gesehen, aber Majas Leberwerte haben alles bisher Dagewesene im Negativen übertroffen…..
Letzten Dienstag waren wir mit ihr in der Tierarztpraxis unseres Vertrauens (https://www.facebook.com/p/Tierarztpraxis-Bogdan-Nadaban-100091260500097/?locale=de_DE). Dort wurde wegen der Befunde ein Ultraschall gemacht und ein Herzklappenfehler und ein Lebertumor festgestellt. Auch wenn wir dies schon befürchtet hatten, ist diese Diagnose ein Schlag in die Magengrube. Wir wissen natürlich nicht, wieviel Zeit Maja noch bleibt, aber wir wünschen ihr von ganzem Herzen, dass sie einen Hospizplatz findet und noch einmal menschliche Fürsorge und Wärme erfahren darf.
Es ist sicherlich nicht ganz einfach, die geeigneten Menschen für Maja zu finden und wir suchen quasi die Nadel im Heuhaufen. Aber versuchen müssen wir es doch wenigstens, oder? Maja braucht auf jeden Fall Zeit, bis sie sich an eine neue Umgebung und neue Menschen gewöhnt. Sie lässt sich nicht gleich von Fremden anfassen. Wir haben ihr eine Hausleine an ihr Geschirr gemacht und das klappt auch ganz gut. Dies sollte auch in ihrem neuen Zuhause beibehalten werden. Maja mag nicht mit Artgenossen oder anderen Tieren zusammenleben. Und Maja mag nicht alleine bleiben und bellt sich ihre kleine heisere Seele aus dem Leib, wenn man sie zurücklässt. Es wäre also ganz toll, wenn sie nicht alleine bleiben muss oder ihre Menschen überallhin begleiten darf. Maja ist keine laute Dauerkläfferin, es ist eher ihr heiseres und verzweifeltes Bellen nach Aufmerksamkeit, das uns durch Mark und Bein geht….
Vielleicht gibt es ja jemanden, der bereit ist, dieser a**en verlorenen Hundeseele einen Hospizplatz für ein paar Wochen oder hoffentlich Monate zu schenken. Diese Tierfreunde sollten nicht nur ein riesengroßes Herz haben, sondern auch über Zeit, Geduld und noch mehr Liebe mitbringen.....
Vielen Dank, liebe Antonia, für die wunderschönen Fotos von Maja!
Infos & Kontakt:
Tierheim Wau-Mau-Insel
Schenkebier Stanne 20
34128 Kassel
Telefonische Sprechzeiten:
Montag bis Freitag 10 - 12 Uhr & 16 - 18 Uhr
E-Mail [email protected]
Homepage https://wau-mau-insel.bmtev.de/
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag, jeweils von 14 – 16 Uhr