06/10/2026
Ich habe einen Post gelesen, in dem folgender Satz stand:
„Was gelernt wurde, darf auch durchgesetzt werden.“
Und genau hier möchte ich einmal genauer hinsehen. 👓
Denn nur weil mein Hund etwas gelernt hat, heißt das nicht, dass er es hier, jetzt und unter diesen Bedingungen auch zuverlässig zeigen kann.
Aufregung, Angst, Frust, Motivation, Schmerzen, die Situation selbst oder auch der Trainingsstand – all das kann eine Rolle spielen.
Bevor aus einem
„Der weiß genau, was er soll!“
ein
„Dann muss ich mich eben durchsetzen.“
wird,
möchte ich deshalb eine Frage stellen, statt eine Aussage zu treffen:
„Warum gelingt es meinem Hund gerade nicht?“❓
Denn diese Frage verändert unseren Blick.
Plötzlich geht es nicht mehr darum, ob mein Hund etwas „eigentlich können müsste“, sondern darum, was ihm gerade im Weg steht und was er braucht, damit es gelingen kann.
Vielleicht ist die Situation zu schwer.
Vielleicht ist die Aufregung zu groß.
Vielleicht fehlt noch Training.
Vielleicht braucht es mehr Abstand, mehr Sicherheit, eine andere Strategie oder schlicht meine Unterstützung.
Und genau da kann ich ansetzen.
Ich kann Bedingungen verändern, Alternativen aufbauen und meinem Hund helfen, mit einer Situation besser umgehen zu können.
Das bedeutet nicht, dass es keine Regeln oder Grenzen gibt.
Es bedeutet, dass ich hinsehe, bevor ich urteile – und unterstütze, statt einfach nur durchzusetzen.
Denn genau diesen Blick wünschen wir uns doch auch für uns selbst:
Wenn uns etwas nicht gelingt, obwohl wir es eigentlich können, wünschen wir uns jemanden, der versucht zu verstehen und uns unterstützend zur Seite steht – und nicht noch mehr Druck macht.
Und genau hier beginnt für mich etwas ganz Entscheidendes:
Mein Hund lernt, dass ich auf seiner Seite bin.🎉
Dass ich hinschaue, wenn etwas nicht gelingt.
Dass ich versuche zu verstehen, was ihm gerade im Weg steht.
Und dass ich ihm helfe, einen Weg zu finden, mit der Situation besser umgehen zu können.
❌Nicht vorschnell urteilen,
sondern
❓verstehen wollen.
Nicht einfach durchsetzen, sondern unterstützen.
Mit einem wohlwollenden Blick auf unseren Partner Hund.