19/08/2026
Warum ich es wichtig finde, dass auch "Rentner" richtig trainiert werden!
Ihr seht hier meinen aktuell ältesten Schüler: den 25jährigen Trakehnerwallach, mit viel Shagyar- und Vollblutanteil. Der Bub kam 15jährig aus dem Vielseitigkeitssport zu seiner jetzigen Besitzerin, auch da hatte er schon seine Baustellen und war immer schön sehr schwerfuttrig.
Aktuell kämpft er immer wieder mit einer nichtoperablen Zyste im Strahlbein vorne, seiner Arthrose in der oberen Halswirbelsäule und seinem Meniskusschaden von Anfang 2026. Er steht nun wieder ungefähr seit 3 Monaten im Training mit Handarbeit, Longe und die ersten 2x wieder unter dem Sattel.
Um Gottes Willen sagt ihr jetzt... Warum reitet man sowas? Manchmal zurecht! Es ist immer eine Abwägung. Aber der Kerl ist über 170cm groß und hängt auf Grund von Kraftdefiziten sehr gerne mal auf der Hand. Da geht längere Handarbeit richtig schön auf die eigenen Arme! 😂 Und er gehört wirklich zu den Pferden, die richtig Bock haben unterm Sattel. Die Reiteinheit ist dann auch nicht länger als 10min im Schritt und wirklich reine Aufrichtung mit viel Seitwärts, um den Rumpf oben zu behalten. Und er wurde von unten super gut vorbereitet.
Fazit von 3 Monate Training?
🐴 ein hochmotiviertes Pferd, welches trotz alltäglicher Zipperlein richtig Lust hat, etwas zu tun
🐴 ein Pferd, was sich wieder beim Wälzen komplett drehen kann
🐴 ein Pferd, das immer mehr Kraft bekommt und trotz seiner nicht ganz so guten Anatomie, auf Grund des Alters und der bisherigen Verletzungen schöner aussieht
🐴 die beste und günstigste Prophylaxe gegen Alters-Wehwehchen und um das Pferd so lange als möglich gesund zu halten! 💚
Habt ihr Fragen zu den Trainingsplänen? Oder habt ihr selbst Rentner, die noch etwas tun wollen?