11/06/2026
PASSGANG bei Hunden. Aufgepasst.
Der Körper sucht nicht immer die perfekte Lösung. Er sucht die einfachste.
Genau deshalb ist Passgang eines der spannendsten Gangbilder in der funktionellen Bewegungsanalyse.
Beim Passgang bewegen sich Vorder- und Hintergliedmasse derselben Körperseite gleichzeitig nach vorne. Für den Körper kann das eine energiesparende Strategie sein, weil weniger Rumpfstabilität und Rotationskontrolle benötigt werden als bei einem sauberen Trab. Deshalb sehen wir Passgang häufig bei:
• Welpen und Junghunden während Wachstumsschüben
• Hunden mit unzureichender Rumpfstabilität
• Müdigkeit oder Erschöpfung
• Übergewicht
• orthopädischen Kompensationen
• neurologischen Veränderungen
• Schmerzen im Bewegungsapparat
Wichtig dabei: Der Passgang ist keine automatische Diagnose. Es ist ein Zeichen. Viele gesunde Hunde zeigen ihn zeitweise. Besonders grosse Rassen wechseln je nach Geschwindigkeit zwischen Trab und Passgang. Nicht jeder passgehende Hund hat also automatisch ein Problem. Spannend wird es aber dann, wenn ein Hund plötzlich häufiger „im Pass“ geht als früher, Schwierigkeiten hat, in einen lockeren Trab zu wechseln oder zusätzlich weitere Auffälligkeiten zeigt.
Dann lohnt sich die Frage: Warum entscheidet sich der Körper gerade für diese Lösung? Denn Bewegung ist oft die Sprache, mit der uns der Körper frühzeitig zeigt, dass irgendwo eine Herausforderung besteht.
Läuft euer Hund gelegentlich Passgang?
(Nachtrag: Symbolbild, Fila Brasileiro Welpe zur beispielhaften Darstellung eines Passgangs, dessen Hauptmerkmal unter anderem die Gangart im Zweitakt ist.)
👇 Schreibt Rasse, Alter und ob euer Hund nur gelegentlich oder regelmässig passgeht. Wir sind gespannt auf eure Erfahrungen.