15/05/2026
Achtung, die Gefahr am Grünstreifen macht sich schon wieder bereit, unsere Vierbeiner heimzusuchen - GRANNEN 🌾
Grannen sind mit Widerhaken versehene Pflanzenteile, die die Samenkörner einiger Getreide- und Grasarten umschließen und sowohl lose durch den Wind verbreitet, als auch noch an der Pflanze hängend, Ärger machen können. Durch ihre Widerhaken haften Grannen sehr schnell im Fell der Tiere und können dadurch zum Beispiel bereits durch bloßes drüber laufen durch das Pfotenfell in Zehenzwischenräume geraten, durch Schnüffeln in der Nase landen oder nach einem Spaziergang entlang der Gräser im Ohr festsitzen. Auch hinter Augenlidern haben wir die fiesen Pflanzenzeile schon wieder hervorgeholt.
Hat sich erstmal eine Granne fest in der Haut oder sogar in Körperöffnungen verhakt, ist es für das betroffene Tier nahezu unmöglich, diese selbstständig wieder loszuwerden. Aus Körperöffnungen müssen sie nicht selten mithilfe von Endoskopen in Sedierung wieder entfernt werden und selbst bei tief eingedrungenen Grannen in Haut und Pfoten kann ein chirurgischer Eingriff zur Entfernung nötig sein, wenn diese bereits tief "gewandert" sind.
Auf Symptome wie exzessives Kopfschütteln, plötzliche ununterbrochene Niesattacken, Nasen- oder Augenausfluss, sowie Augenkneifen und exzessives punktuelles Pfotenlecken ist daher in der Saison von Juni bis September, grade nach Spaziergängen, umso mehr zu achten, um die Übeltäter möglichst schnell ausfindig zu machen.