02/08/2026
Sechs Tage Intensivcoaching mit Daniel Herter, Halb so wild, , Angela | Gentle Wolf Dog Training
Sechs Tage voller toller Hundemenschen, Gespräche, Geschichten, Beobachtungen und jeder Menge neuer Denkanstöße. Was ich hier mitgenommen habe, lässt sich nur schwer in einem Post zusammenfassen. Einerseits viele neue Techniken, andererseits aber auch ein roter Faden für die Arbeit mit Menschen und Hunden.
Im Training kannst du nicht bei Punkt drei einsteigen, wenn Punkt eins und zwei noch nie besprochen wurden. Wenn Beziehung, Orientierung und klare Regeln nicht definiert sind, bringt die beste Übung der Welt auch nur kurzfristig etwas. Hundeerziehung funktioniert nicht mit: hast du mal einen schnellen Tipp, es gehört ein ganzes Stück Beziehungsarbeit dazu.
Mindestens genauso bereichernd waren für mich neue Ansätze der Beratung. Ich habe in den letzten Jahren realisiert, dass der Beruf Hundetrainerin zwar AUCH Arbeit mit dem Hund ist, viel mehr aber die Beratung der Menschen.
Und da geht es drum genauer hinzuschauen, nicht seinen eigenen Perfektionismus aufzudrücken sondern sich einzufühlen, Geschichten zu erzählen, die Menschen mitzureißen, Zusammenhänge greifbar zu machen und sie so anzuleiten, dass sie nicht nur verstehen, WIE sie etwas tun sollen, sondern auch WARUM. Denn daraus entsteht letztlich Handlungsfähigkeit.
Ein weiterer Gedanke hat mich darüber hinaus die ganze Woche begleitet.
Wenn man viel Zeit auf Social Media verbringt, könnte man manchmal glauben, vernünftige Stimmen gäbe es kaum noch. Die lautesten Meinungen bekommen die größte Aufmerksamkeit. Emotionalisierung verkauft sich besser als Sachlichkeit.
In diesen sechs Tagen habe ich genau das Gegenteil erlebt.
Menschen, die fachlich arbeiten. Die diskutieren können, ohne sich gegenseitig niederzumachen. Die unterschiedliche Ausbildungen und Herangehensweisen haben und gemeinsam nach Lösungen suchen. Menschen, die Hunde als das sehen, was sie sind und sachlich bewerten können, was vor ihnen ist. Menschen, die sich und ihre Arbeit reflektieren und neugierig bleiben.
Das hat gut getan.