Zoo Zajac

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Zoo Zajac https://www.thepetfactory.de Bis zum Frühjahr 2025 präsentierte Zoo Zajac auf über 12.000 qm Verkaufsfläche eine unübertroffene Auswahl an Tierzubehör.

Zoo Zajac – die offizielle Facebookseite

Willkommen auf der FB - Seite des ehemals größten Zoofachgeschäft der Welt

Im November 2004 wurde Zoo Zajac in Duisburg-Neumühl eröffnet und war seitdem unbestritten das größte Zoofachgeschäft der Welt. Offiziell bestätigt wurde dieser Status 2004 durch das Guinness World Records Unternehmen welches Zoo Zajac mit seinen damals noch 8.000 qm Verkaufsfläche ins Guinness Buch der Rekorde aufnahm. Die beeindruckende Tierpräsentation und vor allem die Artenvielfalt machenten das Zoofachgeschäft zu einem wahren Allwetterzoo. Alle Tiere wurden bei Zoo Zajac artgerecht und den Tierbedürfnissen angepasst untergebracht. Die Tiergehege waren großräumig und liebevoll bis ins Detail ausgestaltet. So konnte sich der interessierte Tierhalter schon bei der Besichtigung der Verkaufsgehege von einer artgerechten und zeitgemäßen Tierhaltung inspirieren lassen. Zoo Zajac legte als Zoofachgeschäft großen Wert darauf, Fachpersonal zu beschäftigen. Neben drei fest angestellten Tierärztinnen arbeiteten eine Tierheilpraktikerin, 4 Biologen und über 10 Tierarzthelferinnen und gelernte Tierpfleger im Geschäft. Alle Mitarbeiter wurden regelmäßig geschult. Dieses geschah sowohl auf Seminarveranstaltungen im Haus oder bei externen Schulungen, Seminaren und Kongressen. Nur geschultes und sachkundiges Personal kann dem zukünftigen Tierbesitzer das notwendige Fachwissen für die Haltung seiner Schützlinge vermitteln und kompetent beraten. Als zusätzlichen Service für unsere Kunden wurden alle größeren Säugetiere, Reptilien und Vögel von einer Tierärztin klinisch untersucht bevor sie in ihr neues zu Hause kamen. Jeden Tag der Woche und an den Wochenenden vom frühen Morgen bis spät abends waren die Tierpfleger unter ständiger tierärtztlicher Kontrolle für unsere Schützlinge da. Zajac legte großen Wert auf Kompetenz in allen Belangen des Umganges mit Tieren, auch privat waren die meisten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen begeisterte Tierfreunde, die sich auch bundesweit in Verbänden, Vereinen sowie im Tierschutz engagieren. Es fanden regelmäßig im Haus kostenlose Seminare und Vortragsveranstaltungen für alle interessierten Tierbesitzer und -interessenten statt, bei denen national und international bekannte Referenten ihr Wissen direkt an die interessierte Zuhörerschaft weitergaben. Zoo Zajac´s Zielo war es, nicht nur gesunde Tiere zu verkaufen, sondern die Kunden so zu unterstützen, dass die Tiere jederzeit in ihrem neuen Heim optimale Bedingungen vorfanden. Dazu gehörten neben der intensiven Beratung und dem tierärztlichen Service eine der größten Fachbuchabteilungen in Deutschland. Und natürlich das komplette Zubehörsortiment aller führenden Hersteller. Für Tierarten, die eine besondere Ausbildung und Sozialisierung erfordern (wie z.B. die Hunde)
wurde ein besonderes Betreuungs-Programm entwickelt. So wurden die Hunde beispielsweise von erfahrenen Hundetrainern, langjährigen erfahrenen Hundehaltern und geschulten Pflegern intensiv betreut. Die Hunde lernen spielerisch die alltäglichen Geräusche kennen, wie sie in jedem Haushalt vorkommen (z.B. Staubsauger, Türklingeln etc.). Sie wurden altersgemäß regelmäßig ausgeführt und so an Halsband, Leine, Geschirr und auch den Straßenverkehr gewöhnt. Leider mußte Zoo Zajac nach Norbert Zajac´s Tod und schwieriger, wirtschaftlicher Lage den betrieb im Frühjahr 2025 nach einer Ausverkaufphase beende und am 30.04.2025 final die Schlüssel abgeben. Das Gebäude nebst Geländer verkauft worden und soll es nach dem Abriss ein gewerbepark entstehen. Dieser Kanal wurde von Martin Höhle, Inhaber von the Pet Factory und alter Freund von Norbert Zajac, wie auch langjähriger Lieferant des Unternehmens, erworben. Ziel ist es, die Erinnerungen zu erhalten und sofern möglich, den Kontakt zu den ehemaligen Kunden, Fans und Mitarbeitern zu erhalten.

𝗚𝗿𝘂̈𝗻𝗲 𝗛𝘂𝗻𝗱𝘀𝗸𝗼̈𝗽𝗳𝗲 𝗹𝗮𝘂𝗲𝗿𝗻 𝗶𝗺 𝗚𝗲𝘇𝘄𝗲𝗶𝗴Grüner Hundskopfschlinger, Corallus caninusSie werden manchmal mit dem altweltlichen...
23/10/2026

𝗚𝗿𝘂̈𝗻𝗲 𝗛𝘂𝗻𝗱𝘀𝗸𝗼̈𝗽𝗳𝗲 𝗹𝗮𝘂𝗲𝗿𝗻 𝗶𝗺 𝗚𝗲𝘇𝘄𝗲𝗶𝗴
Grüner Hundskopfschlinger, Corallus caninus

Sie werden manchmal mit dem altweltlichen Pendant, dem Grünen Baumpython verwechselt, die zu den Boas gehörenden Grünen Hundskopfschlinger. Diese baumbewohnenden Riesenschlangen sind in Südamerika weit verbreitet und kommen bis in 1000 m NN Gebirgshöhe vor. Der relativ große Kopf mit stattlichen Zähnen führte offenbar zur Assoziation mit dem Kopf von Hunden, was bereits Linné dazu verleitete, den Artnamen caninus zu prägen. Analog den Grünen Baumpythons schlingt sich Corallus caninus in typischer Weise um einen Ast. Diese Schlangen halten sich stets in stark belaubten Bäumen auf, wo sie durch ihre grüne Färbung gut getarnt sind. Nur zum Beutefang nehmen sie bodennah ihre Lauerstellung ein und verzehren Nagetiere, junge Opossums und Echsen.

Grüne Hundskopfschlinger sind Seltenfresser. Sie vertragen es nicht gut, zu oft zu fressen, insbesondere dann, wenn die vorige Beute noch nicht fertig verdaut ist. Dann versuchen sie, was zu viel ist im Intestinalsystem hervorzuwürgen, was meist zu erheblichen Problemen führt. Während man im Terrarium heranwachsende Jungtiere ein- bis dreiwöchig füttert, bekommen Adulte seltener Futter in Form von Ratten oder Mäusen. Das Terrarium muss relativ hoch und mit vielen Kletterästen ausgestattet sein. Tagsüber sollte die Temperatur bei 27 bis 29, nachts bei 24 bis 26°C liegen. Viele Züchter empfehlen nur 40 bis 70% relative Luftfeuchtigkeit, also nicht tägliches Beregnen oder Besprühen. Als Substrat eignet sich Kokosstreu, als kleiner Wasserbehälter tiefe Petrischalen oder andere Glasgefäße, die man oft wechseln und in der Spülmaschine reinigen kann.

Mit drei bis vier Jahren sind Hundskopfschlinger geschlechtsreif. Durch zeitweilige kühlere Haltung kann man den Paarungstrieb fördern. Am besten pflegt man ein Paar in einem Behälter, wenngleich die Geschlechtsbestimmung schwierig ist. Nach der Paarung dauert es sechs bis sieben Monate bis zur Geburt der maximal 20 Jungtiere, die wie bei allen neotropischen Boas bereits im Mutterleib die Eihüllen verlassen und vom Weibchen abgesetzt werden. Man zieht die Jungschlangen in Faunaboxen auf, in die man ein Plastikklettergestell einbringt. Die erste Nahrungsaufnahme nach der primären Häutung ist bei Corallus caninus mitunter schwierig; man bietet am besten kleine nestjunge Mäuse an, deren Bewegungen das Beutefangverhalten auslösen.

Hajo Herrmann

Grüne Riesenblattschrecken aus Papua-NeuguineaMit bis zu 13 cm Körperlänge gehören diese wie frische grüne Blätter ausse...
21/10/2026

Grüne Riesenblattschrecken aus Papua-Neuguinea
Mit bis zu 13 cm Körperlänge gehören diese wie frische grüne Blätter aussehenden Schrecken zu den Riesen unter den Insekten. Meist sitzen sie tagsüber ruhig im Blätterdach und wiegen sich mit den Zweigen im Wind – nahezu unsichtbar. In der Dämmerung werden sie aktiv und verzehren das, worauf sie sitzen, nämlich Blätter. Die Nymphen schießen bei Gefahr mit Kotballen. Wie man sie pflegt und züchtet, erfahrt ihr in Martins Video.
Kommt zum Zoo-Zajac-Kanal bei Youtube, besucht uns dort und abonniert den Kanal, so unterstützt ihr uns und bekommt regelmäßig neue Videos mit Artporträts, Talk und kleinen Reportagen über Menschen mit Tieren, also besondere Tierhalter, Vereine und vieles mehr. Schaut mal rein:

Mit bis zu 13 cm Körperlänge gehören diese wie frische grüne Blätte...

𝗪𝗲𝗹𝘁𝗺𝗲𝗶𝘀𝘁𝗲𝗿 𝗱𝗲𝗿 𝗧𝗮𝗿𝗻𝘂𝗻𝗴Sameits Plattschwanzgecko, Uroplatus sameitiUrsprünglich im Jahr 1990 als Unterart von Uroplatus ...
19/10/2026

𝗪𝗲𝗹𝘁𝗺𝗲𝗶𝘀𝘁𝗲𝗿 𝗱𝗲𝗿 𝗧𝗮𝗿𝗻𝘂𝗻𝗴
Sameits Plattschwanzgecko, Uroplatus sameiti

Ursprünglich im Jahr 1990 als Unterart von Uroplatus sikorae beschrieben, gilt dieser Gecko nach neuen molekulargenetischen Untersuchungen seit 2006 als eigenständige Art. Uroplatus sameiti ist wie alle Vertreter seiner Gattung endemisch in Madagaskar. Er kommt ausschließlich auf dieser ostafrikanischen Insel und einigen direkt vorgelagerten Küsteninseln vor. Er ist vor allem im Osten und Südosten Madagaskars verbreitet. Ein bekannter Ursprungsort ist die östlich vorgelagerte Insel Nosy Boraha. Die Art bewohnt primäre und sekundäre tropische Tiefland-Regenwälder sowie Küstenwälder. Im Gegensatz zu seiner Schwesterart Uroplatus sikorae (die eher mittlere, kühlere Höhenlagen bevorzugt), ist Uroplatus sameiti ein Tieflandbewohner. Er lebt strikt baumbewohnend. Den Tag verbringt er meist in einer Höhe von ein bis vier Metern, flach an vertikale Baumstämme gepresst und mit dem Kopf nach unten. In der Nacht wird er aktiv, um im Unterholz und Geäst nach Insekten zu jagen. Das natürliche Habitat von Uroplatus sameiti ist durch ein tropisch-feuchtes Tieflandklima geprägt. Die relative Luftfeuchtigkeit liegt tagsüberbei 60 % bis 80 % und steigt in der Nacht im dichten Blätterdach auf 90 % bis 100 % an. Die Temperaturen sind ganzjährig moderat warm bis heiß, tagsüber 24 bis 27 °C, nachts 19 bis 21 °C. Kälteeinbrüche gibt es im Tiefland im Gegensatz zu den Bergen nicht. Die Ostküste Madagaskars kennt kaum eine echte Trockenzeit. Es regnet sehr regelmäßig (oft über 200 Tage im Jahr), wobei die Monate Dezember bis März besonders niederschlagsreich sind.

Der Gecko erreicht eine Gesamtlänge von etwa 15 bis 20 cm. Männchen und Männchen zeigen oft eine ausgeprägte Hemipen*stasche an der Schwanzbasis. Die Grundfärbung ist variabel und reicht von Grau- und Brauntönen über Beige bis hin zu Grünnuancen. Der Körper ist von unregelmäßigen Flecken, Linien und Streifen überzogenähnlich den Flechten, Moosen oder der Baumrinde. Männchen haben oft eine kontrastreichere und kontrastierende Musterung (manchmal mit dunklen, bandförmigen Zeichnungen), während Weibchen häufig etwas gleichmäßiger gefärbt sind. Die Tiere können ihre Färbung je nach Stimmung, Temperatur und Lichtverhältnissen in gewissem Maße aufhellen oder abdunkeln. Nachts, wenn sie aktiv sind, wirken sie oft dunkler als am Tag. Das wichtigste Färbungsmerkmal betrifft das Innere des Geckos. Bei Uroplatus sameiti ist die Mundschleimhaut unpigmentiert rosa oder fleischfarben. Dieses Merkmal unterscheidet ihn von der Schwesterart Uroplatus sikorae, deren Mundhöhle tiefschwarz gefärbt ist. Droht der Gecko bei Gefahr mit aufgerissenem Maul, wird dieser Farbunterschied sichtbar.

Die Terrarienhaltung von Uroplatus sameiti gilt als anspruchsvoll und ist eher für erfahrene Halter geeignet. Die Tiere verzeihen Haltungsfehler (insbesondere Überhitzung oder zu trockene Luft) nur sehr schlecht. Eine Haltung in einem genügend großen Terrarium eignet sich ein Paar oder ein Männchen mit zwei Weibchen. Stauluft ist der größte Feind von Blattschwanzgeckos, da sie schnell zu Atemwegserkrankungen führt. Das Terrarium muss über eine großzügige Belüftung verfügen. Ideal sind Vollgaze-Terrarien oder Glasterrarien mit großen Gazeflächen. Als Einrichtung dienen vertikale, schräg und horizontal arrangierte Äste in verschiedenen Stärken. Besonders wichtig sind Äste, die dem Durchmesser des Geckokörpers entsprechen, sowie raue Rinden oder Korkäste. Eine dichte Bepflanzung bietet Sichtschutz und speichert Feuchtigkeit. Gut geeignet sind Ficus benjamina, Monstera, Bromelien, Nestfarne und Efeutute. Der Boden sollte aus einer dicken Schicht aus saugfähigem Substrat z.B. Terrarienerde, Kokoshumus oder Walderde bestehen.Da die Tiere nachtaktiv sind, sind keine starken Spots nötig. Eine Grundbeleuchtung mit leichtem UV-Anteil wird jedoch für den Knochenbau und die Vitamin-D3-Synthese empfohlen. Blattschwanzgeckos trinken fast ausschließlich Wassertropfen von den Blättern und Rinden, eine Wasserschale wird meist ignoriert. Gefüttert wird ausschließlich mit lebenden Insekten (Heimchen, Grillen, Schaben, kleine Heuschrecken). Die Futtertiere müssen regelmäßig mit einem hochwertigen Calcium- und Vitaminpräparat inkl. Vitamin D3 bestäubt werden, um Mangelerscheinungen vorzubeugen. Da der Export aus Madagaskar streng reglementiert ist, ist der Aufbau stabiler Nachzuchtpopulationen überlebenswichtig für den Erhalt dieser Art. Um die Keimzellenentwicklung anzuregen und die Paarungszeit einzuleiten, wird eine etwa zweimonatige kühlere und trockenere Phase im Winter benötigt. Dabei wird die Beleuchtungsdauer verkürzt, die Fütterung reduziert und die Temperatur leicht gesenkt. Am Ende dieser Ruhephase werden die Tiere paarweise oder als Harem zusammengesetzt. Nach erfolgreicher Paarung trägt das Weibchen die Eier für etwa 30 bis 35 Tage. Die Produktion der kalkhaltigen Eierschalen entzieht dem weiblichen Körper massiv Calcium. Weibchen besitzen dafür sichtbare Calcium-Säckchen am Hals. Neben klassischen Präparaten hat sich die Verfütterung von weichen Gehäuseschnecken als essenziell erwiesen, da diese eine hervorragende, natürliche Calciumquelle bieten. Eine gesunde Eiproduktion umfasst drei bis fünf Gelege pro Saison, bestehend aus jeweils zwei kreisrunden, weißen Eiern. Das Weibchen vergräbt die Eier leicht im feuchten Bodengrund oder versteckt sie sorgfältig unter Laub und Moos. Die Eier sollten vorsichtig in ein Inkubationsgefäß auf leicht feuchtes Substrat (z. B. Vermiculite oder Perlite) überführt werden. Die Temperatur sollte konstant zwischen 22 bis 25 °C liegen. Je nach Temperatur schlüpfen die Jungtiere nach 75 bis 110 Tagen. Die frisch geschlüpften Geckos sind etwa 7 bis 8 cm groß und müssen einzeln aufgezogen werden, um Stress und Beißereien zu verhindern. Die Jungtiere benötigen von Beginn an feine Sprühnebel zur Flüssigkeitsaufnahme und Kleininsekten (z.B. frisch geschlüpfte Heimchen oder Erbsenblattläuse), die mit Vitaminen und Calcium plus D3 bestäubt werden müssen. Uroplatus sameiti ist international nach CITES Anhang II geschützt. Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion wird Uroplatus sameiti derzeit als nicht gefährdet eingestuft. Diese Einstufung ist jedoch mit Vorsicht zu genießen, da die massiven Lebensraumverluste durch Abholzung und Brandrodung in Madagaskar die Wildpopulationen kontinuierlich schrumpfen lassen. In Deutschland unterliegen die Tiere einer gesetzlichen Meldepflicht bei den zuständigen Landesbehörden.

Roland Zobel

𝗔𝘂𝗳 𝗿𝗼𝘁𝗲𝗻 𝗞𝗻𝗶𝗲𝗻 𝗹𝗶𝗲𝗴𝗲𝗻 𝘀𝗶𝗲 𝘃𝗼𝗿 𝗱𝗶𝗿Mexikanische Rotknie-Vogelspinne, Brachypelma hamoriiSie ist eine der bekanntesten, am...
14/10/2026

𝗔𝘂𝗳 𝗿𝗼𝘁𝗲𝗻 𝗞𝗻𝗶𝗲𝗻 𝗹𝗶𝗲𝗴𝗲𝗻 𝘀𝗶𝗲 𝘃𝗼𝗿 𝗱𝗶𝗿
Mexikanische Rotknie-Vogelspinne, Brachypelma hamorii

Sie ist eine der bekanntesten, am häufigsten gehaltenen und gezüchteten Vogelspinnen, nur war sie Jahrzehnte lang unter dem Namen Brachypelma smithi geführt worden. Durch eine neue taxonomische Studie an den mexikanischen Rotknie-Vogelspinnen, die einander alle sehr ähneln, wissen wir nun, dass es sich bei unseren Tieren um Brachypelma hamorii handelt, Brachypelma smithi gibt es aber noch, denn Brachypelma annitha ist ein später entstandenes Synonym für die bereits früher beschriebene Art Brachypelma smithi. Das alles ist Spezialwissen der Systematiker, wenden wir uns deshalb den biologischen Details über Brachypelma hamorii zu.

Die Art ist in Mexiko endemisch und kommt südwestlich der Sierra Madre Occidental und südlich der transversalen vulkanischen Gebirgskette vom südöstlichen Bundesstaat Jalisco über die Küste des Bundesstaates Colima bis zur nordwestlichen Küstenregion des Bundesstaates Michoacán vor. Dort bewohnen diese Vogelspinnen trockenes Buschland, Trockenwälder und die Ränder von Wüsten. Es sind Bodenbewohner, die Erdhöhlen ausgraben, in denen sie sich die meiste Zeit über aufhalten. Oft nutzen sie dabei gegebene Unterschlüpfe, etwa unter Steinen oder Holz sowie Verlassene Nagerbaue. Männchen haben eine durchschnittliche Körperlänge von 48 mm, Weibchen von 55 mm.

Man pflegt Brachypelma hamorii in einem typischen spartanisch eingerichteten Spinnenterrarium mit einem Substrat aus lehmiger oder sandiger Erde. Ein Stück Korkrinde dient als Versteck, ein flacher stabiler Wassernapf wird als Trinkquelle genutzt. Die Temperatur beträgt tagsüber 24 bis 28, nachts 20 bis 22°C. Die Zucht gehört mittlerweile zum Standard bei den Spinnenpflegern. Das Männchen erkennt man am Tibialhaken des ersten Beinpaares. Es trommelt vor dem Weibchen, wenn es zu ihm gesetzt wird, um die Paarung einzuleiten. Nach sechs bis acht Wochen baut das Weibchen einen Eikokon, in den es bis zu 600 Eier legt. Nach dem Nyphenstadium separiert man die Jungspinnen in separate Aufzuchtdosen. Während die adulten Spinnen mit ausgewachsenen Grillen gefüttert werden, verzehren die Jungen winzige Heimchen. Brachypelma hamorii wird im WA Anhang II geführt.

Hajo Herrmann

𝗪𝗮𝘀 𝗳𝘂̈𝗵𝗿𝗲𝗻 𝘀𝗶𝗲 𝘄𝗼𝗵𝗹 𝗶𝗺 𝗦𝗰𝗵𝗶𝗹𝗱𝗲?Breitschwanz-Ringelschildechse, Zonosaurus laticaudatusZonosaurus laticaudatus ist eine ...
11/10/2026

𝗪𝗮𝘀 𝗳𝘂̈𝗵𝗿𝗲𝗻 𝘀𝗶𝗲 𝘄𝗼𝗵𝗹 𝗶𝗺 𝗦𝗰𝗵𝗶𝗹𝗱𝗲?
Breitschwanz-Ringelschildechse, Zonosaurus laticaudatus

Zonosaurus laticaudatus ist eine Echsenart aus der Familie der Schildechsen (Gerrhosauridae), die endemisch in Madagaskar vorkommt. Diese Echsen erreichen eine beachtliche Kopf-Rumpf-Länge von bis zu 170 mm. Die Art ist tagaktiv und ernährt sich omnivor. Wie die meisten Schildechsen ist auch diese Art ovipar (eierlegend). Auf dem Körper verlaufen zwei aufeinander zulaufende, grünliche Bänder, die sich auf dem Kopf vereinen. Ihr Hauptverbreitungsgebiet liegt im westlichen und nordwestlichen Teil der Insel. Breitschwanz-Ringelschildechsen bevorzugen die trockeneren Laubwälder, Dornwälder und offenen Buschlandschaften des madagassischen Westens. Sie halten sich vorwiegend am Boden auf, nutzen Steine, Felsen und Totholz als Sonnenplätze und verstecken sich nachts in lockerer Erde oder verlassenen Bauen anderer Tiere. Obwohl sie in eher sub-ariden bis trockenen Regionen leben, suchen sie gezielt die Nähe von temporären Wasserläufen oder Gewässern. Den größten Teil ihrer Nahrung machen Wirbellose aus. Dazu gehören Grillen, Heuschrecken, Gottesanbeterinnen, Käfer und Würmer. Als Allesfresser verzehren sie regelmäßig pflanzliches Material. Große, ausgewachsene Exemplare erbeuten gelegentlich auch kleine Eidechsen oder andere kleine Wirbeltiere, wenn sich die Möglichkeit bietet.

Im Terrarium fressen sie gängige Futterinsekten wie Heimchen, Grillen, Schaben und Heuschrecken, die vor der Fütterung mit einem Vitamin- und Calciumpräparat bestäubt werden sollten. Ein- bis mehrmals pro Woche sollte eine flache Schale mit klein geschnittenem, reifem Obst und geraspeltem Gemüse angeboten werden. Die Terrarienhaltung von Zonosaurus laticaudatus erfordert eine Kombination aus trocken-warmen Klimazonen und feuchteren Rückzugsorten. Die Tiere gelten als agil und aufmerksam, benötigen jedoch aufgrund ihrer Scheu eine gut strukturierte Umgebung. Die Gruppenhaltung (z.B. ein Männchen mit einem oder zwei Weibchen) ist möglich, sofern das Terrarium groß genug ist. Mehrere Männchen sollten aufgrund von Revierkämpfen niemals zusammengehalten werden. Da es sich um tagaktive Sonnenanbeter handelt, ist die richtige Beleuchtung wichtig. Die Temperatur sollte am Tage bei 23–25 °C liegen. Unter einem lokalen Wärmestrahler dürfen Temperaturen von 30 °C bis punktuell höher erreicht werden, um den Echsen das Aufwärmen zu ermöglichen. In der Nacht wird die Heizung abgeschaltet, so dass die Temperatur auf Raumtemperatur bzw. etwa 22-25 °C sinkt. Eine hochwertige UVB-Lampe ist zwingend erforderlich, um Knochenerkrankungen (Rachitis) vorzubeugen. Obwohl sie aus trockeneren Regionen stammen, benötigen Schildechsen eine Luftfeuchtigkeit von tagsüber ca. 60 %, ansteigend auf bis zu 90 % in der Nacht. Dies wird durch tägliches Sprühen am Morgen oder Abend simuliert. Eine große, flache Wasserschale ist wichtig. Das Wasser muss täglich frisch gewechselt werden. Die Tiere benötigen ein lockeres, Feuchtigkeit speicherndes Substrat mit einer Tiefe von mindestens 10–15 cm, da die sie graben. Als Verstecke dienen Korkröhren, Rindestücke und Steine. Die Rück- und Seitenwände sollten mit Kork- oder Felsstrukturen verkleidet werden. Zonosaurus laticaudatus nutzt vertikale Klettermöglichkeiten und erhöhte Steinplateaus als Aussichtspunkte.

Die Zucht im Terrarium gilt als anspruchsvoll. Während der Paarungszeit färben sich bei den Männchen oft die Kehle und die Kopfseiten intensiv rötlich oder rosa-orange. Sie verfolgen die Weibchen ausdauernd. Die Paarung erfolgt durch den für Echsen typischen Paarungsbiss (meist in die Flanke oder den Nacken des Weibchens). Während der Paarungszeit verteidigen Männchen ihr Revier vehement gegen Konkurrenten. Das trächtige Weibchen zeigt nach einigen Wochen einen deutlich pralleren Körperbau. In dieser Zeit benötigt es eine besonders hohe Calcium- und Vitaminversorgung. Ein typisches Gelege von Zonosaurus laticaudatus besteht aus zwei bis sechs großen, länglichen Eiern mit einer weichen Schale. Das Weibchen sucht gezielt nach grabfähigem, leicht feuchtem Bodengrund; im Terrarium sollte hierfür eine separate Eiablagebox mit einer feuchten Sand-Erde-Mischung oder Moos bereitgestellt werden. Da die Eier im Terrarium durch das Grabverhalten der Alttiere beschädigt werden könnten, sollten sie vorsichtig in einen Inkubator überführt werden. Die Eier werden halb vergraben in feuchtes Vermiculit oder Perlit gebettet. Sie dürfen nach dem Auffinden nicht mehr gedreht werden, da die Embryonen sonst absterben können. Die Inkubation erfolgt warm bei konstanten 26 bis 28 °C. Temperaturen dauerhaft über 30 °C sind für die Embryonen oft tödlich. Je nach Bruttemperatur schlüpfen die Jungtiere nach einer Inkubationszeit von etwa 70 bis 90 Tagen. Die frisch geschlüpften Jungtiere sollten einzeln oder in sehr kleinen, streng kontrollierten Gruppen in separaten Aufzuchtterrarien untergebracht werden. Schildechsen-Babys zeigen untereinander oft starken Futterneid und Aggression. Das Klima entspricht dem der adulten Tiere, allerdings muss noch penibler darauf geachtet werden, dass stets genug Feuchtigkeit gegeben ist. Gefüttert wird mit sehr kleinen, agilen Insekten (z.B. Mikro-Heimchen, Fruchtfliegen oder frisch geschlüpften Grillen). Um Mangelerscheinungen wie Rachitis vorzubeugen, muss bei jeder Fütterung zwingend mit einem hochwertigen Kalzium-Vitamin-D3-Präparat bestäubt werden und eine ausreichende UV-Beleuchtung gewährleistet sein.
Auf globaler Ebene wird die Art von der Weltnaturschutzunion (IUCN) als „nicht gefährdet“ eingestuft. Die Echse besitzt ein großes, stabiles Verbreitungsgebiet im Westen und Nordwesten Madagaskars und kommt in verschiedenen Habitaten noch in gesunden Populationsdichten vor. Obwohl der Gesamtbestand derzeit als stabil gilt, steht die Art lokal unter Druck. Der primäre Gefährdungsfaktor in ihrem natürlichen Lebensraum ist der Lebensraumverlust durch die fortschreitende Entwaldung Madagaskars durch Brandrodung, Holzkohlegewinnung und landwirtschaftliche Nutzung.

Roland Zobel

𝗗𝗲𝗿 𝗯𝗲𝗹𝗶𝗲𝗯𝘁𝗲 𝗡𝗲𝗺𝗼 𝗶𝘀𝘁 𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗧𝗿𝗮𝗻𝘀𝗲Orangeringelfisch, Amphiprion ocellarisSeit dem Trickfilm „Findet Nemo“ sind die beiden...
07/10/2026

𝗗𝗲𝗿 𝗯𝗲𝗹𝗶𝗲𝗯𝘁𝗲 𝗡𝗲𝗺𝗼 𝗶𝘀𝘁 𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗧𝗿𝗮𝗻𝘀𝗲
Orangeringelfisch, Amphiprion ocellaris

Seit dem Trickfilm „Findet Nemo“ sind die beiden sehr ähnlichen Anemonenfischarten Amphiprion ocellaris und percula Kinderstars in jedem Schauaquarium. Der so genannte „Falsche Clownfisch“ Amphiprion ocellaris besiedelt Gebiete des Pazifik, die westlich vom Areal des „Echten“ liegen. Welcher nun als Nemo-Vorbild diente, ist eigentlich unwesentlich. Faszinierend ist die Geschlechtsumwandlung bei Anemonenfischen. Sie sind protandrische Hermaphroditen, bei ihnen bilden sich also die männlichen Geschlechtsorgane zuerst aus und nur das stärkste Tier einer Gruppe entwickelt fruchtbare Eierstöcke. Damit geht meist ein Wachstumsschub einher. Die Entwicklung der befruchtungsfähigen Weibchen dauert wesentlich länger als die der Männchen. Meistens produzieren sie erst nach zwei bis vier Jahren die ersten Gelege. Große Gruppen zählen oft mehrere Sekundärmännchen, aber nur ein voll ausgefärbtes Primärmännchen. Die Sekundärmännchen zeigen dabei ein unterwürfiges Verhalten und Weibchenfärbung.

Von Amphiprion ocellaris gibt es inzwischen eine Vielzahl von Zuchtformen, wobei zuerst schwarze Tiere, später mit mehr oder weniger weißen Flächen versehene selektiert wurden. Denn in der Natur findet man ebenfalls oft abnorm gefärbte Individuen, die den Züchtern als Ausgangstiere dienten. Diese Anemonenfische waren die ersten domestizierten Korallenfische und sind heute durch ihre Massenzucht sehr häufig gepflegte Fische in den Meerwasseraquarien. Die Art lebt in Symbiose mit den Anemonen Heteractis magnifica, Stichodactyla gigantea) und Stichodactyla mertensii.

Diese Anemonenfische sind für Anfänger in der Meerwasseraquaristik zu empfehlen. Ein 120-Liter-Aquarium sollte es schon sein für ein Paar, aus dem sich bald eine kleine Familie entwickelt. Wichtig sind die richtigen Wasserfaktoren, die man in der Fachliteratur findet. Viele für Rifffische angebotene Futtersorten nehmen die Amphiprion ocellaris an. Eine der Symbioseanemonen sollte im Aquarium vorhanden sein. Die friedlichen Anemonenfische lassen sich gut mit weiteren Riffbewohnern vergesellschaften. Gelege entnimmt man am besten und zieht sie in einem alt eingerichteten Aquarium mit Phytoplankton, später Artemia-Nauplien auf.

Hajo Herrmann

𝗘𝗿 𝗸𝗼̈𝗻𝗻𝘁𝗲 𝗮𝘂𝗰𝗵 𝗠𝗶𝗹𝗰𝗵𝘀𝘁𝗿𝗮ß𝗲𝗻𝗴𝗲𝗰𝗸𝗼 𝗵𝗲𝗶ß𝗲𝗻Antillen-Kugelfingergecko, Sphaerodactylus argusSphaerodactylus argus ist eine k...
04/10/2026

𝗘𝗿 𝗸𝗼̈𝗻𝗻𝘁𝗲 𝗮𝘂𝗰𝗵 𝗠𝗶𝗹𝗰𝗵𝘀𝘁𝗿𝗮ß𝗲𝗻𝗴𝗲𝗰𝗸𝗼 𝗵𝗲𝗶ß𝗲𝗻
Antillen-Kugelfingergecko, Sphaerodactylus argus

Sphaerodactylus argus ist eine kleine und bodenbewohnende Echsenart aus der Familie der Kugelfingergeckos, die in der Karibik beheimatet ist. Das Hauptverbreitungsgebiet ist Jamaika und Kuba sowie die umliegenden kleinen Inseln und die Bahamas. Natürliche Vorkommen gibt es zudem auf der Yucatán-Halbinsel in Mexiko sowie in Nicaragua, Costa Rica und Panama. Die Geckos besiedeln bevorzugt trockene bis halbtrockene Gebiete von Meereshöhe bis zu einer Höhe von etwa 100 m NN. Dazu gehören küstennahes Unterholz und lichte Wälder, Kokosnusshaine, Plantagen und landwirtschaftliche Flächen. Als Kulturfolger bewohnen die Geckos auch Vorstadtgärten sowie Mauern und Gebäude. Am Boden leben sie gut versteckt in einer feuchten Laubschicht, unter verrottetem Totholz, Rindenstücken oder Steinen, da sie eine relativ hohe relative Luftfeuchtigkeit brauchen. Die Weibchen sind hellbraun und haben gelbe oder weiße Punkte am Kopf. Die Männchen sehen ähnlich aus. Sie erreichen eine Gesamtlänge von 5 bis 7 cm. Ihre Lebenserwartung beträgt fünf bis acht Jahre. Die Art gilt als nicht gefährdet.

Für die erfolgreiche Haltung von Sphaerodactylus argus im Terrarium ist die Simulation des karibischen Mikroklimas entscheidend. Da die Tiere sehr klein und flink sind, muss das Terrarium absolut ausbruchssicher sein. Man kann sie einzeln oder als Paar halten. Mehrere Männchen dürfen niemals zusammen in einem Terrarium gehalten werden, weil sie sich bekämpfen würden. Sie fressen kleine Insekten wie Fruchtfliegen oder winzige Heimchen. Eine UVB-Lampe ist für den Knochenbau wichtig. Die Beleuchtungsdauer sollte im Sommer 12 bis 14 Stunden und im Winter 10 bis 11 Stunden betragen. Tagsüber sind 26 bis 28 °C optimal, lokal am Sonnenplatz bis zu 32 °C. In der Nacht sollte die Temperatur auf Zimmertemperatur absinken. Als Bodengrund eignet sich eine Mischung aus Erde, Sand oder Kokoshumus, die Feuchtigkeit gut speichert. Eine dicke Schicht aus Laub auf dem Boden ist wichtig. Ergänzend eignen sich Korkröhren, flache Steine und Rindenstücke. Als Bepflanzung dienen robuste, kleinbleibende Pflanzen wie Bromelien, Tillandsien oder Ficus pumila. Die Luftfeuchtigkeit sollte am Tage bei 60 bis 70 % liegen, nachts darf sie auf 80 bis 90 % ansteigen. Das Terrarium muss täglich leicht mit lauwarmem Wasser besprüht werden. Die Geckos trinken die Wassertropfen von den Blättern und Scheiben. Das Futter besteht aus Mikro-Heimchen, Fruchtfliegen (Drosophila), Springschwänzen und Erbsenblattläusen. Das Futter muss regelmäßig mit einem Vitamin- und Kalziumpräparat bestäubt werden.

Die Zucht von Sphaerodactylus argus im Terrarium gilt als unkompliziert, vorausgesetzt das Paar wird optimal ernährt und die klimatischen Bedingungen stimmen. Die Art ist produktiv. Die Tiere sind mit etwa zehn bis zwölf Monaten geschlechtsreif. In ihrer Heimat pflanzen sie sich fast das ganze Jahr über fort. Im Terrarium kann man die Zucht durch eine Simulation der Jahreszeiten stimulieren. Das Männchen zeigt sein Interesse durch charakteristisches Kopfnicken. Verläuft die Paarung erfolgreich, beginnt kurz darauf die Eiproduktion im Weibchen. Das Weibchen legt nach der Paarung alle zwei bis vier Wochen ein einzelnes Ei selten auch mal zwei. Die Eier schimmern kurz vor der Ablage weißlich durch die dünne Bauchhaut des Weibchens. Sie sind hartschalig und werden gut versteckt in Korkspalten, kleinen Röhren oder unter trockenem Laub abgelegt. Sphaerodactylus argus klebt seine Eier im Gegensatz zu manchen anderen Geckoarten nicht an. Sie können daher leicht entnommen werden. Es empfiehlt sich, die Eier aus dem Terrarium zu nehmen und in einem separaten Inkubator oder einer kleinen Dose unterzubringen, da die Elterntiere den Jungtieren nachstellen können. Sie werden auf leicht feuchtes Vermiculite oder Perlite gebettet. Sie dürfen nicht direkt nass werden. Bei konstanten 26 bis 28 °C schlüpfen die Jungtiere nach etwa 60 bis 90 Tagen. Die frisch geschlüpften Geckos sind winzig, oft nur 2 bis 2,5 cm lang. Die Aufzucht erfolgt am besten einzeln in kleinen, ausbruchssicheren Dosen oder Mini-Terrarien, um Futterneid und Stress zu vermeiden.

Roland Zobel

𝗕𝘂𝗻𝘁𝗲 𝗩𝗶𝗲𝗹𝗳𝗮𝗹𝘁 𝘂𝗻𝗱 𝗚𝗿𝗼𝘂𝗽 𝗔𝗰𝘁𝗶𝗼𝗻Boettgers Zwergpfützenfrosch, Cacosternum boettgeriZwergpfützenfrösche der zur Zeit 17 Ar...
29/09/2026

𝗕𝘂𝗻𝘁𝗲 𝗩𝗶𝗲𝗹𝗳𝗮𝗹𝘁 𝘂𝗻𝗱 𝗚𝗿𝗼𝘂𝗽 𝗔𝗰𝘁𝗶𝗼𝗻
Boettgers Zwergpfützenfrosch, Cacosternum boettgeri

Zwergpfützenfrösche der zur Zeit 17 Arten umfassenden Gattung Cacosternum besiedeln das südliche und östliche Afrika. Gemeinsam mit zehn weiteren Gattungen bilden sie die Unterfamilie Cacosterninae innerhalb der Familie Pyxicephalidae. Eine der kommunsten, am weitesten verbreiteten Arten ist Boettgers Zwergpfützenfrosch, Cacosternum boettgeri, benannt nach dem Frankfurter Senckenberg-Herpetologen O. Boettger. Die Art bewohnt sehr unterschiedliche Lebensräume, meist aber offenes Gelände in Süd-Sambia, Simbabwe, Süd-Mosambik, Süd-Namibia und Südafrika. Die offenen, relativ trockenen savannenartigen Landschaften sind ideal für Cacosternum boettgeri. Aber diese anpassungsfähigen Frösche beobachtet man auch in Städten und Dörfern, denn sie finden stets irgend einen Platz, an dem sie gut gedeihen, und irgend eine Pfütze, in der sie laichen können.

Bemerkenswert ist die hohe Variabilität der nur 2,3 cm großen Frösche in Färbung und Zeichnung. Die Fotos zeigen unterschiedliche Tiere aus einer Population. Das fällt besonders dann auf, wenn man sie etwa von November bis Januar in einem kleinen stehenden Gewässer bei der Paarung beobachtet. Man glaubt, unterschiedliche Arten bei der Hybridisierung zu sehen, so vielfältig ist ihr Erscheinungsbild. Bis zu 250 Eier von 0,6 cm Durchmesser legt ein Weibchen ab, und zwar an Pflanzenstängeln oder frei ins Wasser. Die Larven erreichen 3,3 cm Länge, bevor sie metamorphosieren. Bei den Paarungen sind die Männchen ebenso paarungswütig wie unsere einheimischen Erdkröten. Sie klammern andere Männchen, die sich mit Abwehrruf dagegen wehren, aber auch Dreier kommen vor.

Es gibt die Möglichkeit, diese Pfützenfrösche in einem relativ trockenen Terrarium mit Wassernapf zu halten (alle Frösche halten ihre Rückfront ins Wasser und nehmen über den Darm Flüssigkeit auf) oder in einem Terrarium mit großem Wasserbehälter, der als Laichgewässer dient, wenn man darin die Luftfeuchtigkeit durch besprühen erhöht. Als Nahrung dienen sehr kleine Grillen und Ofenfischchen.

Hajo Herrmann

𝗦𝗶𝗲 𝘀𝘁𝗿𝗲𝗶𝗳𝗲𝗻 𝗺𝗶𝘁 𝗦𝘁𝗿𝗲𝗶𝗳𝗲𝗻 𝗱𝘂𝗿𝗰𝗵 𝗱𝗲𝗻 𝗪𝗮𝗹𝗱Madagaskar-Vierstreifennatter, Dromicodryas quadrilineatusDromicodryas quadrilin...
27/09/2026

𝗦𝗶𝗲 𝘀𝘁𝗿𝗲𝗶𝗳𝗲𝗻 𝗺𝗶𝘁 𝗦𝘁𝗿𝗲𝗶𝗳𝗲𝗻 𝗱𝘂𝗿𝗰𝗵 𝗱𝗲𝗻 𝗪𝗮𝗹𝗱
Madagaskar-Vierstreifennatter, Dromicodryas quadrilineatus

Dromicodryas quadrilineatus ist auch als Madagaskar-Vierstreifennatter bekannt. Sie ist eine ungiftige Schlangenart aus der Familie der Lamprophiidae, die nur auf der Insel Madagaskar vorkommt. Die Art ist über weite Teile Madagaskars verbreitet, insbesondere im gesamten nördlichen Teil der Insel. Von dort aus erstreckt sich ihr Lebensraum im Westen bis nach Isalo und entlang der Ostküste bis in den Süden nach Tolagnaro. Neben der Hauptinsel besiedelt sie auch nordwestlich gelegene Inseln wie Nosy Be sowie Nosy Komba. Sie ist sowohl in den feuchten Regenwäldern des Ostens als auch in den tropischen Trockenwäldern anzutreffen. Häufig findet man sie auch in vom Menschen veränderten Landschaften, degradierten Waldbereichen oder Plantagen. Die Schlange zeichnet sich durch vier charakteristische Längsstreifen aus. Die Tiere erreichen in der Regel eine Körperlänge bis etwa 110 cm.

Für die erfolgreiche Haltung im Terrarium ist ein gut strukturiertes Waldterrarium erforderlich. Da die Art tagaktiv ist, sehr agil jagt und sowohl am Boden lebt als auch klettert, sollte die das Terrarium ausreichend Platz und Struktur bieten. Ein grabfähiger, hoher Bodengrund muss vorhanden sein. Als Klettermöglichkeiten dienen stabile, verzweigte Kletteräste. Die gesamte Höhe des Terrariums sollte durch horizontale und diagonale Äste zugänglich gemacht werden. Als Rückzugsmöglichkeiten eignen sich Korkröhren, umgedrehte Tontöpfe oder Steinaufbauten. Eine mit feuchtem Sphagnum-Moos gefüllte Höhle ist wichtig für die Häutung und Regulierung des Feuchtigkeitsbedarfs. Ebenso wie eine ausreichend große Wasserschale, in der die Schlange bei Bedarf auch ganz baden kann. Da die Schlange in verschiedenen Höhenstufen und Regionen Madagaskars vorkommt, benötigt sie im Terrarium ein Temperaturgefälle. Tagsüber reicht eine Grundtemperatur von 26 bis 30 °C, die in der Nacht auf 20 bis 23°C abfallen kann. Lokal dürfen unter einem Spotstrahler kurzzeitig 32 bis 34 °C erreicht werden. Eine relative Luftfeuchtigkeit von 60 bis 70% am Tage und ein Anstieg in der Nacht auf 80% und höher simuliert die natürlichen Gegebenheiten. Da die Art tagaktiv ist, ist eine moderate UVB-Bestrahlung zu empfehlen. Das fördert die Aktivität, die natürliche Färbung und die Synthese von Vitamin D3. Eine zusätzliche LED-Beleuchtung sorgt für eine Grundhelligkeit und simuliert einen natürlichen 12-Stunden-Tag-Nacht-Rhythmus. In der Natur ernährt sich Dromicodryas quadrilineatus von kleinen Echsen, Fröschen und Kleinsäugern. Im Terrarium lässt sie sich in der Regel unkompliziert an Frostmäuse gewöhnen.

Über Nachzucht der Madagaskar-Vierstreifennatter im Terrarium ist bisher nur spärlich berichtet worden, da die Art in der privaten Haltung selten anzutreffen ist. Die Weibchen sind merklich größer und kräftiger gebaut als die Männchen. Um die Schlangen in Paarungsstimmung zu versetzen, orientiert man sich am madagassischen Jahresverlauf. Eine leichte Absenkung der Temperaturen um einige Grad sowie eine Reduzierung der Beleuchtungsdauer im Spätherbst leiten die Ruhephase ein. Dem Weibchen muss nun eine ausreichend große Eiablagebox mit leicht feuchtem Vermiculite oder Sphagnum-Moos zur Verfügung gestellt werden. Die Eier werden nach der Ablage in einem Inkubator bei konstanten 25 bis 27 °C und hoher Luftfeuchtigkeit gezeitigt. Die Zeit bis zum Schlupf der Jungtiere liegt meist im Bereich von 60 bis 85 Tagen. Nach dem Schlupf werden die Jungnattern separat in kleinen, übersichtlichen Aufzuchtboxen untergebracht. Frisch geschlüpfte Jungtiere ernähren sich in der Natur fast ausschließlich von kleinen Amphibien und Geckos. Die größte Hürde in der Terraristik besteht darin, die Jungtiere auf sehr kleine Frostmäuse umzustellen. Aufgrund dieser weiten Verbreitung und ihrer Toleranz gegenüber verschiedenen Lebensräumen wird die Art auf der Roten Liste der IUCN als „nicht gefährdet“ eingestuft.

Roland Zobel

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Süntelstrasse 23
Hülsede
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