Pferdetraining Schanz

Pferdetraining Schanz Mit Leichtigkeit Reiten, gemeinsam Tanzen. Pferdetraining für Körper, Geist und Seele.

Hi, ich bin Lisa Schanz 👋🏼 – Zeit für eine kleine Vorstellungsrunde!Ich bin examinierte Lehrkraft, arbeite seit mehreren...
30/08/2026

Hi, ich bin Lisa Schanz 👋🏼 – Zeit für eine kleine Vorstellungsrunde!

Ich bin examinierte Lehrkraft, arbeite seit mehreren Jahren als Pferdetrainerin und habe zusätzlich meine Ausbildung zur Pferdephysiotherapeutin und Pferdeosteopathin abgeschlossen.

Ursprünglich wollte ich damit vor allem mein Training durch fundiertes Wissen über Anatomie, Biomechanik und Pferdegesundheit ergänzen. Während der Ausbildung habe ich aber gemerkt, wie sehr mein Herz auch für die Therapie schlägt. 🤍

Heute biete ich deshalb Training und Therapie einzeln oder in Kombination an. Gerade diese Verbindung ist für mich ein echter Gamechanger: Nicht nur behandeln oder trainieren, sondern verstehen, was der Körper braucht, therapeutisch unterstützen und Veränderungen anschließend sinnvoll ins Training übertragen.

Pferde gesund verstehen – genau das ist mein Ansatz.

Und hier nehme ich dich mit:

🐴 in mein Training, zu Berittpferden und in meinen Alltag als Trainerin & Therapeutin
🧠 mit Wissen zu Anatomie, Biomechanik, Training & Pferdegesundheit
🩺 mit Fallberichten aus Training und Therapie
🌿 beim Aufbau unseres Paddock Trails mit Bewegungskonzept und physiotherapeutischen Elementen – später ergänzt durch Working-Equitation- und Extreme-Trail
🤍 in meinen Alltag mit meinen eigenen Pferden und mit regelmäßigen Updates zu Ella und ihrem Fohlen, das wir 2027 erwarten

Mit Ella erfülle ich mir außerdem einen großen Traum: mein eigenes Nachwuchspferd selbst zu ziehen.

Wenn du mit deinem Pferd mit mir zusammenarbeiten möchtest, kannst du mich jederzeit für Training, Physiotherapie, Osteopathie oder die Kombination daraus anfragen.

Mehr zu mir und meinen Angeboten findest du auf meiner Website.

Schön, dass du hier bist. 🤍
Pferde gesund verstehen.

Dein Pferd ist nicht seine Diagnose. Es hat eine Diagnose.Ich bin ein großer Freund von Diagnostik. Sie gibt uns wichtig...
18/08/2026

Dein Pferd ist nicht seine Diagnose. Es hat eine Diagnose.

Ich bin ein großer Freund von Diagnostik. Sie gibt uns wichtige Informationen und kann ein Fahrplan für Haltung, Fütterung, Therapie und Training sein.

Aber eine Diagnose sagt nicht automatisch, was ein Pferd heute kann, wie es sich bewegt und wie belastbar es ist.

Nehmen wir Kissing Spines: Es gibt Pferde, die diese Diagnose haben und durch gezieltes Training des Rumpftrageapparates und gutes Management symptomfrei laufen. Bei manchen kann sogar wieder ans Reiten gedacht werden – bei anderen nicht.

Genau deshalb ist der individuelle Blick entscheidend.

Auch Reiten kann für mich Teil der Gesunderhaltung sein: Es ermöglicht längere Strecken geradeaus und Bewegungsreize in Trab und Galopp. Gleichzeitig bringt unser Gewicht zusätzliche Belastung mit sich. Deshalb müssen wir – beim Reiten genauso wie bei der Bodenarbeit – bewusst dosieren und die Qualität der Bewegung im Blick behalten.

Problematisch wird es, wenn die Diagnose irgendwann zur Erklärung für alles wird und wir aufhören, nach Entwicklungsmöglichkeiten zu suchen.

Denn auch ein Pferd mit Befund bleibt ein Bewegungswesen. Es braucht Bewegung, Sozialkontakte, eine passende Haltung und gegebenenfalls gezieltes Training.

Therapie und Training können eine Diagnose nicht wegzaubern. Aber sie können beeinflussen, wie gut ein Pferd mit ihr leben und sich bewegen kann.

Deshalb nicht nur fragen:

„Was hat mein Pferd?“

Sondern auch:

„Was braucht dieses Pferd jetzt?“

Das Pferd ist nicht seine Diagnose. Es hat eine Diagnose. 🐴

🐴 Gesund bewegen – Kompensationsmuster verstehenWann bewegt sich ein Pferd eigentlich wirklich gesund – und wann sieht e...
13/08/2026

🐴 Gesund bewegen – Kompensationsmuster verstehen

Wann bewegt sich ein Pferd eigentlich wirklich gesund – und wann sieht eine Bewegung vielleicht harmonisch aus, entsteht aber eigentlich aus einem Kompensationsmuster?

Genau darum geht es bei unserem Wochenendkurs mit Annika Keller.

Annika ist Pferdetrainerin, Physiotherapeutin und Osteopathin mit jahrelanger Erfahrung und war lange Zeit lizenzierte Bent-Branderup-Trainerin. Gemeinsam schauen wir an diesem Wochenende ganz gezielt auf die Pferdegesundheit und die Verbindung zwischen Training und Therapie.

Wie entstehen Kompensationsmuster? Wie können wir sie erkennen? Und vor allem: Wie können wir Training so gestalten, dass das Pferd wieder mehr Bewegungsfreiheit, Tragfähigkeit, Körpergefühl und eine größere funktionelle Range of Motion entwickeln kann?

Dabei bleibt es nicht bei der Theorie. Wir arbeiten direkt mit den Pferden und verbinden Biomechanik, therapeutisches Wissen und praktische Trainingsarbeit miteinander.

🐎 6 aktive Teilnehmer:innen
Samstag jeweils 2 Stunden Praxis
Sonntag jeweils 1 Stunde Praxis
plus insgesamt 3 Stunden Theorie

Und das Schöne: Auch als Zuschauer:in sitzt du nicht einfach nur am Rand. Du wirst aktiv mitgenommen, bekommst die Zusammenhänge erklärt und kannst ganz viel Wissen für dein eigenes Pferd und Training mit nach Hause nehmen.

Zuschauerplätze sind aktuell noch verfügbar! 🤍

📅 19. & 20. September 2026
📍 Fahr- und Reitanlage Emstal
Hohes Steinfeld 2
14797 Kloster Lehnin OT Emstal

🎟️ Zuschauertickets & weitere Infos:
www.pferdetrainingschanz.com

Oder schreib mir direkt:
📩 [email protected]

Ich freue mich sehr auf zwei intensive Tage rund um gesunde Bewegung, gutes Training und ein tieferes Verständnis für den Pferdekörper.

Stoßwellentherapie – mehr als nur ein “Extra”.Immer wieder höre ich den Satz:“Ach, das ist doch einfach ein nettes Zusat...
07/08/2026

Stoßwellentherapie – mehr als nur ein “Extra”.

Immer wieder höre ich den Satz:
“Ach, das ist doch einfach ein nettes Zusatzgerät.”

Nein.
Für mich ist die Stoßwellentherapie ein medizinisches Therapieverfahren, das gezielt eingesetzt wird – und zwar nicht bei jedem Pferd, sondern dann, wenn es medizinisch sinnvoll ist.

Stoßwellen sind hochenergetische mechanische Impulse, die tief in das Gewebe eindringen. Dort können sie unter anderem:

• die Durchblutung fördern
• Stoffwechselprozesse anregen
• die Regeneration von Sehnen, Bändern und Muskulatur unterstützen
• Schmerzen reduzieren
• die Heilung des Gewebes positiv beeinflussen

Deshalb setze ich die Stoßwellentherapie nicht “einfach mal” ein, sondern immer als Teil eines durchdachten Behandlungskonzeptes.

Ich nutze sie beispielsweise bei:
🐴 Sehnen- und Bänderverletzungen
🐴 Fesselträgerschäden
🐴 chronischen Muskelverspannungen
🐴 myofaszialen Dysfunktionen
🐴 Triggerpunkten
🐴 Problemen im Bereich der Hals-, Rücken- und Kruppenmuskulatur
🐴 Ansatzreizungen von Sehnen und Bändern
🐴 unterstützend bei Arthrose oder anderen chronischen Überlastungen (je nach Befund)

Dabei ersetzt die Stoßwelle keine gründliche Untersuchung und auch kein sinnvolles Training.

Denn genau dort liegt für mich der entscheidende Punkt:
Ein Gewebe kann behandelt werden – dauerhaft verändern wird es sich aber erst, wenn sich auch die Bewegung verändert.

Deshalb verbinde ich die Stoßwellentherapie immer mit einer physiotherapeutischen und osteopathischen Untersuchung sowie individuellen Trainingsempfehlungen. So behandeln wir nicht nur Symptome, sondern arbeiten an der Ursache.

Therapie und Training gehören für mich untrennbar zusammen. Genau darin liegt meine Philosophie.

💬 Hast du schon Erfahrungen mit der Stoßwellentherapie gemacht? Oder hast du Fragen dazu? Schreib sie gerne in die Kommentare!

Das Kiefergelenk ist viel mehr als nur der Ort, an dem das Gebiss liegt.Es ist eine der wichtigsten Schaltstellen im ges...
06/08/2026

Das Kiefergelenk ist viel mehr als nur der Ort, an dem das Gebiss liegt.

Es ist eine der wichtigsten Schaltstellen im gesamten Körper.

Als Pferdephysiotherapeutin und Osteopathin teste ich das Kiefergelenk bei jeder Behandlung – und fast immer finde ich dort Zusammenhänge, die auf den ersten Blick gar nichts mit dem Maul zu tun haben.

Ein eingeschränkt bewegliches Kiefergelenk kann sich zum Beispiel zeigen durch:

▫️ Probleme in der Stellung und Biegung
▫️ Schwierigkeiten beim Annehmen der Zügel
▫️ Festigkeit im Genick
▫️ Asymmetrien im gesamten Körper
▫️ Taktfehler oder mangelnde Losgelassenheit
▫️ Probleme beim Kauen oder einseitiges Abnutzen der Zähne

Warum?

Weil das Kiefergelenk über Faszien, Muskeln und neuronale Verbindungen eng mit der Halswirbelsäule, dem Zungenbeinapparat und letztlich mit der gesamten Körperstatik verbunden ist.

Ist dort Spannung vorhanden, versucht der restliche Körper häufig zu kompensieren.

Doch genauso wichtig ist die andere Richtung:

Ein festes Kiefergelenk ist oft nicht die Ursache, sondern die Folge.

Blockierungen in der Brustwirbelsäule, eingeschränkte Schulterbeweglichkeit, Beckenasymmetrien oder eine dauerhaft ungünstige Bewegungsstrategie können dazu führen, dass sich Spannung bis ins Kiefergelenk fortsetzt.

Deshalb behandle ich niemals nur das Symptom.

Ich schaue mir das Pferd als Ganzes an – vom Huf bis zum Genick.

Und genau deshalb endet eine osteopathische Behandlung bei mir nicht mit der manuellen Therapie.

Erst durch gezielte Bewegung wird das neue Bewegungsmuster im Nervensystem verankert. Training und Therapie gehören deshalb für mich untrennbar zusammen.

Denn ein freies Kiefer bedeutet häufig weit mehr als einen weichen Kontakt in der Hand.

Es bedeutet einen Körper, der sich wieder leichter organisieren kann.

✨ Der Körper funktioniert nie in Einzelteilen. Er funktioniert als Einheit.

💬 Hast du schon einmal erlebt, dass sich nach einer Zahnbehandlung oder einer Behandlung des Kiefergelenks plötzlich die gesamte Bewegung deines Pferdes verändert hat? Erzähle es gerne in den Kommentaren.

Seitengänge haben für mich heute eine neue Bedeutung.Früher lag mein Fokus ausschließlich auf der korrekten Ausführung –...
03/08/2026

Seitengänge haben für mich heute eine neue Bedeutung.

Früher lag mein Fokus ausschließlich auf der korrekten Ausführung – und das ist bis heute die Grundlage. Das Pferd soll sauber unter den Schwerpunkt treten, die Linien sollen stimmen und der Seitengang in Balance bleiben.

Durch meine Ausbildung zur Pferdephysio- und Osteopathin ist jedoch ein weiterer Blickwinkel dazugekommen: die Range of Motion – also der Bewegungsradius der Gelenke.

Heute frage ich im Schenkelweichen oder in Variationen des Schulterhereins bewusst auch einmal mehr Seitwärts, mehr Kreuzen und mehr Öffnung in Schulter und Hüfte. Früher hätte ich Sorge gehabt, dass das Pferd dadurch an Balance verliert.

Meine Erfahrung zeigt jedoch das Gegenteil.

Wenn die Grundlagen stimmen, profitieren viele Pferde enorm davon: mehr Beweglichkeit, eine aktivere Rumpftragemuskulatur, leichteres Untertreten und insgesamt flüssigere Bewegungen.

Die Reitkunst gibt mir den Rahmen – die Therapie erweitert meine Möglichkeiten. Genau in dieser Verbindung entstehen für mich die spannendsten Entwicklungen.

🤍 Kleiner Hinweis: Aktuell gibt es etwas mehr Bildbeiträge, weil im Hintergrund zwei große Projekte laufen und ich meinen Urlaub genieße. Bald geht es aber wieder mit mehr Reels weiter – unter anderem erzähle ich euch endlich mehr über den Vater von Ellas Fohlen. 🐴💛

Vor etwa zwei Jahren hat bei mir ein Wandel begonnen.Ganz leise.Damals war ich überzeugt, einem klaren roten Faden folge...
30/07/2026

Vor etwa zwei Jahren hat bei mir ein Wandel begonnen.

Ganz leise.

Damals war ich überzeugt, einem klaren roten Faden folgen zu müssen. Es gab Ausbildungswege, Ziele und Vorstellungen davon, wie gutes Training auszusehen hat.

Doch irgendwann habe ich aufgehört, nur den Weg zu verfolgen.

Ich habe angefangen, mein Pferd zu beobachten.

Wirklich zu beobachten.

Nicht nur, ob eine Übung gelingt. Sondern ob sie dadurch gesünder wird. Beweglicher. Belastbarer. Ob sie sich mit Freude bewegt. Ob sie körperlich und mental im Gleichgewicht ist.

Ella hat mir gezeigt, dass das Wohlbefinden des Pferdes wichtiger ist als jedes starre Konzept.

Also begann ich, meine Ziele zu hinterfragen.

Ich habe über den Tellerrand geschaut, andere Blickwinkel zugelassen, mich intensiv mit Anatomie, Biomechanik und Therapie beschäftigt und den Mut gefunden, auch meine eigenen Überzeugungen immer wieder auf den Prüfstand zu stellen.

Aus diesem leisen Wandel wurde mit der Zeit eine Überzeugung.

Und irgendwann war sie so laut, dass sie kaum noch zu überhören war.

Es war die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe.

Heute folge ich keinem starren Ausbildungsweg mehr.

Ich folge dem Pferd.

Natürlich gibt es Prinzipien und einen roten Faden. Aber kein Pferd passt vollständig in ein Konzept.

Jedes Pferd bringt seinen eigenen Körper, seine eigene Geschichte, seine eigenen Stärken und Herausforderungen mit.

Deshalb braucht auch jedes Pferd seinen eigenen Weg.

Für mich bedeutet gutes Training nicht, möglichst schnell ein Ziel zu erreichen.

Es bedeutet, Gesundheit zu erhalten, Fitness aufzubauen und das Wohlbefinden des Pferdes jeden Tag ein Stück zu verbessern.

Denn am Ende interessiert das Pferd nicht, welcher Methode wir folgen.

Es zeigt uns ganz ehrlich, ob unser Weg der richtige ist.

Und genau das ist heute mein wichtigster Kompass.

Gibt es etwas, das ihr früher im Training als selbstverständlich angesehen habt und heute völlig anders macht?

Jede Behandlung beginnt nicht am Körper – sondern im Nervensystem.Viele Pferde kommen zu mir mit Verspannungen, Schmerze...
25/07/2026

Jede Behandlung beginnt nicht am Körper – sondern im Nervensystem.

Viele Pferde kommen zu mir mit Verspannungen, Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen.

Doch bevor ich überhaupt mit meinen Händen arbeite, stelle ich mir eine andere Frage:

Ist dieses Pferd überhaupt bereit, sich behandeln zu lassen?

Denn ein Körper, der unter Stress steht, hält fest.

Deshalb beginnt jede Behandlung bei mir mit einem bewussten Ankommen.

🌿 Das Pferd darf sich zunächst einen Duft selbst aussuchen. Nicht ich entscheide – das Pferd entscheidet. Anschließend trägt der Besitzer diesen Duft an den Handgelenken, sodass das Pferd ihn während der gesamten Behandlung wahrnehmen kann.

🧠 Ergänzend arbeite ich mit einem Psychoband und einem neuronalen Stimulator, bevor ich in die eigentliche Testung und die spezifische Behandlung einsteige.

Diese ersten Minuten sind für mich unglaublich wertvoll. Sie helfen vielen Pferden dabei, anzukommen, zur Ruhe zu finden und sich auf die Situation einzulassen.

In meiner täglichen Arbeit erlebe ich immer wieder, dass Pferde dadurch deutlich mehr bei sich sind und entspannter in die Behandlung starten. Dadurch kann ich häufig präziser testen und anschließend wesentlich effizienter behandeln.

Denn nur wenn das Nervensystem bereit ist, kann auch der Körper Veränderungen zulassen.

Für mich gehören Körper und Psyche deshalb untrennbar zusammen. Ich behandle nicht nur Muskeln, Faszien oder Gelenke – ich versuche, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass das Pferd die Behandlung überhaupt annehmen kann.

Manchmal beginnt die wichtigste Veränderung schon, bevor die erste osteopathische Technik überhaupt eingesetzt wird.

🤍 Deshalb behandle ich nie nur den Körper – sondern immer das gesamte Pferd.

Muss ein Pferd eigentlich immer besser werden?Mehr Tragkraft.Mehr Balance.Mehr Beweglichkeit.Mehr Ausdruck.Mehr Versamml...
14/07/2026

Muss ein Pferd eigentlich immer besser werden?

Mehr Tragkraft.
Mehr Balance.
Mehr Beweglichkeit.
Mehr Ausdruck.
Mehr Versammlung.

Wir trainieren. Wir analysieren. Wir korrigieren. Wir optimieren.

Und irgendwann stellt sich die Frage:

Darf ein Pferd eigentlich auch einfach mal sein?

Ich liebe Ausbildung.
Ich liebe es, Zusammenhänge zu verstehen, Bewegungen zu verbessern und gemeinsam mit einem Pferd Fähigkeiten zu entwickeln.

Aber ich glaube, dass auch gutes Training kippen kann.

Nämlich dann, wenn aus Entwicklung ein permanenter Optimierungsauftrag wird.

Wenn jede Trainingseinheit ein Ziel braucht.
Wenn jeder Ritt einen Fortschritt bringen muss.
Wenn wir jede Bewegung bewerten.
Wenn wir ständig auf der Suche nach dem nächsten „Problem“ sind, das wir lösen können.

Pferde sind keine Projekte.

Und Ausbildung ist keine gerade Linie nach oben.

Manchmal ist Erhalten genug.
Manchmal ist Wiederholen sinnvoll.
Manchmal ist ein unspektakulärer Ritt genau das richtige Training.
Und manchmal ist das Beste, was wir tun können, nichts verbessern zu wollen.

Vielleicht müssen wir in der Pferdeausbildung nicht nur lernen, wann wir etwas verändern sollten.

Sondern auch, wann wir etwas einfach gut sein lassen dürfen.

Denn ein Pferd muss nicht jeden Tag besser werden.

Aber es sollte sich auch morgen noch gerne auf den Weg mit uns machen.

Fortschritt ist nicht nur das, was von außen sichtbar wird.

Manchmal ist Fortschritt auch, wenn etwas leichter wird.
Selbstverständlicher.
Ruhiger.

Oder einfach bleibt.

Wie schwer fällt es euch, im Training einmal nichts „verbessern“ zu wollen?

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