Follow me Coaching Angelika Steiner

Follow me Coaching Angelika Steiner (An)führercoaching statt Hundetraining

10/06/2026

Wenn Hunde zu wenig Führung erhalten, werden sie instabil. Diese Instabilität kann sich auf verschiedenste Art und Weise äußern. Nicht selten entwickeln manche Hunde unangenehme „Hobbys“, wie in diesem Video der kleine „Duplo“, dessen Besitzer mich gefragt haben, ob sie ihren Trolley mit zum Coaching bringen können.
Duplo hatte eine klare Verknüpfung: „Trolley = Ausrasten“. Für ihn war das kein „Ungehorsam“, sondern eine Strategie, mit innerer Unsicherheit und angestauter Energie umzugehen. Diese entsteht häufig dann, wenn Hunde glauben, selbst für Sicherheit und Kontrolle verantwortlich zu sein.
Im Coaching passiert dann etwas Entscheidendes: Die Rolle der Verantwortung wird zwischen mensch und Hund neu verteilt.
Und wenn der Mensch dann wirklich Führung übernimmt, klar entscheidet und innerlich eindeutig ist, wird er plötzlich vom Hund ernst genommen. Ein „Nein“ ist dann auch wirklich ein Nein.
Genau dann wird es oft überraschend leicht.
Denn ein Hund, der seinen Menschen als verlässliche Instanz wahrnimmt, muss nicht mehr reagieren. Er muss nicht mehr kontrollieren. Er muss nicht mehr „eskalieren“.
Und genau das konntet ihr hier sehen:
Ein Trolley fährt dicht vorbei – eine Situation, die vorher unmöglich war. Die Besitzerin sagt ruhig „lass es“ … und Duplo? Bleibt einfach bei sich.
Kein Kampf. Kein Stress. Kein Ausraster.
Das ist kein Zufall – auch wenn es sich oft genau so anfühlt.
Es ist das Ergebnis von klarer, fairer und artgerechter Führung.
Im Seminar arbeite ich genau daran:
1. Die Verknüpfung beim Hund verändern („Trolley = Aufregung“ wird aufgelöst).
2. Den Menschen zeigen, wie sie ihren Hund in solchen Momenten wirklich erreichen und stoppen können.
3. Und vor allem: Wie sie ihrem Hund durch Führung die Sicherheit geben, die er braucht, um dauerhaft entspannt zu bleiben.
Im Video gab es bei Duplo die erste Trolley-Begegnung ohne Ausraster – und das ist erst der Anfang.
Denn oft ist es viel leichter, als viele denken … wenn die Rollen einmal wirklich geklärt sind.
Gibt es bei deinem Hund auch Verhaltensweisen, die dich herausfordern? Schreib sie gerne in die Kommentare.

Viele menschen trauen sich nicht mehr, ihrem Hund eine Grenze zu setzen. Ein kurzer Stupser, wenn er nicht aufhört? Gilt...
09/06/2026

Viele menschen trauen sich nicht mehr, ihrem Hund eine Grenze zu setzen.
Ein kurzer Stupser, wenn er nicht aufhört? Gilt als übergriffig.
Sich über ihn beugen und ihn rückwärts schicken? Für manche schon Tierschutzfall.

Wir haben den gesunden Menschenverstand gegen „bedürfnisorientiert“ getauscht.
Der Hund ist nicht mehr Hund. Er ist Kind-Ersatz, Partner-Ersatz, Therapeut.
Er muss all die Nähe geben, die wir in Beziehungen vermissen.

Nur: Ein Hund braucht keinen Therapeuten. Er braucht einen sicheren Hafen.
Einen Menschen, der führt, schützt und entscheidet.

Was passiert ohne Führung?
Der ängstliche Hund wird ängstlicher.
Der dominante Hund wird dominanter.
Der nervöse Hund dreht komplett frei.

Am Ende haben wir einen Neurotiker an der Leine. Entweder denkt er, er ist der Nabel der Welt. Oder er kommt nie zur Ruhe, weil ihm niemand sagt, wo sein Platz ist.

Und das Tragische: Genau diesem Hund nehmen wir die größte Freiheit.
Den Freilauf.
Stattdessen hetzt er gestresst an der Schleppleine hin und her, weil wir ihn „irgendwie auslasten“ müssen.

Das ist keine Liebe.
Das ist verdeckte Bedürfnisbefriedigung. Wir holen uns vom Hund, was uns fehlt, und nennen es „Hundeliebe“.
Der Hund zahlt die Rechnung: mit Instabilität, Stress und einem Leben ohne echte Entspannung.

Liebe heißt nicht: alles erlauben.
Liebe heißt: führen.
Denn nur ein Hund mit klaren Regeln kann wirklich frei sein.

08/06/2026

Lust auf die ultimative Übung? Hier habe ich sie 🙃! Du brauchst aber dafür noch eine/n Hundefreund/in. In dieser Übung geht es wieder einmal um die wichtigen Themen Gehorsamkeit und Impulskontrolle. Lernt ein Hund sich zurück zu nehmen und nicht seinen Impulsen zu folgen, wird es ihm auch in anderen Situationen gelingen. In diesem Video haben wir der schwarzen Hündinn einen Raum auf der Wiese zugewiesen, den wir mit Heringen und Flatterband abgesteckt haben. Diesen Raum darf sie nicht verlassen, während mit dem schwarzen Rüden mit hoher Energie und einem beliebten Spielzeug (dem „Dödel“ 😂), direkt vor ihrer Nase gespielt wird. Für die Hündin eine wirklich große Herausforderung, die sie mit Bravour meistert 🚀❣️❣️❣️

Dein Hund läuft links. Weißt du eigentlich, warum?Weil der Jäger das Gewehr rechts trug.Das ist kein Witz. Der Grund, wa...
07/06/2026

Dein Hund läuft links. Weißt du eigentlich, warum?

Weil der Jäger das Gewehr rechts trug.

Das ist kein Witz. Der Grund, warum Hunde in der Ausbildung links geführt werden, war ursprünglich folgender: Die meisten Menschen sind Rechtshänder und trugen das Gewehr bei der Jagd rechts — der Hund links, damit er nicht im Weg war, wenn schnell zur Waffe gegriffen werden musste.

Die Begleithundeprüfung, aus der diese Regel stammt, gibt es in Deutschland seit den frühen 1990er Jahren. Damals mit Schussfestigkeitsüberprüfung. Für Gebrauchshunde. Für Jäger und Soldaten.

2026. Kein Gewehr. Keine Jagd. Aber der Hund läuft links.
Weil es so gelehrt wird. Weil es immer so war. Weil niemand fragt, warum.

Und genau das ist das Problem — nicht nur beim Linksführen.

Konventionelle Hundeschulen lehren heute noch Methoden, die aus einer Zeit stammen, in der der Hund ein Werkzeug war. Konditioniert, kontrolliert, funktioniert. Sitz. Platz. Fuß. Links. Leckerli. Fertig.

Der Hund als Maschine, die mit dem richtigen Input den richtigen Output liefert.

Aber dein Hund ist kein Werkzeug.
Er ist ein soziales Wesen, das Führung braucht — keine Dressur.
Das Orientierung sucht — keine Konditionierung.
Das einen Menschen braucht, dem es folgen will — nicht einen, dem es folgen muss.

Irgendwo zwischen Fachwissen, Zertifikaten und Theorien haben wir etwas verloren, das eigentlich niemand lernen müsste: den gesunden Menschenverstand.

Der sagt uns, dass ein Hund kein Roboter ist. Dass Regeln einen Sinn ergeben sollten. Dass Erziehung mehr ist als das richtige Kommando zur richtigen Zeit mit dem richtigen Snack.

Vielleicht brauchen wir keine neuen Methoden.
Vielleicht brauchen wir nur wieder den Mut, selbst zu denken. Hundehalter

04/06/2026

Weiter geht’s mit Lui❣️ Vorgestern habe ich euch Lui vorgestellt und angekündigt, dass ich seinen Prozess einmal auf mehrere Beiträge in den nächsten Tagen verteilen werde. Heute möchte ich euch Teil zwei zeigen und schaut mal, wie entspannt und fast schon glücklich Lui wirkt. Den Eindruck habe ich übrigens öfter, wenn den Hunden die Last der Verantwortung genommen wird und sie einfach nur das sein können, was sie sind: In diesem Fall ein junger Schnösel, der sich selbst auf seiner Hormonachterbahn 🎢 im Weg stand.

Warum ich mich nicht als Lehrerin, sondern Leererin verstehe …:Die meisten kommen zu mir und denken, sie müssen noch meh...
03/06/2026

Warum ich mich nicht als Lehrerin, sondern Leererin verstehe …:
Die meisten kommen zu mir und denken, sie müssen noch mehr lernen.
Noch mehr Tipps. Noch mehr Methoden.
Aber die Wahrheit ist:
Ihr Kopf ist längst voll.
Voll mit „so macht man das“,
voll mit Halbwissen,
voll mit Dingen, die sich irgendwie gut anhören – aber nicht wirklich helfen.
Und während sie versuchen, alles richtig zu machen,
verstehen sie ihren Hund immer weniger.
Also machen wir zuerst Platz.
Wir lassen los.
Sortieren aus.
Streichen Dinge, die im Weg stehen.
Und plötzlich passiert etwas:
Der Blick auf den Hund wird klar.
Nicht komplizierter.
Sondern ehrlicher.
Ich bin kein Lehrer.
Ich bin ein Leerer.
Weil Veränderung oft genau da beginnt.

02/06/2026

In der Natur übernimmt ab der 8. Lebenswoche der Vater die Erziehung der Welpen, genau in diesem Alter ziehen die meisten Welpen bei ihren neuen Familien ein. Während der Hundevater in der Natur sehr deutliche Regeln und Grenzen aufstellt und dadurch einen sicheren Rahmen für das Aufwachsen schafft, bekommt der niedliche Welpe in der Menschenwelt zuerst einmal sehr viel Aufmerksamkeit, Liebe und Zuwendung. Während der Hund in der Natur nur eins von vielen Rudelmitgliedern ist, hat er in seiner Menschenfamilie von Beginn an eine besondere Stellung. Innerhalb eines natürlichen Rudels, bekommt jedoch nur derjenige die meiste Aufmerksamkeit, der die höchste Stellung inne hat. Das bedeutet abstrahiert: Das Maß an Aufmerksamkeit, dass der Hund von seinen Rudel-/Familienmitgliedern bekommt, bestimmt (in seiner Logik) seine Stellung. Nun ist es für den Hund leider so, dass er die Außenwelt anders bewertet als wir, da er nämlich nicht mit seinem Verstand, sondern mit seinem Instinkt die Welt wahrnimmt. Und für das Tier im Hund, für das der Schutz und die Sicherheit des Rudels an erster Stelle steht, lauern außerhalb des Hauses viele Gefahren. Da der Hund sein Familienrudel über alles liebt, wird er nach Mitteln und Wegen suchen, um für Sicherheit im Außen zu sorgen und ist damit meist maßlos überfordert. Diese Überforderung zeigen Hunde auf unterschiedliche Art und Weise: Während der eine vielleicht immer dominanter wird, zieht sich ein anderer immer mehr zurück und wird immer unsicherer. Wie dem auch sei, ist dieses meist der Ausgangspunkt, an dem ich meine Kunden und ihre Hunde kennen lerne. So auch den 10 Monate alten, mitten in der Pubertät stehenden „Lui“, dessen Prozess ich für euch mit der Kamera begleitet habe. In diesem Prozess hat Lui die Erfahrung gemacht, das seine Besitzer in der Lage sind, ihm die Führung zu geben, die er benötigt damit er sich ihnen anschließen kann. Parallel dazu, haben die Besitzer gelernt, was genau sie dafür tun können, dass Lui „los lässt“ und ihnen folgt. Da so viele schöne Videos bei diesem Prozess entstanden sind, verteile ich diese auf mehrere Tage. Ich wünsche euch viel Spaß dabei❣️

Wenn Besuch kommt und dein Hund hochfährt, ist das kein Zufall – sondern ein fehlender Plan. Genau den brauchst du.Hier ...
31/05/2026

Wenn Besuch kommt und dein Hund hochfährt, ist das kein Zufall – sondern ein fehlender Plan. Genau den brauchst du.
Hier ist die Struktur, die du kennen musst:
1. Vorbereitung vor der Tür
Bevor es klingelt, entscheidet sich schon alles.
Dein Hund ist nicht „plötzlich“ aufgeregt – er hat gelernt, dass Besuch Action bedeutet.
Deshalb:
• Hund frühzeitig aus der Erwartung holen
• Ruhige Grundstimmung herstellen (kein Ball, kein Pushen vorher)
• Einen festen Platz definieren, den der Hund kennt
1. Klare Aufgabe für den Hund
Sobald es klingelt: Nicht reagieren lassen – führen.
• Schicke deinen Hund auf seinen Platz
• Keine Diskussion, keine Wiederholungen
• Körpersprache ruhig, klar, selbstverständlich
Der Fehler vieler: Sie reden zu viel oder werden hektisch. Dein Hund braucht Orientierung, keine Emotion.
1. Management beim Reinkommen
Besuch reinlassen = kritischster Moment
• Hund bleibt auf dem Platz oder wird gesichert (Leine, Box, Raumtrennung)
• Besuch ignoriert den Hund komplett
• Kein Ansprechen, kein Streicheln, kein Blickkontakt
Hier kippt es bei den meisten, weil sie „höflich“ sein wollen. Für den Hund bedeutet das Chaos.
1. Keine Freigabe – kein Begrüßen
Dein Hund bekommt keine Freigabe, um den Besuch zu „begrüßen“.
Warum?
Weil genau dadurch eine Erwartungshaltung entsteht. Dein Hund lernt:
„Ich muss nur warten – dann darf ich hin.“
Und genau diese Erwartung lässt ihn hochfahren. Wenn er weiß, dass er nichts zu klären hat, kann er sich viel schneller entspannen.
Dein Hund hat nicht die Aufgabe, Besuch zu begrüßen oder zu checken.
Das ist nicht sein Job.
Besuch kommt zu dir – nicht zu deinem Hund.
Je klarer du das trennst, desto ruhiger wird dein Hund.
1. Konsequenz statt Einzelfall
Einmal Training bringt nichts.
Jeder Besuch ist Training. Immer.
Wenn du hier inkonsequent bist, trainierst du deinem Hund genau das falsche Verhalten immer wieder an.

30/05/2026

Oft wünschen wir uns, dass unser Hund sich verändert, damit es endlich besser läuft. Doch nachhaltige Veränderung beginnt beim Menschen. Dieses junge Paar kam mit einem Schäferhund, der draußen stark im Außen war und kaum ansprechbar. Im Coaching haben sie verstanden, wie entscheidend ihre eigene Haltung ist, und genau dort angesetzt: mehr Klarheit, mehr Fokus, eine klare innere Ausrichtung. Genau das hat den Unterschied gemacht. Kurz darauf schickten sie mir ein Video von einer Hundebegegnung, in der ihr Hund ruhig und neutral an anderen Hunden vorbeigehen konnte. Daran wird sichtbar, worum es wirklich geht: Ein Hund bekommt erst dann die Möglichkeit, sich zu verändern, wenn der Mensch sich verändert – wenn er Klarheit und Fokus ausstrahlt.

Hunde, die nicht alleine bleiben können, sind selten „das Problem“ – sie sind das Ergebnis.Viele Trainingsansätze setzen...
29/05/2026

Hunde, die nicht alleine bleiben können, sind selten „das Problem“ – sie sind das Ergebnis.
Viele Trainingsansätze setzen genau dort an, wo es am wenigsten bringt: beim Alleinbleiben selbst. Dabei liegen die eigentlichen Ursachen oft viel tiefer.
Hier sind vier zentrale Gründe, die ich in der Praxis immer wieder sehe:
1. Permanente Bedürfnisbefriedigung
Wenn ein Hund im Alltag ständig im Mittelpunkt steht, jederzeit Nähe bekommt und frei entscheiden darf, wo er ist und was er tut, lernt er vor allem eins: Der Mensch reguliert alles für ihn.
Wird dieser „Regulator“ plötzlich entzogen, fehlt jede Grundlage, um mit sich selbst klarzukommen.
2. Keine räumliche Trennung im Alltag
Ein Hund, der seinem Menschen permanent von Raum zu Raum folgt und nie lernt, auf einer Platzzuweisung zu bleiben, hat keine Erfahrung darin, Distanz auszuhalten.
Alleinbleiben ist dann keine kleine Steigerung – sondern ein riesiger Sprung ins Unbekannte.
3. Instabile Beziehung durch Vermenschlichung
Viele Hunde bekommen heute sehr viel „Liebe“ – aber wenig Orientierung.
Große Freiräume, sofortige Bedürfnisbefriedigung und emotionale Projektionen führen dazu, dass der Hund keine klare Rolle hat.
Er wird nicht geführt – und übernimmt dadurch oft selbst Verantwortung, die ihn überfordert.
4. Training ohne Basis
Es werden Alleinbleib-Techniken trainiert, obwohl die Grundlage fehlt:
Eine stabile Beziehung, in der klar ist – der Mensch führt, der Hund folgt.
Ohne diese Basis bleibt jedes Training oberflächlich und instabil.
Alleinbleiben beginnt nicht an der Wohnungstür.
Es beginnt im Alltag, in der Beziehung und in den kleinen Momenten dazwischen. neuewege

Adresse

Hundetraining Und Mentalcoaching
Gelsenkirchen

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