06/07/2026
Ein Jahr ist vergangen, seit ich Zora gehen lassen musste und ihr Verlust hat mich härter getroffen, als alles andere zuvor. Ich hatte die ersten Tage einen gewissen Frieden, weil wir Zeit zum verabschieden hatten und sie bei zu Hause einschlafen konnte.
Irgendwann kam die Verzweiflung, der Schmerz, die Leere und aber auch das Anspruchsdenken Dritter, dass ich jetzt wieder funktionieren müsse, das jetzt mal gut wäre. Das empfand ich sehr schockierend, wie schnell sich Menschen abwenden oder Dir Vorwürfe über Dein Verhalten machen, wenn jeder Tag für Dich zum Kampf wird...wenn man nicht mehr nur locker, lustig oder bereit ist, sich jedermann's Probleme anzuhören.
Vielleicht war es Zora's letzte Tat, mir soviel Kraft zu entziehen, dass ich mich primär um mich kümmere.
Ich habe die ersten drei Monate jede Woche eine Stunde getrauert, um im Alltag einigermaßen klar zu kommen. Grundsätzlich komme ich mit Verlust zurecht, es ist immer schmerzhaft, aber normalerweise heilt die Zeit den Schmerz. Im Oktober habe ich die Deckanzeige zu Urmel gesehen und hatte das erste Mal den Impuls, das wäre vielleicht was.
Trotz anfänglichen Zweifeln bezüglich Leistungslinie, war es dann bißchen wie gelenkt. Ich hatte den Namen "Urmel" im Kopf und letztendlich hieß sie dann schon so. Das war für mich nicht der Punkt, sondern ihr Verhalten vor Ort. Urmel hat schon viele "Zora-Vibes"!
Trotzdem habe ich noch Phasen totaler Traurigkeit/Verzweiflung über Zora's Verlust. Mir fehlt auch meine übliche Energie, irgendwas ist in mir kaputt oder mitgegangen. Ich bin nicht der spirituellste Mensch, aber scheinbar liegt das nicht an Endometriose oder anderen hormonellen Umbrüchen, es hat sich in den letzten Tagen potenziert. Falls jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat und vielleicht auch einen Weg daraus gefunden hat, lasst es mich gerne wissen...