09/10/2026
Am Rücken grabbeln findet Kuwala besonders toll 🥰
Heute ist sein großer "Kopftag".
Er ist begeistert eingestiegen, weil er immer sehr gerne Auto fährt und Ausflüge macht.
Heute hält das Aussteigen aber erstmal blöde Überraschungen bereit - es geht in die Tierklinik.
Kuwala heißt der "Vergessene" und das zeichnet seinen Lebensweg besser als alle Erklärungen es je könnten, deshalb seine wichtigsten Stationen, von denen wir wissen:
- In Albanien überfahren und paar Tage im Strassengraben
- Kurz vor Exitus von einem Verein eingesammelt und aufgepeppt
- Aufgrund dreier unbehandelter zerstörter Beine unfähig zu laufen, wohnt im Katzengehege und schleift sich von A nach B
- Entsprechend offene Fleischwunden im großen Stil hinten
- Nächster Verein übernimmt nach D., Fleischwunden werden genäht, seither Aufgrund der Hautspannung Schwanzschiefstand (Gruß an die Wirbelsäule) und restlich verbleibende offene Stelle
- nächster Verein übernimmt. Stelle wird gepflegt und schließt sich, Beine bleiben unbehandelt aufgrund von schlechter Machbarkeit, lebt ohne größere menschliche Kontakte in einer Hundegruppe, stark überdosiert an Schmerzmitteln, wenigstens bekam er jetzt regelmäßig welche, chronische Ohrenentzündung, stark übergewichtig, Zähne aus der Hölle.
Auflösung der Haltung von Amtswegen.
- Dann zu uns. Futtereinstellung wegen Allergie, Ohr dadurch besser, aber Pfropf und wahrscheinlich Loch im Trommelfell, weil Schmerzen bei Tropfen, Entzug und Einstellung auf die richtige Dosierung an Schmerzmitteln, Gewichtsabnahme und heute schließlich Zahn-OP, Röntgen und Ohrspülung mit Endoskopie.
Wir sind nicht heilig, aber wir machen unsere Arbeit gründlich.
Im Gegensatz zu Vereinen müssen wir den Spaß selbst finanzieren.
Finde den Fehler.
Ja, es hat gute Gründe weshalb wir keinen Verein gründen.
Der dadurch entstehende Rahmen behindert eine saubere und gründliche Vorgehensweise.
Effekthascherei zur Spendenakquise - das Gegenteil von gründlich.
Schlimm gebeutelte Hunde = Spendenaufruf wegen der Kosten und doch passiert nichts oder nur ein Teil oder zu einem für den Hund zu belastenden Moment.
Wir wissen nicht, ob die an diesem Fall beteiligten Vereine so vorgingen. Das ist nur ein Beispiel für das typische Vorgehen um Spenden zu generieren.
Nicht alle, aber zu viele.
Und jetzt drücken wir dem süßen Kuwala gaaaaaaaaanz fest die Daumen, dass so wenige Zähne wie möglich - am besten keiner - raus müssen und dass das Trommelfell in Ordnung ist 🍀🍀🍀
Und wir bedanken uns sehr sehr herzlich bei den lieben Ehrenhöfis, die uns ohne Welle, Not und Bitte unterstützen und unsere Arbeit dadurch etwas erleichtern ❤️