17/08/2026
Wenn du deine eigenen Grenzen nicht ernst nimmst, warum sollte dein Hund es tun?
Wir sprechen im Hundetraining so oft über Grenzen, Orientierung und Verlässlichkeit. Doch wie sieht es eigentlich mit unseren eigenen Grenzen aus?
Vielleicht kennst du das:
Du bist für jeden da. Du springst ein. Du möchtest niemanden enttäuschen. Du sagst Ja, obwohl du eigentlich Nein meinst. Und manchmal nimmst du dieses Muster unbewusst mit in die Beziehung zu deinem Hund.
Du möchtest etwas nicht, lässt es aber trotzdem zu.
Du setzt eine Grenze, nimmst sie kurz darauf wieder zurück.
Du möchtest, dass dein Hund sich an dir orientiert, überlässt ihm aber immer wieder Entscheidungen, die eigentlich bei dir liegen sollten.
Und dein Hund?
Der macht daraus kein persönliches Drama. Er sammelt Erfahrungen.
Er lernt, welche Grenzen wirklich gelten. Er merkt, wann Entscheidungen bei dir bleiben und wann er sie selbst treffen kann. Und je nach Hund kann genau diese fehlende Klarheit dazu führen, dass er immer häufiger selbst entscheidet.
Nicht, weil er „die Weltherrschaft übernehmen“ möchte. 😉
Sondern weil Verhalten sich an dem orientiert, was sich im Alltag bewährt.
Grenzen bedeuten dabei weder Härte noch ständige Kontrolle.
Eine gute Grenze ist klar. Fair. Verständlich. Und verlässlich.
Vielleicht beginnt gutes Hundetraining deshalb manchmal gar nicht beim Hund.
Sondern bei der Frage:
Wie ernst nehme ich eigentlich meine eigenen Grenzen?