11/11/2019
Ich bin der festen Überzeugung, dass unsere Haustiere uns Menschen spiegeln. Wenn du bereit bist an dir zu arbeiten und dein Tier bewusst beobachtest, dann siehst du, dass sie dich aus deiner Komfort-Zone locken. In manchen Situationen musst du über deinen Schatten springen und dich überwinden etwas zu tun, was dir schwer fällt.
Zum Beispiel habe ich, ganz am Anfang unserer gemeinsamen Arbeit mit den Pferden, mit Géronimo gearbeitet. Und meine Aufgabe war es, ihn um die vier Kegel laufen zu lassen. Im Schritt hat es noch ganz gut geklappt. Dann haben wir es gesteigert, dass er nun im Trab um die Kegel laufen sollte. Es hat an drei Ecken geklappt, aber an dem vierten Kegel ist er immer innen vorbei gelaufen. Ich habe es nicht geschafft, dass er außen vorbei läuft. Véronique sagte dann, ich soll etwas aus mir raus kommen und es nicht durchgehen lassen. Ich sollte andere Wege versuchen (Natürlich alles ohne Gewalt) mit Geräuschen, Bewegungen oder ähnlichen. Es hat mich Kraft gekostet und Überwindung, vor Véronique so aufzutreten. Aber es hat funktioniert. Im Nachhinein war es ein tolles Gefühl.
Es mag sich vielleicht nicht so dramatisch anhören. Aber es war wirklich schwer für mich aus mir rauszukommen und meine Aufgabe umzusetzen. Ohne Zuschauer hätte ich es ihn wahrscheinlich durchgehen lassen, was nicht richtig gewesen wäre.
So kann es im Alltag mit deinem Tier genauso Situationen geben. Wie beim Gassi gehen oder anderen Alltagssituationen. Wenn du bereit bist an dir zu arbeiten und schlechte Verhaltensmuster oder Glaubenssätzen abzulegen. Dann hilft es auch in der Beziehung zu deinem Vierbeinern und die Verbindung wird stärker und inniger.
Wie siehst du das? Hast du das Gefühl, dass dich dein Tier spiegelt?