23/07/2026
Appell an die verantwortlichen Behörden und unseren Bürgermeister:
Vergangenen Sonntagabend musste ich als Tierärztin sowohl das Leben eines Pferdes als auch eine jahrzehntelange Ära beenden. Leider war die Eigentümerin des Gestüts am Hengstbach, gelegen zwischen dem Neurothweg und der Dorotheenstrasse Dreieich ,gezwungen auf Anordnung der Naturschutzbehörde vor einigen Jahren alle wunderschöne aus Holz gebauten Ställe abreißen zu lassen und sämtliche Koppeln still zu legen. Seit ich denken kann war dieses Gelände ein Refugium für Insekten aller Art, für eifrige Vogelstimmen , für fröhliches Kinderlachen und witzige Kapriolen der dort geborenen Fohlen. Mütter sassen, selbstgebackenen Kuchen genießend, auf den Holzbänken und sahen ihrem Nachwuchs dabei zu wie er den verantwortungsvollen Umgang mit den Tieren und untereinander lernte. Großartige Nachwuchstalente bekamen dort ihre Flügel und der Zusammenhalt war dank Frau Ingeborg Bopp so groß , dass sie für den Sprendlinger Reit- und Fahrverein, also auch für die Stadt Dreieich, sogar den 1. Platz bei dem international anerkannten Festhallenreitturnier in Frankfurt erringen konnte.
Jetzt ist das Gelände aufgrund der Anordnungen ein verwaister Platz, der den Charme einer verlorenen Westernstadt hat und von Brombeeren überwuchert wird.
Am Sonntag war zum allerletzten Mal Hufschlag über die dortige Holzbrücke zu hören, ich habe bis zum heutigen Tag Gänsehaut und Wasser in den Augen- so meine Bitte an alle zuständigen Personen: bitte überdenken Sie Ihre Entscheidungen in diesen Hinsichten zukünftig noch ein wenig mehr differenzierter
Dr Ulrike Häusler ler-Naumburger