Zoo Dortmund

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Marcel Stawinoga
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Zoo Dortmund
Mergelteichstraße 80
44225 Dortmund

Um den Lesefluss zu fördern, wird in den Beiträgen auf der Zoo-Dortmund-Facebook-Seite bei der Bezeichnung von Personenarten oder -gruppen auf eine geschlechtsbezogene Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für beide Geschlechter; die verkürzte Sprachform beinhaltet keine Wertung.

Abschied von Pferdeantilope LatifaDiese Woche mussten wir uns von Pferdeantilope Latifa verabschieden. Latifa wurde am 2...
06/06/2026

Abschied von Pferdeantilope Latifa

Diese Woche mussten wir uns von Pferdeantilope Latifa verabschieden. Latifa wurde am 20. Dezember 2010 im Parco Natura Viva in Italien geboren und lebte seit dem 22. Juni 2012 bei uns im Zoo Dortmund.

Mit ihrem stolzen Alter von fast 16 Jahren war Latifa bereits im besten Seniorenalter. Eine wildlebende Pferdeantilope wird in der Regel nicht älter als etwa 12 bis 15 Jahre. Ab diesem Alter sind die Zähne oft so stark abgenutzt, dass das Tier nicht mehr genug Nahrung aufnehmen kann, dadurch stetig körperlich abbaut und in der Natur irgendwann leichte Beute für Raubtiere wird.

Auch Latifa fraß immer weniger und baute seit Ende des letzten Jahres deutlich ab, was Ihr auf dem Foto und in der aktuellen Story auch gut sehen könnt. Eine tierärztliche Untersuchung zeigte zwar abgenutzte Zähne, das allein erklärte den rapiden körperlichen Abbau jedoch nicht vollständig. Auch das Zufüttern von speziellem Kraftfutter für Huftiere brachte leider keine sichtbare Besserung.

In den letzten Tagen beobachteten die Tierpfleger, dass sich die alte Antilope immer schwerer tat aufzustehen und zu gehen. Gemeinsam und in enger Abstimmung zwischen den Zootierärzten, den zuständigen Tierpflegern sowie unseren Zoologen wurde daher entschieden, sie von ihrem altersbedingten Leid zu erlösen. Da Latifa außer den orthopädischen Gebrechen keine weiteren Krankheiten hatte, haben wir uns dazu entschieden, sie zu verfüttern.

Da uns häufig die Frage erreicht, wie wir bei uns im Zoo über die Euthanasie eines Tieres entscheiden und was danach geschieht, möchten wir Euch diesen sensiblen Prozess offen erklären:

Wenn ein Tier schwer erkrankt ist und trotz medizinischer Maßnahmen sich sein Zustand weiter verschlechtert, steht das Wohl des Tieres immer an erster Stelle - wir erlösen es, um ihm weiteres Leiden zu ersparen. In diesen Fällen wird das Tier anschließend in der Pathologie in Arnsberg untersucht. Die Ergebnisse sind für uns von großer veterinärmedizinischer Bedeutung, um zum Beispiel Rückschlüsse auf unsere Haltung und Ernährungsweisen zu ziehen. Aufgrund der verabreichten Medikamente müssen diese Tiere im Anschluss fachgerecht und behutsam kremiert werden und dürfen nicht als Futter dienen.

Anders verhält es sich, wenn ein Tier altersbedingt und ohne schwere Vorerkrankungen erlöst wird. Wenn der Körper frei von Medikamentenrückständen ist, darf das Tier verfüttert werden. So schmerzhaft der Verlust für uns auch ist, erfüllt das Tier damit bis zuletzt eine wertvolle Aufgabe innerhalb des Zoos.

Genau so verhält es sich auch in Latifas Fall: Um diesen Weg zu gehen, wurde ein Jäger hinzugezogen, der ihr Leben mit einem gezielten Schuss schnell und schmerzfrei beendet hat. Natürlich wird jede dieser Entscheidungen von uns mit größter Sorgfalt getroffen.

Latifa hat bei uns im Zoo insgesamt drei Jungtiere großgezogen, darunter auch 2015 ihre Tochter Luela, welche heute gemeinsam mit Vera in unserer Gruppe lebt.

Vielen Dank an unsere Tierpfleger Marvin Lück und Wiebke Dreesmann für die Infos zu Latifa.



Fotos: Ida Andrae
Text: Ida Andrae & Marcel Stawinoga/ Der Zoolotse

02/06/2026

Pinguin-Opa Rot hat Geburtstag und ist 19 Jahre alt geworden

Humboldtpinguin-Opa Rot, benannt wie alle Pinguine bei uns im Zoo Dortmund nach der Farbe seines Flügelringes, hat heute Geburtstag. Der betagte Pinguin-Mann, der am 2. Juni 2007 im Kölner Zoo geschlüpft ist, ist heute 19 Jahre alt geworden. Zur Feier des Tages haben wir für einen Dreh mit etwas Fisch bei ihm, seiner neuen Partnerin und den beiden Küken des Paares an der Bruthöhle vorbeigeschaut, wie auch im Video anbei zu sehen.

Wie ebenfalls im Video zu sehen, gewöhnen wir die Pinguine in unserem Zoo an das Fressen von Fischen direkt aus der Hand, damit wir sicherstellen können, dass jeder Pinguin genug Futter abbekommt, wir jedem Pinguin einzeln aber zum Beispiel auch Vitamin-Tabletten und wenn nötig Medikamente über den Fisch verabreichen können. Dabei stecken wir Tabletten hinter den Kiemendeckeln eines Fisches, sodass die Pinguine diese mit dem Fisch einfach herunterschlucken.

Wild lebende Humboldtpinguine ernähren sich in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet, Pazifikküsten Perus und Chiles und dort vorgelagerten Inseln, hauptsächlich von der Peruanischen Sardelle. Die Peruanische Sardelle ist allerdings weltweit die am stärksten genutzte Fischart, die zu einem großen Teil zu Fischmehl verarbeitet wird, welches dann wiederum als Futtermittel für Hühner, Schweine und Rinder Verwendung findet. Chile und Peru sind dabei Hauptlieferanten von Fischmehl und Peru ist sogar weltweit größter Produzent. Daher ist der Humboldtpinguin stark durch Überfischung und der damit einhergehenden Meeresverschmutzung gefährdet und wird auf der IUCN Red List of Threatened Species (Rote Liste gefährdeter Arten der IUCN ) als „gefährdet“ (VU) geführt.

Die Zwergstachelmaus ist unser „Tier der Woche“Mit der Zwergstachelmaus (𝘈𝘤𝘰𝘮𝘺𝘴 𝘴𝘱𝘪𝘯𝘰𝘴𝘪𝘴𝘴𝘪𝘮𝘶𝘴) stellen wir Euch wie jede...
01/06/2026

Die Zwergstachelmaus ist unser „Tier der Woche“

Mit der Zwergstachelmaus (𝘈𝘤𝘰𝘮𝘺𝘴 𝘴𝘱𝘪𝘯𝘰𝘴𝘪𝘴𝘴𝘪𝘮𝘶𝘴) stellen wir Euch wie jeden Montag eine Tierart aus unserem Zoo als „Tier der Woche“ etwas ausführlicher vor.

Die Zwergstachelmaus kommt auf Felsvorsprüngen in Savannenwäldern vor. Das natürliche Verbreitungsgebiet dieser Nagetiere erstreckt sich vor allem über die trockenen und halbtrockenen Regionen Afrikas südlich der Sahara, insbesondere Mosambik und Simbabwe. Dort sind sie weit verbreitet, scheinen jedoch zwischen den Flüssen Zambezi und Limpopo begrenzt zu sein.

Im Vergleich zu vielen anderen Mäusen ist die Zwergstachelmaus relativ klein. Mit einer Kopf-Rumpflänge von 85 bis 109 Millimetern und einem Gewicht von 22 bis 33 Gramm gehört sie zu den kleineren Nagetierarten. Die kompakte Größe ist eine Anpassung an ihren Lebensraum, da sie sich gut zwischen Steinen und in dichten Vegetationen verstecken kann, was ihr hilft, Fressfeinden zu entkommen. Ihr Fell ist weich und hat eine graubraune Farbe, die es ihr ermöglicht, sich gut in ihrer Umgebung zu tarnen. Ein besonderes Merkmal sind die stacheligen Haare entlang des Rückens, die sie vor Fressfeinden schützen.

Auf der IUCN Red List of Threatened Species (Roten Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion IUCN) wird die Zwergstachelmaus als „nicht gefährdet“ (LC) geführt.

Ihr findet die kleinen Nagetiere im Giraffenhaus, gegenüber von den Fetten Sandratten. Wenn sie sich nicht gerade unter Steinen verstecken oder durch das Gehege flitzen, sitzen sie auch gerne mal versteckt in den dichten und verzweigten Haselnusszweigen ihres Geheges – manchmal alle zusammen als Knäuel. Es lohnt sich also, auch mal etwas genauer hinzuschauen!



Foto und Text: Ida Andrae

30/05/2026

Capybara Lia umgestreichelt und Baby-Bauch gecheckt

Wir haben noch einmal bei Capybara Lia bei uns im Zoo Dortmund vorbeigeschaut. Unsere Tierpflegerin Steffi hat Lia dabei noch einmal ein paar Streicheleinheiten verpasst, bei denen das Wasserschwein, wie Capybara im Deutschen auch genannt werden, sich auf die Seite fallen ließ, offensichtlich, um sich Seite und Bauch streicheln zu lassen. Dabei haben wir uns auch Lias Baby-Bauch angeschaut.

Die Capybara in unserem Zoo sind recht zutraulich. Diese Kontaktfreudigkeit fördern wir im Umgang mit den Wasserschweinen, wie Steffi im Video anbei auch erklärt, damit die Tiere in einer entspannten Atmosphäre zum Beispiel im Rahmen einer tierpflegerischen oder tierärztlichen Untersuchung problemlos abgetastet und zum Teil auch behandelt werden können, oder eine Medikamentenverabreichung gezielt an einzelne Tiere möglich ist. Solche Streicheleinheiten, eine Massage oder ein Abbürsten dienen natürlich aber auch der Entspannung der Tiere, stärkt andererseits aber auch das Vertrauensverhältnis zwischen den Zoobewohnern und ihren Pflegern.

Die Tragzeit bei einem Capybara beträgt etwa fünf Monate. Die Jungtiere kommen bereits mit bleibenden Zähnen zur Welt und nehmen zwischen ihrem ersten und dritten Lebenstag schon feste Nahrung zu sich. Auch sind sie bereits völlig behaart und können nach der Geburt direkt sehen und laufen. Trotzdem werden sie etwa 16 Wochen lang von ihren Müttern gesäugt.

Vielen Dank an unsere Tierpflegerin Steffi Bothe für den Dreh bei den Capybars!

26/05/2026

Capybara Lia holt sich ein paar Streicheleinheiten ab

Capybara Lia bei uns im Zoo Dortmund hat sich heute Nachmittag, als ich für einen Dreh auf der Südamerika-Wiese war, noch ein paar Streicheleinheiten bei mir abgeholt, die sie ganz offensichtlich genossen hat, wie im Reel anbei zu sehen.

Die Capybara in unserem Zoo sind recht zutraulich. Diese Kontaktfreudigkeit fördern wir im Umgang mit den Wasserschweinen, wie Capybara im Deutschen auch genannt werden, damit die Tiere zum Beispiel im Rahmen einer tierpflegerischen oder tierärztlichen Untersuchung problemlos abgetastet und zum Teil auch behandelt werden können, oder eine Medikamentenverabreichung gezielt an einzelne Tiere möglich ist. Solche Streicheleinheiten, eine Massage oder ein Abbürsten dienen natürlich aber auch der Entspannung der Tiere, stärkt andererseits aber auch das Vertrauensverhältnis zwischen den Zoobewohnern und ihren Pflegern.

Im Video könnt Ihr auch gut die Zähne von Lia erkennen. Das Wasserschwein gilt als größtes Nagetier der Welt und weist ein typisches Nagetiergebiss auf mit zu Nagezähnen umgewandelten Schneidezähnen. Die Nagezähne wachsen das ganze Leben lang nach und dienen den Capybara, um damit Baumrinde und harte Gräser abzunagen, die sie fressen. Im Zoo reichen wir den Nagetieren daher regelmäßig Holz, an denen sie ihre Zähne abnutzen können.

Vielen Dank an unsere Tierpflegerin Steffi Bothe für den Dreh bei den Capybars!

Der Rotschopfturako ist unser „Tier der Woche“Mit dem Rotschopfturako (𝘛𝘢𝘶𝘳𝘢𝘤𝘰 𝘦𝘳𝘺𝘵𝘩𝘳𝘰𝘭𝘰𝘱𝘩𝘶𝘴) stellen wir Euch wie jeden...
25/05/2026

Der Rotschopfturako ist unser „Tier der Woche“

Mit dem Rotschopfturako (𝘛𝘢𝘶𝘳𝘢𝘤𝘰 𝘦𝘳𝘺𝘵𝘩𝘳𝘰𝘭𝘰𝘱𝘩𝘶𝘴) stellen wir Euch wie jeden Montag eine Tierart aus unserem Zoo als „Tier der Woche“ ein wenig ausführlicher vor.

Der Rotschopfturako, im Deutschen auch als Rothaubenturako bekannt, bewohnt verschiedene Waldtypen im Westen Angolas, wie beispielsweise Galeriewälder, schmale Waldstreifen entlang von Flüssen. Gelegentlich kann er auch in Savannen beobachtet werden. Generell ist aber wenig über seine Lebensweise in der Natur bekannt. Den Tag scheint dieser Vogel jedenfalls meist in den Baumkronen zu verbringen, wo er unter anderem nach Früchten, Blättern, Knospen und Samen sucht, die den Hauptteil seiner Nahrung ausmachen. Gelegentlich erbeutet der Rotschopfturako dabei auch mal eine Schnecke oder ein Insekt.

Rotschopfturakos leben in monogamen Partnerschaften und sind meist zu zweit unterwegs. Auch der Nachwuchs bleibt nach dem Ausfliegen, also dem Verlassen des Nests, nur wenige Wochen bei den Eltern, ehe er vertrieben wird. Das Paar beansprucht ein festes Revier für sich, das es gegen Artgenossen und auch andere Vögel mit ähnlichen Nahrungsvorlieben, wie zum Beispiel kleinere Nashornvogel-Arten, vehement verteidigt.

Der Rotschopfturako ist der Nationalvogel Angolas und kommt in keinem anderen afrikanischen Staat vor. Er wurde dort ein Symbol für Lebensraum-, Arten- und vor allem Vogelschutz. Auf der IUCN Red List of Threatened Species (Rote Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion IUCN) wird die Art allerdings als „nicht gefährdet“ (LC) geführt, da sie in Angola recht häufig ist. Das Europäische Zuchtbuch (ESB) wird im Domaine de la Bourbansais geführt, dem Zoo in Pleugueneuc in Frankreich.

Eine Besonderheit bei Turakos ist übrigens das Vorhandensein der zwei Farbstoffe Turacin und Turacoverdin. Diese beiden Farbstoffe wurden bisher beinahe ausschließlich bei Turakos nachgewiesen und daher auch nach diesen Vö**ln benannt. Der rote kupferhaltige Farbstoff Turacin verleiht dem Rotschopfturako unter anderem seine leuchtend rote Federhaube, die Ihr auf dem Foto gut erkennen könnt. Die Farbe der grünen Federn kommt von dem grünen Farbstoff Turacoverdin. Interessant ist, dass diese Farbstoffe im Wasser löslich sind und daher zum Beispiel bei Regen oder einem Bad in geringen Mengen ausgewaschen werden, sodass sich das Wasser leicht verfärbt.

In unserem Zoo findet Ihr ein Paar Rotschopfturako, bei denen Hahn und Henne äußerlich nicht unterschieden werden können, im Vogelpark und zwei erwachsene männliche Jungtier des Paares in einer der Volieren hinter dem Regenwaldhaus.



Foto und Text: Marcel Stawinoga/Der Zoolotse

Familienfoto bei den Roten RiesenkängurusWie bereits berichtet, gibt es bei den Roten Riesenkängurus aktuell Nachwuchs. ...
23/05/2026

Familienfoto bei den Roten Riesenkängurus

Wie bereits berichtet, gibt es bei den Roten Riesenkängurus aktuell Nachwuchs. Bei unserem letzten Besuch konnten wir einen schönen Schnappschuss von der ganzen Familie machen: links Papa Dundee, rechts daneben Mama Lilly mit ihrem Jungtier, das sichtlich lässig aus dem Beutel schaute, und im Hintergrund hat sich Franzi noch mit ins Familienfoto geschmuggelt.

Das Jungtier ist etwa ein halbes Jahr alt. Das Geburtsdatum können wir nur schätzen, denn nach einer kurzen Tragzeit, die bei Roten Riesenkängurus etwa 33 Tage beträgt, wird ein knapp 2,5 Zentimeter großes Jungtier geboren, das selbstständig von außen in den Beutel der Mutter klettert. Hier hängt es sich mit dem Maul an eine Zitze, die es nun für etwa zwei bis drei Monate nicht loslässt, ehe es dann erstmals mit dem Kopf aus dem Beutel schaut und auch erst dann oft von den Tierpflegern entdeckt wird.

Mit etwa sechs bis sieben Monaten verlässt der Nachwuchs dann zum ersten Mal den Beutel der Mutter, kehrt aber nach immer länger andauernden Ausflügen wieder zurück, bis es schließlich mit etwa acht Monaten ganz draußen bleibt. Auch die Tierpfleger konnten inzwischen erste Ausflüge vom Jungtier beobachten, allerdings immer nur in kurzen Etappen und wenn es regnet, bevorzugt es doch lieber den warmen und trockenen Beutel der Mama!

Für Lilly ist es der erste Nachwuchs. Das Känguru-Weibchen kommt aus dem ZooParc Overloon in den Niederlanden und wurde circa im Dezember 2023 dort geboren. Sie lebt seit letzten Jahr Mai bei uns im Zoo Dortmund.

Habt Ihr den Nachwuchs schon entdeckt? Falls nicht, bietet sich bei dem sommerlichen Wetter in den nächsten Tagen eine schöne Gelegenheit – vielleicht habt Ihr ja Glück und seht das Jungtier auch mal außerhalb von Mamas Beutel hüpfen. Schaut doch mal vorbei!



Foto: Ida Andrae
Text: Ida Andrae & Marcel Stawinoga / Der Zoolotse

Kleiner Panda JingLing musste eingeschläfert werdenWir haben eine traurige Nachricht zu verkünden: Vergangenen Montag mu...
21/05/2026

Kleiner Panda JingLing musste eingeschläfert werden

Wir haben eine traurige Nachricht zu verkünden: Vergangenen Montag mussten wir uns leider von dem Kleinen Panda JingLing verabschieden. Das Weibchen zeigte sich zuletzt auffällig, indem es nicht fressen wollte, sehr schläfrig war und einen schwachen Eindruck machte und nicht, wie sonst üblich, neugierig und aufgeschlossen auf unsere Tierpfleger reagierte.

Aufgrund ihres bereits sehr hohen Alters von fast 15 Jahren war das Weibchen bereits längere Zeit tierärztlich beobachtet worden; zuletzt schlugen die Behandlungen jedoch nicht mehr an, sodass wir beschlossen haben, sie nach einer weiteren gründlichen Untersuchung unter Narkose aus veterinärmedizinischen Gründen einzuschläfern. Solche Entscheidungen sind nicht leicht und erfolgen in enger Abstimmung zwischen den Zootierärzten, den zuständigen Zootierpflegern sowie unseren Zoologen.

JingLing wurde am 4. Juli 2011 im Zoo Krefeld geboren und lebte seit Dezember 2012 bei uns. Die durchschnittliche Lebensdauer eines Kleinen Pandas beträgt etwa 8 bis 10 Jahre. In menschlicher Obhut können sie jedoch oft älter werden und erreichen manchmal ein Alter von bis zu 15 Jahren oder mehr.

Das Panda-Weibchen war zuletzt im Gehege neben dem Nebelparder eingezogen. Getrennt vom männlichen Kleinen Panda Chenpo, blühte die alte Panda-Dame nochmal richtig auf, war aktiv und ging dort regelmäßig auf Erkundungstour.

Dass die beiden getrennt voneinander waren, ist übrigens nicht ungewöhnlich: Kleine Pandas leben meist einzelgängerisch und kommen nur zur Fortpflanzung zusammen. Aufgrund ihres schon recht hohen Alters war mit JingLing allerdings kein Nachwuchs mehr geplant.

JingLing wird uns und vor allem den zuständigen Tierpflegern sehr fehlen!



Foto & Text: Ida Andrae

Schabrackentapir geborenLetzte Nacht brachte Schabrackentapir Laila, die Ihr auch auf dem Foto anbei seht, ein Jungtier ...
20/05/2026

Schabrackentapir geboren

Letzte Nacht brachte Schabrackentapir Laila, die Ihr auch auf dem Foto anbei seht, ein Jungtier zur Welt. Mutter und Nachwuchs sind so weit wohlauf, wobei die nächsten Tage für das Neugeborene entscheidend sind, sodass wir trotz aller Freude über den Zuwachs unsere Euphorie zurückhalten.

Denn Laila trägt einen parasitären Erreger in sich, gegen den es kein Medikament gibt. Dieser Erreger wird über Hundekot übertragen, der unentdeckt im Futterheu vorhanden sein kann, wenn Hunde auf Futterwiesen koten. Rinder und andere Wiederkäuer sind vor allem Zwischenwirt dieses Erregers, aber auch Tapire können wie im Fall von Laila Zwischenwirt sein. Werdende Mütter können den Erreger über die Plazenta an das noch ungeborene Jungtier übertragen, der sich dann im Jungtier vermehrt und dieses schwächt, was dann zum Tod führen kann.

Wir geben unser Bestes und das Jungtier macht einen guten Eindruck. Es wird intensiv von unseren Zootierpflegern und Zootierärzten überwacht und bekam heute eine Immunstimulans zur Stärkung der Abwehrkräfte verabreicht. Das Kalb trinkt ordentlich Milch bei Leila und auch Leila kümmert sich sehr vorbildlich um ihren Sprössling.

Eine Zucht mit Laila war nicht geplant. Nachdem Laila in ihrem vorherigen Zuhause, dem Zoo Leipzig, bereits mehrfach Nachwuchs verloren hatte, zog sie in Absprache mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) bzw. EAZA Ex‐situ Programme, welches innerhalb der Europäischen Zoo- und Aquarienvereinigung (EAZA - the European Association of Zoos and Aquaria) für Schabrackentapire im Tiergarten Nürnberg koordiniert wird, in unseren Zoo um. Hier sollte Laila gemeinsam mit Schabrackentapir-Opa Jinak leben. Denn bei einer Untersuchung von Jinaks Samenflüssigkeit wurden keine Spermien nachgewiesen, sodass er als unfruchtbar eingestuft wurde. Daher war Lailas Trächtigkeit eine nicht vorhersehbare Überraschung.

Habt bitte Verständnis dafür, dass wir noch keine Fotos von dem Jungtier in dieser sensiblen Phase gemacht haben und auch das Regenwaldhaus, in dem Sumatra-Orang-Utans, Zwergloris und Schabrackentapire leben, zunächst für Besucher geschlossen bleibt, um Mutter und Kind möglichst viel Ruhe und Zeit für sich zu geben.

Drückt uns und dem neugeborenen Schabrackentapir fest die Daumen! Wir halten Euch auf dem Laufenden!

PS: Der Beitrag zum „Artenschutz-Mittwoch“ entfällt heute.



Foto und Text: Marcel Stawinoga/Der Zoolotse

Pudu geborenIn der Nacht zum 1. Mai kam ein Südlicher Pudu in unserem Zoo zur Welt. Das Kitz hat die ersten Wochen seine...
19/05/2026

Pudu geboren

In der Nacht zum 1. Mai kam ein Südlicher Pudu in unserem Zoo zur Welt. Das Kitz hat die ersten Wochen seines Lebens gut überstanden und ist, wie auch seine Mutter Tinka, wohlauf.

Zurzeit befinden sich Mutter und Kind in einem rückwärtigen Gehege hinter dem Hauptgehege am Tamandua-Haus, das sie sich mit den Großen Ameisenbären teilen. Sie bekommen dort noch etwas Zeit für sich, weshalb eine Beobachtung der beiden während des Zoobesuchs aktuell nicht möglich ist.

Das Jungtier dürfte aber ohnehin für Euch schwer zu entdecken sein. Denn wie es für einen Hirsch typisch ist, ist ein junger Pudu ein sogenannter Ablieger. Dies bedeutet, das Kitz bleibt in den ersten Wochen meist irgendwo regungslos in Deckung zurück, während die Mutter an einer anderen Stelle nach Nahrung sucht und frisst. Zum Säugen kehrt sie dann zu ihrem Nachwuchs zurück. Das Jungtier kann in seiner versteckten Position nur schwer von Räubern entdeckt werden. Denn durch seine Fellzeichnung, die es später verliert, ist es gut getarnt. Außerdem sondert es keinen Eigengeruch ab, der Räuber anziehen könnte, da seine Duftdrüsen noch inaktiv sind. So bietet die Distanz zwischen Kind und Mutter bei der Nahrungssuche auch einen zusätzlichen Schutz für das Jungtier, falls ein Räuber die Duftspur des Muttertieres aufgenommen haben sollte. Denn diese kann ohne Nachwuchs deutlich schneller und besser fliehen.

Mit einer Schulterhöhe von 25 bis 40 Zentimetern gelten Pudus mit als die kleinsten aller Hirsche. Damit sind sie ausgewachsen etwa so groß wie ein Hase. Das Geburtsgewicht liegt bei etwa 700 bis 900 Gramm.

In den Kommentaren haben wir Euch ein weiteres (Such-) Bild hinzugefügt, wer ganz genau hinsieht, kann das Jungtier gut versteckt entdecken. Kleiner Tipp: Achtet auf die Punkte am Fell!

Vielen Dank an unsere Tierpflegerin Stefanie Bothe für das schöne Foto!



Foto: Stefanie Bothe
Text: Ida Andrae & Marcel Stawinoga/ Der Zoolotse

Adresse

Mergelteichstraße 80
Dortmund
44225

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 16:30
Dienstag 09:00 - 16:30
Mittwoch 09:00 - 16:30
Donnerstag 09:00 - 16:30
Freitag 09:00 - 16:30
Samstag 09:00 - 16:30
Sonntag 09:00 - 16:30

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